ZEIT Verbrechen – Wer gecancelt wird, ist toxisch
#151

Wer gecancelt wird, ist toxisch

ZEIT Verbrechen / 22. August 2023 / 6 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Im zweiten Teil der Kevin-Spacey-Recherche reist Journalistin Anne Kunze nach Baltimore, um den gefallenen Hollywoodstar persönlich zu treffen — ermöglicht durch monatelangen Kontakt mit Spaceys Manager Evan Lowenstein, einem ehemaligen Popmusiker, der trotz massiven Drucks an Spaceys Seite blieb. Die Episode zeigt eindringlich, wie Cancel Culture nicht nur den Beschuldigten trifft, sondern jeden in seinem Umfeld kontaminiert: Freunde aus der Filmbranche treffen Spacey noch heimlich, stehen aber öffentlich nicht zu ihm — wer Nähe zeigt, wird selbst toxisch.

„Es wird eben einfach auch sehr viel behauptet, was nicht stimmt. Das muss man wissen, wenn man in dieser Szene unterwegs ist.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (6)

Kevin-Spacey-Porträt im Zeit Magazin
Artikel

Kevin-Spacey-Porträt im Zeit Magazin

Anne Kunze

🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:10:13 „Und wir müssen nochmal deutlich sagen, dein Text, der aus dieser Wahnsinnsrecherche und dieser Geschichte, die du jetzt gerade erzählst, entstanden ist, erschien am 15. Juni. Zum Urteil kommt es dann am 26. Juli 2023, nur um das einmal zeitlich einzuordnen.“

Andreas Sentker ordnet den Zeitartikel von Anne Kunze zeitlich ein: Er erschien am 15. Juni 2023, zwei Wochen vor Prozesseröffnung in London. Der Artikel war ein nuanciertes Porträt über Kevin Spacey, basierend auf einem ganzen Tag, den Anne Kunze mit ihm in Baltimore verbrachte – sein erstes großes Interview seit dem Sturz.

Zum Artikel bei ZEIT Online
House of Cards
Serie

House of Cards

Beau Willimon · 2013

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:15:08 „Er hat nicht gesagt, ich war ein Arschloch im Umgang mit den Leuten beim House of Cards, wo ich ein toxisches Klima verbreitet habe oder im Umgang mit jungen Schauspielern, die zu mir gekommen sind, weil sie Rat haben wollten.“

Anne Kunze beschreibt, wie Kevin Spacey bei ihrem Interview in Baltimore zwar einräumte, früher ein 'Arschloch' gewesen zu sein, aber nur oberflächlich. Die Netflix-Serie House of Cards wird als Beispiel genannt, wo Spacey ein toxisches Arbeitsklima verbreitet haben soll – ein Vorwurf, den er im Gespräch nicht adressierte.

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FAZ-Prozessbericht zum Spacey-Prozess
Artikel

FAZ-Prozessbericht zum Spacey-Prozess

Gina Thomas

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:27:12 „Jetzt lese ich dir mal vor, was die FAZ darüber geschrieben hat, die ihre Korrespondentin Gina Thomas in den Prozess geschickt hat. Die Staatsanwältin Christine Anou hatte die Geschworenen ermahnt, sich nicht von Spacys Ruhm blenden zu lassen.“

Sabine Rückert liest aus einem FAZ-Prozessbericht der Korrespondentin Gina Thomas vor, die den Spacey-Prozess in London vor Ort verfolgte. Der Artikel beschreibt unter anderem die Zeugenaussage von Elton John per Videoschalte aus Monaco, die die Behauptungen eines Klägers in Frage stellte.

Zum Artikel bei FAZ
Bericht über den Kevin-Spacey-Prozess
Artikel

Bericht über den Kevin-Spacey-Prozess

Gina Thomas

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:27:12 „Jetzt lese ich dir mal vor, was die FAZ darüber geschrieben hat, die ihre Korrespondentin Gina Thomas in den Prozess geschickt hat. Die Staatsanwältin Christine Anou hatte die Geschworenen ermahnt, sich nicht von Spacys Ruhm blenden zu lassen.“

Sabine Rückert liest aus einem FAZ-Prozessbericht der London-Korrespondentin Gina Thomas vor, der die Verhandlung gegen Kevin Spacey am Southwark Crown Court dokumentiert. Der Artikel beschreibt unter anderem die Zeugenaussage von Elton John per Videoschalte aus Monaco, die offenbar mitentscheidend für den Freispruch war.

Zum Artikel bei Spiegel
Control
Film

Control

🗣 Anne Kunze referenziert bei ⏱ 00:43:23 „Und ansonsten gibt es ja noch den Film, dessen Entstehung ich begleitet habe, Control. Der wiederum hat ja zu Teilen Aufwind erfahren, großes mediales Interesse.“

Anne Kunze erwähnt den Low-Budget-Film 'Control', bei dem Kevin Spacey nur als Stimme des Erpressers mitwirkt. Nach dem Freispruch habe der Film neues Interesse von Filmverleihen erfahren, in den USA sei bereits ein Kinostart im Dezember geplant, und auch in Deutschland seien Streaming-Rechte verkauft worden.

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Smells Like Teen Spirit
Musik

Smells Like Teen Spirit

Nirvana

🗣 Andreas Sentker erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:15 „Euer Abend im Jazzclub endet mit einer Jazzversion von Smells Like Teen Spirit von Nirvana. Das fand ich sehr witzig.“

Andreas Sentker bezieht sich auf eine Szene aus Anne Kunzes Porträt: Der gemeinsame Tag mit Kevin Spacey endet in einem Jazzclub in Baltimore, wo eine Jazzversion von Nirvanas 'Smells Like Teen Spirit' gespielt wird – ein stimmungsvoller Schlusspunkt, an dem das Gespräch zwischen Journalistin und Spacey an seine Grenzen stößt.

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