Begegnung mit einem gefallenen Star
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Die Episode kreist um einen berühmten Mann, der innerhalb von 48 Stunden öffentlich ausradiert wurde — so gründlich wie selten zuvor. Zuvor werfen die beiden einen Blick ins neue ZEIT-Verbrechen-Magazin Nr. 22, das sich überraschend dem Thema Hoffnung widmet: Geschichten vom Fallen und Wiederaufstehen, darunter der Fall von Manfred Genditzki, der nach 13 Jahren Haft wegen eines Mordes auf Basis falscher Gutachten freigesprochen wurde.
„Es ist ja nicht der erste, der innerhalb kürzester Zeit ausradiert worden ist. Aber es ist halt noch nie mit einem so großen Radiergummi gearbeitet worden.“
Erwähnte Medien (7)
ZEIT Verbrechen Magazin Nr. 22
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:33 „Und hier in der aktuellen Nummer 22, die jetzt am Kiosk liegt, da geht es um etwas, was man gar nicht erwartet, wenn man ein Verbrechensmagazin in der Hand hält. Es geht um die Hoffnung. Die Hoffnung stirbt zuletzt vom Fallen und Wiederaufstehen.“
Sabine Rückert stellt die aktuelle Ausgabe des ZEIT-Verbrechen-Magazins vor, die sich dem Thema Hoffnung widmet – Geschichten von Menschen, denen Furchtbares widerfahren ist, die es aber überstanden haben. Sie hebt hervor, dass sie selbst vom Thema zunächst abgeraten hatte, aber positiv überrascht wurde.
Der Angeklagte
Khuê Phạm
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:05:06 „Und diese Geschichte hieß Der Angeklagte und ist noch gar nicht so lange her. Die ist am 15. Juni diesen Jahres im Zeitmagazin erschienen.“
Der Artikel 'Der Angeklagte' von Khuê Phạm im ZEITmagazin ist die journalistische Grundlage für diese Podcast-Folge. Er porträtiert Kevin Spacey nach den MeToo-Anschuldigungen und löste laut Sabine Rückert sowohl große Lobreden als auch heftige Angriffe aus.
House of Cards
Beau Willimon · 2013
🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:07:58 „Also die Figur ist die Figur von einem Politiker, einem demokratischen Politiker, der am Anfang noch an der Seite von dem Präsidenten ist und hofft zum Außenminister befördert zu werden, so wie es ihm versprochen wurde, wird dann, wie es in der Politik oft passiert, enttäuscht. Und entwickelt dann so einen machiavellistischen Meisterplan, um selbst Präsident zu werden.“
House of Cards wird ausführlich besprochen als die Serie, die Kevin Spaceys Ruhm begründete und die Ära von Netflix einleitete. Die Gesprächsteilnehmer diskutieren die Faszination der Figur Frank Underwood, das stilistische Mittel des Blicks in die Kamera und wie die Serie nach Spaceys Abgang ihren Reiz verlor.
Der Schattenmann
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:15:42 „Wer sich das anhören will, soll ein paar Folgen zurückgehen in unserem Podcast. Wir haben dazu drei Folgen gemacht, die kann man sich anhören. Die Dieter Wedel-Geschichte. Der Schattenmann.“
Sabine Rückert verweist auf drei frühere ZEIT-Verbrechen-Folgen über den Fall Dieter Wedel unter dem Titel 'Der Schattenmann'. Der Verweis dient als Vergleich: Auch bei Wedel wurden Missbrauchsvorwürfe journalistisch aufgearbeitet, allerdings mit deutlich höherem Recherche-Standard als bei manchen Spacey-Berichten.
American Beauty
Sam Mendes
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:20:29 „Erinnert einen alles so ein bisschen an die Geschichte von American Beauty. Da ist es ja auch so, dieses Verklemmte, Uneingestandene und dann endet das alles in einem riesigen Mord. Also es ist ein sehr sehenswerter Film, auch mit unterdrückter Sexualität und Spießertum und das Gegenteil von dem behaupten, was man wirklich will. Aber ein großartiger Film mit Kevin Spacey in der Hauptrolle.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen Spaceys realem Familienhintergrund – der homophobe Neonazi-Vater, die unterdrückte Sexualität – und dem Film American Beauty, in dem Spacey ebenfalls verklemmte Sexualität und bürgerliche Fassaden verkörpert. Für diese Rolle gewann er den Oscar.
Die üblichen Verdächtigen
Bryan Singer
🗣 Daniel Müller referenziert bei ⏱ 00:40:07 „Richtig bekannt wird er eben durch die üblichen Verdächtigen, wo er eine Oscar für die Nebenrolle bekommt und dann eben sein ganz großer Durchbruch mit American Beauty und dem Oscar damals.“
Daniel Müller skizziert Kevin Spaceys Karriereverlauf vom Theaterschauspieler zum Hollywoodstar. The Usual Suspects wird als der Film genannt, der Spacey erstmals richtig bekannt machte und ihm den Oscar als bester Nebendarsteller einbrachte.
Buzzfeed-Artikel über Kevin Spacey
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:43:33 „Das waren Vorwürfe, das müssen wir nochmal zitieren. Die haben, glaube ich, acht Männer gegenüber CNN geäußert. Und zwar wenige Tage nach den ersten Buzzfeed-Publikationen, die gesagt haben, der verbreitet einfach einem Set ein total toxisches Klima.“
Andreas Sentker ordnet die Chronologie der Vorwürfe gegen Spacey ein: Zuerst erschienen Buzzfeed-Artikel, wenige Tage später sprachen acht Männer gegenüber CNN über ein toxisches Arbeitsklima an Spaceys Sets. Die konkreten Titel der Buzzfeed-Publikationen werden nicht genannt.