ZEIT Verbrechen – Das Kartenhaus der Richterin
#141

Das Kartenhaus der Richterin

ZEIT Verbrechen / 30. Mai 2023 / 2 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Eine Richterin aus dem Sauerland landet selbst auf der Anklagebank — wegen Rechtsbeugung, einem Vorwurf, der es fast nie bis zur Anklage schafft. Reporterin Leonie Daumer begleitet den Prozess am Landgericht Hagen und schildert die surreale Atmosphäre im Sitzungssaal 247, wo sich Richter und Richterin gegenübersitzen und ein Jurist die andere über ihre Rechte belehrt.

„Rechtsbeugung ist ein Vorwurf, der sehr, sehr schwer zu beweisen ist und der in der Regel dann nicht zur Verurteilung, ja ganz in der Regel nicht mal zur Anklage kommt.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (2)

Bochum
Musik

Bochum

Herbert Grönemeyer

🗣 Andreas Sentker erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:13:34 „Alles in Bochum. Ich habe mir das auf Google Maps mal angeschaut. Es ist nicht alles in Bochum, aber man könnte quasi alle beruflichen Stationen ihrer Laufbahn in weniger als zwei, drei Stunden abfahren. Bochum, ich komme aus dir.“

Als Leonie Daumer schildert, dass sämtliche beruflichen Stationen der angeklagten Richterin in einem kleinen Umkreis rund um Bochum liegen, zitiert Andreas Sentker spontan die berühmte Zeile aus Herbert Grönemeyers Hymne auf seine Heimatstadt. Es ist ein humorvoller Einwurf, der die provinzielle Enge des Falls unterstreicht.

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Interview mit Benjamin Schorn über Scham
Artikel

Interview mit Benjamin Schorn über Scham

Benjamin Schorn

🗣 Leonie Daumer referenziert bei ⏱ 00:41:38 „Hattet ihr bei Zeit Verbrechen, bei dem aktuellen Magazin, ein Interview abgedruckt mit einem Wirtschaftsprüfer, einem Wirtschaftspsychologen. Benjamin Schorn hieß der und der hatte gesagt, es gibt kaum ein intensiveres und bedrohlicheres Gefühl als die Scham.“

Leonie Daumer reflektiert über die psychologischen Ursachen von Katharina S.' Verhalten und erinnert sich an ein Interview mit dem Wirtschaftspsychologen Benjamin Schorn im Zeit-Verbrechen-Magazin. Dessen These – Scham sei eines der intensivsten und bedrohlichsten Gefühle – habe sie während des gesamten Prozesses begleitet, weil sie über die Scham am ehesten an die Wurzel von Katharina S.' Vertuschungsverhalten komme.

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