Maddie und die Gespenster
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Eine 21-jährige Polin namens Julia W. behauptet auf Instagram, die 2007 in Portugal verschwundene Madeleine McCann zu sein — sie postet Vergleichsfotos, verweist auf angebliche Ähnlichkeiten bei Gesichtsform und einem Fleck auf der Iris. Kriminalreporterin Anne Kunze hat den Fall recherchiert, ihre Kollegin Sophie Rebmann reiste nach Polen und wurde als einzige Journalistin von Julia W. empfangen.
„Das ist eine reine Instagram-Geschichte von dieser Julia W.“
Erwähnte Medien (3)
Das Verschwinden der Madeleine McCann
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:09:49 „Da gibt es auch eine, wie ich finde, nicht besonders gute Netflix-Doku dazu mit ein paar Teilen, acht oder so. Man muss es sich nicht angucken, aber ich finde, dass es eine nicht besonders gelungene Serie ist.“
Im Gespräch über den Fall Madeleine McCann erwähnt Sabine Rückert die Netflix-Dokumentation über das Verschwinden des Mädchens. Sie bewertet die mehrteilige Doku-Serie ausdrücklich negativ und rät davon ab, sie anzuschauen.
Hitler-Tagebücher
Konrad Kujau
🗣 Johann Schwenn referenziert bei ⏱ 00:38:15 „Man hat, ohne da unsachlich werden zu wollen, schon den Eindruck, dass der Fall Medi sich für die Staatsanwaltschaft zu deren Hitler-Tagebüchern auswachsen könnte.“
Verteidiger Johann Schwenn zieht im O-Ton einen drastischen Vergleich: Die Staatsanwaltschaft Braunschweig könnte sich mit dem Fall Madeleine McCann ähnlich blamieren wie 1983 der Stern mit den gefälschten Hitler-Tagebüchern. Er kritisiert damit die offensive Medienpolitik der Staatsanwaltschaft bei gleichzeitig dünner Beweislage.
Der gute Mensch von Sezuan
Bertolt Brecht
🗣 Andreas Sentker zitiert daraus bei ⏱ 00:41:47 „Ich würde diese Folge mit einer Abwandlung eines von Marcel Reich-Ranitzky viel zitierten Satzes beenden. Diesmal sehen wir betroffen den Vorhang zu und immer noch viele Fragen offen.“
Andreas Sentker beendet die Folge mit einer abgewandelten Version des berühmten Epilog-Verses aus Brechts Theaterstück, den Marcel Reich-Ranicki häufig zitierte. Das Original lautet 'Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen / Den Vorhang zu und alle Fragen offen.' Sentker passt den Satz auf den ungelösten Fall Madeleine McCann an.