Große Verbrecher, Teil drei – Blut und Schuhe
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In der dritten Folge der Trilogie über große Verbrecher widmen sich die Hosts gemeinsam mit dem Journalisten Erich Follath dem philippinischen Diktatorenpaar Ferdinand und Imelda Marcos, die rund zehn Milliarden Dollar in die eigenen Taschen wirtschafteten. Follath, der die beiden 1986 in ihrem hawaiianischen Exil besuchte, schildert ein einstiges Glamour-Paar, das im von der US-Regierung gestellten Bungalow Hof hielt und vor allem den Verlust von Macht und Weltbühne betrauerte.
„Das sind leider auch manchmal die interessantesten, ehrlich gesagt. Und viele von denen haben ja Staatsämter ausgeübt und sie sind gleichzeitig natürlich Menschen gewesen, die die Welt beeinflusst haben, politisch, menschlich, wirtschaftlich, historisch.“
Erwähnte Medien (3)
Sentimental Journey
Doris Day
🗣 Erich Follath referenziert bei ⏱ 00:06:06 „Das erste war Sentimental Journey, das Doris Day ja groß gemacht hat. Ein freundlich gesagt Jazz-Klassiker eigentlich fast.“
Erich Follath erzählt von seinem Interview mit dem Ehepaar Marcos im Exil auf Hawaii 1986. Nach dem Gespräch griff Imelda Marcos zu einem goldenen Mikrofon und sang zwei Lieder als "Zugabe" für den Journalisten. Das erste war "Sentimental Journey" von Doris Day.
Feelings
Morris Albert
🗣 Erich Follath referenziert bei ⏱ 00:06:17 „Und das zweite, und ich bitte das nicht zu intonieren, war eines der schlimmsten Stücke der Pop-Geschichte, nämlich Feelings. Oh Gott, nein. Oh, oh, Feelings. Oh, oh, Feelings.“
Das zweite Lied, das Imelda Marcos beim Interview auf Hawaii für Erich Follath sang, war "Feelings" – von Follath als "eines der schlimmsten Stücke der Pop-Geschichte" bezeichnet. Ferdinand Marcos klatschte brav Beifall, während der Journalist sich höflich beeindruckt gab, obwohl er die Darbietung "ziemlich schlimm" fand.
Imelda Marcos: Schuhsammlung vom Verfall bedroht
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:18:07 „Weil der Spiegel darüber berichtet hat, vor etwas mehr als zehn Jahren, Überschrift, ich melde Markus, Schuhsammlung vom Verfall bedroht. Wir reden hier über kulturelles Welt, aber man merkt es schon.“
Andreas Sentker zitiert einen Spiegel-Artikel, der vor über zehn Jahren über den Verfall von Imeldas berühmter Schuhsammlung berichtete. Teile der Sammlung waren im Keller des Nationalmuseums in Manila unter Wasser geraten und schimmelten – ein Sinnbild für den verblichenen Glanz der Marcos-Ära.