Der Fall Dieter Wedel, Teil 2 – Der Schattenmann
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In der zweiten Folge zum Fall Dieter Wedel stößt Investigativreporter Christian Fuchs zum Team um Jana Simon und Annabelle Waber hinzu — ausgelöst durch die Welle von Frauen, die sich nach der ersten Veröffentlichung meldeten. Im Zentrum steht die ZDF-Vorabendserie *Bretter, die die Welt bedeuten* von 1982, gedreht in Bad Kissingen, bei der Wedel als Produzent und Regisseur eine enorme Machtfülle auf sich vereinte. Unter den Frauen, die sich mit eigenen Erfahrungen meldeten, war auch die Schweizer Schauspielerin Esther Gemsch.
„Schon mal eine enorme Machtfülle, wenn du gleichzeitig Produzent bist und zum Teil selber auch Regie führst.“
Erwähnte Medien (3)
Bretter, die die Welt bedeuten
Dieter Wedel
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:02:30 „Die Fernsehserie, über die wir jetzt gleich intensiv sprechen werden, die ist mehr als 40 Jahre her in der Erstausstrahlung 1982 erschienen und sie trägt den Titel Bretter, die die Welt bedeuten. Es geht um ein kleines Provinztheater. Der Schauplatz der Aufnahmen wird das Theater der Stadt Bad Kissingen sein.“
Die ZDF-Vorabendserie von 1982 ist das zentrale Thema dieser Podcast-Folge. Am Set dieser Produktion in Bad Kissingen sollen sich die schweren Übergriffe von Regisseur und Produzent Dieter Wedel gegen mehrere Schauspielerinnen ereignet haben. Die Serie handelt von einer jungen Schauspielerin an einem Provinztheater.
Der König von St. Pauli
Dieter Wedel
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:42:26 „Ich glaube, das ist der Zeitpunkt, in dem wir die Bretter, die die Welt bedeuten, jetzt mal verlassen müssen. Und wir wenden uns noch einmal zu einer Produktion, über die wir schon mal gesprochen haben. Ganz am Rande, den König von St. Pauli. 1997 laufen diese Dreharbeiten und in diesem Rahmen seid ihr auf Luise Keller.“
Andreas Sentker leitet den nächsten Abschnitt der Recherche ein, in dem es um die Dreharbeiten zum 'König von St. Pauli' 1997 geht. Im Rahmen dieser Produktion stieß das Rechercheteam auf die Schauspielerin 'Luise Keller' (Pseudonym), die schildert, wie Wedel sie im Hotel bedrängte und am Set terrorisierte, bis sie zusammenbrach.
Pariser Geschichten
Dieter Wedel
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:45:59 „Lena Hain habt ihr diese Frau genannt, auch das ist ein Pseudonym. Und was sie schildert, spielt relativ früh in der Geschichte des Regisseurs Dieter Wedel die Dreharbeiten zu den Pariser Geschichten. 1975, was spielt sich da ab?“
Die 'Pariser Geschichten' von 1975 werden als eine der frühesten Wedel-Produktionen erwähnt, bei der es zu einem schweren Übergriff kam. Die Schauspielerin 'Lena Hain' (Pseudonym) schildert, dass Wedel sie nach den Proben in seinem Auto in ein Waldstück fuhr und vergewaltigte – ein Fall, über den sie jahrzehntelang schwieg und sich erst spät ihren Söhnen offenbarte.