Nichts ist, wie es scheint
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
In der Nacht vor Heiligabend 2007 werden in einem kleinen Dorf südlich von Zürich zwei Kinder erstickt in ihren Betten gefunden — unter dem Christbaum liegen noch die Nintendos, die sie am nächsten Morgen auspacken sollten. Reporter Moritz Aisslinger erzählt die verstörende Familiengeschichte von Franz B. und Bianca G., in der ein inszenierter Einbruch die Polizei sofort misstrauisch macht und die Spur tief in eine Beziehung voller Lügen und Manipulation führt.
„Sie finden einen geschmückten Christbaum vor. Unter dem Christbaum liegen Geschenke, zwei Nintendos, die die Kinder am nächsten Morgen bekommen sollten. Sie finden eben diese beiden Kinder vor. Auf beiden Kindergesichtern liegen Kissen, erstickt eben.“
Erwähnte Medien (1)
Wir Kinder aus Bullerbü
Astrid Lindgren
🗣 Moritz Aisslinger erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:20:53 „Wenn er nicht arbeitet an den Wochenenden, dann fährt er mit seinen Kindern Schlitten oder geht Wandern. Er nimmt sie ganz oft mit zu seinem Bagger und setzt sie auf den Bagger. Die Kinder lieben Bagger, genauso wie Franz Bagger liebt. Und fährt mit ihnen über die Felder. Ganz idyllisch, wie man sich das irgendwie Bullerby-mäßig vorstellt.“
Moritz Aisslinger beschreibt das harmonische Familienleben von Franz B. mit seinen Zwillingen und greift dabei auf die Bullerbü-Metapher zurück, um die ländliche Idylle zu veranschaulichen. Der Vergleich mit Lindgrens Kinderbuchklassiker unterstreicht den tragischen Kontrast zur späteren Tat der Mutter.