ZEIT Verbrechen – Die Ausplünderung des Rudi Assauer
#100

Die Ausplünderung des Rudi Assauer

ZEIT Verbrechen / 25. Januar 2022 / 4 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Zur 100. Folge erzählt ZEIT-Chefreporter Stefan Willeke die Geschichte von Schalke-Legende Rudi Assauer, der nach seiner Alzheimer-Diagnose in die Obhut seiner jahrelang verstoßenen Tochter Bettina Michel geriet — und dessen Vermögen von 2,3 Millionen Euro unter der Verwaltung eines Trios aus Tochter, Ex-Sekretärin Sabine Söldner und Schönheitschirurg Heinz Bull auf nahezu null zusammenschmolz. Während Assauer zunehmend abgeschottet wurde und seine Lieblingstochter Kathi ihn kaum noch sehen durfte, wurden Charity-Galas und eine Filmpremiere vor 20.000 Zuschauern in seinem Namen veranstaltet — doch die Erlöse versickerten spurlos, und bis heute ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Untreue.

„Seltsam ist nur, wie die 2,3 Millionen Euro plötzlich verschwinden konnten. Denn am Ende, als er im Februar 2019 starb, war davon nichts mehr übrig.“
🗣 Stefan Willeke

Erwähnte Medien (4)

Buch über die Affären und Skandale des FC Schalke 04
Buch

Buch über die Affären und Skandale des FC Schalke 04

🗣 Stefan Willeke erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:05:48 „Es gibt ein ganz lustiges Buch allein über die Affären, Skandale des FC Schalke. Das füllt 300 Seiten. Also es war, was zeitweise dann später der FC Bayern war, so eine Art FC Hollywood, das war zuvor der FC Schalke, quasi unregierbar.“

Stefan Willeke beschreibt die chaotische Vereinsgeschichte von Schalke 04, bevor Rudi Assauer als Manager für Ordnung sorgte. Er verweist auf ein Buch, das allein die Skandale und Affären des Vereins auf 300 Seiten dokumentiert, um zu illustrieren, wie unregierbar der Club war. Titel und Autor des Buches werden nicht genannt.

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Interview mit Rudi Assauer (2006)
Artikel

Interview mit Rudi Assauer (2006)

Stefan Willeke, Andreas Lebert

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:13:00 „Wenn man sich deine Begegnungen mit Assauer durchliest, dann merkt man bereits bei einer Begegnung im Jahr 2006, dass er Bescheid gewusst haben muss, dass er an Alzheimer erkrankt ist. Das ist interessant, denn darüber sprecht ihr noch gar nicht. Es ist auch öffentlich noch gar kein Thema im Mai 2006, aber er sagt von sich aus, ich bin noch so klar in der Birne, dass ich frühzeitig weiß, wann der Tag gekommen ist, an dem ich aufhöre.“

Sabine Rückert zitiert ausführlich aus einem früheren Zeit-Interview, das Stefan Willeke gemeinsam mit Kollege Lebert im Mai 2006 mit Rudi Assauer geführt hat. Dieses Interview ist ein eigenständiges, früheres Dokument – Jahre vor Willekes späterer investigativer Recherche zum Fall Assauer.

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Guinness Buch der Rekorde
Buch

Guinness Buch der Rekorde

🗣 Stefan Willeke erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:31:40 „Es wurde sogar der Versuch eines Weltrekords beim Guinness Buch der Rekorde angemeldet, dass nämlich die meisten Zuschauer, zahlenden Zuschauer bei einem öffentlichen Filmereignis dabei sind. Der Versuch ist nicht ganz gelungen, aber mit 20.000 oder mehr zahlenden Zuschauern war es natürlich ein großes Ereignis.“

Stefan Willeke berichtet über die Filmvorführung des Assauer-Dokumentarfilms im Schalke-Stadion. Die Mirandum GmbH versuchte, einen Eintrag im Guinness Buch der Rekorde für die meisten zahlenden Zuschauer bei einem öffentlichen Filmereignis zu erhalten.

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Recherche-Artikel über den Fall Rudi Assauer
Artikel

Recherche-Artikel über den Fall Rudi Assauer

Stefan Willeke

🗣 Stefan Willeke referenziert bei ⏱ 00:53:31 „Seit dem Erscheinen meines Textes in der Zeit, so lange ermitteln die auch schon. Aber sie haben noch immer keine Ergebnisse.“

Stefan Willeke erwähnt seine eigene investigative Berichterstattung über den Fall Assauer in der ZEIT. Sein Text war offenbar Auslöser oder zumindest Begleitung der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen in Essen wegen des Verdachts auf Untreue der Bevollmächtigten. Er beschreibt, dass er für seine Geschichten rund 50 Personen aus Assauers ehemaligem Umfeld gesprochen hat.

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