Lockruf des Goldes
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Eine 100 Kilogramm schwere Goldmünze aus reinstem 5-9er-Gold, gefertigt von der Royal Canadian Mint, wurde aus einem Berliner Museum gestohlen — Materialwert: knapp vier Millionen Euro. Tobias Timm erzählt die Geschichte dieses spektakulären Kunstraubs und erklärt, warum die Riesenmünze nicht geprägt, sondern gefräst werden musste, weil bei dieser Größe kein Prägestempel mehr funktioniert.
„Das ist so weich, dieses Gold, dass man es eigentlich nur in der Halbleiter-Technologie verwendet, Weltraumtechnik.“
Erwähnte Medien (4)
Arsène Lupin
Maurice Leblanc
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:21:34 „Ja, trotzdem muss ich sagen, so dumm war das nicht. Also es ist vielleicht jetzt nicht Arsène Lupin, aber es ist eher Ocean's Eleven.“
Sabine Rückert erwähnt die literarische Figur des Gentleman-Einbrechers Arsène Lupin als Kontrast zum tatsächlichen Vorgehen der Täter. Der Raub sei zwar nicht so elegant wie bei Lupin, aber dennoch professionell durchgeplant gewesen – eher vergleichbar mit Ocean's Eleven.
Ocean's Eleven
Steven Soderbergh
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:21:39 „Ja, trotzdem muss ich sagen, so dumm war das nicht. Also es ist vielleicht jetzt nicht Arsène Lupin, aber es ist eher Ocean's Eleven. Also es handelt sich hier um Täter, wir werden sie ja dann nachher auch mal kennenlernen, aber es handelt sich um Täter, die natürlich in der Gesellschaft auch Respekt verdienen und bekommen.“
Sabine Rückert vergleicht den dreisten Goldmünzen-Raub aus dem Bode-Museum mit dem Film Ocean's Eleven, um die professionelle Planung, Teamarbeit und Risikobereitschaft der Täter zu illustrieren. Sie grenzt den Fall bewusst von der Arsène-Lupin-Figur ab und betont die Intelligenz und Fokussierung der Tätergruppe.
James Bond
Ian Fleming
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:23:31 „Ja, aber Glasscheiben machen die auch kaputt und James Bond auch.“
Im Gespräch über die Brutalität des Einbruchs vergleicht Sabine Rückert die Vorgehensweise der Täter mit Action-Filmfiguren wie James Bond, um zu zeigen, dass auch elegante Filmhelden Gewalt anwenden.
Kunst und Verbrechen
Tobias Timm, Stefan Koldehoff
🗣 Tobias Timm referenziert bei ⏱ 00:25:27 „Ja, ich habe mit dem Kollegen Stefan Kollorf ein Buch geschrieben über Kunst und Verbrechen. Kunst und Verbrechen heißt das, passenderweise. Da haben wir uns einige Fälle angeschaut und das Erstaunliche ist, dass zum Glück viele Kunstwerke doch irgendwann wieder auftauchen.“
Tobias Timm erwähnt sein eigenes Buch im Zusammenhang mit der Frage, wo gestohlene Kunstwerke verbleiben. Er erklärt, dass viele Werke irgendwann wieder auftauchen – etwa wenn Mafiapaten sie als Verhandlungsmasse für Hafterleichterungen einsetzen. Der Co-Autor ist im Transkript als 'Stefan Kollorf' transkribiert, gemeint ist Stefan Koldehoff.