Der verliebte Freier
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Journalistin Ursula März nimmt die Hörer mit in den Rotlichtkiez rund um die Berliner Potsdamer Straße — ein Quadratkilometer Straßenprostitution, der wie ein Dorf funktioniert: eine in sich geschlossene Kleingesellschaft mit eigenen Intrigen, Geschäften und extremen Machtgefällen. Im Zentrum steht ein Gerichtsprozess, bei dem Angeklagte, Zeugen und Nebenklägerinnen sich alle untereinander kannten.
„Ich habe es hier mit einer Gemeinde zu tun, mit Intrigen, mit Geschäften, aber auch mit einer Gemeinde, die in gewisser Weise von der Außenwelt abgeschlossen ist.“
Erwähnte Medien (4)
Artikel über den Rotlicht-Kiez-Prozess in der Zeit
Ursula März
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:02:16 „Ja, auch der Fall ist ja schon in der Zeit erschienen. Er ist erschienen 2016 und hat ein sehr, sehr interessantes Geschehen mitten in Berlin zum Inhalt.“
Sabine Rückert verweist auf einen Artikel, den Ursula März 2016 in der Zeit veröffentlicht hat. Der Artikel beschreibt den Prozess am Berliner Landgericht rund um Zuhälterei und Menschenhandel im Rotlicht-Kiez an der Potsdamer Straße, über den Ursula März als Gerichtsbeobachterin berichtet hat. Der Artikel bildet die Grundlage für das Gespräch in dieser Podcast-Folge.
Reportage über den Kurfürstenstraßen-Prozess
Ursula März
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:36:24 „Du zählst jetzt in einem wunderbaren Artikel auf, wie jetzt die Dorfbewohner einer nach dem anderen auftreten, unter anderem zum Beispiel Herr Neuschait.“
Andreas Sentker bezieht sich auf einen längeren Artikel von Ursula März über den Zuhälterei-Prozess rund um die Kurfürstenstraße. Der Artikel beschreibt das Milieu, die Zeugenauftritte und die Verflechtungen im Kiez. Sabine Rückert ordnet später ein, dass das Stück vor knapp fünf Jahren erschienen sei, also circa 2016.
Kampagne zur Abschaffung der Prostitution
Emma (Magazin)
🗣 Ursula März referenziert bei ⏱ 00:55:28 „Es gab die Kampagne von Emma, an die ihr euch bestimmt erinnert, sie gab 2013 für die Abschaffung von Prostitution. Ich glaube auch in der Zeit hier wurde scharf, gab es irgendwie Für und Gegen Artikel.“
Im Kontext der Diskussion über das Prostituiertenschutzgesetz von 2017 und die gesellschaftliche Debatte um Prostitution erwähnt Ursula März die bekannte Emma-Kampagne von 2013, die ein Verbot der Prostitution forderte. Sie ordnet ein, dass sich viele Institutionen wie Terre des Femmes nicht beteiligten, weil sie eine Kriminalisierung der Frauen befürchteten.
Artikel zur Prostitutionsdebatte in der ZEIT
🗣 Ursula März erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:36 „Ich glaube auch in der Zeit hier wurde scharf, gab es irgendwie Für und Gegen Artikel.“
Ursula März erinnert sich beiläufig daran, dass es auch in der ZEIT eine kontroverse Debatte mit Pro- und Contra-Artikeln zur Prostitution gegeben habe, ausgelöst durch die Emma-Kampagne von 2013. Der genaue Titel oder Autor wird nicht genannt.