Die Nacht des Vergessens
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Eine kleine, zierliche Frau sitzt nachts im Mondschein und schreibt einen Brief — dann setzt ihre Erinnerung aus. Sabine Rückert hat die Frau, deren Prozess einst für enormes Aufsehen sorgte, nach jahrelangem Vertrauensaufbau persönlich getroffen und schildert einen Fall, der zeigt, wie eine Verkettung von Faktoren in einer bürgerlichen Familie ein Blutbad auslösen kann. Ort, Zeit und Identität bleiben zum Schutz der Täterin verschleiert — doch die Akten bestätigen jedes Detail ihrer Schilderung.
„Das ist wie bei einem Super-GAU im Atomkraftwerk. Es kommen viele Faktoren zusammen, die eine Kettenreaktion auslösen und am Schluss geht ein Atomkraftwerk in die Luft, mitten in einer süddeutschen braven Familie und explodiert und reißt alle mit sich.“
Erwähnte Medien (1)
Wenn das Schweigen tödlich wird (Folge 13)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:18:56 „Und deshalb musste ich an unsere Folge Nummer 13, wenn das Schweigen tödlich wird, denken. Denn der Verlauf ist hier so ähnlich wie bei dieser Frau, die damals ihre ganzen Kinder in die Blumentöpfe beerdigt hat und dann im Kreise ihrer Leichen sozusagen auf dem Balkon saß.“
Sabine Rückert zieht eine inhaltliche Parallele zu einer früheren Episode des eigenen Podcasts. Sie vergleicht den Fall der Frau, die unter ihren Möglichkeiten blieb und sich nichts zutraute, mit dem Fall aus Folge 13, in dem eine Frau ebenfalls in einer ausweglosen Situation ihre Kinder tötete. Die Parallele dient dazu, ein Muster aufzuzeigen: Frauen, die sich klein machen, nicht ausbrechen und deren Verzweiflung in Gewalt mündet.