Der Missionar
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Aufgezeichnet in einem fast leeren Konferenzraum während der Corona-Pandemie statt vor 1500 Zuschauern in Köln, dreht sich diese Osterfolge um einen zutiefst gläubigen Menschen. Reporterin Amrei Coen, die zuvor den Fall des Familienauslöschers recherchiert hatte, stellt den neuen Fall vor — passend zur kirchlichen Atmosphäre des verlassenen Saals.
„Ich habe Amrei eingeladen, weil es diesmal um einen sehr, sehr gläubigen Menschen geht.“
Erwähnte Medien (7)
ZEIT Verbrechen Kriminalmagazin (Ausgabe 5)
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:40 „Also, wir haben das neue Kriminalmagazin, es ist unser fünftes Baby herausgebracht.“
Sabine Rückert stellt die fünfte Ausgabe des ZEIT-Kriminalmagazins vor, das auf dem Konferenztisch liegt. Sie beschreibt verschiedene Inhalte der Ausgabe, darunter Geschichten von Hörerinnen und Hörern sowie die Titelgeschichte über den Berliner Briefkastenbomber.
Rosemary's Baby
Roman Polanski
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:55 „Ja, die Podcasts sind auch Babys. Ich habe ziemlich schaurige Babys. Rosmaris-Babys habe ich.“
Sabine Rückert spricht scherzhaft über ihre journalistischen 'Hervorbringungen' – das Kriminalmagazin und den Podcast – und vergleicht sie mit 'Rosemarys Babys', eine Anspielung auf den Horrorfilm bzw. Roman, in dem ein Säugling des Teufels geboren wird. Der Vergleich unterstreicht den schaurigen Charakter ihrer True-Crime-Inhalte.
Robinson Crusoe
Daniel Defoe
🗣 Andreas Sentker referenziert bei ⏱ 00:08:49 „Und er liest als Kind Robinson Crusoe. Habe ich auch gelesen. Du wahrscheinlich auch. Haben wir fast alle gelesen.“
Andreas Sentker erzählt, dass John Chau als Kind Robinson Crusoe las und davon inspiriert wurde. Das Buch wird als prägende Kindheitslektüre dargestellt, die Chaus Sehnsucht nach Abenteuer und einer einsamen Insel weckte – er rannte angeblich zu seinem Vater und sagte, er wolle eines Tages so leben wie Robinson Crusoe.
Der Lederstrumpf
James Fenimore Cooper
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:09:01 „Also das hat diese Abenteuergeschichten, Lederstrumpf, Robinson Crusoe, Karl May. Das hat ja eine unglaublich ansteckende Wirkung. Und offenbar auch auf unseren John Chow.“
Sabine Rückert reiht Lederstrumpf zusammen mit Robinson Crusoe und Karl May in eine Gruppe von Abenteuergeschichten ein, die auf junge Leser eine ansteckende Wirkung haben – und offenbar auch auf John Chau, der davon träumte, selbst ein solches Abenteuer zu erleben.
Die Bibel
Martin Luther (Übersetzung)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:12:42 „Und die sind extrem aggressiv, extrem aggressiv und es handelt sich um ein riesiges Wirtschaftsimperium. Also die nehmen auch die Bibel wörtlich. Die glauben wirklich, dass Gott die Welt in sieben Tagen erschaffen hat.“
Sabine Rückert erklärt den Hintergrund evangelikaler Missionare in Amerika und beschreibt deren wörtliches Bibelverständnis. Die Bibel wird hier als zentrale Referenz für den Missionsauftrag und die Weltanschauung der evangelikalen Bewegung genannt, der auch John Chau angehörte.
Buch über die Besuche auf North Sentinel Island
Trilokinath Pandit
🗣 Amrai Coen referenziert bei ⏱ 00:18:37 „Er hat auch ein Buch geschrieben, ein kleines, schmales Büchlein, wo er jeden seiner Besuche sehr akribisch aufgeschrieben hat.“
Amrai Coen erwähnt, dass der Anthropologe Trilokinath Pandit ein Buch über seine jahrzehntelangen Besuche bei den Sentinelesen geschrieben hat. Pandit dokumentierte darin akribisch jeden seiner Kontaktversuche seit den 1960er Jahren – eine der wenigen Primärquellen über dieses unkontaktierte Volk.
Das Buch des indischen Anthropologen über die Sentinelesen
T.N. Pandit
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:38:36 „Er muss aber doch das Buch gelesen haben des indischen Anthropologen. Er muss es gekannt haben, wenn er sich so angeblich so groß auf diese Insel vorbereitet hat. Dann muss er auch wissen, dass der nach 25 Jahren den ersten Kontakt hatte und auch gleichzeitig den letzten.“
Sabine Rückert verweist auf das Buch eines indischen Anthropologen, der 25 Jahre brauchte, um erstmals Kontakt mit den Sentinelesen herzustellen. Sie argumentiert, dass John Chau dieses Buch gekannt haben muss, wenn er sich wirklich gründlich auf seine Mission vorbereitet hat – und dennoch die Gefährlichkeit seines Vorhabens ignorierte.