ZEIT Verbrechen – Die Frau mit den zwei Gesichtern
#031

Die Frau mit den zwei Gesichtern

ZEIT Verbrechen / 18. Juni 2019 / 3 Medien

Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste

Am Dienstag nach Ostern 1960 werden in einer Villa am Starnberger See der Arzt Otto Braun und seine langjährige Lebensgefährtin Elfriede Kloh erschossen aufgefunden — sie mit einem Genickschuss im Keller, er in Hut und Mantel im Eingangsbereich. Der Verdacht fällt auf Vera Brüne, eine der schillerndsten Angeklagten der deutschen Kriminalgeschichte, von deren Fall damals ganze Zeitschriften lebten. Doch ob sie wirklich die Mörderin war, ist bis heute umstritten.

„Im Keller liegt Elfriede Kloh mit einem Genickschuss, ganz offensichtlich hingerichtet. Und im Eingangsbereich des Erdgeschosses liegt der Arzt Otto Braun in Hut und Mantel. Der Hut ist ihm vom Kopf gerollt.“
🗣 Sabine Rückert

Erwähnte Medien (3)

Mad Men
Serie

Mad Men

Matthew Weiner

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:14:09 „Ich weiß nicht, ob du die Serie Mad Men kennst, die auf Netflix läuft. Und so ähnlich muss man sich das vorstellen, wo man im Vorbeigehen einer Frau auf den Hintern klopft und die dann auch noch kichert und das als Kompliment nimmt.“

Sabine Rückert zieht einen Vergleich zwischen der Situation von Frauen in der Nachkriegszeit und der TV-Serie Mad Men, um zu illustrieren, wie Frauen wie Vera Brüne in den 1960er Jahren völlig von Männern abhängig waren. Die Serie dient als kulturelle Referenz, um das patriarchale Gesellschaftsbild dieser Epoche greifbar zu machen.

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Interview mit Vera Brüne in der Süddeutschen Zeitung
Artikel

Interview mit Vera Brüne in der Süddeutschen Zeitung

🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:33:44 „Sie hat dann der SZ noch ein großes Interview gegeben, der Süddeutschen Zeitung, in dem sie weiter gelogen hat, in dem sie weiter behauptet hat, das Verhältnis zu ihrer Tochter sei großartig gewesen und sie habe ihr verziehen.“

Sabine Rückert erwähnt ein großes Interview, das Vera Brüne nach ihrer Begnadigung der Süddeutschen Zeitung gab. Rückert nutzt es als Beleg dafür, dass Brüne bis zum Schluss an ihren Lügen festhielt – sie behauptete darin, das Verhältnis zur Tochter sei großartig gewesen und sie habe ihr eigenes Urteil nie gelesen.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung
Vera Brühne
Film

Vera Brühne

Hark Bohm

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:43:21 „Der Anlass für die Recherche war ein Film. Ihr Leben wurde verfilmt und sie wurde damals dargestellt von Corinna Hafuch, einer sehr, sehr großartigen Schauspielerin. Ihr Lebensgefährte oder ihr Mittäter wurde dargestellt von Uwe Ochsenknecht. Das ist eine ganz tolle Verfilmung von Hark Boom gewesen. 2001 ist die, glaube ich, in die Kinos gekommen oder auf Sat.1 wurde das gesendet.“

Sabine Rückert erzählt, dass der Anlass ihrer eigenen Recherche zum Fall Vera Brüne ein Fernsehzweiteiler aus dem Jahr 2001 war, in dem Corinna Harfouch die Hauptrolle spielte und Uwe Ochsenknecht den Mittäter Johann Ferbach. Der Film löste eine große mediale Begleitmusik aus, die Rückert dazu brachte, selbst Nachforschungen anzustellen und unter anderem die Nachbarn des Ehepaars Frank sowie die Schauspielerin Harfouch aufzusuchen.

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