Tödliche Begegnung
Sabine Rückert, Andreas Sentker, Anne Kunze, Daniel Müller & Gäste
Bei einem Live-Event vor Publikum blicken die beiden auf die Anfänge des Podcasts zurück — von Jochen Wegners ursprünglicher Idee bis zu Sabine Rückerts ersten Kriminalgeschichten bei der ZEIT, die in der Redaktion zunächst auf eisiges Schweigen stießen. Außerdem gibt es einen Ausblick auf das neue ZEIT-Verbrechen-Magazin, darunter die Geschichte einer missbrauchten Frau, die als Prostituierte einen älteren Freier kennenlernt, der sie heiratet — und dann unterdrückt.
„Keiner sagte was. Die Gräfin schwieg. Man war vollkommen in dem transatlantischen Hin und Her verhaftet. Und kein Mensch interessierte sich für das, was vor der Haustür passiert ist und für das Verbrechen.“
Erwähnte Medien (1)
Kommentar zum Jugendgerichtsgesetz
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:41:34 „Ich habe den Verteidiger dann aufgesucht und habe eben gesagt, ja, was ist denn mit dem Erziehungsgedanken? Und dann hat er gesagt, der Erziehungsgedanke gilt für alle anderen. Aber hier, und hat auf den Kommentar zum Jugendgerichtsgesetz geklopft, hierin steht nichts, dass der Erziehungsgedanke für den Verteidiger gilt.“
Sabine Rückert schildert, wie sie den Verteidiger von Ismail nach dem Jugendstrafprozess konfrontierte. Der Anwalt rechtfertigte sein aggressives Vorgehen gegen die Opferzeugen, indem er auf den juristischen Gesetzeskommentar klopfte und darauf verwies, dass der Erziehungsgedanke des Jugendstrafrechts formal nicht für den Verteidiger gelte. Rückert empfand diese Haltung als zynisch, besonders im Rückblick auf die spätere Eskalation.