Unter Pfarrerstöchtern – Die Idee vom Weltgericht
#143

Die Idee vom Weltgericht

Unter Pfarrerstöchtern / 24. Januar 2025 / 5 Medien

Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler

Ausgangspunkt ist die Bibelstelle, in der Jesus über Jerusalem weint und die Zerstörung der Stadt voraussagt — ein Text, der nach der tatsächlichen Vernichtung durch Titus im Jahr 70 verfasst wurde. Die Schwestern ordnen Jerusalem als traumatischen Erinnerungsort des Judentums ein: die Stadt, in der die Propheten den Weltfrieden verheißen hatten, wurde zum Trümmerfeld, ihre Bewohner für fast 2000 Jahre in alle Welt zerstreut. Dabei entfalten sie, wie sich in der Idee vom Weltgericht historische Katastrophe, prophetische Hoffnung und die weibliche Personifizierung Zions als Tochter des Friedens überlagern.

„Lachen tut er nie, aber weinen tut er jetzt mal.“
🗣 Johanna Haberer

Erwähnte Medien (5)

Nuclear War: A Scenario
Buch

Nuclear War: A Scenario

Annie Jacobsen

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:28:48 „Der hat eine Frau interviewt, die ein Buch geschrieben hat über die Frage, wie lange braucht es, um die Menschheit auszulöschen. Und diese Frau, die er da interviewt hat, heißt Anni Jakobsen.“

Sabine Rückert liest ausführlich aus einem ZEIT-Online-Interview mit Annie Jacobsen vor, die für ihr Buch Piloten, Verteidigungsminister und Wissenschaftler interviewt hat, die mit einem finalen Atomkrieg zu tun haben könnten. Das Buch beschreibt, wie die Menschheit sich in etwa drei Stunden selbst auslöschen könnte, und dient als moderne Parallele zur biblischen Endzeitvorstellung.

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Interview mit Annie Jacobsen über Atomkrieg
Artikel

Interview mit Annie Jacobsen über Atomkrieg

Johannes Böhme

🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:28:48 „Der ist bei Zeit Online gelaufen und war ein Interview von Johannes Böhme. Der hat eine Frau interviewt, die ein Buch geschrieben hat über die Frage, wie lange braucht es, um die Menschheit auszulöschen.“

Sabine Rückert liest lange Passagen aus einem ZEIT-Online-Interview vor, das Johannes Böhme mit Annie Jacobsen geführt hat. Das Interview dient als Brücke zwischen der biblischen Endzeitvorstellung und der realen Bedrohung durch Atomwaffen. Rückert nutzt es, um die Aktualität der biblischen Texte zu unterstreichen.

Zum Artikel bei ZEIT Online
The Day After
Film

The Day After

Nicholas Meyer

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:47:56 „Dann sah er 1983 den Spielfilm »The Day After«, der versucht, sich vorzustellen, wie die Welt nach einem Atomkrieg aussehen wird. Seine Berater wollten nicht, dass Racken sich den Film anzieht. Tat er es trotzdem? Ja, genau wie andere 100 Millionen Amerikaner auch. Auch ich habe den Film damals als Schülerin gesehen.“

Im Rahmen des Jacobsen-Interviews wird der TV-Film 'The Day After' von 1983 als Wendepunkt in Ronald Reagans Atompolitik beschrieben. Reagan war nach dem Film tagelang deprimiert und vollzog daraufhin eine Kehrtwende – er nahm Kontakt zu Gorbatschow auf und leitete Abrüstungsverhandlungen ein. Sowohl Rückert als auch Haberer erwähnen, den Film selbst als Schülerinnen gesehen zu haben.

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The Reagan Diaries
Buch

The Reagan Diaries

Ronald Reagan

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:48:22 „Einige Tage lang danach war Reagan regelrecht deprimiert. Er hat das in seinem Tagebuch festgehalten. Dann machte er eine politische Kehrtwende.“

Im Kontext des Annie-Jacobsen-Interviews wird Reagans Tagebuch als separate Quelle neben seinen Memoiren erwähnt. Das Tagebuch dokumentiert seine emotionale Reaktion auf den Film 'The Day After' von 1983, die zu einer Kehrtwende in seiner Atompolitik führte.

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Interview mit Jürgen Schmidhuber
Artikel

Interview mit Jürgen Schmidhuber

Adrian Kreie

🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:52:45 „Hier handelt es sich auch um ein Interview aus der Süddeutschen Zeitung aus dem vorletzten Jahr, also von 2023. Und zwar ist es ein Interview von dem Journalisten Adrian Kreie mit einem Informatiker, der heißt Jürgen Schmidhuber. Er gilt als Rockstar der Informatik.“

Sabine Rückert kündigt ein zweites Interview an, diesmal aus der Süddeutschen Zeitung von 2023. Der Informatiker Jürgen Schmidhuber vertritt darin die These, dass sich die Entwicklung des Lebens in Vierteln vollzieht und 2040 der 'Omega-Punkt' erreicht wird, an dem die KI sich verselbstständigt. Rückert präsentiert es als Ergänzung zum Atomkriegs-Szenario.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung