Der verlorene Sohn
Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler
In dieser Folge starten die Schwestern eine achtteilige Reihe über die Gleichnisse Jesu — jene rätselhaften Geschichten, die seit zweitausend Jahren nicht langweilig werden. Am Beispiel des Propheten Nathan, der König David mit einer Parabel über ein gestohlenes Schaf zur Selbsterkenntnis zwingt, zeigen sie, wie Gleichnisse funktionieren: Man muss sich selbst in der Geschichte verorten — und richtet sich dabei manchmal selbst.
„Diese Gleichnisse haben deshalb überlebt, weil sie einfach so rätselhaft sind, dass man nicht so richtig fertig wird damit.“
Erwähnte Medien (3)
Apokalypse des Sedrach
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:18:17 „Ich würde dir gerne sagen, was in der jüdischen Setrach-Apokalypse, die etwas so alt ist wie die Evangelien, was da erzählt wird… Und zwar wird darüber gerätselt, warum Gott Adam verstoßen hat.“
Johanna Haberer zieht die apokryphe Sedrach-Apokalypse als Gegengeschichte zum Gleichnis vom verlorenen Sohn heran. Darin wird ein zorniger Gott beschrieben, der seinen Sohn verstößt – im Kontrast zur bedingungslosen Freude des Vaters bei Jesus.
Das Reich Gottes
Emmanuel Carrère · 2014
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:28:15 „Ich wollte dir sagen, dass es ein wunderbares Buch gibt. Ich weiß nicht, ob du das schon mal gelesen hast. Das heißt Das Reich Gottes. Und ist von dem berühmten Schriftsteller, französischen Emmanuel Carrière.“
Johanna empfiehlt das Buch als autobiografischen Zugang zur Bibel über das Lukas-Evangelium. Carrère nähert sich darin Gott durch das Studium des Lukas und bleibt am Ende bei seinem Agnostizismus.
Das Tagebuch der Menschheit – Was die Bibel über unsere Evolution verrät
Kai Michel, Carel van Schaik
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:30:30 „Um mit unserem Begleitbuch, das Tagebuch der Menschheit, diesen Anthropologen zu sprechen, es wendet sich ganz oft an die erste Natur, also an die Natur, die alle Menschen miteinander verbindet.“
Sabine verweist auf das Buch als Begleitliteratur zum Podcast, um den anthropologischen Aspekt der Gleichnisse zu erklären – die universelle menschliche Natur, die über Kulturen hinweg verbindet.