Ein Ende im Chaos
Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler
Die Schwestern schließen das erste Buch der Makkabäer ab und streifen dabei eine spannende Frage: War es der Tyrann Antiochus IV., der den Juden ihren Glauben nahm — oder waren es liberale Juden selbst, die ihn zum Eingreifen einluden? Das zweite Makkabäer-Buch erzählt nämlich von einem innerjüdischen Parteienstreit zwischen Frommen und Griechenfreunden, der die Katastrophe erst auslöste. Ein klassisches Henne-Ei-Problem der Religionsgeschichte.
„Das erste Makkabäer-Buch scheint die Auseinandersetzung eben von außen her — wir sind angegriffen worden. Und das andere ist: Wir haben das Ganze selbst angezettelt. Das sind schon ein paar unterschiedliche Akzente.“
Erwähnte Medien (9)
Erstes Buch der Makkabäer
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:32 „wir haben vor uns liegen das Buch der Makabea“
Das Buch wird in dieser Episode durchgenommen und bildet die inhaltliche Grundlage der Folge
Zweites Buch der Makkabäer
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:32 „Ein zweites Buch der Makabea gibt es auch, das überspringen wir, weil es mit dem ersten identisch ist“
Wird als Paralleltext zum ersten Makkabäerbuch erwähnt, aber bewusst nicht behandelt
De Bello Gallico (Der Gallische Krieg)
Julius Caesar
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:09:24 „Und es liest sich letztlich so wie Julius Caesars De Bello Gallico. Muss ich mal ganz ehrlich sagen. Wir haben das ja im Lateinischen alle übersetzen müssen. Diese endlosen Scharmützel da mit den Galliern und das hin und her.“
Sabine Rückert vergleicht die Erzählweise des Makkabäer-Buchs mit Caesars Bericht über den Gallischen Krieg. Die endlosen Scharmützel, wechselnden Allianzen und Verhandlungen erinnern sie an den Stoff, den sie jahrelang im Lateinunterricht übersetzen musste.
Der Name der Rose
Umberto Eco
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:11:34 „Mich erinnert es auch ein bisschen an die Geschichte in dem Namen der Rose. Der große Roman, der Name der Rose, ist vielleicht vor 40 Jahren erschienen. Von Umberto Eco. Große Kriminalgeschichte, die in einem Kloster spielt. Wahnsinnig spannend zu lesen.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen den Makkabäern und der Geschichte des Häretikers Fra Dolcino in Ecos Roman. Die Guerillataktik, das Verstecken in den Bergen und der Wechsel zwischen Verehrung als Freiheitskämpfer und Verfolgung als Mörder erinnern sie an die biblische Erzählung.
Jaffa Road
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:56:28 „Also da gibt es ein tolles Buch, das heißt Jaffa Road. Das kann man mal lesen. Da kriegt man mit, wie zwei bedrängte Volksgruppen aufeinander losgehen. Das ist wirklich schrecklich.“
Im Kontext der Parallelen zwischen den Makkabäer-Kämpfen und dem israelisch-palästinensischen Konflikt nach 1948 empfiehlt Sabine Rückert das Buch 'Jaffa Road'. Es schildere, wie zwei bedrängte Volksgruppen aufeinander losgegangen seien – eine direkte Leseempfehlung, die die brutale Realität gegenseitiger Gewalt verdeutlichen soll.
Thieves in the Night / Mit dem Rücken zur Wand
Arthur Koestler
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:56:56 „Und ich lese jetzt mal kurz eine Geschichte vor von dem Arthur Köstler, der einen Augenzeugenbericht im Sommer 1948 geschrieben hat. Das ist ein Schriftsteller und Journalist gewesen, ein Buch geschrieben, mit dem Rücken zur Wand.“
Johanna Haberer leitet eine Lesung aus Arthur Koestlers Augenzeugenbericht von 1948 ein, in dem der Abzug der Briten aus Palästina beschrieben wird. Das Buch dient als historische Quelle, um die Parallele zwischen den Makkabäerkämpfen und der modernen israelischen Staatsgründung zu untermauern – auch dort wechselnde Großmächte und ein kleines Volk dazwischen.
Mit dem Rücken zur Wand
Arthur Koestler
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:56:56 „Und ich lese jetzt mal kurz eine Geschichte vor von dem Arthur Köstler, der einen Augenzeugenbericht im Sommer 1948 geschrieben hat. Das ist ein Schriftsteller und Journalist gewesen, ein Buch geschrieben, mit dem Rücken zur Wand.“
Johanna Haberer liest ausführlich aus Arthur Koestlers Augenzeugenbericht über die Eroberung Haifas durch die Haganah im Sommer 1948 vor. Das Buch schildert, wie die jüdischen Widerstandskämpfer die Stadt durch psychologische Kriegsführung – Lautsprecherwagen und Radiosendungen – praktisch ohne größeren Kampf einnehmen konnten, nachdem die arabischen Anführer geflohen waren.
Erster Petrusbrief
🗣 Johanna Haberer zitiert daraus bei ⏱ 01:00:44 „Es steht im ersten Petrusbrief im Kapitel 3.“
Johanna Haberer zitiert eine Bibelstelle als versöhnliches Schlusswort nach den Kriegserzählungen
Buch Hiob
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:01:18 „Da werden wir uns mit dem Schicksal des großen Dulders Hiob beschäftigen.“
Ausblick auf die nächste Folge des Podcasts, in der das Buch Hiob behandelt wird