Judas, genannt der Hammer
Sabine Rückert, Johanna Haberer, Erzähler
Die Episode erzählt die Geschichte des Judas Makkabäus, Sohn des Matathias, der den jüdischen Aufstand gegen die griechische Übermacht anführte — lange bevor der Name Judas einen schlechten Klang bekam. Mit einer Handvoll schlecht versorgter Kämpfer besiegte er erst den Statthalter Apollonius, dann den syrischen Befehlshaber Zeron, angetrieben von der Überzeugung, dass der Sieg nicht von der Truppenstärke abhängt, sondern vom Himmel kommt. Die David-gegen-Goliath-Parallele wird bis in die Gegenwart gezogen — etwa zur Ukraine gegen Russland.
„Es kann leicht geschehen, dass wenige ein großes Heer überwinden, denn es ist dem Himmel nicht schwer, durch viele oder wenige zu helfen.“
Erwähnte Medien (15)
Erstes Buch der Makkabäer
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:22 „wenden wir uns jetzt wieder dem Schicksal der aufständischen Makabea zu“
Das Erste Makkabäer-Buch ist das zentrale Thema dieser Podcast-Episode und wird durchgehend besprochen und daraus vorgelesen
1. Makkabäer
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:00:27 „Nachdem wir in der letzten Sendung ja in unsere Jugend zurückgegangen sind und die Weisheitssprüche über uns haben ergehen lassen, erneut, wenden wir uns jetzt wieder dem Schicksal der aufständischen Makabea zu.“
Das 1. Buch der Makkabäer ist das zentrale Textwerk dieser Episode. Sabine Rückert und Johanna Haberer lesen daraus vor und besprechen die Kriegserzählungen des Judas Makkabäus gegen die griechische Übermacht, die Tempelreinigung und die Entstehung des Chanukka-Festes. Es wird als Teil der katholischen Bibel eingeordnet, das beim Konzil von Trient 1546 kanonischen Rang erhielt.
Eine Geschichte von Liebe und Finsternis
Amos Oz
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:06:42 „Es gibt ganz, ganz bewegende Stellen, auch bei Amos Oz, wie er beschreibt, wie die Menschen Radio hören, nachts um drei, da ist es irgendwie in den USA, ist es da abends um sieben oder so. Jedenfalls hören die das und das ist eine ungeheure Erschütterung dieser Menschen, dass sie jetzt ein Land haben.“
Johanna Haberer beschreibt eine berühmte Szene, in der Menschen nachts die UN-Abstimmung zur Staatsgründung Israels 1948 im Radio verfolgen. Diese Szene stammt aus Amos Oz' autobiographischem Roman 'Eine Geschichte von Liebe und Finsternis'. In der bereits extrahierten Liste steht nur das vage 'Werke von Amos Oz' – das konkret referenzierte Werk ist identifizierbar.
Eine Geschichte des Krieges von 1948
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:07:32 „Und ganz viele, das wird auch in einem Buch, das ich mir gerade bestellt habe, beschrieben, wie wenig motiviert diese arabischen Staaten gekämpft haben und wie unglaublich motiviert die Israelis bis zum letzten jungen Mann ihre Grenzen verteidigt haben und dann noch dazu gewonnen haben.“
Johanna Haberer zieht eine Parallele zwischen der biblischen David-gegen-Goliath-Situation der Makkabäer und der Staatsgründung Israels 1948. Sie erwähnt ein Buch, das sie sich gerade bestellt hat, das den Unabhängigkeitskrieg beschreibt – insbesondere den Kontrast zwischen der hohen Motivation der Israelis und der geringen Motivation der arabischen Angreifer. Der genaue Titel wird nicht genannt.
Deuteronomium
Mose
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:12:39 „Er hält sich an die Vorschriften und Gesetze, vergleiche Deuteronomium Kapitel 20, und stellt so die Bedingungen her, unter denen das Israel der Frühzeit seine heiligen Kriege gewonnen hat.“
Sabine Rückert zitiert aus ihren Fußnoten zum Makkabäer-Text und verweist auf Deuteronomium Kapitel 20, das die Regeln für den heiligen Krieg enthält. Judas Makkabäus hält sich an diese Vorschriften, indem er Soldaten, die gerade geheiratet oder ein Haus gebaut haben, nach Hause schickt – obwohl er zahlenmäßig bereits unterlegen ist.
Deuteronomium (5. Buch Mose)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:12:51 „Er hält sich an die Vorschriften und Gesetze, vergleiche Deuteronomium Kapitel 20“
Sabine Rückert zitiert aus ihren Fußnoten einen Verweis auf die Kriegsvorschriften im Deuteronomium, die Judas Makkabäus befolgt
Buch Josua
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:14:56 „Jetzt bist du wieder da. Jetzt bin ich wieder bei der Propaganda. Ja, und du bist auch bei Jericho. Also es wird ja alles gemischt, die Widerhörner von Jericho.“
Johanna Haberer erkennt in der Makabäer-Schlachtszene mit den Widerhörnern eine direkte Parallele zum biblischen Buch Josua und der Eroberung Jerichos. Die Widerhörner von Jericho sind ein zentrales Motiv aus Josua Kapitel 6. Sie argumentiert, dass die Makabäer-Autoren bewusst ältere biblische Motive wie die Jericho-Eroberung in ihre Erzählung einweben.
2. Makkabäer
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:18:23 „Dieses Makabäer-Buch weder in der hebräischen noch in der evangelischen Bibel den Rang eines kanonischen Buches hat. Bis dann im Konzil von Trient 1546 die ersten beiden Makabeer-Bücher vom katholischen Konzil in den kanonischen Rang gehoben wurden.“
Johanna Haberer erklärt, dass die Makkabäer-Bücher ursprünglich nicht kanonisch waren. Sie beschreibt, wie das Konzil von Trient 1546 beide Makkabäer-Bücher in den katholischen Kanon aufnahm, um die Gegenreformation zu legitimieren. Das 1. Makkabäer wurde bereits extrahiert, das 2. Makkabäer fehlt.
Babylonischer Talmud (Traktat Schabbat)
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:20:00 „Da lese ich dir jetzt vor, was im Babylonischen Talmud steht, über den Traktat, über den Sabbat steht, was ist Chanukka? Die Rabbinen lehrten am 25. des Monats Kislev, beginnend, das ist also November, Dezember, die acht Tage von Chanukka.“
Johanna Haberer liest eine Passage aus dem Babylonischen Talmud vor, die den Ursprung des Chanukka-Festes erklärt. Die Stelle beschreibt das Ölwunder im Tempel – ein Krug Öl, der nur für einen Tag reichen sollte, brannte acht Tage lang. Dies wird direkt im Zusammenhang mit der Makkabäer-Erzählung und der Tempelweihe zitiert.
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
J.R.R. Tolkien
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:31:28 „Das Tier brach zusammen und fiel auf ihn, sodass er erdrückt wurde. Das ist doch Herr der Ringe, oder? Das ist Herr der Ringe. Genau das ist es. Und zwar der Angriff auf Minas Tirith. Dritter Teil Herr der Ringe, der Hauptstadt von Gondor wird angegriffen.“
Nachdem Sabine Rückert die Szene vorliest, in der Eleazar Avaran sich unter einen Kriegselefanten stellt und ihn von unten durchbohrt, wobei das Tier auf ihn fällt und ihn erdrückt, zieht sie sofort die Parallele zum dritten Teil von Herr der Ringe. Sie vergleicht die Makkabäer-Schlachtszene mit Kriegselefanten und Türmen mit dem Angriff auf Minas Tirith – die Ähnlichkeit der Bilder ist frappierend.
Der Herr der Ringe
J.R.R. Tolkien
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:31:53 „Die Szenen kommen so wie hier beschrieben im Film vor. Die haben das ganze Herr der Ringe hier abgekoppert aus dem Buch der Maccabär. Das darf doch nicht wahr sein.“
Im Kontext der Elefanten-Schlachtszene aus den Makkabäerbüchern wird implizit auch Tolkiens Buchvorlage mitgemeint. Die Sprecherinnen stellen die These auf, dass Tolkien die Kampfszenen aus den Makkabäerbüchern der Bibel als Inspiration für seine Schlachtbeschreibungen verwendet hat.
Geronimo: Jetzt ergebe ich mich und das ist alles
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:49 „Und jetzt lese ich dir was vor. Und zwar aus dem Buch »Jetzt ergebe ich mich« und »Das ist alles«. Das ist nämlich das letzte Wort des großen Apachen-Häuptlings Geronimo.“
Sabine Rückert zieht eine Parallele zwischen den Guerillakämpfen der Makkabäer und den Chiricahua-Apachen. Sie liest aus einem Buch über die Apachen vor, das nach Geronimos letzten Worten benannt ist, und beschreibt die Kriegsführung des Häuptlings Nana, der mit nur 15 Kriegern 5000 Kilometer zurücklegte und dabei nie gefasst wurde.
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
Peter Jackson
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:34:00 „Das ist doch Herr der Ringe, oder? Das ist Herr der Ringe. Und zwar der Angriff auf Minas Tirith. Dritter Teil Herr der Ringe, der Hauptstadt von Gondor wird angegriffen.“
Sabine Rückert vergleicht die Kampfszene mit Kriegselefanten aus dem Makkabäer-Buch mit der Schlacht um Minas Tirith im dritten Teil der Herr-der-Ringe-Trilogie
Der Herr der Ringe (Trilogie)
J.R.R. Tolkien
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:34:00 „Die haben das ganze Herr der Ringe hier abgekoppert aus dem Buch der Makabär.“
Sabine Rückert stellt die These auf, dass Tolkiens Herr der Ringe Szenen aus dem Makkabäer-Buch übernommen habe, insbesondere die Kriegselefanten-Szenen
Jetzt ergebe ich mich und das ist alles
Álvaro Enrigue
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:30 „Und so heißt das Buch, aus dem ich jetzt was vorlese, und zwar wie diese wunderbaren Apachen gekämpft haben.“
Sabine Rückert liest eine längere Passage über den Apachen-Häuptling Nana vor und zieht Parallelen zum Partisanenkampf der Makkabäer