Königin Ester rettet das Volk der Juden
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Das Buch Esther führt die Reihe der Exilgeschichten fort — diesmal im persischen Reich, in der uralten Stadt Susa. Historisch ist die jüdische Königin Esther reine Fiktion, doch die Erzählung verdichtet eine sehr reale Erfahrung: die permanente Bedrohung des jüdischen Volkes in der Diaspora, bis hin zu Pogromen. Erfunden wurde die Geschichte, um den Ursprung des Purim-Fests zu erklären.
„Also diese Esther ist eine reine Erfindung. Historisch ist sie 0,0 belegt und die Zeiten passen auch nicht zusammen.“
Erwähnte Medien (13)
Buch Esther
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:00:54 „Was müssen wir über das Buch Esther wissen, bevor wir loslegen?“
Das Buch Esther ist das zentrale Thema dieser Episode. Die Schwestern besprechen es als Teil ihrer Reihe über Exilgeschichten der Bibel. Es wird als literarische Erfindung eingeordnet, die das Purim-Fest erklären soll, und ist eines der wenigen dieser Bücher, das in die jüdische Bibel aufgenommen wurde.
Buch Esther
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:01:12 „So und jetzt kommen wir zu der Esther. Zum Buch Esther ist zu sagen, dass es als Hintergrund und als Spielort das Persische Reich hat.“
Das Buch Esther ist das zentrale Thema dieser Episode und wird ausführlich besprochen und nacherzählt
Buch Tobit
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:34 „Ja, wir hatten ja schon Tobit, wir hatten auch schon Judith, also gerade in der letzten Ausgabe. Also lauter Exilgeschichten. Lauter Heldengeschichten.“
Sabine Rückert verweist auf die zuvor besprochenen biblischen Bücher Tobit und Judith als weitere Exilgeschichten, um die thematische Einordnung der Esther-Geschichte vorzunehmen.
Buch Judith
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 00:01:34 „Ja, wir hatten ja schon Tobit, wir hatten auch schon Judith, also gerade in der letzten Ausgabe. Also lauter Exilgeschichten. Lauter Heldengeschichten.“
Das Buch Judith wird als in der letzten Ausgabe behandelte Exilgeschichte erwähnt, als Kontext für die nun folgende Esther-Erzählung.
Buch Daniel
unbekannt (traditionell Daniel zugeschrieben)
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:08:03 „Ja, wir werden das ja in der nächsten Sendung beim Buch Daniel, da wird es übertrieben fast schon, aber da kommen wir dann dazu.“
Sabine Rückert kündigt das Buch Daniel als Thema der nächsten Sendung an, im Zusammenhang mit dem Motiv assimilierter Juden, die am Hof des Herrschers aufsteigen.
Esther
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:10:54 „Ja übrigens, Esther ist ja auch verfilmt worden. Ich habe es zu Hause auf DVD. Können wir uns anschauen. Ich habe es schon gesehen, aber ich kann es auch empfehlen.“
Sabine erwähnt eine Verfilmung des Buches Esther, die sie auf DVD besitzt und empfiehlt
Esther (Film)
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:11:43 „Ja übrigens, Esther ist ja auch verfilmt worden. Ich habe es zu Hause auf DVD. Können wir uns anschauen. Ich habe es schon gesehen, aber ich kann es auch empfehlen.“
Beim Beschreiben der märchenhaften Pracht am persischen Hof erwähnt Sabine Rückert, dass die Esther-Geschichte verfilmt wurde. Sie empfiehlt den Film ausdrücklich und besitzt ihn auf DVD.
Germany's Next Topmodel
Heidi Klum
🗣 Sabine Rückert erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:22:45 „Da muss man sich vorstellen, dass sie sozusagen, wie sagt man da heute bei Germany's Next Topmodel, kam sie in die nächste Staffel. Also sie kam in das Casting.“
Humorvoller Vergleich der Auswahl von Frauen für den König mit dem Castingformat der TV-Show
Tausendundeine Nacht
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 00:27:27 „Also wie Tausend und Einig nach. Wie unsere Filme. [...] Also auch wieder diese Tausend- und Eine-Nacht-Szenerie. Riesiger Harem, müssen wir uns das vorstellen.“
Johanna Haberer vergleicht die üppigen Festmahl- und Palastszenen im Buch Esther sowie die Harem-Szenerie mit der Atmosphäre aus Tausendundeiner Nacht. Der Vergleich wird zweimal herangezogen, um die märchenhafte Opulenz der Erzählung zu illustrieren.
Gott. Eine Biografie
Jack Miles
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:33:09 „Die Wiederaufnahme der Erzählung im Buch Esther schreibt hier in meiner Begleitlektüre Jack Miles Gott eine Biografie. Jack Miles, die Wiederaufnahme der Erzählung im Buch Esther und die Tatsache, dass die wiederaufgenommene Erzählung tatsächlich das kollektive Schicksal der Nation in ihrer Diaspora behandelt, verleiht diesem Buch eine unbestreitbare Wirkung.“
Sabine Rückert nutzt Jack Miles' 'Gott. Eine Biografie' als Begleitlektüre zur Besprechung des Buchs Esther und liest daraus ausführlich vor. Miles analysiert darin die Bedeutung des Buches Esther für die jüdische Identität – insbesondere den Wechsel von der Selbstbezeichnung 'Israel' zu 'die Juden' und das auffällige Fehlen Gottes in der Erzählung.
Buch Jesaja
Jesaja
🗣 Johanna Haberer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:49:31 „Wir haben ja auch bei Jesaja und Tobit schon über Qumran gesprochen, dass wir bei diesen späteren Büchern die Entstehungsprozesse, dadurch, dass sie schriftlich auch von Autoren entworfen worden sind, die Entstehungsprozesse so toll beobachten können.“
Johanna Haberer erwähnt das Buch Jesaja als Vergleichsbeispiel, das sie in einer früheren Folge besprochen haben. Wie beim Buch Esther lassen sich bei diesen späteren biblischen Schriften die redaktionellen Bearbeitungsprozesse gut rekonstruieren.
Das Buch Ruth
Jürgen Ebach
🗣 Johanna Haberer referenziert bei ⏱ 01:02:12 „Also wir haben schon mal ein Buch besprochen, in dem Gott fast nicht vorkommt, wo er immer nur zwischen den Zeilen ist. Und das ist das Buch Ruth. Da geht es auch um eine Frau.“
Johanna vergleicht das Buch Esther mit dem Buch Ruth, da in beiden Gott kaum direkt vorkommt
Buch Daniel
unbekannt (traditionell Daniel zugeschrieben)
🗣 Sabine Rückert referenziert bei ⏱ 01:18:36 „Der Daniel, da kommen wir nächstes Mal drauf.“
Vorankündigung des Themas der nächsten Episode – das Buch Daniel über einen Juden in der babylonischen Gefangenschaft