Eine Frau sagt Ja
Sabine Rückert & Johanna Haberer
Nach der unterbliebenen Opferung Isaaks und dem Tod der 127-jährigen Sarah beginnt die Suche nach einer Frau für Isaak — doch zunächst muss Abraham als Fremder unter den Hethitern ein Stück Land für Sarahs Grab erkaufen. Die Episode folgt dem Weg von Beersheba, das heute eine Städtepartnerschaft mit Wuppertal pflegt, über Hebron bis zur biblischen Brautwerbung, bei der eine junge Frau am Brunnen eine Entscheidung trifft, die Weltgeschichte schreibt.
„Eine Stadt, die im Alten Testament hochdramatisch Opferungen beherbergt und dann Wuppertal. Tausende von Jahren alt mit dem Ruhrgebiet.“
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Der Fehler mit den Kamelen
🗣 Sabine Rückert empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:12:35 „Der hat viele Artikel für die Zeit geschrieben, inzwischen schreibt er lieber Bücher, das kann man noch länger schreiben als in der Zeit. Und da schreibt er über den Fehler mit den Kamelen. Da schreibt er folgendes, die Patriarchengeschichten kommen so lebensprall daher, dass viele Leser sie für die realistischen Beschreibungen historischer Persönlichkeiten halten.“
Sabine Rückert zitiert ausführlich aus einem Werk eines namentlich nicht genannten Autors, der für die Zeit geschrieben hat und inzwischen Bücher verfasst. Er argumentiert darin, dass Kamele erst nach 1000 v. Chr. in Palästina vorkamen und die Patriarchengeschichten daher deutlich jüngeren Datums sein müssen als bisher angenommen. Die Passage wird als Beleg für die These herangezogen, dass die Erzvätererzählungen in die Vergangenheit zurückprojiziert wurden.
Das Hohelied (Hohes Lied Salomos)
🗣 Johanna Haberer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:22 „Ich habe mir einen kleinen Vers aus dem Hohen Lied rausgesucht. Das ist ein Liebeslied, wo zwei Verliebte sich gegenseitig ansingen und der Bräutigam beschreibt seine Frau, seine Schöne.“
Als gutes Wort zum Schluss der Episode wählt Johanna Haberer eine Passage aus dem Hohelied Salomos, einem erotischen Liebeslied der Bibel. Sie stellt die Verbindung zur besprochenen Isaak-Rebekka-Vermählung her, die ebenfalls etwas Erotisches und Anmutiges habe. Ein längerer Abschnitt wird vorgelesen, in dem der Bräutigam die Schönheit seiner Geliebten besingt.