Die sogenannte Gegenwart – Wie wird mein Sohn kein toxischer Mann
#084

Wie wird mein Sohn kein toxischer Mann

Die sogenannte Gegenwart / 11. März 2024 / 18 Medien

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Lars Weisbrod und Nina Pauer widmen sich als Eltern von Söhnen dem Buch «Söhne großziehen als Feministin» und der drängenden Frage, wie man Jungs feministisch erzieht, ohne sie zu verlieren. Dahinter steht ein größeres Problem: Was hat der Feminismus Männern eigentlich zu bieten? Vorher gibt es noch ein vergnügtes Geständnis — der Mukbang-Trend aus der letzten Folge war alles andere als neu.

„Dahinter steht natürlich eine ganz grundsätzliche Frage, nämlich dass der Feminismus immer schon, aber jetzt erst recht irgendwie eine Antwort auf diese Frage geben muss: Was hat der Feminismus eigentlich den Männern zu bieten?“
🗣 Lars Weisbrod

Erwähnte Medien (18)

Erziehungsratgeber von Jesper Juul
Buch

Erziehungsratgeber von Jesper Juul

Jesper Juul

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig „Vielleicht ist es einfach eine Produktenttäuschung in dem Sinne, also vielleicht liegt es auch an uns, weil dann sollen wir doch lieber Jesper Juul oder irgendwelche gegenwärtigen Erziehungsratgeber lesen, die uns sagen, was konkret, Lars, du tun sollst, wenn dein Sohn sagt, aber es spielen nur Jungs jetzt hier beim Lego mit.“

Nina Pauer kontrastiert das besprochene Buch mit praktischen Erziehungsratgebern wie denen von Jesper Juul. Ihr Argument: Wer konkrete Handlungsanweisungen für den Alltag mit Söhnen sucht, sei bei klassischen Erziehungsratgebern besser aufgehoben als bei diesem eher essayistischen Memoir.

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Artikel über das Ende von Social Media
Artikel

Artikel über das Ende von Social Media

Lars Weisbrod

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:05:18 „zum Beispiel deiner Lars über das Ende von Social Media, hat Lars so einen netten Artikel geschrieben und der läuft gut und der wird dann hochgespült wieder auf die Seite“

Als Beispiel für das Phänomen Resurfacing im Online-Journalismus erwähnt

Zum Artikel bei ZEIT Online
The Nineties
Buch

The Nineties

Chuck Klosterman

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:08:36 „Weil wir haben doch mal über dieses tolle Chuck-Kloster-Männer-Buch über die 90er gesprochen. Und da sagt er irgendwo den Satz, ich hoffe, ich zitiere es richtig, die 90er waren die Zeit, where you could see everything, but only once.“

Im Gespräch über die Rückkehr optischer Medien (CDs, DVDs) zitiert Lars Weisbrod Chuck Klostermans Buch über die 90er-Jahre. Das Zitat dient als Ausgangspunkt für seine These, dass optische Medien für eine Sehnsucht nach Daten stehen, die einmal festgeschrieben und nicht mehr überschreibbar sind.

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Checker Tobi
Serie

Checker Tobi

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:18:34 „Es gibt zum Beispiel einen Podcast, der sich Oh Boy nennt. Zwei Mütter, zwei Söhne, viele Fragen. Da werden auch, ich habe mir eine Folge mit Checker Tobi angehört, also so, da werden Gäste eingeladen.“

Nina Pauer erwähnt die Kindersendung-Persönlichkeit Checker Tobi als Gast im Podcast 'Oh Boy'. Checker Tobi ist als Kinderwissenssendung im deutschen Fernsehen bekannt und wird hier als Beispiel für einen Gast genannt, der zum Thema Söhne-Erziehung befragt wurde.

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Oh Boy – Zwei Mütter, zwei Söhne, viele Fragen
Podcast

Oh Boy – Zwei Mütter, zwei Söhne, viele Fragen

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:18:40 „Es gibt zum Beispiel einen Podcast, der sich Oh Boy nennt. Zwei Mütter, zwei Söhne, viele Fragen. Da werden auch, ich habe mir eine Folge mit Checker Tobi angehört, also so, da werden Gäste eingeladen, aber auch diese Mütter, also die Pose ist dieselbe.“

Nina Pauer erwähnt den Podcast als weiteres Beispiel dafür, dass das Thema "Söhne feministisch großziehen" gerade sehr präsent ist. Sie hat sich eine Folge mit Checker Tobi angehört und beschreibt die gleiche Grundhaltung wie beim besprochenen Buch: Mütter, die reflektieren, wie sie ihre Söhne erziehen.

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How to Raise a Feminist Son
Buch

How to Raise a Feminist Son

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:19:45 „Ein anderes ist How to Raise a Feminist's Son. Das Buch ist glaube ich auf Englisch schon ein bisschen älter, ist aber auch auf diesem englischen Obertitel auf Deutsch letztes Jahr erschienen.“

Lars Weisbrod nennt das Buch als weiteres Beispiel für den Trend, dass Feministinnen sich explizit mit der Erziehung von Söhnen beschäftigen. Es stammt aus den USA und ist kürzlich auch auf Deutsch erschienen, was die Aktualität des Themas im deutschen Markt unterstreicht.

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Jim Knopf
Buch

Jim Knopf

Michael Ende

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:20:21 „wir hatten jetzt Jim Knopf wieder, da haben die Michael-Ende-Erben doch so Änderungen zugestimmt, da darf jetzt nicht mehr das N-Wort gesagt werden und Jim Knopf darf keine Pfeife mehr rauchen“

Als Beispiel für identitätspolitische Debatten um zeitgemäße Kinderliteratur erwähnt

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Arabella
Serie

Arabella

Arabella Kiesbauer

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:20:31 „Mir kommt TikTok und TikTok-Trends wirklich vor, als sei das einfach nur so ein Wiederaufguss von so alten Arabella Kiesbauer Daily Talkshows von Ende der 90er, wo auch gesagt wird, Muttersöhnchen, wer liebt seine Mutter am meisten? Und dann wurde so sinnlos darüber gestritten und geschimpft.“

Lars Weisbrod vergleicht den TikTok-Trend 'Boymom', bei dem Mütter ihre besondere Liebe zu ihren Söhnen feiern, mit den Daily Talkshows der 90er-Jahre. Er sieht in den oberflächlichen TikTok-Debatten eine Wiederholung der damaligen Talkshow-Konflikte.

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Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
Buch

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Michael Ende · 1960

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:21:33 „Aber wir hatten jetzt Jim Knopf wieder. Da haben die Michael-Ende-Erben doch so Änderungen zugestimmt. Da darf jetzt nicht mehr das N-Wort gesagt werden. Und Jim Knopf darf keine Pfeife mehr rauchen, weil er ein Kind ist.“

Lars Weisbrod bringt die Jim-Knopf-Debatte als Beispiel dafür, wie identitätspolitische Fragen besonders explosiv werden, wenn es um Kinderbücher geht. Die Michael-Ende-Erben haben Änderungen am Text und an den Illustrationen zugestimmt – das N-Wort wurde entfernt, die Pfeife gestrichen und die Lippen in den Zeichnungen angepasst.

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Alle_Zeit
Buch

Alle_Zeit

Teresa Bücker

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:30:24 „Das hatten wir bei dem Theresa-Böcker-Podcast schon, also als wir über das Buch von ihr alle Zeit gesprochen haben. Da ging es ja massiv auch darum, dass Eltern eben keine Zeit haben, sich so politisch zu engagieren, wie sie es müssten.“

Nina Pauer verweist auf eine frühere Folge des Podcasts, in der Teresa Bückers Buch besprochen wurde. Sie zieht eine Parallele zum aktuellen Thema: Eltern fehlt die Zeit, sich politisch zu engagieren – das gelte auch für die moralische Last, die Sheila Heti in ihrem Buch als 'Moral Load' beschreibt.

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Ninjago
Serie

Ninjago

🗣 Ijoma Mangold erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:35:21 „Oder bei Ninjago gibt's auch so eine interessante Roboterfrau, Pixel, und will dann immer mehr, die haben wir auch aus Lego, will dann immer mehr mit denen spielen.“

Ijoma Mangold beschreibt seinen Versuch, beim Spielen mit seinem Sohn weibliche Figuren wie die Roboterfrau Pixel aus Ninjago prominenter einzusetzen – als praktisches Beispiel für feministische Erziehungsversuche im Alltag.

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How Boys Become Men
Artikel

How Boys Become Men

🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:38:23 „Das glaube ich auch so New York Times Artikel, den wollten wir auch nochmal verlinken. Da sind so Grafiken immer, wo so ein Junge irgendwas macht und was man ihm dann so sagen soll, das ist glaube ich so ein bisschen lebenspraktischer, können wir auch nochmal verlinken.“

Nina Pauer verweist auf einen New-York-Times-Artikel mit praktischen Grafiken zur Jungenerziehung, der lebenspraktischer sei als das besprochene Buch. Der genaue Titel wird nicht genannt, aber die Redaktion will ihn verlinken.

Zum Artikel bei New York Times
📖
Buch

Junge, Junge

Kim de l'Horizon

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:41:53 „In dem Buch wird ja auch Kim de Lorison, den hattet ihr ja auch mal in der Folge Du in die Ijeoma viel zitiert, also die Art und Weise, wie dann männliche Kinder eben doch gezwungen werden, in diese Rollen reinzukommen.“

Nina Pauer erwähnt, dass in Sheila Heti's Buch Kim de l'Horizon zitiert wird, dessen Werk sich mit der Frage beschäftigt, wie männliche Kinder in Geschlechterrollen gedrängt werden. Kim de l'Horizon wurde offenbar auch in einer früheren Folge des Podcasts besprochen.

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Die Eiskönigin
Film

Die Eiskönigin

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:59:43 „Das Vorleben ist natürlich ein guter Punkt. Ja, vielleicht muss ich mir mal einen rosa Eiskönigin-Pulli kaufen oder sowas, um das zu brechen.“

Als Nina Pauer argumentiert, dass beim feministischen Erziehen das Vorleben entscheidender sei als das Reden, greift Lars Weisbrod scherzhaft zum Beispiel eines rosa Eiskönigin-Pullis. Der Disney-Film dient hier als Symbol für stereotype Mädchenkultur, die ein Vater bewusst übernehmen könnte, um Geschlechternormen aufzubrechen.

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Peppa Pig
Serie

Peppa Pig

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:00:27 „Aber das sagen Feministinnen doch dann, dass das auch wieder gerade sexistisch ist. Also ich bin ja dann sozusagen für meine Kinder, glaube ich, eher so Papa-Wutz-mäßig. Also so ein lieber, netter, ein bisschen trotteliger Typ, über den man sich dann auch mal lustig machen darf.“

Lars Weisbrod vergleicht sich als Vater mit der Figur Papa Wutz (Daddy Pig) aus der Kinderserie Peppa Pig – ein liebenswert trotteliger Vater, über den sich die Familie lustig macht. Er reflektiert, dass selbst dieses harmlose Rollenbild von Feministinnen als sexistisch kritisiert werde.

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Spiegel-Titelgeschichte über Mütter und Väter
Artikel

Spiegel-Titelgeschichte über Mütter und Väter

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:00:39 „Da gab es ja auch einen Spiegeltitel mal vor einer Zeit drüber, dieses so Mütter lassen die Väter dann aber auch nicht ran, weil sie zu dominant sind.“

Nina Pauer erinnert an eine Spiegel-Titelgeschichte, die das Phänomen beschrieb, dass Mütter Vätern die Kinderbetreuung nicht zutrauen oder sie nicht ranlassen. Sie nutzt diese Referenz, um das im Buch fehlende Thema der Vaterrolle zu unterstreichen und die Dynamik zwischen überfürsorglichen Müttern und planlos wirkenden Vätern zu illustrieren.

Zum Artikel bei Spiegel
MAPA
Serie

MAPA

Alexander Lindh

🗣 Nina Pauer empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:01:06 „ich gucke gerade die zweite Staffel, weil eine Hörerin mich darauf hingewiesen hat, dass die auch sehr gut ist, du und ich haben ja mal... über Mapa gesprochen, wo ein Witwer seine Tochter alleine großzieht“

Lars erwähnt, dass er die zweite Staffel der Serie schaut, in der ein Witwer seine Tochter alleine großzieht

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Artikel über Aldi in China
Artikel

Artikel über Aldi in China

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 01:03:26 „Nämlich habe ich gestern Abend einen Artikel darüber gelesen, dass du und ich, wir interessieren uns, da sind wir wieder beim Thema Kasse und Einkaufen und so. Und ich las einen Artikel darüber, dass Aldi, der Discounter, deutsche Discounter in China so abgeht. Und zwar nicht als so ein Discounter, sondern als so ein Luxus.“

In der Schlussrubrik der Prognose-Frage bringt Nina Pauer einen Artikel über den überraschenden Erfolg von Aldi als Luxusmarke in China ein. Der Discounter werde dort in holzvertäfelten Stores mit Fusionsprodukten wie Dampfnudeln mit Sauerkraut verkauft. Sie fragt Lars, ob dieser globale Trend auf den deutschen Markt zurückschlagen wird.

Zum Artikel bei Handelsblatt