Die sogenannte Gegenwart – Mode ohne Models
#072

Mode ohne Models

Die sogenannte Gegenwart / 11. September 2023 / 12 Medien

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Live-Aufnahme vom Z2X-Ideenfestival im Silent Green in Berlin – einem ehemaligen Krematorium, über dessen Friedhof Lars mit lautem Rollkoffer anreiste. Zum ersten Mal zu dritt vor Publikum, spielen die drei den Gegenwartscheck mit den 20- bis 29-Jährigen des Festivals und lassen Ijoma Mangold genüsslich den Spieß umdrehen: Diesmal sind seine jüngeren Co-Hosts die Alten im Raum.

„Normalerweise bin ich immer der alte Knacker, der Boomer gegenüber meinen zwei jungen Co-Moderatoren. Und heute müssen die mal spüren, wie sich das anfühlt, wenn sie selber schon zum alten Eisen gehören, weil die junge Generation sie hier überholt.“
🗣 Ijoma Mangold

Erwähnte Medien (12)

Der Discounter
Serie

Der Discounter

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:02:35 „Also eine Serie zum Beispiel hatten wir eine Folge über die Discounter, die heute ja auch da waren.“

Nina Pauer erklärt dem Publikum die Themenvielfalt des Podcasts und nennt als Beispiel eine frühere Folge über die Serie 'Die Discounter'. Sie erwähnt, dass Beteiligte der Serie auch beim Z2X-Festival anwesend waren.

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Der Große Garten
Buch

Der Große Garten

Lola Randl

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:10:49 „Es gibt aber einen bekannten Ort, Gerswalde, der geht zurück eigentlich auf die Initiative einer Filmemacherin und Schriftstellerin, Lola Randl, die über dieses Dorf auch ein ganzes Buch geschrieben hat, der Große Garten, so heißt nämlich diese Location.“

Ijoma Mangold erzählt von einem Restaurant in der Uckermark und erwähnt dabei die Autorin Lola Randl, die das Dorf Gerswalde und die Location 'Der Große Garten' mit ihrem gleichnamigen Buch bekannt gemacht hat.

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Artikel über Weideschlachtung
Artikel

Artikel über Weideschlachtung

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:13:52 „In der Taz gibt es einen Artikel dazu, man nennt es glaube ich auch Weideschlachtung“

Ijoma Mangold verweist auf einen Taz-Artikel zum Thema Weideschlachtung als Beleg für sein Gegenwartscheck-Thema

Zum Artikel bei taz
Artikel über Koch Wanda Albrus und Hühnerschlachtung
Artikel

Artikel über Koch Wanda Albrus und Hühnerschlachtung

Wanda Albrus

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:13:52 „ich habe heute auf Zeit Online noch einen interessanten Artikel gelesen, der mich da nochmal bestärkte, nämlich von einem niederländischen Koch, der heißt Wanda Albrus und der hat in Ägypten gelernt, wie man Hühner schlachtet“

Ijoma Mangold zitiert einen aktuellen Zeit-Online-Artikel über einen niederländischen Koch, der Gäste beim Schlachten einbezieht, als Erweiterung seines Themas

Zum Artikel bei ZEIT Online
Donald Duck Comics
Buch

Donald Duck Comics

Carl Barks

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:23:01 „So kenne ich noch so Donald Duck Comics“

Lars Weisbrod verweist auf das Siesta-Klischee aus Donald-Duck-Comics, in denen Figuren mit Sombrero Mittagsschlaf halten

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Maximes
Buch

Maximes

François de La Rochefoucauld

🗣 Ijoma Mangold zitiert daraus bei ⏱ 00:38:24 „Also, es gibt von einem großen französischen Moralisten aus dem 18. Jahrhundert, Rochefoucault, den schönen Satz, die Heuchelei ist die Verbeugung des Lasters vor der Tugend.“

Im Gespräch über den allgegenwärtigen Washing-Vorwurf (Greenwashing, Pinkwashing etc.) zitiert Mangold La Rochefoucaulds berühmte Maxime, um den Heuchelei-Vorwurf zu relativieren. Er argumentiert, dass selbst geheucheltes Engagement – etwa Greenwashing – langfristig echte Wirkung entfalten könne, weil die Heuchelei immerhin die Tugend als Maßstab anerkenne.

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Gestatten: Elite
Buch

Gestatten: Elite

Julia Friedrichs

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:42:12 „Dachte ich zuerst so, nee, das ist alt, weil ich das sozusagen als Kult, also so benutzt habe schon und aus dieser Julia Friedrichs Zeit, das war diese Autorin, die ja zu den, was war das, McKinsey sich da eingeschlichen hat und da hieß es immer die High Potentials.“

Als ein Zuschauer den Begriff 'High Potentials' als gegenwärtig vorschlägt, erinnert Nina Pauer an Julia Friedrichs' Undercover-Recherche bei McKinsey, aus der sie den Begriff ursprünglich kennt. Pauer nutzt die Referenz, um zu zeigen, dass der Begriff zwar nicht neu ist, aber durch die neue Bedeutungsebene – Empowerment statt Eliten-Recruiting – eine frische Gegenwärtigkeit gewonnen hat.

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Oppenheimer
Film

Oppenheimer

Christopher Nolan

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:43 „Ich dachte, jetzt gleich kommt, ob der männliche Freund in Barbie gehen will oder lieber in Oppenheimer und welchen Film er besser findet“

Lars Weisbrod bringt den Barbenheimer-Kontext ein – den gleichzeitigen Kinostart von Barbie und Oppenheimer und die Frage, welchen Film man bevorzugt

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Barbie
Film

Barbie

Greta Gerwig

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:51:04 „Und ich würde sagen, ein Trend ist oder eine Gegenwart ist, dass Leute dankbar den Film Barbie nehmen, um Feminismus als Ja- oder Nein-Frage sich beantworten zu können, indem sie checken, ob ihr Significant Other oder ihr männlicher Freund, platonischer Freund, diesen Film gut findet oder nicht.“

Eine Zuschauerin namens Margarete schlägt als Gegenwartsphänomen vor, dass der Barbie-Film als Lackmustest für Feminismus benutzt wird: Findet ein Mann den Film gut, gilt er als Feminist, findet er ihn schlecht, nicht. Nina Pauer findet nicht, dass der Film einen großen Beitrag zum Feminismus leistet, aber beschreibt den Mechanismus, kulturelle Produkte als Beziehungsfilter zu nutzen, als typisch gegenwärtig.

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Lost in Translation
Film

Lost in Translation

Sofia Coppola

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:53:16 „Ich finde, was ich sehr schön daran finde, ist überhaupt dieses vor allem am Anfang von Partnerschaften jemanden testen, durch irgendwie, weiß ich nicht, so früher Lost in Translation und dann sagt die mir, es war irgendwie so ein bisschen langweilig und man selber hat irgendwie so die deepesten Gefühle jetzt gerade.“

Nina Pauer verallgemeinert das Barbie-Phänomen zu einem breiteren Beziehungsmechanismus: Man testet neue Partner über kulturelle Vorlieben. Lost in Translation dient als früheres Beispiel – wenn jemand den Film langweilig fand, während man selbst tief berührt war, erschütterte das die Beziehung.

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Paw Patrol: Der Mighty Kinofilm
Film

Paw Patrol: Der Mighty Kinofilm

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:54:20 „Mein Problem ist, ich habe Kinder zu Hause, deswegen der einzige Kinofilm, den ich dieses Jahr sehen werde, ist der neue Paw Patrol-Film, der im Herbst ins Kino kommt.“

Lars Weisbrod gesteht, dass er den Barbie-Film nicht gesehen hat und als Vater kleiner Kinder vermutlich nur den neuen Paw-Patrol-Film im Herbst im Kino sehen wird. Die Bemerkung dient als humorvoller Kontrast zur Feminismus-Debatte um Barbie.

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Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen
Film

Checker Tobi und die Reise zu den fliegenden Flüssen

🗣 Nina Pauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:54:27 „Chega Tobi auch im Herbst.“

Nina Pauer ergänzt Lars' Kinderfilm-Bemerkung um einen weiteren Kinderfilm, der ebenfalls im Herbst ins Kino kommt. Die Transkription ist leicht verzerrt, gemeint ist vermutlich der Checker-Tobi-Kinofilm.

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