Die sogenannte Gegenwart – Von Außengastro bis Neo-Barock
#026

Von Außengastro bis Neo-Barock

Die sogenannte Gegenwart / 28. Juni 2021 / 8 Medien

Nina Pauer, Ijoma Mangold, Lars Weisbrod

Die erste Live-Episode der sogenannten Gegenwart beim Zeit-Podcast-Festival — zum ersten Mal sind alle drei Hosts gemeinsam vor den Mikros versammelt. Siri eröffnet als automatische Sprachassistentin mit spitzen Seitenhieben auf Bitcoin, Impfstoff und Allesgesagt, bevor das Webinar-Publikum zur aktiven Mitarbeit aufgerufen wird.

„Wir sind hier beim Zeit-Podcast-Festival. Den ganzen Tag schon senden alle Podcasts aus dem Zeit-Multiversum live.“
🗣 Lars Weisbrod

Erwähnte Medien (8)

DCTP
Serie

DCTP

Alexander Kluge

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:04:27 „Alexander Kluge mit seinem DCTP… Das ist der totale Quotenkiller“

Ijoma vergleicht die Konkurrenzsituation mit dem historischen RTL-Streit um Alexander Kluges Kulturmagazin-Fenster im Privatfernsehen

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Die 100.000 Mark Show
Serie

Die 100.000 Mark Show

🗣 Lars Weisbrod erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:10:56 „Ich bin jetzt die Ulla, wie hieß die Moderatorin der 100.000 Mark Show? Ulla von der Brink. Ich dachte immer Ulla Cockernbrink. So diese Welt. Die 100.000 Mark Show, der heiße Draht und so.“

Lars Weisbrod vergleicht seine Rolle als Spielshow-Moderator des Gegenwartscheck-Specials mit der der 100.000-Mark-Show-Moderatorin Ulla Kock am Brink. Die nostalgische TV-Show dient als humorvolle Referenz für das kompetitive Live-Format, das sie an diesem Abend spielen.

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Unbekanntes Buch über Klassengesellschaft und Kleidung
Buch

Unbekanntes Buch über Klassengesellschaft und Kleidung

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 00:16:05 „Ich erinnere mich, dass ich als junger Student in Merkur einen Vorabdruck aus einem Buch von einem amerikanischen Soziologen las, der die sehr, jetzt im Rückblick würde ich denken, völlig naheliegend, aber damals für mich augenöffnende Erfahrung entfaltete, dass man die soziale Hierarchisierung am Verschriftlichungsgrad der Klamotten ablesen kann.“

Ijoma Mangold erinnert sich an ein prägendes Leseerlebnis aus seiner Studienzeit: In der Zeitschrift Merkur las er den Vorabdruck eines amerikanischen Soziologen, der zeigte, dass der Beschriftungsgrad von Kleidung den sozialen Status anzeigt – je mehr Buchstaben, desto niedriger. Der Titel und Autor des Buches werden nicht genannt.

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Bullshit Jobs
Buch

Bullshit Jobs

David Graeber

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:20:42 „Und er hat gesagt, er hofft, dass nach dieser Pandemie die Leute eben nicht in dem Sinne zur Normalität zurückkehren, dass sie alles vergessen, was sich an Erkenntnissen über die Welt und unsere Gesellschaft eröffnet hat. Zum Beispiel darüber, wer eigentlich wirklich die wichtigen Jobs macht.“

Lars Weisbrod erzählt von einem Interview, das er kurz vor David Graebers Tod mit ihm geführt hat. Graebers These, dass die Pandemie offengelegt habe, wer die wirklich wichtigen Jobs macht und welche finanziellen Möglichkeiten es gibt, verweist auf seine bekannte Analyse der sinnlosen Arbeitswelt aus 'Bullshit Jobs'.

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Fifty Shades of Grey
Buch

Fifty Shades of Grey

E. L. James

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:32:06 „Also ich bin davon so überfordert, dass ich mich hier jemandem aus dem Chat anschließe, der schrieb, ist alt. Und deswegen gebe ich dir den Punkt nicht. Ich muss da echt nochmal zwei Tage drüber nachdenken, woher das jetzt, also mit Shades of Grey irgendwie, mit diesem Sadomaso-Game, dann warum.“

Nina Pauer versucht das von Lars Weisbrod vorgestellte Phänomen Findom (Financial Dominance) einzuordnen und zieht als Referenzpunkt den Sadomaso-Mainstream-Erfolg von Shades of Grey heran. Es ist eine beiläufige Erwähnung, um den kulturellen Hintergrund von BDSM-Praktiken im Mainstream zu verorten.

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Street Food: Asia
Serie

Street Food: Asia

🗣 Nina Pauer referenziert bei ⏱ 00:43:31 „Auch, um mal auf unsere ganz ersten Anfänge zurückzugehen, Ijeoma, die Kochsendungen auf Netflix, die wir besprochen haben, wenn da einer gesagt hat, wir machen nur, da haben wir ja über diese Asian Street Food Serie gesprochen und da macht er nur die Suppe aus Fischköpfen.“

Nina Pauer erinnert an eine frühere Folge des Podcasts, in der sie eine Netflix-Dokuserie über asiatisches Street Food besprochen hatten. Sie nutzt das Beispiel eines Kochs, der ausschließlich Fischkopfsuppe zubereitet, als Beleg für den Trend zum perfekten Einzelprodukt – passend zu Lars' Gegenwartscheck-Vorschlag über Firmen, die nur ein einziges Produkt herstellen.

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📖
Buch

Geschichte über die Werbeagentur

Katinka Buddenkotte

🗣 Lars Weisbrod referenziert bei ⏱ 00:49:15 „Es gibt so eine alte Geschichte von einer Autorin, ich glaube, es war von Katinka Buddenkotte, falls die jemand kennt. Die hat mal in einer Geschichte erzählt, dass sie mal in einer Werbeagentur gearbeitet hat und es war super anstrengend. Und jeden Montagmorgen in der Konferenz hat sie nicht zugehört, als irgendwelche Themen gewählt sind.“

Lars Weisbrod erzählt eine Geschichte der Autorin Katinka Buddenkotte, um das Prinzip des 'Reverse' zu illustrieren. In der Anekdote galt eine Mitarbeiterin als besonders klug, weil sie in Meetings einfach vorschlug, alles andersherum zu machen – analog zum Begriff 'Reverse Mentoring', für den er Ijoma Mangold gerade den Punkt gegeben hat.

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Artikel

Föto-Boys

Margarete Stokowski

🗣 Ijoma Mangold referenziert bei ⏱ 01:17:07 „Margarete Stokowski hatte doch mal den Begriff Föto-Boys etabliert. Aber wenn du jetzt dieses T-Shirt trägst, dann ist es eindeutig, sind es die Föto-Girls, die jetzt den Ton angeben.“

Am Ende der Sendung greift Ijoma Mangold einen von der Autorin und Kolumnistin Margarete Stokowski geprägten Begriff auf, um scherzhaft auf das Feuilleton-T-Shirt zu reagieren, das Nina Pauer als Siegerin gewonnen hat.

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