Wer das Klima schützt, schützt die Freiheit
Roman Pletter & Robert Habeck
Tina Hildebrandt und Roman Pletter sprechen mit Robert Habeck über seinen politischen Weg — von einem unkonventionellen Landesminister in Schleswig-Holstein zum Grünen-Co-Vorsitzenden, der die gescheiterte Kanzlerkandidatur verarbeiten musste. Hildebrandt beobachtet, wie Habeck bewusst daran arbeitet, sich nicht von Angriffen auf die Grünen aus der Fassung bringen zu lassen, und stattdessen nüchtern nach vorne blickt.
„Er beschäftigt sich sehr damit, nicht in so eine Mimimi-Rolle zu kommen. Die anderen sind alle so böse und wir haben so tolle Ideen.“
Erwähnte Medien (2)
Die Natur der Literatur. Zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität
Robert Habeck
🗣 Roman Pletter empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:35:51 „Ich hoffe, ich kriege das hier fehlerfrei hin. Wenn Sie die Haupterkenntnis Ihrer Dissertation mit dem Titel, ich zitiere, die Natur der Literatur zur gattungstheoretischen Begründung literarischer Ästhetizität einem Kind oder uns beiden hier erklären müssten, wie würde die Kurzzusammenfassung lauten?“
Roman Pletter konfrontiert Habeck mit dem sperrigen Titel seiner Doktorarbeit und bittet um eine allgemeinverständliche Zusammenfassung. Habeck erklärt daraufhin ausführlich seine These, dass sich durch verschiedene Medien die Zeit- und Raumvorstellungen einer Gesellschaft ändern und dass wir in der digitalen Phase unser Innerstes – Gefühle, Freundschaften, Liebe – kapitalisieren.
Von hier an anders
Robert Habeck
🗣 Robert Habeck referenziert bei ⏱ 00:38:46 „Und einen Punkt, den habe ich dann jetzt in meinem letzten Buch wieder aufgegriffen, der quasi unmittelbar daran anschließt, ist, dass mir scheint, dass wir in dieser Phase, in der wir uns jetzt befinden, quasi das Innerste, was wir haben, kapitalisieren.“
Im Anschluss an die Erklärung seiner Dissertation erwähnt Habeck sein letztes Buch, in dem er eine zentrale These weiterführt: In der digitalen Gegenwart werden Gefühle, Freundschaften und Liebe zu Marktwerten, wodurch wir die intime Beziehung zu uns selbst verlieren. Der Titel wird nicht explizit genannt, es handelt sich aber mit hoher Wahrscheinlichkeit um sein 2021 erschienenes Buch.