ZEIT Bühne – Ich habe sehr viele Gefühle. Deshalb mache ich Politik
#022

Ich habe sehr viele Gefühle. Deshalb mache ich Politik

ZEIT Bühne / 03. Juni 2021 / 7 Medien

Roman Pletter & Olaf Scholz

Im Sommer 2021 stellen sich Roman Pletter und Tina Hildebrandt die Frage, die damals ganz Deutschland beschäftigt: Kann Olaf Scholz mit einer SPD bei 15 Prozent wirklich Kanzler werden? Hildebrandt erinnert sich an den steifen Generalsekretär, dem Jan Ross einst den Spitznamen "Scholzomat" verpasste — und stellt fest, dass der heutige Scholz überraschend locker und offen auftritt, vor allem wenn es persönlich wird.

„Er gilt ja als einer, der immer die Auster macht, der keine Gefühle zeigt. Und ich finde, er war eigentlich doch recht offen heute, also vor allem in dem persönlichen Teil.“
🗣 Tina Hildebrandt

Erwähnte Medien (7)

Die Grenzen des Wachstums
Buch

Die Grenzen des Wachstums

Club of Rome / Dennis Meadows u.a.

🗣 Olaf Scholz referenziert bei ⏱ 00:19:53 „Irgendwann in den 70er Jahren. Das ist aber doch sehr ernsthaft, weil ich zum Beispiel mit den Büchern, die damals an den Club of Rome geschrieben worden sind und von denen vieles sich nicht als richtig bewahrheitet hat, aber doch groß geworden bin. Also über die Grenzen von Wachstum, über die Ressourcengrenzen, über die Grenzen auch der Aufnahmefähigkeit unseres Planeten, was das Klima betrifft.“

Scholz wird gefragt, wann ihm die Dringlichkeit des Klimathemas bewusst geworden sei. Er antwortet mit einem biografischen Rückblick auf die 1970er Jahre und nennt die Bücher des Club of Rome als prägendes Erlebnis seiner Jugend. Er räumt ein, dass sich nicht alle Prognosen bewahrheitet haben, betont aber, dass die grundsätzlichen Fragen zu Ressourcengrenzen und Klimabelastung ihn früh sensibilisiert hätten.

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Artikel in der Zeit über eine Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf
Artikel

Artikel in der Zeit über eine Bahnstrecke zwischen Duisburg und Düsseldorf

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:30:01 „Wir haben letzte Woche in der Zeit beispielsweise geschrieben über eine Bahnstraße zwischen Duisburg und Düsseldorf. Da braucht man mehr Schienen, um die Verkehrswende hinzukriegen.“

Roman Pletter verweist auf einen konkreten Zeitungsartikel als Beispiel für Bürgerwiderstand gegen Infrastrukturprojekte und die Schwierigkeit beschleunigter Planungsverfahren.

Zum Artikel bei ZEIT Online
Artikel über Bahnstrecke Duisburg–Düsseldorf
Artikel

Artikel über Bahnstrecke Duisburg–Düsseldorf

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:30:11 „Wir haben letzte Woche in der Zeit beispielsweise geschrieben über eine Bahnstraße zwischen Duisburg und Düsseldorf. Da braucht man mehr Schienen, um die Verkehrswende hinzukriegen. Mehr Leute auf die Schiene, weniger Autos, sonst kriegt man das nicht hin.“

Roman Pletter nennt einen konkreten ZEIT-Artikel als Beispiel für die Schwierigkeiten bei der Verkehrswende. Der Artikel berichtet über den geplanten Schienenausbau zwischen Duisburg und Düsseldorf, bei dem es großen Bürgerwiderstand gibt – die Anwohner wollen statt einer Lärmschutzwand einen Tunnel. Pletter nutzt das Beispiel, um Scholz zu fragen, ob Bürgerbeteiligung bei der nötigen Geschwindigkeit der Transformation überhaupt funktionieren kann.

Zum Artikel bei ZEIT Online
James Bond
Film

James Bond

Ian Fleming

🗣 Olaf Scholz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:49 „Sherlock Holmes oder James Bond? James Bond.“

In einer Schnellfragerunde wählt Scholz James Bond gegenüber Sherlock Holmes als persönliche Präferenz.

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Sherlock Holmes
Film

Sherlock Holmes

🗣 Olaf Scholz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:49 „Sherlock Holmes oder James Bond? James Bond.“

Sherlock Holmes wird als Alternative zu James Bond in einer Schnellfragerunde genannt, Scholz entscheidet sich dagegen.

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Interview mit Joe Kaeser in der Süddeutschen Zeitung
Artikel

Interview mit Joe Kaeser in der Süddeutschen Zeitung

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:46:53 „Heute sagte er in der Süddeutschen Zeitung über die Kanzlerkandidatinnen und Kandidatinnen, Zitat, die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige und langfristige Erneuerung hat sicherlich Annalena Baerbock.“

Roman Pletter zitiert ein aktuelles Interview des früheren Siemens-Chefs Joe Kaeser, um Scholz mit dessen Einschätzung zu Annalena Baerbock zu konfrontieren.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung
Interview mit Joe Kaeser über Kanzlerkandidaten
Artikel

Interview mit Joe Kaeser über Kanzlerkandidaten

🗣 Roman Pletter referenziert bei ⏱ 00:46:53 „Heute sagte er in der Süddeutschen Zeitung über die Kanzlerkandidatinnen und Kandidatinnen, Zitat, die größte Glaubwürdigkeit für eine nachhaltige und langfristige Erneuerung hat sicherlich Annalena Baerbock. Und er sagt auch über die Kritik an ihrer mangelnden Erfahrung in der Regierung, für die Zukunft ist die Vergangenheit auch nicht immer hilfreich.“

Roman Pletter konfrontiert Olaf Scholz mit einem aktuellen Zitat des früheren Siemens-Chefs Joe Kaeser aus der Süddeutschen Zeitung, in dem dieser Annalena Baerbock die größte Glaubwürdigkeit bei der nachhaltigen Erneuerung zuschreibt. Pletter nutzt das Zitat als Provokation, um Scholz' Reaktion auf die Unterstützung seiner Konkurrentin durch einen prominenten Wirtschaftsführer zu testen. Scholz reagiert gelassen und sagt, jeder dürfe sich seine Gedanken machen.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung