Alles gesagt? – Friedrich Merz, warum wollen Sie Kanzler werden
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Friedrich Merz, warum wollen Sie Kanzler werden

Alles gesagt? / 19. Januar 2025 / 10 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Friedrich Merz

37 Tage vor der Bundestagswahl 2025 stellt sich Friedrich Merz dem Endlos-Interview — mitten im Winterwahlkampf, in dem man vor allem aufpassen muss, sich nicht zu erkälten. Merz verteidigt den verkürzten Wahlkampf nach dem Ampel-Aus als Chance, betont Deutschlands Führungsrolle in Europa und beschreibt den mühsamen Kurswechsel seiner Partei mit einem einprägsamen Bild: Die CDU sei ein Tanker, kein Schnellboot.

„Diesen großen Tanker, den bewegen sie nicht wie ein Schnellboot, mal eben so mit einer harten Wende um die Kurve.“
🗣 Friedrich Merz

Erwähnte Medien (10)

Interview mit Friedrich Merz im Tagesspiegel
Artikel

Interview mit Friedrich Merz im Tagesspiegel

Christoph Amend, Helmut Schümann

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:13:00 „Es gibt ein legendäres Interview mit ihnen im Tagesspiegel, das für relativ viel Aufmerksamkeit in anderen Zeiten in ihrem Leben mal geführt hat, weil sie da auch so ein bisschen darüber erzählen, wie wild es war. Und das Interview hat ein gewisser Christoph Ahmend gemacht.“

Jochen Wegner erwähnt ein früheres Tagesspiegel-Interview, das Christoph Amend gemeinsam mit Helmut Schümann mit Friedrich Merz in dessen Heimatstadt Brilon geführt hat. In dem Interview ging es um Merz' wilde Jugend und seine Schulzeit, und es sorgte damals für erhebliche Aufmerksamkeit. Die Erwähnung dient als Brücke, um im Podcast über Merz' rebellische Schulzeit zu sprechen.

Zum Artikel bei Tagesspiegel
Spiegel-Interview mit Paul Kirchhof
Artikel

Spiegel-Interview mit Paul Kirchhof

🗣 Friedrich Merz referenziert bei ⏱ 00:37:56 „Das war Paul Kirchhoff, der es gut meinte, hochintelligent, ein Intellektueller, wirklich von besonderem Rang. Professor aus Heidelberg. Ja, der dann aber eben von Gerhard Schröder als der Professor aus Heidelberg apostrophiert wurde.“

Friedrich Merz analysiert die Bundestagswahl 2005 und erklärt, warum die CDU damals so schlecht abschnitt. Er verweist auf ein Spiegel-Interview, das der damalige Kandidat für das Amt des Bundesfinanzministers Paul Kirchhof gab und in dem sich dieser vom Wahlprogramm der CDU entfernte. Das habe maßgeblich zum schlechten Wahlergebnis beigetragen.

Zum Artikel bei Spiegel
Rede von Alice Weidel auf dem AfD-Parteitag
Rede

Rede von Alice Weidel auf dem AfD-Parteitag

Alice Weidel

🗣 Friedrich Merz referenziert bei ⏱ 00:50:47 „Schauen Sie sich die Rede von Frau Weidel auf dem Parteitag der AfD an, vor wenigen Tagen. Da kann es einem doch nur kalt den Rücken runterlaufen, wenn man das hört.“

Im Kontext seiner Abgrenzung zur AfD verweist Friedrich Merz auf die jüngste Parteitagsrede von Alice Weidel. Er nutzt sie als Beleg dafür, warum der Sprachgebrauch der AfD für ihn persönlich und die CDU völlig inakzeptabel sei und eine Koalition ausgeschlossen bleibe.

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Artikel über grünen Stahl im Ruhrgebiet
Artikel

Artikel über grünen Stahl im Ruhrgebiet

🗣 Friedrich Merz referenziert bei ⏱ 01:08:09 „Als ich mal nur darauf hingewiesen habe, dass diese ganze Fantasie mit dem grünen Stahl im Ruhrgebiet nicht möglich ist, hat es einen Shitstorm sondergleichen gegeben. Heute schreibt sogar die Süddeutsche Zeitung, und die ist mir gegenüber ja nun besonders kritisch, Merz hat Recht.“

Im Kontext der Energiepolitik-Debatte verweist Merz auf einen Artikel der Süddeutschen Zeitung, der ihm in seiner Kritik an der Machbarkeit von grünem Stahl im Ruhrgebiet Recht gibt. Er nutzt die Erwähnung als Beleg dafür, dass seine anfänglich kritisierte Position nun auch von ihm gegenüber kritischen Medien bestätigt werde.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung
Robert Habecks Wahlkampfbuch
Buch

Robert Habecks Wahlkampfbuch

Robert Habeck

🗣 Friedrich Merz referenziert bei ⏱ 01:12:13 „Dieses Buch, was er da jetzt geschrieben hat, das ist auch nur deshalb so erfolgreich, weil die Grünen und seine Partei darin überhaupt nicht vorkommen. Haben Sie es gelesen? Nein, ich habe es überflogen und auch mir angeschaut in den Kritiken.“

Friedrich Merz spricht über Robert Habecks Beliebtheit trotz schlechter Bilanz als Wirtschaftsminister. Er analysiert Habecks Buch als strategisches Manöver: Habeck entkopple sich darin völlig von seiner eigenen Partei und erwecke den Eindruck, mit dem Scheitern der Regierung nichts zu tun zu haben. Merz nennt das eine 'Meisterleistung'.

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Freiheit
Buch

Freiheit

Angela Merkel / Beate Baumann

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:27:46 „Sie waren nicht bei ihrer Buchvorstellung. Ich habe sie jedenfalls nicht gesehen.“

Im Gespräch über das Verhältnis zwischen Friedrich Merz und Angela Merkel spricht Jochen Wegner die Buchvorstellung von Merkels Memoiren an. Merz gibt zu, vermutlich nicht eingeladen gewesen zu sein, relativiert das aber sofort. Der Buchtitel wird nicht explizit genannt, es handelt sich um Merkels 2024 erschienene Autobiografie.

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A Room of One's Own
Essay

A Room of One's Own

Virginia Woolf

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:50:41 „A Room of One's Own oder Le Deuxième Sex? A Room of One's Own.“

Im Schnellfragerundspiel 'A oder B' stellt Jochen Wegner Friedrich Merz die Wahl zwischen zwei feministischen Klassikern. Merz entscheidet sich spontan für Virginia Woolfs Essay. Die Frage ist Teil einer langen Reihe von Entweder-oder-Entscheidungen, die den Gast persönlich charakterisieren sollen.

Zum Artikel bei Interestingliterature.com
Le Deuxième Sexe
Buch

Le Deuxième Sexe

Simone de Beauvoir

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:50:41 „A Room of One's Own oder Le Deuxième Sex? A Room of One's Own.“

Im Schnellfragerundspiel wird Simone de Beauvoirs feministisches Hauptwerk als Alternative zu Virginia Woolfs Essay angeboten. Friedrich Merz entscheidet sich gegen de Beauvoir und für Woolf. Die Gegenüberstellung der beiden Werke dient als kulturelle Standortbestimmung des Gastes.

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Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert
Buch

Welt in Aufruhr. Die Ordnung der Mächte im 21. Jahrhundert

Herfried Münkler

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:15:34 „Sie sind so ein Münklerianer, glaube ich. Also Sie glauben auch an die vier, fünf Punkte, die die Welt im Grunde organisieren werden. Also wahrscheinlich China, wahrscheinlich die USA, wahrscheinlich Indien, vielleicht ja Russland. Und dann mal gucken, was mit Europa ist, hat er, glaube ich, gesagt.“

Jochen Wegner vergleicht Friedrich Merz' geopolitische Weltsicht mit der Theorie Herfried Münklers über eine multipolare Weltordnung mit vier bis fünf dominierenden Mächten. Münkler war zuvor Gast im Podcast und hat dort diese These ausgeführt. Kein konkreter Buchtitel wird genannt, aber die Beschreibung passt zu Münklers geopolitischen Analysen.

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Tagesspiegel-Interview mit Friedrich Merz
Artikel

Tagesspiegel-Interview mit Friedrich Merz

Christoph Amend

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:18:30 „Weil wir uns ja damals im Jahr 2000 getroffen haben für dieses Tagesspiegel-Interview und die Frage muss ich Ihnen einfach noch stellen, weil ich habe es in der Nachbereitung, es gab ja viel Berichterstattung über das, was Sie da gesagt haben. Auch relativ lustig heute, wenn man das nochmal nachliest teilweise.“

Christoph Amend erinnert an ein Interview, das er selbst im Jahr 2000 für den Tagesspiegel mit Friedrich Merz geführt hat. Das Gespräch hatte damals viel Berichterstattung ausgelöst. Amend nutzt die Referenz, um eine persönliche Detailfrage über Merz' frühere Frisur zu stellen.

Zum Artikel bei Spiegel