Winfried Kretschmann, sind die Grünen noch zu retten
Christoph Amend, Jochen Wegner & Winfried Kretschmann
Bei der Live-Aufnahme in Stuttgart vor 1.086 Zuschauern spricht Winfried Kretschmann über den Zustand der Grünen, den Aufstieg der AfD und warum Schulreformen wenig bringen, wenn es eigentlich auf die Lehrkräfte ankommt. Der Ex-Maoist und Mitbegründer der baden-württembergischen Grünen gibt sich dabei gewohnt eigensinnig — von der klaren Präferenz für Habeck über Özdemir bis zur Klarstellung, dass er Tee nur wegen der Stimmbänder trinkt und bitte keine Teegeschenke mehr möchte.
„Die Wirksamkeit der Schule, was das Richtige ist, wird gnadenlos überschätzt. In Wirklichkeit kommt es auf den Lehrer an und die Lehrerin.“
Erwähnte Medien (30)
Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit
Konrad Lorenz
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 00:28:51 „Und große Biologen wie Konrad Lorenz haben sich ja auch auf dieses Eis begeben, auf dem man natürlich auch leicht ausrutschen kann. Ich glaube, der Konrad Lorenz hat mal ein Buch geschrieben, die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit. Solche Bücher habe ich natürlich gelesen.“
Kretschmann erklärt seine Überzeugung, dass der Mensch tief in der Biologie verwurzelt ist, und nennt Konrad Lorenz als prägenden Biologen. Er beschreibt, wie solche verhaltensbiologischen Werke seinen Ethikunterricht beeinflusst haben und seine Sicht auf evolutive Prägungen des Menschen formten.
Dahrendorf-Dutschke-Debatte
Ralf Dahrendorf / Rudi Dutschke
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 01:01:20 „Also der Dahrendorf hat ja in seinem berühmten Disput mit dem Dutsch gesagt, ein Revolutionär in einer nicht-revolutionären Situation ist leicht eine lächerliche Figur.“
Kretschmann reflektiert über seine Zeit in den K-Gruppen und was diese Erfahrung mit ihm gemacht hat. Er zitiert Dahrendorfs berühmten Satz aus der Fernsehdebatte mit Rudi Dutschke 1968, um die Absurdität seiner eigenen Situation als Kommunist vor Esslinger Betrieben zu illustrieren.
Kommunistische Volkszeitung
KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland)
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 01:01:48 „Ich stand da mit der Kommunistischen Volkszeitung vor dem Betrieb in Esslingen. Und niemals wollte jemand diese Zeitung. Noch nicht mal, dass irgendwann erlebt hast, dass dir mal einer wenigstens aus Mitleid eine abbraucht.“
Kretschmann erzählt von seiner Zeit als Maoist in den K-Gruppen und wie er die Parteizeitung des KBW vor Betrieben in Esslingen verkaufen wollte. Die Anekdote dient ihm als Sinnbild dafür, wie weit er damals von der Realität entfernt war – die Arbeiterklasse, an die sich die Zeitung richtete, wollte sie schlicht nicht haben.
Nikomachische Ethik
Aristoteles
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 01:06:38 „Ich bin ein großer Anhänger der aristotelischen Mesothes-Lehre und was unsere, glaube ich, so tief unsere Zivilisation geprägt hat wie fast kaum was anderes. Die Tugend ist die richtige Mitte, die rechte Mitte, die richtige Mitte zwischen einem zu viel und einem zu wenig, zwischen Übermaß und Mangel.“
Kretschmann spricht über den Gegenpol zum Fanatismus und nennt die Gelassenheit als innere Haltung. Er beruft sich auf Aristoteles' Lehre von der Mitte (Mesotes) aus der Nikomachischen Ethik, die besagt, dass die Tugend zwischen Übermaß und Mangel liegt. Für ihn ist das ein Schlüsselprinzip seiner politischen Haltung.
Werke von Jeanne Hersch
Jeanne Hersch
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 01:11:41 „Aber auch eine zweite, die Jeanne Hirsch, auch eine Jaspers-Schülerin, die hat einen schönen Satz gesagt, wir haben nur eine Verabredung mit der Wirklichkeit und die heißt jetzt.“
Neben Hannah Arendt nennt Kretschmann die Philosophin Jeanne Hersch als zweite Mentorin. Er zitiert ihren Satz über die Verabredung mit der Wirklichkeit, um seine Überzeugung zu unterstreichen, dass man nur in der Gegenwart handeln kann – nicht rückwärtsgewandt Fehler zählen sollte.
Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft
Hannah Arendt
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 01:26:07 „Denn ohne dass wir uns auf Tatsachen, Wahrheiten einigen, können wir, dann fallen wir wirklich in die Biologie richtig zurück. Nichts legt so die Axt an die Demokratie wie die Leugnung von Tatsachenwahrheiten. Das hat die Hannah Arendt und viele Totalitarismusforscher geschrieben.“
Kretschmann spricht über die Gefahren von Wissenschaftsfeindlichkeit und Verschwörungserzählungen für die Demokratie. Er verweist auf Hannah Arendts Totalitarismusforschung, um zu untermauern, dass die Leugnung von Tatsachenwahrheiten die größte Bedrohung für demokratische Systeme darstellt. Der Bezug entsteht im Kontext der Corona-Pandemie und der Frage, wie Politik auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse gemacht werden kann.
Legitimation durch Verfahren
Niklas Luhmann
🗣 Unbekannt referenziert bei ⏱ 01:51:15 „Ich glaube, Niklas Luhmann, Legitimation durch Verfahren ist ein wichtiger Rechtsgrundsatz. Und eine Demokratie mit 80 Millionen Menschen kann ja auch anders nicht funktionieren, als dass du Verfahrensgrundsätze hast, die müssen erfüllt sein.“
Im Gespräch über den Stuttgart-21-Konflikt und die Frage, wie demokratische Entscheidungsprozesse legitimiert werden, verweist der Sprecher auf Luhmanns rechtssoziologisches Standardwerk. Er nutzt Luhmanns These, dass Verfahren selbst Legitimation erzeugen, um zu erklären, warum formale Prozesse in einer Massendemokratie unverzichtbar sind – auch wenn die Bürger sich inhaltlich übergangen fühlen.
Werke von Heinrich Pestalozzi
Johann Heinrich Pestalozzi
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 02:19:36 „Kopf, Herz und Hand, also Pestalozzi, wenn Sie das machen wollen, das geht nur in den Ganztagesunterricht.“
In der Diskussion über Schulreformen und Ganztagsschulen verweist Kretschmann auf Pestalozzis pädagogisches Konzept der ganzheitlichen Bildung von Kopf, Herz und Hand als Argument dafür, dass integrative Unterrichtskonzepte nur im Ganztagsbetrieb umsetzbar seien.
Dossier über das Erlernen von Fremdsprachen
🗣 Winfried Kretschmann erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:24:36 „Das Problem dabei ist, ich habe Recht. Gab es jetzt glaube ich in der Zeit einen riesigen Artikel dazu.“
Kretschmann verteidigt seine frühere, kontroverse Aussage, dass man angesichts von KI-Übersetzungstools nicht mehr unbedingt eine zweite Fremdsprache lernen müsse. Er verweist auf einen großen Artikel in der ZEIT, der genau diese Frage aufgreift – ob Sprachenlernen durch Software überflüssig wird. Wegner bestätigt, dass es sich um ein Dossier handelte.
Hamlet
William Shakespeare
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:37:42 „Sein oder nicht sein. Sein.“
Shakespeares berühmtestes Zitat aus Hamlet wird im A-oder-B-Spiel als Wortpaar verwendet. Kretschmann wählt ohne Zögern 'Sein' — die lebensbejahende Variante.
Winnetou
Karl May
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:41:50 „Winnetou oder Old Shatterhand? Winnetou. Winnetou oder kein Winnetou? Winnetou.“
Karl Mays Winnetou-Figur wird im A-oder-B-Spiel gleich in mehreren Variationen abgefragt: gegen Old Shatterhand, gegen 'kein Winnetou' und gegen Kretschmanns eigenen Spitznamen 'Kretsch'. Kretschmann wählt jedes Mal Winnetou — eine klare Sympathiebekundung für die Romanfigur.
Vita activa oder Vom tätigen Leben
Hannah Arendt
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:44:51 „Dolce Vita oder Vita Activa? Vita Activa.“
Im A-oder-B-Spiel wird Hannah Arendts philosophisches Hauptwerk 'Vita activa' dem italienischen Lebensgefühl 'Dolce Vita' gegenübergestellt. Kretschmann wählt das tätige Leben — passend zu seinem Selbstbild als pflichtbewusster Politiker.
La Dolce Vita
Federico Fellini
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:44:51 „Dolce Vita oder Vita Activa? Vita Activa.“
Der Ausdruck 'Dolce Vita' verweist auf Fellinis ikonischen Film von 1960, der hier als Gegenpol zu Hannah Arendts 'Vita Activa' im A-oder-B-Spiel dient. Kretschmann entscheidet sich gegen das süße Leben.
Ilias
Homer
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:45:03 „Ilias oder Odyssee? Ilias. Komödie oder Tragödie? Tragödie.“
Im A-oder-B-Spiel muss Kretschmann sich zwischen den beiden homerischen Epen entscheiden. Er wählt die Ilias und direkt danach Tragödie statt Komödie — eine stimmige Kombination für den ehemaligen Altsprachler.
Odyssee
Homer
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:45:03 „Ilias oder Odyssee? Ilias. Komödie oder Tragödie? Tragödie.“
Homers Odyssee wird als Alternative zur Ilias im A-oder-B-Spiel angeboten. Kretschmann entscheidet sich gegen die Odyssee und für die Ilias.
Großer Gott, wir loben dich (Te Deum)
Ignaz Franz
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:45:10 „Großer Gott, wir loben dich oder im Frühtau zu Berge? Großer Gott, wir loben dich.“
Im A-oder-B-Spiel wird der katholische Kirchenhymnus dem Wanderlied gegenübergestellt. Kretschmann, der bekennende Katholik, wählt erwartungsgemäß den Kirchenhymnus — passend zu seiner im gesamten Gespräch betonten Glaubensverbundenheit.
Im Frühtau zu Berge
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:45:10 „Großer Gott, wir loben dich oder im Frühtau zu Berge? Großer Gott, wir loben dich.“
Das bekannte schwedische Wanderlied wird im A-oder-B-Spiel als weltliche Alternative zum Kirchenhymnus angeboten. Kretschmann entscheidet sich dagegen.
The Tortured Poets Department
Taylor Swift
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:47:36 „Tortured Poets Department oder Dead Poets Society? Weiter.“
Im A-oder-B-Spiel stellt Jochen Wegner das Taylor-Swift-Album dem Film 'Dead Poets Society' gegenüber. Kretschmann überspringt die Frage mit 'Weiter', was nahelegt, dass ihm beide Referenzen nicht geläufig sind.
Dead Poets Society
Peter Weir
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:47:36 „Tortured Poets Department oder Dead Poets Society? Weiter.“
Der Film 'Der Club der toten Dichter' (1989) wird im A-oder-B-Spiel als Gegenpol zum Taylor-Swift-Album genannt. Kretschmann wählt 'Weiter' und beantwortet die Frage nicht.
Star Wars
George Lucas
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:48:22 „Luke oder Han? Luke Skywalker oder Han Solo? Luke.“
Im A-oder-B-Spiel fragt Wegner nach den beiden Star-Wars-Hauptfiguren. Kretschmann wählt Luke Skywalker, den idealistischen Helden, über den pragmatischen Draufgänger Han Solo.
Nikomachische Ethik
Aristoteles
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 03:27:16 „Ich habe ja schon gesagt, vom Aristoteles habe ich die Mesothes-Lehre, die Tugend ist die richtige Mitte zwischen Übermaß und Mangel.“
Kretschmann erklärt seine politische Philosophie für die Grünen: klar in den Zielen, offen in den Wegen. Er beruft sich auf Aristoteles' Mesothes-Lehre als Fundament seiner pragmatischen Politik und wendet sie auf die Frage an, wie die Grünen wieder zur Volkspartei werden können.
Politik
Aristoteles
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 03:27:40 „Er hat noch ein zweites eingeimpft, das ist die Unterscheidung zwischen Mittel und Zweck. Ganz fundamentale Unterscheidung. Wenn ich habe einen Zweck oder ein Ziel und dafür brauche ich Mittel, um es zu erreichen. Das hat der Aristoteles wie kein anderer genial auseinandersortiert. Und das ist ein politischer Denker gewesen.“
Kretschmann führt Aristoteles' Unterscheidung zwischen Mittel und Zweck als zweiten zentralen Grundsatz seiner Politik an. Er kritisiert, dass die Grünen dazu neigen, sich nicht nur auf Ziele, sondern auch auf die Wege dorthin festzulegen — was sie daran hindere, Volkspartei zu sein.
Antigone
Sophokles
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 03:37:47 „Und das können Sie schon beim Sophocles lesen, wenn der Chor beklagt, wie der Mensch eingreift in die Natur und wie er die überwindet mit seiner, dann heißt es, nur gegen den Tod hat er nichts gefunden, sonst gegen alles.“
Kretschmann spricht über die einzigartige Kreativität und Neugier des Menschen (Neothenie) und zitiert den berühmten Chor aus Sophokles' Antigone über die Fähigkeiten des Menschen. Er nutzt dies als Argument für Zuversicht und Innovationsfähigkeit im Kontext des Klimawandels.
Theodizee / Principes de la nature et de la grâce
Gottfried Wilhelm Leibniz
🗣 Winfried Kretschmann zitiert daraus bei ⏱ 03:40:23 „Das ist die Frage von Leibniz. Warum ist etwas und nicht nichts? Es ist für mich die Begründung, dass Gott die Welt erschaffen will.“
Im Gespräch über seinen Glauben und die Frage, ob Gott die Welt erschaffen hat, greift Kretschmann auf Leibniz' berühmte Grundfrage zurück. Die Frage 'Warum ist etwas und nicht nichts?' ist für ihn die Begründung für die Existenz Gottes als Schöpfer.
Tractatus logico-philosophicus
Ludwig Wittgenstein
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 03:41:36 „Wittenschein hat den schönen Satz gesagt, wenn alle wissenschaftlichen Dinge geklärt wären, wäre das Menschliche noch nicht berührt.“
Im Gespräch über Glaube und verschiedene Wahrheitsformen zitiert Kretschmann Wittgensteins berühmten Satz aus dem Tractatus, um die Grenzen wissenschaftlicher Erkenntnis aufzuzeigen. Er unterscheidet zwischen wissenschaftlichen Tatsachenwahrheiten und Wahrheiten der menschlichen Angelegenheiten, die man nur durch Geschichten erzählen kann.
Die Bibel
Martin Luther (Übersetzung)
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:48:02 „Die Geschichten, die die Bibel erzählt, sind das echte Bibelseminar. Ereignisse? Oder sind die so wie die Ilias, die bestimmt inspiriert ist von einer Realität, aber vielleicht auch Ausschmückung, Interpretationen enthält? Wie sehen Sie das?“
Die Bibel steht im Zentrum einer ausführlichen Gesprächspassage zwischen Wegner und Kretschmann. Es geht um die Frage, ob biblische Geschichten historische Ereignisse beschreiben oder – wie die Ilias – analoge, gleichnishafte Erzählungen sind, deren Sinn wichtiger ist als ihre Faktizität.
Das Wesen des Christentums
Ludwig Feuerbach · 1841
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 03:52:00 „Wir sind ja nun das Land der Religionskritiker, nicht Feuerbach. Gott ist eine Projektion.“
Kretschmann diskutiert die Frage, ob Gott existiert, und verweist auf die deutsche Tradition der Religionskritik. Er nennt Feuerbachs berühmte These, Gott sei eine Projektion des Menschen, als Gegenposition zu seinem eigenen Glauben, bevor er Thomas Manns 'Joseph und seine Brüder' als literarische Verhandlung dieser Frage empfiehlt.
Joseph und seine Brüder
Thomas Mann
🗣 Winfried Kretschmann referenziert bei ⏱ 03:52:07 „Ich kann Ihnen nur mal empfehlen, von Thomas Mann zu lesen, Joseph und seine Brüder. Da wird es im ersten Band literarisch verhandelt. Die Frage, ist er eine Projektion von uns oder nicht?“
Kretschmann empfiehlt Thomas Manns Roman als literarische Auseinandersetzung mit der Gottesfrage – konkret mit Feuerbachs These, Gott sei eine menschliche Projektion. Er betont, dass das Buch diese Frage bewusst in der Schwebe lässt, und empfiehlt es ausdrücklich allen «Gottsuchern und Gottzweiflern».
Die Ameise als Tramp
Bernhard Kegel
🗣 Winfried Kretschmann empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:55:52 „Es gibt vom Professor Reichhold ein Buch, das heißt »Die Ameise als Tramp«. In dem Buch beschreibt er, dass das neben der Zerstörung der Lebensräume die zweithäufigste Ursache für den Arturrückgang ist.“
Im Gespräch über invasive Arten und Kretschmanns Leidenschaft für Pflanzensoziologie verweist er auf dieses Sachbuch, das belegt, dass invasive Arten nach der Lebensraumzerstörung die zweitwichtigste Ursache für den Artenrückgang sind. Kretschmann unterstreicht damit, dass er dieses Problem schon vor Jahrzehnten erkannt hat. (Der Autor heißt im Transkript «Professor Reichhold», gemeint ist vermutlich Bernhard Kegel.)
Papst-Franziskus-Interview im Corriere della Sera
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:29:49 „Ich habe heute gelesen, dass der Papst, also Papst Franziskus, hat dem Corriere della Sera, italienischen Tageszeitung, gerade erzählt, dass er manchmal so entspannt beim Beten, dass er einschläft.“
Christoph Amend leitet eine Frage zum Thema Beten ein, indem er auf ein aktuelles Interview von Papst Franziskus in der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera verweist. Darin erzählt der Papst, dass er beim Beten manchmal so entspannt sei, dass er einschlafe. Amend nutzt die Anekdote als Überleitung, um Kretschmann zu fragen, ob auch er regelmäßig bete.