Wolfgang Tillmans, wie entsteht Kunst
Christoph Amend, Jochen Wegner & Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans, von der New York Times als einer der bedeutendsten lebenden Künstler der Welt bezeichnet, erzählt von seinen Anfängen — etwa wie er an der Berliner Kunsthochschule nach sechs Wochen abbrach, weil ihm gesagt wurde, alles, was er mitbringe, sei totaler Mist. Er spricht über sein Coming-out, seine Gedanken zur Darstellung von Körpern in der Kunst und darüber, warum ihm das Gehen so wichtig ist: Der Bildfluss, der beim Laufen ins Auge kommt, sei etwas Urmenschliches.
„Dann musste ich nach Berlin und wurde gesagt, alles, was sie hier gemacht haben, ist totaler Mist. Vergessen Sie alles, was Sie hier mitbringen. Und dann war das so frustrierend, dass ich nach sechs Wochen gesagt habe, ich höre auf.“
Erwähnte Medien (16)
Language
Wolfgang Tillmans
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 00:08:52 „ich bin auch jetzt von zwei Journalisten angesprochen worden auf den Song Language auf dem neuen Album. Und darin singe ich Language is what it is, we mean what it says.“
Tillmans spricht über seinen Song 'Language' vom neuen Album und die Reaktionen von Journalisten darauf
Go
Moby
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 00:47:05 „hatte ich Go von Moby auch so irre geliebt. Das Album, das Stück und das...“
Tillmans beschreibt seine Begeisterung für Mobys Musik, bevor er den Auftrag bekam, Moby zu fotografieren
Holding Cock
Wolfgang Tillmans
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 01:01:19 „Also ich habe zum Beispiel dieses Holding Cock, das ist eine Bildidee, die habe ich inszeniert mit ihnen“
Tillmans beschreibt die Inszenierung dieses Bildes mit Alex und Lutz, bei dem er bewusst Geschlechterdarstellungen hinterfragte
Spex (Magazin)
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:45:48 „Und Spex. Und Spex natürlich mit Sitz in Köln. Musikzeitschrift, die ja auch sehr stilprägend war, besonders in den 80ern und in den 90ern.“
Amend erwähnt Spex als eine der Zeitschriften, mit denen Tillmans früh Kontakt hatte
We Are Not Going Back
Wolfgang Tillmans
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 02:03:58 „auch jetzt in dem neuen Album, in dem Song We Are Not Going Back, ist die Zeile Treating Things Radically Equally“
Tillmans zitiert eine Textzeile aus seinem eigenen Song, um sein künstlerisches Prinzip der radikalen Gleichbehandlung zu illustrieren
Smalltown Boy
Bronski Beat
🗣 Wolfgang Tillmans empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:51:00 „mein eigenes Coming-out zu haben, in dem Moment, in dem wirklich in der Hitparade das erste Mal ein offenschwuler Coming-out-Song lief“
Tillmans beschreibt den persönlichen Zufall, sein Coming-out zeitgleich mit dem Erscheinen dieses Songs erlebt zu haben
Concorde (Serie)
Wolfgang Tillmans
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:16:48 „Aber den Blick in den Himmel, den hast du dir ja auch in deiner Kunst bewahrt. Also eine meiner anderen Lieblingsarbeiten sind deine Bilder der Concorde.“
Amend erwähnt Tillmans' bekannte Fotoserie der Concorde als Beispiel für den Blick in den Himmel in seiner Kunst
Freischwimmer
Wolfgang Tillmans
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 03:19:11 „Da hatte ich die zwei langen Freischwimmer gemacht in meiner Dunkelkammer in Berlin.“
Tillmans beschreibt die Entstehung der Freischwimmer-Bilder für die Panorama-Bar im Berghain
Built From Here
Wolfgang Tillmans
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 03:47:26 „Musikinterviews, ganz viel im Zusammenhang mit dem Album, was morgen rauskommt, Built From Here“
Tillmans erwähnt sein neues Album, das am nächsten Tag erscheint, im Kontext der vielen Interviews, die er gerade gibt
Tempo (Magazin)
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 03:58:29 „da hatte Tempo, ich denke, das war Markus Peichel, ja auch die Idee, eine Geschichte zu machen mit Prominenten vor einer Deutschlandkarte“
Tillmans erzählt von einem frühen Auftrag für das Magazin Tempo, bei dem er Prominente vor einer Deutschlandkarte fotografierte
MoMA-Ausstellungskatalog Wolfgang Tillmans
Wolfgang Tillmans / MoMA
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:10:20 „vor mir liegt der Ausstellungsband vom MoMA. Du weißt sicher, wie viele Seiten ich habe. Ich glaube 340.“
Wegner hält den gewichtigen MoMA-Katalog in der Hand und fragt, ob so eine Musealisierung nicht auch eine Gefahr sei
Frank Ocean Album-Cover
Frank Ocean / Wolfgang Tillmans
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:20:58 „Weil das ist ja wahrscheinlich eines der wichtigsten Alben, Musikalben der letzten 10, 15 Jahre. Frank Ocean und ein jüngeres Publikum hat dein Bild vermutlich.“
Amend spricht über Tillmans' Coverfotografie für Frank Ocean und deren Reichweite bei einem jüngeren Publikum
Desert Island Discs
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:32:50 „es gibt ja diese berühmte BBC-Radiosendung seit vielen Jahrzehnten, Desert Island Discs“
Amend nutzt das Format als Inspiration für seine Frage, welche Bilder Tillmans auf eine einsame Insel mitnehmen würde
Empire Vampire
Isa Genzken
🗣 Wolfgang Tillmans empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:33:19 „Empire Vampire von Isa Genskiner Skulptur, die ich habe, mit ihr getauscht habe.“
Drittes Werk für die einsame Insel – eine Skulptur von Isa Genzken, die Tillmans durch Tausch erworben hat
Agnus Dei
Francisco de Zurbarán
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 04:34:21 „Oder natürlich das Agnus Dei von Soberan.“
Weiteres Alternativwerk von Zurbarán, das Tillmans auf die einsame Insel mitnehmen könnte
Leserbrief in der New York Times 1948 (gegen israelische Staatsgründung)
Hannah Arendt u.a.
🗣 Wolfgang Tillmans referenziert bei ⏱ 04:54:31 „gab es diesen Leserbrief in der New York Times 49 oder 48 von Hannah Arendt und anderen unterschrieben, die eben dieses Gründungsprojekt Israel als höchst gefährlich und problematisch für die Juden davor gewarnt haben“
Tillmans verweist auf den historischen Leserbrief, um zu zeigen, dass kritische Stimmen zur israelischen Staatsgründung nicht neu sind