Florence Gaub, wie denkt die Nato Frieden
Christoph Amend, Jochen Wegner & Florence Gaub
Florence Gaub, Politikwissenschaftlerin und wissenschaftliche Leiterin der NATO-Militärakademie, spricht über Zukunftsdenken, Europas Verteidigungsfähigkeit und die Frage, wie Kriege enden. Sie verteidigt die Bundeswehr als Spiegel deutscher Prioritäten und plädiert für mehr strategischen Mut — mit der ihr eigenen Mischung aus analytischer Schärfe und entwaffnender Direktheit.
„Durch Kurzfristigkeit und ideologisches Denken, Entschuldigung, hat man es halt verkackt.“
Erwähnte Medien (106)
Homo Prospectus
Martin Seligman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:01:11 „Heute zu Gast die Politikwissenschaftlerin, Zukunftsforscherin, Militärexpertin und wissenschaftliche Leiterin der NATO-Militärakademie. Die Frau, die Denken und Panzer zum Zentrum ihres Lebens gemacht hat, der Homo Prospektus Florence Gaub.“
Jochen Wegner stellt Florence Gaub als 'Homo Prospectus' vor – eine Anspielung auf das gleichnamige Buch, das den Menschen als zukunftsorientiertes Wesen beschreibt. Der Begriff passt zu Gaubs Profil als Zukunftsforscherin und wird als charakterisierende Bezeichnung für sie verwendet.
In 80 Tagen um die Welt
Jules Verne
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:31:16 „Unsere Gästin kam mit einem roten, sehr eleganten Reisekoffer, der so ein bisschen was von Phileas Fogg in 80 Tagen um die Welt hatte.“
Jules Vernes Klassiker wird als Vergleich für Florence Gaubs eleganten Reisekoffer herangezogen
Zeitenwende-Rede
Olaf Scholz
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:42:11 „Er hat ja sehr früh den Begriff Zeitenwende geprägt. Und da gab es ja auch großen Konsens, dass er das erkannt hat und in seiner Rede auch definiert hat.“
Im Gespräch über Olaf Scholz' Dilemma zwischen Friedenspolitik und militärischer Unterstützung der Ukraine erinnert Christoph Amend an die Zeitenwende-Rede vom Februar 2022. Er stellt fest, dass Scholz den historischen Moment zwar früh benannt hat, aber seitdem mit der praktischen Umsetzung ringt, weil die Gesellschaft tief gespalten ist.
Schachnovelle
Stefan Zweig
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 00:45:43 „Dann nehme ich als Beispiel die Schachnovelle von Stefan Zweig. Für die Hörer, die es nicht gelesen haben, ein politisch Gefangener findet ein Buch mit Schachinstruktionen und fängt dann an, in seinem Kopf gegen den Langeweile Schach gegen sich selbst zu spielen. Also das ist jetzt der Kern. Die Geschichte ist dann größer, weil die zeigt, dass er darüber den Verstand verliert.“
Florence Gaub nutzt die Schachnovelle als Metapher für die Frage, wie viele Denkebenen strategisches Bluffing in der Geopolitik haben kann. So wie Zweigs Protagonist den Verstand verliert, weil er beide Seiten gleichzeitig spielt, stößt auch das geopolitische Red Teaming an kognitive Grenzen. Jochen Wegner greift die Metapher auf und vergleicht den langsam spielenden Schachgegner mit Ländern, die in 'Gletschergeschwindigkeit' denken.
Europäer sind Vegetarier in einer Welt von Fleischfressern
Sigmar Gabriel
🗣 Florence Gaub zitiert daraus bei ⏱ 01:04:52 „Ich weiß nicht mehr, wer es war, aber dieses Europäer sind Vegetarier in einer Welt von Fleischfressern. Ich weiß nicht mehr, ob es irgendein EU-Politiker war, ich habe jetzt vergessen, wer es war.“
Gaub zitiert im Kontext der europäischen Friedfertigkeit und Gewaltdistanz einen bekannten Ausspruch, den sie zunächst nicht zuordnen kann. Wegner identifiziert das Zitat als von Sigmar Gabriel stammend. Es dient als Metapher für Europas Verwundbarkeit gegenüber gewaltbereiteren Akteuren.
Aktenzeichen XY … ungelöst
Eduard Zimmermann
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:05:58 „In den USA seit 2000, diese True Crime Fernsehsendung, wo halt dann, ist ja das gleiche Konzept, wo halt echte Verbrechen, also früher war es halt Aktenzeichen XY ungelöst, der gruseligste Mann der Bundesrepublik. Das ist total nach oben gegangen.“
Gaub spricht über die gesellschaftliche Faszination mit Gewalt, die trotz zunehmender Gewaltdistanz im Alltag existiert. Sie nennt Aktenzeichen XY als frühes deutsches Beispiel für True-Crime-Formate und vergleicht es mit dem heutigen Boom solcher Sendungen und Podcasts.
ZEIT Verbrechen
Sabine Rückert
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:06:36 „Nichts ist so populär wie zum Beispiel bei uns Zeitverbrechen, ein Podcast, den sehr viele Menschen hören, wo es natürlich um Gewalttaten geht.“
Der ZEIT-Podcast wird als Beispiel für die gesellschaftliche Faszination mit Gewalt und True Crime genannt
Streitgespräch in der Zeit
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:06:54 „Es gab dann ein Streitgespräch in der Zeit, kann man googeln und nachlesen, wo Sie das nochmal reflektiert haben. Und in der Fazit gab es auch ein Essay von Ihnen und so weiter.“
Wegner erwähnt einen Artikel in der ZEIT, in dem Gaub nach der Kontroverse um ihre Aussagen bei Markus Lanz ihre Position zur unterschiedlichen Gewaltwahrnehmung in verschiedenen Gesellschaften nochmals reflektierte und erklärte.
Essay über Gewalt und Gesellschaften
Florence Gaub
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:09:37 „Und dann habe ich eben das Essay geschrieben in der FAZ, wo ich erklärt habe, nein, fast überall auf der Welt hat man einen definierteren Bezug zu Gewalt als bei uns.“
Nach dem Shitstorm wegen ihrer Äußerungen bei Markus Lanz über das russische Verhältnis zu Gewalt veröffentlichte Gaub ein Essay in der FAZ, in dem sie ihre Position differenzierter darlegte. Sie argumentiert darin, dass verschiedene Gesellschaften unterschiedliche Bezüge zu Gewalt haben, ohne damit ein Werturteil zu verbinden.
Oppenheimer
Christopher Nolan
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:13:13 „Gerade hat Oppenheimer dieser Film, wenn Sie ihn noch nicht gesehen haben, gucken Sie. Ich finde das persönlich nicht so super duper. Ich auch nicht. Aus einigen Gründen. Aber ganz schön nochmal vor Augen geführt zu bekommen, wenn man sich mit der Physik beschäftigt.“
Im Gespräch über den NATO-Doppelbeschluss und nukleare Abschreckung kommt Wegner auf den Film Oppenheimer zu sprechen. Er empfiehlt ihn trotz persönlicher Vorbehalte, weil der Film die existenzielle Dimension der Atombombe eindrücklich vor Augen führe – insbesondere die damalige Unsicherheit, ob die Zündung die Erde auslöschen könnte.
Aufbau
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:15:53 „Ich habe damals ein Praktikum gemacht beim Aufbau. Ich weiß nicht, ob Sie sich an das erinnern. Das war die Deutsch-Jüdische Einwanderer-Zeitung, die in den 30er Jahren gegründet wurde von deutschen Juden.“
Die historische deutsch-jüdische Zeitung Aufbau wird im Kontext von Gaubs Praktikum in New York am 11. September erwähnt
Die neuen Kriege
Herfried Münkler
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:24:39 „Wir hatten kürzlich Herr Friedmünkler zu Gast, der, glaube ich, Schrankwände über asymmetrische Kriegsführung gefühlt hat. Und den modernen, den neuen Krieg.“
Jochen Wegner verweist auf Herfried Münkler, der offenbar zuvor Gast im Podcast war, und dessen umfangreiche Arbeiten zur asymmetrischen Kriegsführung. Die Formulierung 'den neuen Krieg' deutet auf Münklers bekanntes Werk 'Die neuen Kriege' hin, das er als Referenz für die Frage nutzt, wann Staaten aufhörten, die einzigen relevanten Kriegsakteure zu sein.
War and State Formation
Charles Tilly
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:26:11 „Also es gibt da ein ganz interessantes Buch von Charles Tilly, der ja auch so ein großer Soziologe, Militärsoziologe ist, der sagt, er hat ein Buch, also sein Satz, der ihm so zugeordnet wird, ist War makes states and states make war.“
Im Gespräch über die Frage, seit wann Staaten die wichtigsten Kriegsakteure sind, verweist Florence Gaub auf Charles Tillys These, dass Krieg und Staatswerdung sich gegenseitig bedingen. Sie nutzt das Buch, um zu erklären, dass Kriegsführung ursprünglich asymmetrisch war, dann von Staaten dominiert wurde und heute wieder zunehmend asymmetrische Akteure auftreten.
The Future of War: A History
Lawrence Freedman
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:29:36 „Aber es gibt ein super Buch, das heißt The Future of War History, die Zukunft des Krieges, eine Geschichte von Lawrence Friedman. Und da analysiert er halt, also im Wesentlichen gibt es so Science Fiction über Krieg seit 1870 ungefähr.“
Florence Gaub empfiehlt dieses Buch im Kontext der Diskussion über die Vorhersagbarkeit zukünftiger Kriege. Sie hebt Freedmans zentrale Erkenntnis hervor: Kriegsvisionen überschätzen fast immer den Einfluss neuer Technologie und unterschätzen die Anpassungsfähigkeit des Gegners – eine These, die sie direkt auf die aktuelle Debatte über Drohnen und neue Waffensysteme bezieht.
The Battle of Dorking
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:29:51 „Eines der ersten kommt aus England, jetzt habe ich den Titel vergessen, aber da stellt sich der Autor die Invasion Großbritanniens vor durch Deutschland mit einer Superwaffe. Damals gab es ja noch keine Flugzeuge, aber er hat sich so etwas in der Art vorgestellt.“
Im Zusammenhang mit Lawrence Freedmans Buch erwähnt Gaub eines der frühesten Beispiele für militärische Science Fiction aus England um 1870, in dem eine deutsche Invasion Großbritanniens mit einer Superwaffe imaginiert wird. Sie hat den Titel vergessen, es handelt sich sehr wahrscheinlich um 'The Battle of Dorking' von George Chesney (1871).
Das Ende der Geschichte und der letzte Mensch
Francis Fukuyama
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:39:11 „Der Westen hat uns weiß gemacht, die Zukunft ist schon geschrieben, Stichwort Ende der Geschichte, wir sagen, die Zukunft ist zurück, die Zukunft als einen Raum, den wir beeinflussen können.“
Gaub referenziert Fukuyamas berühmte These beiläufig im Kontext des Valdai-Club-Berichts. Sie zeigt, wie die russische Seite Fukuyamas 'Ende der Geschichte' als Symbol westlicher Dominanz über die Zukunftserzählung deutet – und den Ukraine-Krieg als Gegenentwurf dazu versteht.
Zukunft
Florence Gaub
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:44:44 „Auch in Ihrem Buch, das im vergangenen Jahr erschienen ist und das sich mit der Zukunft beschäftigt. Das heißt Zukunft sogar. Beginnen die Kapitel mit Zitaten aus berühmten Science-Fiction-Filmen, Serien, Büchern.“
Christoph Amend stellt Florence Gaubs Buch vor, das sich mit Zukunftsforschung beschäftigt. Jedes Kapitel beginnt mit Zitaten aus Science-Fiction-Werken. Das Buch ist das zentrale Werk der Gästin und bildet den thematischen Rahmen des Gesprächs über Zukunftsforschung und Science-Fiction.
Avatar
James Cameron
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:45:55 „Also ein bisschen wie bei Avatar, wenn man in diesen Baum reingreift und dann hat man Zugang zu diesem kollektiven Wesen, so ähnlich Science Fiction, greift auf irgendwelche Gefühle, die in der Gesellschaft umhergehen, was die Zukunft betrifft und artikuliert sie dann.“
Florence Gaub nutzt eine Szene aus Avatar als Metapher für die Funktionsweise von Science-Fiction: So wie man im Film durch den Baum Zugang zum kollektiven Bewusstsein bekommt, greift Science-Fiction auf kollektive gesellschaftliche Gefühle und Ängste bezüglich der Zukunft zu und macht sie sichtbar.
20.000 Meilen unter dem Meer
Jules Verne
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:46:23 „Jules Verne gilt gar nicht mehr als Science Fiction Autor, weil fast alles, was er geschrieben hat, ist dann auch wahr geworden. Aber die 20.000 Meilen unter dem Meer, ich weiß nicht, ob Sie den Film gesehen haben. Damals, ja, natürlich. Total cool, da will man doch sein in diesem Boot.“
Florence Gaub nutzt Jules Verne als Beispiel für eine positive Phase der Science-Fiction, in der Zukunftsvisionen optimistisch und technologiebegeistert waren. Sie verweist sowohl auf das Buch als auch auf dessen Verfilmung, um zu zeigen, dass Science-Fiction einst attraktive Zukunftsbilder schuf – im Gegensatz zur heutigen dystopischen Dominanz.
Star Trek (Raumschiff Enterprise)
Gene Roddenberry
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 01:47:08 „Und ich finde auch heute noch, wenn es mir schlecht geht, schaue ich auch gerne mal meine Folge Raumschiff Enterprise an, weil am Ende geht es immer gut aus und die Message ist ja auch, die sind auf einer Erkundschaftermission. Das ist nicht kriegerisch.“
Florence Gaub beschreibt Star Trek als das bekannteste positive Zukunftsbeispiel in der Science-Fiction. Sie schaut die Serie persönlich zur Entspannung und hebt die progressive Botschaft hervor: Die Crew ist auf einer friedlichen Erkundungsmission mit einem Prinzip der Nicht-Einmischung – eine ultramoderne, anti-koloniale Denkweise.
Star Trek (Raumschiff Enterprise)
Gene Roddenberry
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:47:09 „Star Trek ist eigentlich fast das bekannteste positive Zukunftsbeispiel. Da passieren auch viele, ganz viele negative Sachen.“
Star Trek wird als Beispiel für positive Zukunftsvisionen in der Science Fiction diskutiert, Florence Gaub schaut es zur Entspannung
Mirror, Mirror
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:47:47 „Da gibt es eine Folge, da gibt es das normale Universum und dann durch irgendeinen Glitsch entdecken sie, dass es ein Paralleluniversum gibt, in dem sie alle Sowjets sind. Also sie werden nicht Sowjets genannt, aber die Uniformen, die die anhaben, sondern dann sind die da alle böse.“
Florence Gaub nennt die Parallelwelt-Folge von Star Trek als ihre Lieblingsfolge. Christoph Amend bemerkt, dass diese Wahl perfekt zu ihrer Arbeitsweise passt: Sie denkt sich beruflich Parallelszenarien aus und entwickelt daraus Strategien für die NATO. Die Folge ist eine Kalte-Kriegs-Analogie.
Schachnovelle
Stefan Zweig
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:49:15 „Und das ist vielleicht so ein bisschen Schachnovelle, halt in verschiedenen Pfaden denken“
Stefan Zweigs Schachnovelle wird als Metapher für das Denken in verschiedenen Szenarien verwendet
Neuromancer
William Gibson
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:51:53 „mein Held ist William Gibson, der quasi alles, was wir heute haben und denken, mit ein, zwei Büchern eigentlich erzählt hat, bevor es passiert ist“
William Gibsons Einfluss auf die Entwicklung des Internets und die Tech-Kultur im Silicon Valley wird diskutiert
The Matrix
Lana Wachowski, Lilly Wachowski
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:06:13 „Also eins, was mich sehr geprägt hat und was ich mir wenn der Gänse auch immer wieder mal ganz komplett anschaut, ist Matrix. Wirklich?“
Florence Gaub nennt Matrix als ihr liebstes Science-Fiction-Werk, das sie regelmäßig komplett anschaut. Sie analysiert den Film anhand von Campbells Heldenreise und lobt das Storytelling. Die Frage, ob Matrix Science-Fiction oder Fantasy ist, führt zu einer Diskussion über Simulationstheorie und verschiedene Realitätsebenen.
The Hero with a Thousand Faces
Joseph Campbell
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:06:54 „Sie kennen wahrscheinlich die The Hero's Journey von Campbell. Es gab einen Wissenschaftler, der hat die Heldenreise analysiert und gefunden, dass es fast alle Geschichten, die Menschen sich erzählen, Märchen und so weiter, je erfolgreicher sie sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass sie diesem Muster folgen.“
Florence Gaub verweist auf Joseph Campbells Konzept der Heldenreise, um zu erklären, warum Matrix als Erzählung so wirkungsvoll ist. Sie wendet das wissenschaftliche Muster auf den Film an und zeigt, wie Neo alle klassischen Stationen der Heldenreise durchläuft – vom Aufbruch über den Tod bis zur Wiedergeburt.
Dataclysm
Christian Rudder
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:09:12 „OkCupid, die haben auch mal ein Buch veröffentlicht, wo sie, das war erst ein Blog, was sie geschrieben haben, wo sie gesagt haben, guckt mal, was wir alles rausgefunden haben, was wir für Muster sehen in unseren Dating-Daten, welche Leute interessieren sich eigentlich für welche Leute. Und daraus ist ein Riesenbuch geworden.“
Jochen Wegner erzählt von dem Buch der OkCupid-Gründer, das aus einem Blog über Dating-Daten entstand. Er nutzt es als Beleg dafür, dass Mathematiker überraschende Erkenntnisse über menschliche Attraktion liefern können – etwa die deprimierende Erkenntnis, welche Altersgruppen Männer und Frauen jeweils attraktiv finden.
OkCupid-Buch / Dataclysm
Christian Rudder
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:10:21 „Die haben auch mal ein Buch veröffentlicht, das war erst ein Blog, was sie geschrieben haben, wo sie gesagt haben, guckt mal, was wir alles rausgefunden haben“
Das Buch der OkCupid-Gründer über Dating-Daten und menschliche Attraktionsmuster wird erwähnt
Titelgeschichte über Liebe im Zeitmagazin
Jochen Wegner
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:11:19 „Es gibt nämlich einen sehr guten Text über das Thema im Zeitmagazin, geschrieben vor einigen Jahren von einem gewissen Jochen Gegner.“
Eine Titelgeschichte über die Mathematik der Liebe im ZEIT Magazin wird erwähnt
Red Star Rising
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:17:50 „Es gibt ein super Buch, das heißt Red Star Rising. Das beschreibt die 50er Jahre in der Sowjetunion.“
Florence Gaub empfiehlt das Buch im Kontext einer Diskussion über die Zukunftswahrnehmung während des Kalten Krieges. Sie argumentiert, dass die Sowjetunion über weite Strecken als das Zukunftsmodell galt und nicht als Verlierer der Geschichte – eine Perspektive, die das Buch für die 1950er Jahre beschreibt.
For All Mankind
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:18:02 „Diese Serie, For All Mankind, das ist auch eine super Science-Fiction. Es ist nicht Science-Fiction, es ist Alternate History, aber es ist ein Cousin, finde ich, von Science-Fiction.“
Florence Gaub empfiehlt die Serie als Beispiel für Alternate History, die dem Zuschauer nahebringt, wie der Kalte Krieg über weite Strecken ein offener Kampf um die Zukunft war. Die Serie stellt sich vor, dass der erste Mensch auf dem Mond ein Sowjet war, und erkundet die Konsequenzen dieses alternativen Geschichtsverlaufs.
Sinews of Peace (Iron Curtain Speech)
Winston Churchill
🗣 Florence Gaub zitiert daraus bei ⏱ 02:19:03 „Wenn man sich Churchills Rede anhört vom eisernen Vorhang. Da redet er ganz viel von Zukunftsangst und da ist auch ein Satz drin, der mich total umgehauen hat. Ich zitiere, ich bin überzeugt, dass ein dritter Weltkrieg nicht unvermeidbar ist.“
Florence Gaub zitiert Churchills berühmte Iron-Curtain-Rede, um zu illustrieren, wie groß die Zukunftsangst während des Kalten Krieges war. Der Satz, dass ein dritter Weltkrieg 'nicht unvermeidbar' sei, zeigt, dass viele Menschen damals fest mit einem neuen Krieg rechneten – ein Argument gegen die Vorstellung, heute sei alles schlimmer als früher.
Die Wolke
Gudrun Pausewang
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:19:44 „Genau, die Wolke. Ich meine, Sie haben das auch gelesen, dass wir sowas gelesen haben als Kinder. Das ist schon verrückt, das dürfte man heute wahrscheinlich gar nicht mehr. Also die Idee eines nuklearen Unfalls und dann alle Kinder völlig in ihre Haare, Gott sei Dank.“
Im Gespräch über die Atomangst der 1980er Jahre erwähnt Florence Gaub 'Die Wolke' als Beispiel dafür, wie die nukleare Bedrohung damals bis in die Kinderliteratur hineinreichte. Sie findet es bemerkenswert, dass Kinder solche Bücher gelesen haben, und bezweifelt, dass das heute noch so gemacht würde.
Blade Runner
Ridley Scott
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:21:38 „Blade Runner. Blade Runner ist kurz vor New Romance erschienen. Anfang der 2000er. Dann hat Gibbs nochmal angefangen seinen Roman umzuschreiben, weil er gesagt hat, Mann, das war meine Geschichte.“
Jochen Wegner nennt Blade Runner als Paradebeispiel für den Wandel der Zukunftsvorstellung hin zur Dystopie – saurer Regen, verfallene Städte. Der Film wird im Kontext von William Gibsons Cyberpunk-Erzählungen erwähnt, wobei Gibson selbst das Gefühl hatte, der Film habe seine Geschichte vorweggenommen.
Zukunft – Eine Bedienungsanleitung
Florence Gaub
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:22:07 „Was ich schreibe in meinem Buch ist ja auch, Es ist okay, wenn da was Schlechtes in der Zukunft ist, aber es muss ein ausgleichendes Element sein. Und das fehlt uns aktuell.“
Florence Gaub verweist auf ihr eigenes Buch, um ihre zentrale These zu untermauern: Es braucht eine Balance zwischen positiven und negativen Zukunftserwartungen. Aktuell fehle das ausgleichende, positive Element in unserer Zukunftsvorstellung.
Zurück in die Zukunft
Robert Zemeckis
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:22:39 „Warum liebe ich diese drei Filme so sehr? Weil sie natürlich die Hauptbotschaft ist, Unterbrechung von Kausalketten und der Akteur, der alles entscheidet, ist Marty McFly selbst. Also er kreiert die Zukunft und er reist in die Vergangenheit und verändert da Dinge und am Ende kreiert er ja eine bessere Zukunft für sich selbst.“
Florence Gaub nennt die Zurück-in-die-Zukunft-Trilogie als ihr Lieblingsbeispiel für Zeitreise-Fiktion. Für sie liegt die zentrale Botschaft darin, dass der Einzelne durch sein Handeln Kausalketten unterbrechen und eine bessere Zukunft gestalten kann – eine direkte Verbindung zu ihrer eigenen Arbeit als Zukunftsforscherin.
Die Zeitmaschine
H.G. Wells
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:24:22 „Wenn Sie lesen, schöne neue Welt oder auch die Zeitmaschine, dann ist da auch eine ganz große Furcht davor, dass der Mensch eben die Essenz des Menschseins verliert, indem er nicht mehr sich verliebt.“
Florence Gaub erwähnt H.G. Wells' 'Die Zeitmaschine' gemeinsam mit 'Schöne neue Welt' als klassische Werke, die die Angst vor dem Verlust menschlicher Essenz – insbesondere der Fähigkeit zur Liebe – thematisieren.
Aliens
James Cameron
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:34:25 „Metropolis oder Aliens? Metropolis.“
Im A-oder-B-Spiel wird Aliens als Alternative zu Metropolis genannt. Florence Gaub entscheidet sich gegen Aliens.
2001: Odyssee im Weltraum
Stanley Kubrick
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:34:28 „Odyssee in den Weltraum oder das fünfte Element? Fünftes Element.“
Im A-oder-B-Spiel stellt Jochen Wegner die Wahl zwischen Kubricks '2001: Odyssee im Weltraum' und Luc Bessons 'Das fünfte Element'. Florence Gaub entscheidet sich für 'Das fünfte Element'.
Metropolis
Fritz Lang
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:36:22 „Metropolis oder Aliens? Metropolis.“
Im A-oder-B-Spiel wird Metropolis gegenüber Aliens bevorzugt
Das fünfte Element
Luc Besson
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:36:22 „Odyssee in den Weltraum oder das fünfte Element? Fünftes Element.“
Im A-oder-B-Spiel wird Das fünfte Element gegenüber 2001 bevorzugt
Mating in Captivity / State of Affairs
Esther Perel
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:38:59 „Esther Perel, die kennen Sie ja wahrscheinlich, diese berühmte belgische Paartherapeutin, hat deswegen auch so einen Erfolg, weil sie mit ihrem sehr europäischen Ansatz so richtig in die Komplexität einer solchen Situation reingeht und sagt, unter solchen Umständen passiert es halt.“
Im Kontext einer Diskussion über Monogamie, Untreue und die Komplexität der Liebe erwähnt Florence Gaub die belgische Paartherapeutin Esther Perel und deren europäischen Ansatz, der Untreue nicht sofort moralisch verurteilt, sondern die Komplexität von Beziehungen anerkennt. Ein konkreter Buchtitel wird nicht genannt, aber Perels Werk wird als Ganzes referenziert.
Star Trek
Gene Roddenberry
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:41:40 „Es gibt ja Utopien, die sagen, also deswegen, in Science Fiction findet sich, also Star Trek ist ja auch so eine, wir haben genug Ressourcen, Leute, wir müssen nur teilen, alles gut. Lass doch das mit dem Krieg.“
Jochen Wegner nutzt Star Trek als Beispiel für eine utopische Vision, in der die Menschheit Konflikte überwunden hat, weil Ressourcen für alle reichen. Er erwähnt auch die Borg als kollektivistischen Gegenentwurf innerhalb dieses Universums.
Dossier in der ZEIT zum 7. Oktober
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:47:32 „in der Zeit gab es da vor einigen Wochen ein großes Dossier dazu. Es gab sehr viele Zeichen, die man hätte richtig deuten können, dass die Hamas einen Terrorangriff wie den am 7. Oktober plant.“
Ein ZEIT-Dossier über übersehene Warnsignale vor dem Hamas-Angriff am 7. Oktober wird erwähnt
The Report
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 02:52:16 „Jetzt habe ich gerade den Namen vergessen, okay, ist blöd, aber auf Prime ist eine Serie gerade über die, und da ist durchgeschrichen Report, da geht es um die, um das, das ist auf Prime mit Adam Driver, es geht um die Methoden der CIA, die Verhörmethoden.“
Florence Gaub versucht sich an den Namen einer Amazon-Prime-Serie mit Adam Driver zu erinnern, die die Verhörmethoden der CIA nach dem 11. September thematisiert. Sie nutzt die Serie als Beispiel dafür, dass es vor dem 11. September durchaus Warnungen gab, diese aber nicht effektiv weitergegeben wurden.
Global Trends Report
Florence Gaub
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:58:00 „Sie haben ja auch mal so ein Trendreport geschrieben, wo Sie sich angeguckt haben, was sind denn die großen Trends weltweit. Also wenn man das runter bricht, es gibt so sieben Trends. We are hotter, we are more, but where, we live in cities und so weiter.“
Jochen Wegner spricht Florence Gaub auf einen EU-Trendreport an, den sie 2019 als 'Penholder' für das EU-Zukunftsvorausschau-Netzwerk verfasst hat. Gaub erklärt, dass die Recherche 2018 stattfand und Themen wie Klimawandel und Chinas geopolitische Rolle damals noch cutting edge waren, auch wenn sie heute offensichtlich erscheinen.
Sinews of Peace (Iron Curtain Speech)
Winston Churchill
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 03:10:52 „Aber natürlich, ja, sie haben recht, es geht zum Ursprungsgedanken der NATO zurück, die natürlich in dieser Churchill-Rede des Eisernen Vorhangs die Zukunftsangst der westlichen Demokratien vor einem sowjetischen, einem kommunistischen Angriff irgendwie zusammenfasst.“
Florence Gaub ordnet die Reaktivierung der NATO nach der russischen Invasion der Ukraine historisch ein. Sie verweist auf Churchills berühmte Rede von 1946, in der er den Begriff des Eisernen Vorhangs prägte, als Ausdruck der westlichen Angst vor sowjetischer Expansion – die gleiche Grundangst, die zur NATO-Gründung führte und heute in veränderter Form zurückkehrt.
Die drei Fragezeichen
Europa
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:14:31 „Und der hat dann meistens schon was vorbereitet, sollte er zumindest. Jetzt in dem Fall aktuell besonders viel, aber da gibt es dann eben diese Planungsmechanismen und so weiter und da ist dann ganz klar, wer ruft dann wen an, das ist quasi wie so eine Telefonlawine, aus drei Fragezeichen kennen Sie wahrscheinlich.“
Florence Gaub erklärt die Befehlsketten und Kommunikationswege innerhalb der NATO im Ernstfall. Um das Prinzip der Telefonkette anschaulich zu machen, vergleicht sie es mit der Telefonlawine aus der bekannten Hörspiel- und Buchserie Die drei Fragezeichen.
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer
Michael Ende · 1960
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:38:05 „Also Sie kennen ja den Scheinriesen aus dem Knopf, also ein Riese, der aus der Ferne sehr groß aussieht und je näher man kommt, desto kleiner ist er.“
Der Scheinriese Herr Tur Tur aus Michael Endes Kinderbuch wird als Metapher für die NATO verwendet
Arab Futures
Florence Gaub
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 03:40:13 „Und so habe ich die Zukunftsvorausschau entdeckt und dann habe ich meinen ersten Bericht geschrieben, Arab Futures, drei Szenarien für 2025.“
Florence Gaub erzählt, wie sie nach dem Sturz von Präsident Morsi in Ägypten 2013 die Zukunftsforschung für sich entdeckte und ihren ersten Zukunftsbericht für das EU Institute for Security Studies verfasste. Sie testete später die Szenarien von 2015 gegen die Realität und erreichte 60 Prozent Deckung.
Im Grunde gut
Rutger Bregman
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 04:11:56 „Gibt es auch das Buch von Rutger Bregmann, Im Grunde gut, kennen Sie das? Da schreibt er ja auch, dass je gleicher die Gesellschaften, je flacher die Hierarchien, desto weniger Gewalt. Das Buch kann man kritisieren, das ist jetzt auch nicht wissenschaftlich unbedingt so zügig, aber es ist ja eine Hypothese und ich mag die Hypothese.“
Im Gespräch über ideale politische Systeme und die Frage, ob flachere Hierarchien zu weniger Gewalt führen, verweist Gaub auf Bregmans These. Sie findet die Hypothese sympathisch, räumt aber ein, dass das Buch wissenschaftlich angreifbar ist. Amend greift das Beispiel Kopenhagen auf, um zu zeigen, dass auch skandinavische Modellgesellschaften ihre Schattenseiten haben.
Jetzt schreib doch mal! / Baerbock-Buch (Plagiat-Affäre)
Annalena Baerbock
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:13:55 „Was haben Sie eigentlich gedacht, als Sie zum ersten Mal davon gehört haben, dass Annalena Baerbock für ihr Buch bei Ihnen hat abschreiben lassen?“
Amend fragt Gaub nach der Plagiatsaffäre um Annalena Baerbocks Buch, in dem Passagen von Gaub ohne Quellenangabe übernommen wurden. Gaub erzählt, wie sie davon über Twitter erfuhr, und berichtet, dass sich das Büro Baerbock formal bei ihr entschuldigt habe. Sie relativiert den Vorwurf: Als Wissenschaftlerin sei es ihr Job, Ideen zu produzieren, die Politiker aufgreifen.
Baerbock-Buch (Jetzt)
Annalena Baerbock
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:15:59 „Was haben Sie eigentlich gedacht, als Sie zum ersten Mal davon gehört haben, dass Annalena Baerbock für ihr Buch bei Ihnen hat abschreiben lassen?“
Die Plagiatsaffäre um Baerbocks Buch wird besprochen, in dem Passagen von Florence Gaub übernommen wurden
Neon-Beitrag über Florence Gaubs UNO-Praktikum
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:42:25 „In Neon zum Beispiel gibt es... Oh Gott, was habe ich in Neon gemacht? Sie haben, wenn das nicht die Millionärin war, die man googeln kann, haben sie mal ein Praktikum bei der UNO gemacht? Und dann haben sie Neon, dieser Jugendzeitschrift, die es nicht mehr gibt, davon erzählt, wie sie am Kopierer stand.“
Jochen Wegner hat im Archiv der ZEIT einen alten Beitrag in der Jugendzeitschrift Neon gefunden, in dem die junge Florence Gaub von ihrem UNO-Praktikum in New York erzählt – insbesondere davon, wie sie am Kopierer stand. Er nutzt den Fund, um zu zeigen, wie Florence Gaub war, bevor sie öffentlich bekannt wurde.
Alles nichts oder?!
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:43:43 „Hat neulich irgendein Jubiläum gehabt? Ja? Alles nichts oder.“
Im Gespräch über Hella von Sinnen erwähnt Christoph Amend die Comedyshow 'Alles nichts oder?!', die in den 1990ern auf RTL lief und mit der Hella von Sinnen bekannt wurde. Der Kontext ist ein Jubiläum von Hella von Sinnen, über das Jochen Wegner kürzlich gelesen hatte.
Porträt über Hella von Sinnen
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:43:55 „Ich hatte nötig ein Interview gesehen im Stern. Oder es gab ein Porträt im Stern. Bin ein Riesenfan. Wahrscheinlich 40 geworden oder 50 oder so.“
Jochen Wegner erinnert sich an ein Interview oder Porträt über Hella von Sinnen im Stern, das anlässlich eines runden Geburtstags erschienen sei. Er beschreibt sich als großen Fan, kann sich aber nicht genau erinnern, ob es ein Interview oder ein Porträt war.
Der Fürst
Niccolò Machiavelli
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:49:18 „als es mir mal richtig schlecht ging, habe ich angefangen, Machiavelli und so zu und Klausewitz zu lesen.“
Jochen Wegner beschreibt, wie er in einer schwierigen Phase strategische Denker gelesen hat
Vom Fürsten (Il Principe)
Niccolò Machiavelli
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:49:52 „Als es mir mal richtig schlecht ging, habe ich angefangen Machiavelli und so und so und Klausewitz zu lesen. In der Zeit dachte ich, jetzt will ich auch, also jetzt reicht es, jetzt muss ich mal hier.“
Jochen Wegner erzählt, dass er in einer persönlichen Konfliktsituation begonnen hat, Machiavelli und Clausewitz zu lesen, um strategisches Denken für zwischenmenschliche Auseinandersetzungen zu lernen. Die Lektüre half ihm zu verstehen, dass nicht alle freundlich sind und man manchmal kämpfen muss.
Vom Kriege
Carl von Clausewitz
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:49:52 „Als es mir mal richtig schlecht ging, habe ich angefangen Machiavelli und so und so und Klausewitz zu lesen. In der Zeit dachte ich, jetzt will ich auch, also jetzt reicht es, jetzt muss ich mal hier.“
Zusammen mit Machiavelli erwähnt Jochen Wegner Clausewitz als Lektüre in einer schwierigen Lebensphase. Die militärstrategische Literatur half ihm, persönliche Konflikte anders einzuordnen und eine kämpferische Haltung zu entwickeln.
Homo Prospectus
Martin Seligman
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:52:51 „Das ist ein Buch, das heißt Homo Prospectus, von Martin Seligmann, dem Psychologen, aber noch zwei anderen.“
Das Buch über die Zukunftsfähigkeit des Menschen wird als Quelle für den Begriff Homo Prospectus genannt
Schlafes Bruder
Robert Schneider
🗣 Florence Gaub zitiert daraus bei ⏱ 04:54:20 „Schlafes Bruder, glaube ich. Der Augenblick ist die höchste Form von Ewigkeit. Das ist ein Zitat aus dem Buch, glaube ich.“
Im Gespräch über Gegenwärtigkeit versus Zukunftsdenken zitiert Florence Gaub den Satz 'Der Augenblick ist die höchste Form von Ewigkeit' und ordnet ihn dem Roman 'Schlafes Bruder' zu. Das Zitat dient als Gegenposition zu ihrer These, dass der Mensch vor allem in die Zukunft denkt.
Gespräch mit Jakob Augstein
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:54:38 „das Gespräch mit Jakob Augstein erwähnt, das ich mir auch nochmal in der Vorbereitung nochmal angehört habe, das Sie letztes Jahr geführt haben. Und da gibt es eine wirklich tolle Stelle.“
Ein öffentliches Gespräch zwischen Florence Gaub und Jakob Augstein im Literaturhaus Berlin wird empfohlen
Gespräch Florence Gaub mit Jakob Augstein im Literaturhaus Berlin
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:54:44 „Mit einem Satz haben Sie das Gespräch mit Jakob Augstein erwähnt, das ich mir auch nochmal in der Vorbereitung nochmal angehört habe. Und da gibt es eine wirklich tolle Stelle, also kann ich nur empfehlen, es ist wirklich ein gutes Gespräch, aufgenommen im Literaturhaus vor Publikum in Berlin zwischen Ihnen beiden.“
Christoph Amend empfiehlt ein öffentliches Gespräch zwischen Florence Gaub und Jakob Augstein, das im Berliner Literaturhaus vor Publikum stattfand. Er hebt eine Stelle hervor, in der Augstein die gängige Achtsamkeits-Philosophie vertritt und Gaub ihr widerspricht – was Amend besonders beeindruckt hat.
The Power of Now
Eckhart Tolle
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 04:55:39 „Sie kennen ja das Buch von Eckhart Tolle, The Power of Too Much Now. Also wenn es zu viel Gegenwart gibt, dann blendet man ja die Zukunft aus.“
Florence Gaub spielt humorvoll auf Eckhart Tolles Bestseller an, indem sie ihn scherzhaft 'The Power of Too Much Now' nennt. Sie argumentiert damit gegen eine einseitige Fixierung auf die Gegenwart und vertritt die Position, dass strukturiertes Zukunftsdenken mindestens ebenso wichtig ist wie Achtsamkeit im Moment.
Wear Sunscreen
Baz Luhrmann
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 04:59:49 „Kennen Sie das Lied Wear Sunscreen? Das ist ein ganz tolles Lied.“
Das Lied wird als Beispiel für die einzige universelle Lebensweisheit angeführt: Sonnenschutz tragen
Wear Sunscreen
Baz Luhrmann
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:01:11 „Kennen Sie das Lied Wear Sunscreen? Naja, es ist so halb gerappt, ich kann das nicht so richtig. Er sagt halt, es gibt diese ganzen Lebensweisheiten und dann sagt er, but at the end of the day, there's only one piece of advice, wear sunscreen.“
Florence Gaub erwähnt den Spoken-Word-Hit 'Wear Sunscreen' im Kontext einer Diskussion über universelle Lebensweisheiten. Sie nutzt das Lied, um zu illustrieren, dass es kaum allgemeingültige Ratschläge gibt – außer vielleicht Sonnenschutz zu tragen. Sie schreibt es fälschlicherweise 'Buzz Lerman' zu, gemeint ist Baz Luhrmanns Version der berühmten Rede.
Migration: 22 populäre Mythen
Hein de Haas
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:17:05 „Also erstens möchte ich an der Stelle zwei Bücher erwähnen. Das eine ist Heide Haas, Migration, 22 populäre Mythen. Das ist ein holländischer Wissenschaftler, der hat ein Buch dazu geschrieben, das ist wirklich super und es räumt auf mit einigem, was sie so in der Presse hören.“
Im Gespräch über Migration und die deutsche Debatte empfiehlt Florence Gaub dieses Buch als Korrektiv gegen verbreitete Mythen. Sie betont mehrfach im weiteren Verlauf, wie gut das Buch sei, weil es mit Fehlannahmen beider Seiten der Migrationsdebatte aufräume.
Zeit der Zäune
Katja Riemann
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:17:23 „Das zweite ist natürlich das Buch von Katja Riemann, Zeit der Zäune. Die ist ja gereist in so Flüchtlingslager und hat darüber berichtet und das fand ich als Buch total interessant, weil es ist wie ein First-Hand-Account.“
Florence Gaub empfiehlt Katja Riemanns Buch als Ergänzung zum Migrations-Thema. Sie schätzt besonders den Erfahrungsbericht aus erster Hand über Flüchtlingslager, betont aber zugleich, dass die dort beschriebene Situation die absolute Ausnahme sei – die meisten Migranten kämen auf ganz anderen Wegen nach Europa.
Der Baader Meinhof Komplex
Stefan Aust · 1985
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:23:09 „Bader-Meinhof-Komplex, einer der bekanntesten deutschen Journalisten. Und das weiß auch bis heute, glaube ich, keiner, dass er diese Frauen da im wertesten Sinne rausgeholt hat.“
Florence Gaub erwähnt Stefan Austs bekanntestes Werk beiläufig, um den Zuhörern zu erklären, wer Stefan Aust ist. Der eigentliche Kontext ist eine bewegende Geschichte darüber, wie Aust seinen journalistischen Einfluss nutzte, um 50 afghanische Frauen nach dem Fall Kabuls 2021 auf eine deutsche Evakuierungsliste zu bringen.
I'll Be There for You
The Rembrandts
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:32:03 „Und mir hat jemand als Tipp gesagt, fang an, die Anfangsmelodie von Friends zu summen. Denn du weißt, es geht so. I'll be there for you. Und in dem Moment, wo man die Hände klatscht, ist man meistens schon wieder oben.“
Florence Gaub erzählt einen Surfer-Trick für den Moment, wenn man von einer Welle unter Wasser gedrückt wird: Man summt im Kopf die Friends-Titelmelodie, und beim Klatschen ist man meist wieder an der Oberfläche. Der Song dient als mentaler Timer und Beruhigungstechnik.
Friends
David Crane, Marta Kauffman
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:32:03 „Und mir hat jemand als Tipp gesagt, fang an, die Anfangsmelodie von Friends zu summen. Denn du weißt, es geht so. I'll be there for you. Und in dem Moment, wo man die Hände klatscht, ist man meistens schon wieder oben.“
Die TV-Serie Friends wird über ihre ikonische Titelmelodie referenziert. Florence Gaub nutzt die allgemeine Bekanntheit der Serie und ihres Intros, um einen Surfer-Trick zu erklären: Das Summen der Melodie dient als Zeitmesser unter Wasser.
The Premonition Bureau
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:42:42 „The Premonition Bureau hieß das. Und da haben sie irgendwie, weiß ich nicht, sollten Leute halt, das war ganz streng geregelt, das galt als Vorahnung, konnten die Leute Sachen einreichen.“
Ein Buch über ein historisches Experiment des Guardian zu Vorahnungen wird als Kuriosität erwähnt
The Premonition Bureau
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:42:46 „Und der Autor des Buches, das heißt eben The Premonition Bureau, sagt halt, vielleicht ist es einfach so, es gibt halt bestimmte Sachen, die wir noch nicht wissen, über die Gleichzeitigkeit von Dingen oder vielleicht sehen einfach manche Leute was, whatever.“
Florence Gaub erzählt von einem Experiment des Guardian, bei dem Vorahnungen gesammelt wurden. Sie referenziert das Buch 'The Premonition Bureau', dessen Autor argumentiert, dass es möglicherweise Phänomene gibt, die wir noch nicht verstehen, auch wenn die große Mehrheit der Vorahnungen nicht eintrifft.
2001: Odyssee im Weltraum
Stanley Kubrick
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 05:43:59 „Space Odyssey 2001, Hau ist eine künstliche Intelligenz.“
Kubricks Film wird als frühes Beispiel für die Darstellung künstlicher Intelligenz in der Science Fiction erwähnt
2001: A Space Odyssey
Stanley Kubrick
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:44:30 „Space Odyssey 2001, Hau ist eine künstliche Intelligenz.“
Im Gespräch über die Überraschung durch ChatGPT und künstliche Intelligenz verweist Florence Gaub auf den Film '2001: A Space Odyssey', in dem mit HAL bereits eine KI dargestellt wurde. Sie argumentiert, dass die Idee einer künstlichen Intelligenz in der Fiktion schon lange existiert.
Drei Robotergesetze
Isaac Asimov
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:45:09 „Aber die Grundsorge, und das ist jetzt Isaac Asimov, also diese drei Grundregeln mit den Robotern, Roboter ist ja auch eine Art von künstlicher Intelligenz, die Grundsache ist halt, kann diese KI uns irgendwann Schaden zufügen?“
Florence Gaub referenziert Asimovs berühmte drei Robotergesetze im Kontext der Diskussion über die Gefahren künstlicher Intelligenz. Sie nutzt Asimovs Grundsorge – ob KI dem Menschen schaden kann – als philosophischen Rahmen für die aktuelle KI-Debatte.
NATO 2099
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:49:49 „Sie haben vorhin gefragt, was ist in dem Comic NATO 2099 drin? Da kommt KI auch vor. Inwiefern kann man KI verwenden, um Konflikte vorherzusehen? Und das ist ein bisschen schwierig.“
Florence Gaub verweist auf einen Comic namens 'NATO 2099', der offenbar eine ihrer Publikationen ist und sich mit der Frage beschäftigt, ob KI zur Konfliktvorhersage eingesetzt werden kann. Der Comic wurde bereits früher im Gespräch thematisiert.
Star Wars
George Lucas
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:50:16 „Und Sie sind jetzt eine Sternkriegerin, würde ich mal annehmen, von Star Wars. Auf diesem Instagram-Foto, was man sich ja googeln kann.“
Jochen Wegner erwähnt, dass Florence Gaub mit der App Reface ihr Gesicht in ein Star-Wars-Szenario eingefügt hat. Die Erwähnung fällt im Kontext der spielerischen Nutzung von KI-Tools.
For All Mankind
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 05:56:09 „gerade wo ich For All Mankind geschaut habe, habe ich gedacht, wenn mich jemand fragt, bin ich auch zum Mond.“
Die Apple-TV-Serie hat Florence Gaubs Interesse an Weltraumreisen geweckt
Gute Zeiten, schlechte Zeiten
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:00:10 „Es gibt doch einen, Johannes, heißt der nicht Johannes Gerner? Jo Gerner, der Böse. Ja, gibt es den immer noch?“
Die Daily Soap wird humorvoll als Beispiel für ewiges Leben in einer TV-Serie erwähnt
Gute Zeiten, schlechte Zeiten
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 06:01:09 „Gute Zeiten, schlechte Zeiten lief, ich weiß es nur deshalb, weil es lief in meiner Schulzeit. Und ich glaube, dass Jo Gerner, wie wir GZSZ-Fans ihn damals kannten, aber ich glaube, dass der immer noch dabei ist.“
Im Kontext des Gesprächs über Endlichkeit und ewiges Leben fällt Christoph Amend die Daily Soap 'Gute Zeiten, schlechte Zeiten' ein. Die Figur Jo Gerner ist offenbar seit Jahrzehnten dabei – Florence Gaub kommentiert humorvoll, er habe das ewige Leben entdeckt.
Foundation
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:01:47 „Gibt es auch als Serie, ist aber nicht so gut die Serie.“
Die Apple-TV-Serienadaption von Asimovs Foundation wird als weniger gelungen als die Bücher bewertet
Foundation
Isaac Asimov
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:02:14 „Isaac Asimov, Foundation, auf jeden Fall.“
Florence Gaub nennt Asimovs 'Foundation' als erste Empfehlung ihrer Top-10-Science-Fiction-Liste. Sie empfiehlt sowohl das Buch als auch die Serie, wobei sie das Buch als Pflichtlektüre für Zukunftsinteressierte einstuft.
The Ministry for the Future
Kim Stanley Robinson
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:03:27 „Also Ministry for the Future von Kim Stanley Robinson. Und der Grund, warum ich es nicht so mochte, ist, es war natürlich sehr klimalastig und es war sehr nah an der Gegenwart dran. Und ich mag das eigentlich, wenn Science Fiction mich weiter in die Zukunft transportiert.“
Florence Gaub empfiehlt das Buch trotz persönlicher Vorbehalte in ihrer Top-10-Liste. Sie fand es zu nah an der Gegenwart und zu klimalastig, erkennt aber an, dass viele in ihrem Umfeld es großartig fanden. Für sie sollte Science Fiction weiter in die Zukunft transportieren.
1984
George Orwell · 1949
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:04:17 „Also die Hauptfigur 1984 heißt ja Winston. Er lebt in einem totalitären System, sehr wahrscheinlich sowjetische Art, in London im Jahr 1984. Das ist geschrieben im Jahr 1948, das Buch. Und die Geschichte ist quasi eine Liebesgeschichte zwischen ihm und Julia.“
Florence Gaub empfiehlt, Orwells '1984' im Tandem mit dem neuen Roman 'Julia' zu lesen. Sie beschreibt die Handlung als Liebesgeschichte in einem totalitären System und sieht das Zusammenspiel beider Bücher als besonders erhellend.
1984
George Orwell · 1949
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:04:38 „George Orwell, also das ist ein Tandem, man muss die im Tandem lesen, George Orwell, 1984“
Orwells Klassiker wird als Teil eines empfohlenen Tandems mit dem neuen Buch Julia genannt
Julia
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:04:38 „jetzt gibt es quasi die gleiche Geschichte, oder nicht die gleiche Geschichte, aber die Geschichte erzählt aus der Perspektive der Geliebten. Julia.“
Das Buch erzählt die Geschichte von 1984 aus Julias Perspektive und wird als Meisterwerk bezeichnet
Julia
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:04:58 „Und die Autorin, also wirklich eine Meisterleistung, schafft es, die Sprache von Orwell total zu replizieren. Also es klingt genauso wie Orwell, aber aus der Perspektive der Frau. Und plötzlich enthüllen sich manche Geschichten, manche Details, die in der ersten, in der 1984 so ein bisschen offen bleiben oder man versteht es nicht so ganz, die machen dann plötzlich Sinn.“
Florence Gaub ist begeistert von diesem Roman, der die Geschichte aus '1984' aus der Perspektive von Julias Geliebter erzählt. Sie lobt es als Meisterwerk, weil die Autorin Orwells Sprache perfekt repliziert und offene Details aus dem Original auflöst. Man solle beide Bücher hintereinander lesen.
Brave New World
Aldous Huxley
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:06:31 „Natürlich Aldous Huxley, muss man sagen. Brave New World, Schöne neue Welt. Ist ja so der Gegenentwurf. Also 1984 und Schöne neue Welt werden gerne im Tandem erwähnt. Aber ich finde fast, dass wir eigentlich eher in Schöne neue Welt leben.“
Florence Gaub empfiehlt Huxleys 'Schöne neue Welt' als Gegenentwurf zu Orwells '1984' und argumentiert, dass unsere Gesellschaft vor dem Ukraine-Krieg eher der Huxley-Dystopie ähnelte – eine sedierte Gesellschaft, deren größte Sorge die Maximierung von Genuss war.
The Hero's Journey
Joseph Campbell
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:06:42 „Sie kennen wahrscheinlich die The Hero's Journey von Campbell. Es gab einen Wissenschaftler, der hat die Heldenreise analysiert“
Campbell's Konzept der Heldenreise wird herangezogen, um die Erzählstruktur von Matrix zu erklären
Nos derniers festins
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:07:12 „Nos derniers festins. Unser letztes, das ist ein französisches Buch. Unser letztes Mal heißt es. Das ist ein Science-Fiction Roman, der ist sieben oder acht Jahre alt. Und es beschreibt ein Frankreich, in dem jeder kriegt so eine Art Karte, also einen Ausweis, wo drauf festgelegt ist, was man essen darf.“
Florence Gaub beschreibt einen französischen Science-Fiction-Roman über eine totalitäre Gesellschaft, die entlang des Essensverhaltens segregiert ist – Fleisch ist verboten, nur Sterbende dürfen noch tierische Produkte konsumieren. Sie findet die Idee besonders passend als französische Dystopie.
Back to the Future
Robert Zemeckis
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:07:50 „deswegen schaue ich auch Back to the Future gern, weil manches von dem, was Marty im Jahr 2015 erlebt gab, ist dann 2015 auch, ja.“
Der Film wird als Beispiel für Zukunftsvisionen genannt, die teilweise eingetreten sind
La città del Sole / Die Sonnenstadt
Tommaso Campanella
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:08:02 „Dann lustigerweise gibt es ein italienisches Buch, was ich halt amüsant finde und das ist aus dem 16. Jahrhundert oder 17. Das heißt La Meraviglie del Soleil, die Wunder der Sonne. Gibt es auch leider nur auf Italienisch, aber es beschreibt halt zu dieser Zeit, was die sich vorstellen, was die Zukunft so bringen kann.“
Florence Gaub empfiehlt ein italienisches Buch aus dem 16. oder 17. Jahrhundert über Zukunftsvorstellungen jener Zeit. Sie liest gerne alte Zukunftsvisionen und findet sie unglaublich witzig. Sie kann es im Original lesen, da sie in Rom lebt und als Französin leicht Italienisch gelernt hat.
The War of the Worlds
H.G. Wells
🗣 Florence Gaub empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:09:07 „Ich fand am interessantesten War of the Worlds. Krieg der Welten, wo ja die Leute damals, als es im Radio ausgestrahlt wurde, Angst gekriegt haben, weil sie gedacht haben, ist das echt? Das beschreibt die Invasion der Welt von Aliens.“
Florence Gaub wählt H.G. Wells' Krieg der Welten als ihren interessantesten Science-Fiction-Klassiker. Sie hebt besonders die berühmte Radio-Adaption von Orson Welles hervor, bei der Zuhörer die fiktive Alien-Invasion für real hielten — ein frühes Beispiel für die Macht medialer Zukunftserzählungen.
War of the Worlds / Krieg der Welten
Steven Spielberg
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 06:09:25 „Ist das nicht mit Tom Cruise? Gibt es eine Version, die ich so alle zwei, drei Jahre mal gucke“
Die Spielberg-Verfilmung mit Tom Cruise wird als sehenswert erwähnt
The Last Man
Mary Shelley
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:09:27 „Das heißt The Last Man und das geht um Paris im Jahr 1915 und das ist eine dystopische Zukunft und das wollte sein Verleger nicht veröffentlichen“
Jules Vernes unveröffentlichtes dystopisches Werk wird als Kuriosität auf die Top-10-Liste gesetzt
Mission: Impossible
David Koepp (Drehbuch)
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:09:40 „Großer Mission Impossible Fan. Ich liebe Tom Cruise. Ich denke immer so, ich warte auf den Tag, wo alle ihn richtig beknackt finden, damit ich die letzte Idee gut finde.“
Im Gespräch über Tom Cruise outet sich Florence Gaub als großer Mission-Impossible-Fan und bekennende Tom-Cruise-Verehrerin, was sie humorvoll als Minderheitenposition darstellt.
Frankenstein
Mary Shelley
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:10:00 „Und das bringt mich dann zu Mary Shelleys Frankenstein.“
Frankenstein wird als frühes Science-Fiction-Werk genannt, das die Moralfrage biologischer Experimente und KI vorwegnimmt
Paris au XXe siècle
Jules Verne
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:10:15 „Und von Jules Verne. Jules Verne hat ja lauter positive Zukunftsgeschichte geschrieben, aber eins... Das geht um Paris im Jahr 1915. Und das ist eine dystopische Zukunft. Und das wollte sein Verleger nicht veröffentlichen, weil Jules Verne dafür bekannt war, dass er nur Positives macht.“
Florence Gaub beschreibt ein dystopisches Jules-Verne-Buch über ein zukünftiges Paris, das sein Verleger Hetzel nicht publizieren wollte, weil es nicht zum optimistischen Verne-Image passte. Vermutlich meint sie 'Paris au XXe siècle' (Paris im 20. Jahrhundert), das erst 1994 posthum erschien. Sie nennt den Titel fälschlich als 'The Last Man'.
The Last Man
Mary Shelley
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:10:41 „Der Last Man. Jetzt hat sich zum dritten Mal schon was gesagt. Maria hat bestätigt, es heißt The Last Man.“
Florence Gaub erwähnt zunächst ein dystopisches Buch, das sie Jules Verne zuschreibt — über Paris im Jahr 1915, das dessen Verleger nicht veröffentlichen wollte. Im Gespräch wird aber klar, dass 'The Last Man' tatsächlich von Mary Shelley stammt. Das Verne-Buch, das sie eigentlich meinte, ist vermutlich 'Paris au XXe siècle'. Die Zuordnung im Transkript ist verworren.
Frankenstein
Mary Shelley
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:10:53 „Aber es gibt natürlich ein anderes und daran haben wir uns gerade gedacht und ich auch. Gehört auch drauf. Viele würden gar nicht denken, es ist Science Fiction, aber ich glaube, es gilt als Science Fiction. Mary Shelley ist Frankenstein.“
Florence Gaub nimmt Frankenstein in ihre Top-10-Liste der Science-Fiction-Werke auf und zieht eine direkte Parallele zur heutigen KI-Debatte: Wie weit darf man mit biologischen Experimenten — oder eben mit Künstlicher Intelligenz — gehen? Sollte man alles tun, was man kann, oder gibt es einen moralischen Endpunkt?
Annihilation
Jeff VanderMeer
🗣 Florence Gaub referenziert bei ⏱ 06:12:01 „Gut, dann mache ich als letztes auf die Liste, aber ich habe es noch nicht fertig gelesen, weil ich es gerade in der Hand habe, einfach Annihilation. Ist geschrieben aus Ich-Perspektive, geht um eine Expedition in ein Gebiet, das heißt Terra X oder Area X.“
Florence Gaub wählt Annihilation als letztes Werk ihrer Science-Fiction-Top-10. Sie liest es gerade und beschreibt die mysteriöse Handlung: Vier Frauen gehen auf eine Expedition in die geheimnisvolle Area X, verschwinden nach und nach, und nur die Erzählerin bleibt übrig. Da sie es noch nicht fertig gelesen hat, kann sie nicht spoilern.
Harry Potter
J.K. Rowling
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:16:01 „In der Podcast-Legue steht ein Lego-Schloss. Hogwarts. Und ich dachte, es wäre aus dem Loire-Tal, aber es ist Harry Potters Schloss.“
Florence Gaub verwechselt ein Lego-Schloss im Studio mit einem Loire-Schloss, woraufhin Jochen Wegner aufklärt, dass es Hogwarts aus Harry Potter ist. Eine beiläufige, humorvolle Erwähnung ohne inhaltliche Empfehlung.
Catch Me If You Can
Steven Spielberg
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:17:01 „Haben Sie mal den Film Catch Me If You Can gesehen? Da gibt es eine Szene, die mich immer zu Tränen rührt. Das ist, wenn der Protagonist sein ungelebtes Leben sieht, indem er nach einer irren Reise als Trickbetrüger kommt er an Weihnachten an ein Fenster und sieht seine Mutter mit den neuen Kindern, mit dem neuen Mann um den Weihnachtsbaum sitzen.“
Jochen Wegner bringt den Film ins Gespräch, weil er perfekt zum Thema Parallelleben passt. Die Szene, in der der junge Trickbetrüger Frank Abagnale an Weihnachten durchs Fenster das neue Leben seiner Mutter beobachtet, rührt Wegner jedes Mal zu Tränen — sie zeigt das ungelebte, normale Leben neben dem wilden Betrügerleben.
The Man in the High Castle
Philip K. Dick
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:20:13 „Wie hieß denn diese Serie? Es gibt doch auch eine amerikanische Serie. Ach so, The Man in the High Castle? Die gibt es auch. Das ist ja die Hitler-Geschichte quasi. Also Hitler gewinnt.“
Im Gespräch über alternative Historien von Ländern fällt Christoph Amend die Amazon-Serie 'The Man in the High Castle' ein, in der die Achsenmächte den Zweiten Weltkrieg gewonnen haben. Er nutzt sie als Beispiel für fiktionale Gegengeschichten ganzer Nationen.
Timeless
🗣 Florence Gaub erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:20:52 „Aber es gibt auch eine, wo eine Frau und zwei Männer in der Zeit reisen und sie müssen dann quasi wie Denkmalschützer entscheidende Momente der Geschichte schützen vor Veränderungen. Heißt die Timeless?“
Florence Gaub und Christoph Amend versuchen gemeinsam, sich an eine Zeitreise-Serie zu erinnern, in der ein Dreierteam historische Schlüsselmomente vor Veränderungen schützen muss. Florence Gaub vermutet den Titel 'Timeless', ist sich aber nicht sicher, und Christoph Amend meint möglicherweise eine andere Serie.