Alles gesagt? – Hadija Haruna-Oelker, wie schön ist die Differenz
#061

Hadija Haruna-Oelker, wie schön ist die Differenz

Alles gesagt? / 26. Januar 2023 / 88 Medien

Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste

Hadija Haruna-Oelker, Journalistin und Autorin, spricht über Privilegien, Rassismus und die Frage, was Deutschsein eigentlich bedeutet. Sie beschreibt sich selbst als „mutigen Feigling

„Jetzt müssen wir die Emotionalität dazu holen. Und wir müssen die Geschichten erzählen, die nicht erzählt wurden.“
🗣 Hadija Haruna-Oelker

Erwähnte Medien (88)

Kolumne in der Frankfurter Rundschau
Artikel

Kolumne in der Frankfurter Rundschau

Hadija Haruna-Oelker

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:07:23 „Kolumnistin für die Frankfurter Rundschau, sehr empfehlenswerte Kolumne“

Christoph erwähnt Hadijas regelmäßige Kolumne bei der Vorstellung der Gästin

Zum Artikel bei Frankfurter Rundschau
📰
Artikel

Artikel in der Welt über Hadija Haruna-Oelker

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:07:44 „in einem Artikel, der dich so ein bisschen beschimpft hat in der Welt“

Ein kritischer Artikel über Hadija wird erwähnt, der sie als 'aufstrebende Stimme im identitätspolitischen Diskurs' bezeichnete

Zum Artikel bei Wissen57.de
The Hill We Climb
Buch

The Hill We Climb

Amanda Gorman

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:08:17 „Und sie hat, darüber sprechen wir später sicher auch noch, mit einem kleinen Team eines meiner Lieblingsbücher aus den letzten Jahren übersetzt. The Hill We Climb der Dichterin Amanda Gorman. Das ist diese junge Schriftstellerin, die von einer Sekunde auf die andere weltberühmt geworden ist, weil sie bei der Amtseinführung von Joe Biden plötzlich in diesem gelben Mantel aufgestanden ist und einen Auftritt hingelegt hat, den die Welt seitdem nicht mehr vergessen hat.“

Christoph Amend stellt Hadija Haruna-Oelker vor und erwähnt, dass sie Amanda Gormans berühmtes Inaugurationsgedicht ins Deutsche übersetzt hat. Er zählt das Buch zu seinen Lieblingsbüchern der letzten Jahre und verbindet es mit Gormans ikonischem Auftritt bei Bidens Amtseinführung.

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Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken
Buch

Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken

Hadija Haruna-Oelker

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:09:13 „Die Schönheit der Differenz, miteinander anders denken, heißt das Buch. Und seitdem gilt unsere Gästin als eine der Einflussreichsten öffentlichen Denkerin in Deutschland. In diesem Buch skizziert sie ihre eigene Familiengeschichte so gut mit ein paar Sätzen, finde ich.“

Christoph Amend stellt das Hauptwerk der Gästin ausführlich vor und liest eine längere Passage von Seite 339 vor, in der Haruna-Oelker ihre Familiengeschichte und Klassenherkunft beschreibt. Er beschreibt es als eines der meistbesprochenen und meistdiskutierten Bücher der vergangenen Monate und lobt, dass man der Autorin beim Denken zuhören könne.

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Studio Komplex
Podcast

Studio Komplex

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 00:15:34 „Und ich habe auch eine Sendung, ich bin ja auch in einem Podcast, der nennt sich Studio Komplex. Wir haben versucht, tatsächlich diesen Hype zu hinterfragen und es war für mich eher spannend zu sagen, wo sind denn eigentlich die Diasporakinder, die wirklich in so einer Mischung aus britischer Herkunft und gleichzeitig kolonialer Geschichte diese Ambivalenz spürt.“

Im Gespräch über die Berichterstattung zum Tod der Queen und die fehlende koloniale Perspektive erwähnt Haruna-Oelker ihren eigenen Podcast Studio Komplex, in dem sie versucht hat, den medialen Trauer-Hype kritisch zu hinterfragen und Diaspora-Stimmen einzubeziehen.

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Harry & Meghan
Doku

Harry & Meghan

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:17:06 „Insofern interessant, weil wir nehmen diese Folge ja auf unmittelbar nachdem auf Netflix die Dokumentation Harry und Meghan, die ich noch nicht geschaut habe, die ich auch noch nicht geschaut habe, aber Christoph kann sie auswählen, veröffentlicht wurde.“

Im Gespräch über die Rolle des britischen Königshauses und Kolonialismus nach dem Tod der Queen kommt Christoph Amend auf die kurz zuvor auf Netflix erschienene Dokumentation über Harry und Meghan zu sprechen. Er findet sie im Kontext der Diskussion spannend, weil Meghan Markle qua ihrer Biografie einen anderen kulturellen Zugang zum Königshaus hätte haben können.

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Farbe bekennen
Buch

Farbe bekennen

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 00:23:41 „Und die hat mir das Buch Farbe bekennen in die Hand gedrückt, so das Standardwerk der schwarzen Bewegung in Deutschland. Und da habe ich zum ersten Mal diskriminierungsfreie Begriffe quasi für mich entdeckt und konnte mich sozusagen zum ersten Mal so benennen in diesen ganzen Ambivalenzen von Außenzuschreibung.“

Haruna-Oelker erzählt von ihrem persönlichen Erweckungsmoment mit 26 Jahren, als ihr jemand dieses Buch gab. Sie beschreibt es als Standardwerk der schwarzen Bewegung in Deutschland, das ihr erstmals ermöglichte, diskriminierungsfreie Begriffe für ihre eigene Identität zu finden.

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Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken
Buch

Die Schönheit der Differenz – Miteinander anders denken

Hadija Haruna-Oelker

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:53:26 „Du schreibst in deinem Buch ja, was man auch deshalb empfehlen kann übrigens, weil es eine Mischung ist aus deiner sehr persönlichen Biografie und dann eben aber auch deiner Lektüreerfahrung und deiner eigenen Bildungsgeschichte im Grunde genommen über deine Eltern und deine Familie.“

Hadija Haruna-Oelkers Buch wird im gesamten Gesprächsverlauf immer wieder referenziert. Sie beschreibt darin ihre Aufwachserfahrung als Schwarze Frau in Frankfurt, Colorism, Ableismus und sogenannte Initialmomente. Christoph Amend empfiehlt es explizit als Mischung aus persönlicher Biografie und Bildungsgeschichte.

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Weltspiegel
Serie

Weltspiegel

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:57:56 „BBC, hat dein Vater, Weltspiegel wurde geschaut.“

Im Gespräch über Hadijas Elternhaus und deren politisches Interesse zählt Christoph Amend die Nachrichtensendungen auf, die Hadijas Vater regelmäßig schaute. Der Weltspiegel steht hier als Symbol für das politische Bewusstsein der Familie trotz fehlender Zeitungsabonnements.

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Aktenzeichen XY … ungelöst
Serie

Aktenzeichen XY … ungelöst

Eduard Zimmermann

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 00:57:58 „Genau, mein Vater, Weltspiegel, immer, genau, und Aktenzeichen, als ich ihm die Stelle vorgelesen habe, hat er gesagt, du musst Aktenzeichen XY dazu schreiben.“

Hadija erzählt, dass ihr Vater beim Vorlesen der entsprechenden Buchstelle darauf bestand, dass Aktenzeichen XY namentlich erwähnt wird. Die Sendung wird als Teil des familiären TV-Konsums beschrieben und von Jochen Wegner als 'Erfindung von Real Crime' eingeordnet. Christoph Amend merkt an, dass es eine der erfolgreichsten ZDF-Sendungen ist.

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Weltspiegel
Serie

Weltspiegel

🗣 Hadija Haruna-Oelker erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:58:15 „Weltspiegel wurde geschaut. Genau, mein Vater, Weltspiegel, immer“

Die ARD-Sendung wird als Beispiel für das politische Interesse von Hadijas Vater erwähnt

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📖
Buch

Handbuch für diversitätsbewusste Redaktionsarbeit

Neue Deutsche Medienmacher*innen

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:09:33 „Wir haben ein großes Handbuch, ist herausgegeben worden und das beschäftigt sich zum Beispiel ein Guide, wie können Redaktionen diversitätsbewusst arbeiten.“

Hadija Haruna-Oelker erwähnt im Kontext der Neuen Deutschen Medienmacher*innen ein Handbuch, das Redaktionen Orientierung für diversitätsbewusstes Arbeiten geben soll. Den genauen Titel hat sie im Gespräch vergessen. Es wird als eines der konkreten Ergebnisse der jahrelangen Arbeit des Vereins beschrieben.

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Dekolonisiert euch
Doku

Dekolonisiert euch

Hadija Haruna-Oelker / Lorenz Rollhäuser

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:10:58 „Und es gibt einen Beitrag von dir, der heißt Dekolonisiert euch. Leute, googelt es, man kann es immer noch hören. Ihr macht sozusagen eine Reise durch das öffentlich-rechtliche System, was eigentlich seltsam ist, würde ich jetzt normalerweise nicht hören. Interessiert mich jetzt nicht brennend am Abend nochmal, aber habe ich gestern gehört. Und es war wirklich faszinierend.“

Jochen Wegner empfiehlt das Deutschlandfunk-Feature von 2020, in dem Hadija Haruna-Oelker und Lorenz Rollhäuser eine Reise durch die ARD unternehmen und fragen, wie divers die öffentlich-rechtlichen Sender selbst aufgestellt sind. Er hebt eine Szene hervor, in der ein Verantwortlicher des Bayerischen Rundfunks ins Schwimmen gerät. Das Feature entstand im Rahmen des Deutschlandfunk-Jahresthemas Dekolonisierung, das von 17.000 Hörer*innen gewählt wurde.

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Buch von Anna Meier über Armut
Buch

Buch von Anna Meier über Armut

Anna Meier

🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:22:39 „Unsere Kollegin Anna Meier, auch erwähnt in deinem Buch, hat ein fantastisches Buch darüber geschrieben.“

Im Kontext einer Diskussion darüber, wie schwer es ist, Armutserfahrungen in Redaktionen einzubringen, empfiehlt Christoph Amend ein Buch seiner Zeit-Kollegin Anna Meier, das sich offenbar mit dem Thema Armut befasst. Jochen Wegner bestätigt die Empfehlung.

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Artikel Anna Mayr über Armut
Buch

Artikel Anna Mayr über Armut

Anna Mayr

🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:23:39 „Unsere Kollegin Anna Meier, auch erwähnt in deinem Buch, hat ein fantastisches Buch darüber geschrieben“

Anna Mayrs Buch über Armut wird als Beispiel dafür erwähnt, wie wichtig es ist, dass Menschen mit entsprechender Erfahrung über solche Themen schreiben

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Essay über Ijoma Mangold
Essay

Essay über Ijoma Mangold

Ijoma Mangold

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:26:46 „Unser Kollege Ijoma Mangold hat vor kurzem in der Zeit ein Essay geschrieben darüber, da kommt auch die Frage auf, darf man... Darf eine weiße Autorin überhaupt über einen schwarzen Bürgerrechtler noch ein Buch schreiben?“

Der Essay wird im Kontext der Debatte erwähnt, wer über wen schreiben darf

Zum Artikel bei Philomag.de
Essay von Ijoma Mangold über Übersetzungsdebatte
Essay

Essay von Ijoma Mangold über Übersetzungsdebatte

Ijoma Mangold

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:26:46 „Unser Kollege Ijoma Mangold hat vor kurzem in der Zeit ein Essay geschrieben darüber, da kommt auch die Frage auf, darf eine weiße Autorin überhaupt über einen schwarzen Bürgerrechtler noch ein Buch schreiben?“

Christoph Amend verweist auf einen Essay seines Zeit-Kollegen Ijoma Mangold, der die Frage aufwirft, ob weiße Autorinnen noch über schwarze Bürgerrechtler schreiben dürfen. Der Essay wird als Beleg dafür angeführt, dass ein problematisches Klima der Einschränkung entstehen könnte.

Zum Artikel bei Amazon.de
Porträt von Marieke Lucas Rijneveld im Zeitmagazin
Artikel

Porträt von Marieke Lucas Rijneveld im Zeitmagazin

Ilka Piepgras

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:34:53 „Porträtiert worden von meiner Kollegin Ilka Piepgras im Zeitmagazin.“

Christoph Amend erwähnt beiläufig, dass seine Kollegin Ilka Piepgras die niederländische Autorin Marieke Lucas Rijneveld für das Zeitmagazin porträtiert hat.

Zum Artikel bei ZEIT Online
Artikel von Janice Goyle im Volkskrant
Artikel

Artikel von Janice Goyle im Volkskrant

Janice Goyle

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:35:47 „Johnny Stoll hat im Volkskracht eine Zeitung in Holland einen Artikel geschrieben, in dem sie nicht die Person an sich kritisiert hat.“

Hadija Haruna-Oelker schildert, wie die schwarze Journalistin Janice Goyle in der niederländischen Zeitung Volkskrant einen Artikel veröffentlichte, der die strukturelle Kritik an der Übersetzerauswahl für Gormans Werk formulierte — nicht die Person selbst, sondern die verpasste Chance des Literaturbetriebs.

Zum Artikel bei Volkskrant.nl
🎙
Podcast

Deutschlandfunk-Interview mit Janice Goyle

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:36:08 „Beziehungsweise stimmt nicht, der Deutschlandfunk hat mit Janice Doyle ein Interview gemacht, später auch noch. Da erzählt sie es auch nochmal selbst.“

Haruna-Oelker korrigiert sich und verweist zusätzlich auf ein Deutschlandfunk-Interview, in dem Janice Goyle ihre Kritik an der Übersetzerauswahl für Gormans Gedicht selbst darlegt.

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Spiegel-Interview mit dem spanischen Gorman-Übersetzer
Artikel

Spiegel-Interview mit dem spanischen Gorman-Übersetzer

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:39:23 „Habt ihr das Interview im Spiegel gelesen mit ihm? Ich empfehle es sehr, kann man nachgoogeln. Da hat er dann seine Expertise über schwarzes Leben dargelegt, wo sehr deutlich wurde, dass man sich wirklich fragen kann, sollte diese Person mit diesem Wissen über schwarzes Leben übersetzen?“

Haruna-Oelker empfiehlt ein Spiegel-Interview mit dem spanischen Übersetzer, der für die Gorman-Übersetzung vorgesehen war. Sie findet das Interview aufschlussreich, weil darin dessen mangelndes Verständnis für schwarze Perspektiven deutlich werde.

Zum Artikel bei Spiegel
🎨
Kunst

Gedicht von Marieke Lucas Rijneveld als Reaktion auf die Gorman-Debatte

Marieke Lucas Rijneveld

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:39:46 „Marieke Luise Reinefeld zum Beispiel hat ja selbst aufgegeben, hat ein Gedicht daraus gemacht, ein feministisches, wurde sogar übersetzt, ist auch bei vielen untergegangen und hat darin den Konflikt des Feministischen sogar beschrieben.“

Haruna-Oelker erwähnt, dass die niederländische Autorin Marieke Lucas Rijneveld nach ihrem Rücktritt als Gorman-Übersetzerin ein feministisches Gedicht verfasste, in dem sie ihr eigenes Privileg reflektierte. Das Gedicht sei leider bei vielen untergegangen.

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Christoph Amends Interview mit Amanda Gorman
Artikel

Christoph Amends Interview mit Amanda Gorman

Christoph Amend

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:40:34 „Nein, ich habe nicht gegoogelt, ich habe einen eigenen Artikel von mir nur aus meinem Archiv hier geholt. Ich hatte das Vergnügen, mit Amanda Gorman mit ein bisschen Abstand zu dieser Debatte mal zu telefonieren.“

Christoph Amend zitiert aus seinem eigenen Artikel bzw. Interview mit Amanda Gorman, in dem sie sich differenziert zur Übersetzungsdebatte äußerte und den Dialog begrüßte.

Zum Artikel bei ZEIT Online
🎤
Rede

Rede von Ayad Akhtar bei PEN Berlin

Ayad Akhtar

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:44:02 „Und die Rede des Penn-Präsidenten der USA, die dort gehalten wurde, Ayad Akhtar, fand ich interessant, weil sie einen Punkt berührt. Er sagt, er macht sich wirklich Sorgen um eine gewisse Form von Freiheit.“

Jochen Wegner referiert ausführlich die Rede des US-PEN-Präsidenten Ayad Akhtar bei einer PEN-Berlin-Konferenz, in der dieser seine Sorge um die Freiheit von Autorinnen und Autoren formulierte und das Medgar-Evers-Biografie-Beispiel anführte.

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Wissenschaftliche Biografie über Medgar Evers
Buch

Wissenschaftliche Biografie über Medgar Evers

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:45:15 „Es gibt nämlich ein Buch, eine wissenschaftliche Biografie von Matt Gar-Evers, einer der wichtigsten Protagonisten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung. Und es gibt den führenden Evers-Fachmann, der versucht, eine wissenschaftliche Biografie über diesen Menschen zu schreiben und kein Verlag will diese Biografie veröffentlichen.“

Jochen Wegner zitiert aus der Rede des PEN-Präsidenten Ayad Akhtar das Beispiel einer wissenschaftlichen Biografie über den Bürgerrechtler Medgar Evers, die kein US-Verlag veröffentlichen will, weil der Autor weiß ist. Das Beispiel dient als Beleg für eine problematische Einschränkung der Publikationsfreiheit.

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📰
Artikel

Text von Ijoma Mangold über Ayad Akhtars Rede

Ijoma Mangold

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:46:09 „Nee, die FAZ hat sie veröffentlicht und Ijo Mamangold, Grüße gehen raus, hat einen Text darüber geschrieben, in dem er das auch referiert und auch noch andere Beispiele.“

Jochen Wegner korrigiert Haruna-Oelkers Annahme: Nicht die Zeit, sondern die FAZ hat Akhtars Rede veröffentlicht, und Ijoma Mangold hat einen begleitenden Text dazu verfasst, der weitere Beispiele für die Dürfen-Debatte anführt.

Zum Artikel bei Lesering.de
Ayad Akhtars Rede (Abdruck in der FAZ)
Artikel

Ayad Akhtars Rede (Abdruck in der FAZ)

Ayad Akhtar

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:46:09 „Nee, die FAZ hat sie veröffentlicht und Ijo Mamangold, Grüße gehen raus, hat einen Text darüber geschrieben.“

Jochen Wegner stellt klar, dass Ayad Akhtars PEN-Rede in der FAZ im Wortlaut veröffentlicht wurde — nicht in der Zeit, wie Haruna-Oelker vermutete.

Zum Artikel bei FAZ
Feuilleton-Text über die PEN-Rede
Artikel

Feuilleton-Text über die PEN-Rede

Ijoma Mangold

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:46:09 „Die FAZ hat sie veröffentlicht und Ijoma Mangold, Grüße gehen raus, hat einen Text darüber geschrieben, in dem er das auch referiert und auch noch andere Beispiele.“

Jochen Wegner verweist auf einen Feuilleton-Text von Ijoma Mangold in der FAZ, der eine PEN-Rede über Meinungsfreiheit und Übersetzungsdebatten aufgreift und mit weiteren Beispielen ergänzt. Christoph Amend bestätigt später, er habe den 'Feuilleton-Text von Ijeoma Mangold' als Referenzpunkt für die Diskussion verstanden.

Zum Artikel bei FAZ
The Hill We Climb / Call Us What We Carry
Buch

The Hill We Climb / Call Us What We Carry

Amanda Gorman

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:50:26 „Also, jetzt zum Beispiel Amanda Gorman, der große Band, den haben wir nicht übersetzt, weil er viel zu spät kam und das war am Ende meiner Abgabe, hat Marion Kraft zum Beispiel mit übersetzt, in einem Zweierteam.“

Hadija Haruna-Oelker nennt die deutsche Übersetzung von Amanda Gormans großem Gedichtband als konkretes Beispiel dafür, wie eine diverse Übersetzungspraxis funktionieren kann. Marion Kraft, eine schwarze Literaturwissenschaftlerin, hat den Band im Zweierteam mitübersetzt – ein Modell, das Haruna-Oelker als positives Gegenbeispiel zur Klage über eingeschränkte Freiheit anführt.

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Werke von Audre Lorde (deutsche Übersetzungen)
Buch

Werke von Audre Lorde (deutsche Übersetzungen)

Audre Lorde

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:50:45 „Wer hat die Audre Lorde Bücher? Sie hat Audre Lorde auch übersetzt. Und das sind so die Fragen, ich möchte gerne nicht darüber sprechen, ob die Zeit der Veränderung für Leute einfach auch bedeuten kann, inne zu halten.“

Hadija Haruna-Oelker verweist auf die deutschen Übersetzungen von Audre Lordes Büchern durch Marion Kraft als Beleg dafür, dass schwarze Übersetzerinnen seit langem herausragende Arbeit leisten, aber im Mainstream-Literaturbetrieb kaum sichtbar waren. Kraft wird als Beispiel für strukturelle Unsichtbarkeit trotz enormer Kompetenz angeführt.

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Winnetou-Kinderbücher
Buch

Winnetou-Kinderbücher

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 01:58:23 „Wenn du es nur als einen ökonomischen Nutzen siehst, dann überlegst du solche Sachen wie, ich kriege einen Shitstorm, dann kauft keiner meine Bücher. Deswegen nimmt der Ravensburger Verlag die Kinderbücher von Winnetou auf den Markt.“

Hadija Haruna-Oelker erwähnt die Winnetou-Kinderbücher des Ravensburger Verlags als Beispiel für rein ökonomisch motivierte Entscheidungen im Umgang mit Rassismus-Debatten. Der Verlag hatte die Bücher nach einem Shitstorm vom Markt genommen – für Haruna-Oelker ein Zeichen dafür, dass Verlage auf Protest nur mit Marktkalkül statt mit echter Haltung reagieren.

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Die kleine Hexe
Buch

Die kleine Hexe

Otfried Preußler

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:23:25 „Oder es gibt Die kleine Hexe. Ich glaube, das war damals ein großes Thema. Ich kenne das Buch gar nicht, aber es ist in 48 Sprachen erschienen und so weiter. Und wo damals die Familie, also sozusagen die Familie, die das, die Rechte an dem Buch hat, gesagt hat, okay, wir hören euch, wir nehmen dieses N-Wort da raus.“

Jochen Wegner beschreibt die Kinderbuchdebatte von 2013, in der es darum ging, ob rassistische Begriffe aus historischen Kinderbüchern entfernt werden sollten. Die kleine Hexe war eines der prominentesten Beispiele, bei dem die Rechteinhaberfamilie sich entschied, das N-Wort zu streichen.

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Artikel über Kolumne 'Das sind auch meine Kinderbücher'
Artikel

Artikel über Kolumne 'Das sind auch meine Kinderbücher'

Hadija Haruna-Oelker

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:25:57 „dann hatte ich ein Interview, das hat Daniel Wachs damals geführt... dann war der Titel, den er mir dann da gegeben hat... das sind auch meine Kinderbücher“

Hadija beschreibt, wie sie sich 2013 erstmals als schwarze Journalistin öffentlich zur Kinderbuchdebatte positionierte

Zum Artikel bei taz
Der weiße Neger Wumbaba
Buch

Der weiße Neger Wumbaba

Axel Hacke

🗣 Hadija Haruna-Oelker erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:27:22 „Ach, da gab es gerade zu dieser Zeit noch so ein Erwachsenen-Kinderbuch, so eine Mischung erschienen, der Weiße N.“

Haruna-Oelker erwähnt im Kontext der Kinderbuchdebatte 2013 ein Buch, das sie als 'Erwachsenen-Kinderbuch-Mischung' beschreibt. Die Erwähnung ist beiläufig und wird nicht weiter ausgeführt.

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Pippi in Taka-Tuka-Land
Buch

Pippi in Taka-Tuka-Land

Astrid Lindgren

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:29:34 „Zum Beispiel Pippi in Takatuka-Land. Natürlich ist dann richtig, in der Debatte zu sagen, es nutzt nichts, ein Wort zu schreiben, weil der ganze Kontext ist durchsetzt von rassifizierenden Bildern, denen die nette Dame in ihrer Zeit, der so halt normal war, so wie in der Zeit, wo Rassismus eben normal war.“

Haruna-Oelker nutzt Pippi Langstrumpf als Beispiel dafür, dass es nicht reicht, einzelne Wörter auszutauschen, wenn der gesamte Kontext von rassifizierenden Bildern durchsetzt ist. Sie erklärt, warum sie solche Bücher ihrem Kind nicht vorlesen möchte.

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Deutschlandreise 1936
Buch

Deutschlandreise 1936

W.E.B. Du Bois

🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:30:53 „Ich habe jetzt vor kurzem dieses fantastische Buch gelesen von W.E.B. Du Bois. Es ist bei Beck erschienen, kann ich nur empfehlen, über seine Deutschlandreise 1936. Also ein schwarzer, intellektueller Amerikaner reist durch, der alle Sprachen spricht, die man sprechen kann, reist monatelang Nazi-Deutschland, 1936, vor den Olympischen Spielen.“

Christoph Amend empfiehlt begeistert das Buch über W.E.B. Du Bois' Reise durch Nazi-Deutschland 1936. Er hebt es als Positivbeispiel hervor, wie man historische Texte mit problematischer Sprache kontextualisieren und einordnen kann – im Gegensatz zur Kinderbuchdebatte, wo Einordnung für Kinder nicht in gleicher Weise möglich sei.

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Winnetou (Film)
Film

Winnetou (Film)

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:34:38 „Ich hatte eine Kolumne mal über sie geschrieben, weil ich den Trailer geschrieben habe. Deswegen bin ich jetzt zu finden auf irgendwelchen sehr komischen Seiten, die mich auseinandernehmen, weil ich Winnetou abschaffen möchte. Obwohl ich eigentlich nur über die Filmförderung eines fragwürdigen Kinderfilms geschrieben habe, in dem ich Stereotype, Klischees, auch in Schulbüchern und so weiter von indigener Bevölkerung beschrieben habe.“

Haruna-Oelker spricht über die Ravensburger-Debatte rund um den Winnetou-Kinderfilm und die dazugehörigen Merchandising-Produkte. Sie hatte eine Kolumne über den Film geschrieben und dabei die stereotypen Darstellungen indigener Menschen kritisiert, woraufhin sie massive Anfeindungen erhielt.

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Essay

Essay über den Schmerz und das Trauma des N-Worts

Akua (Aki) Lomunba Ampofo

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:35:40 „Gerade Aki Lomba, die Forscherin, die Wissenschaftlerin, Politikwissenschaftlerin, hat ein ganz tolles Essay über den Schmerz und das Trauma des N-Worts geschrieben, was sich eine weiße Person definitiv nicht vorstellen kann.“

Haruna-Oelker verweist auf ein Essay der Politikwissenschaftlerin Aki Lomba über die traumatische Wirkung des N-Worts, um zu verdeutlichen, dass Sprache reale emotionale und psychische Auswirkungen hat, die sich nicht-betroffene Personen kaum vorstellen können.

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Essay

Essay über den Schmerz des N-Worts

Aki Pieper (Amma)

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:36:27 „Gerade Aki Lomba, die Forscherin, die Wissenschaftlerin, Politikwissenschaftlerin, hat ein ganz tolles Essay über den Schmerz und das Trauma des N-Worts geschrieben“

Das Essay wird als wichtiger Beitrag zum Verständnis der traumatischen Wirkung des N-Worts genannt

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Buch

Karl-May-Werke (Winnetou, Old Shatterhand)

Karl May

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:37:03 „Ja, ich habe Karl May als Kind auch gelesen. Meine Mutter auch. Und wenn du mich jetzt vor ein paar Jahren gefragt hättest, ohne dass ich mich mit Karl May damals beschäftigt hätte, ist dir da irgendwas aufgefallen? Sprachlich hätte ich wahrscheinlich gesagt, nein. Sondern ich habe als Kind diese Abenteuergeschichten gelesen von Old Shatterhand und Old Surehand und so.“

Christoph Amend reflektiert über seine eigene Kindheitslektüre von Karl May und erklärt, warum viele Menschen die Winnetou-Debatte so persönlich nehmen: Sie verteidigen ihre eigene Leseerfahrung und Kindheitserinnerung. Er plädiert dafür, dass man diese Erfahrung stehen lassen kann, ohne sich dafür verteidigen zu müssen.

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Werke von Astrid Lindgren
Buch

Werke von Astrid Lindgren

Astrid Lindgren

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:40:29 „Heute ist es halt nicht mehr zeitgemäß. Das ist genau wie bei Astrid Lindgren. Das war diese Diskussion bei Astrid Lindgren. Da habe ich so Sachen mir anhören müssen.“

Hadija Haruna-Oelker zieht eine Parallele zwischen der Karl-May-Debatte und der Diskussion um rassistische Begriffe in Astrid Lindgrens Kinderbüchern. Sie betont, dass Lindgren so rassistisch geschrieben habe, wie es in ihrer Zeit salonfähig war, und man die Kindheitserinnerung behalten könne, ohne die Bücher unverändert weiterzugeben.

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Artikel über Tic-Tac-Toe
Artikel

Artikel über Tic-Tac-Toe

Valerie Schönian

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:44:36 „Ich habe letztes Jahr erschienen in der Zeit ein fantastischer Artikel von der Kollegin Valerie Schöniger. Über Tic-Tac-Toe. Und da habe ich auch selber nochmal gedacht, ja Wahnsinn.“

Christoph Amend empfiehlt einen ZEIT-Artikel von Valerie Schönian über die Girlband Tic-Tac-Toe, der aufzeigt, wie rassistisch der mediale Blick auf die drei jungen schwarzen Frauen war. Der Artikel beleuchtet, dass ihre feministische Grundhaltung und ihre Bedeutung als schwarze Repräsentationsfiguren in der deutschen Popkultur nie angemessen gewürdigt wurden.

Zum Artikel bei Share.snipd.com
Ich finde dich scheiße
Musik

Ich finde dich scheiße

Tic-Tac-Toe

🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:44:47 „Tic-Tac-Toe für die Nachgeborenen war eine deutsche Girlband, aus drei Mitgliedern, drei Frauen. Light-skinned, schwarze Frauen. Ich finde dich scheiße.“

Christoph Amend erwähnt den Hit 'Ich find dich scheiße' von Tic-Tac-Toe im Zusammenhang mit dem ZEIT-Artikel über die Band. Er hebt hervor, dass die Band trotz ihres gecasteten Charakters eine feministische Grundhaltung vertrat — mit Texten über Menstruation und Sex aus weiblicher Perspektive.

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🎨
Kunst

DSDMS – Deutsches Museum für Schwarze Menschen in der Popkultur

Joanna Tischkau / Anta Reker

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:47:34 „Es gibt sogar eine Ausstellung in meinem Hirn, DSDMS... Das Deutsche Museum für Schwarze Menschen in der Popkultur. Fantastisches Projekt.“

Die Ausstellung wird als empfehlenswertes Projekt im Kontext schwarzer Popkultur in Deutschland erwähnt

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🎨
Kunst

DSDM – Deutsches Museum für Schwarze Menschen in der Popkultur

Joanna Tischkau und Anta Helena Recke

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:47:35 „Es gibt sogar eine Ausstellung in meinem Hirn, DSDMS. Super Projekt und ich kenne auch eine der Kuratoren, beziehungsweise die beiden und sie waren auch in Frankfurt. Joanna Tischkau.“

Hadija Haruna-Oelker und Christoph Amend sprechen begeistert über die Ausstellung DSDM (Deutsches Museum für Schwarze Menschen in der Popkultur), kuratiert von Joanna Tischkau und Anta Helena Recke. Die Ausstellung war im Museum für Angewandte Kunst in Frankfurt und auch in Berlin zu sehen.

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Werke von Toni Morrison
Buch

Werke von Toni Morrison

Toni Morrison

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:48:48 „Schwarze Literatur-Nobelpreisträgerin? Toni Morrison. Wenn man aber Toni Morrisons Literatur anguckt, die hat ganz anders geschrieben. Sie hat für schwarze Menschen geschrieben, sie hat aus schwarzer Perspektive, also fantastische Literatur.“

Hadija Haruna-Oelker erwähnt Toni Morrison als Beispiel dafür, wie schwarze Literatur vom deutschen Kulturbetrieb verkannt wurde. Sie kritisiert, dass Marcel Reich-Ranicki Morrisons Werk nicht angemessen gewürdigt habe, obwohl Morrison fantastische Literatur aus schwarzer Perspektive geschrieben hat.

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Das Literarische Quartett
Serie

Das Literarische Quartett

Marcel Reich-Ranicki

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:49:18 „Es ist großartig, das Literarische Quartett, wie hieß er? Marcel Reich-Ranitzky. Marcel Reich-Ranitzky kommentierte Toni Morrison und ich kann es nicht mehr genau wiedergeben, aber es war auch so.“

Hadija Haruna-Oelker erinnert sich an Marcel Reich-Ranickis Kommentare zu Toni Morrison im Literarischen Quartett, die sie als Beispiel dafür anführt, wie der deutsche Kulturbetrieb schwarze Literatur verkannt hat. Der abschätzige Blick auf Morrisons Werk zeige, dass vieles durch eine andere Brille betrachtet werden müsste.

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Dokumentarfilm über James Baldwin
Doku

Dokumentarfilm über James Baldwin

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:50:26 „Es gibt auch einen fantastischen Dokumentarfilm über ihn. Also ein schwarzer, schwuler Schriftsteller, der auch Amerika verlassen hat, in Frankreich lange gelebt hat, einfach um Distanz zu bekommen zu dem Rassismus, den er erlebt hat.“

Im Kontext der Wiederentdeckung James Baldwins empfiehlt Christoph Amend einen Dokumentarfilm über den Schriftsteller. Vermutlich ist der Oscar-nominierte Film 'I Am Not Your Negro' (2016) von Raoul Peck gemeint, der Baldwins unvollendetes Manuskript über Rassismus in Amerika verarbeitet.

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Werke von Bell Hooks
Buch

Werke von Bell Hooks

Bell Hooks

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:51:11 „Es gibt ganz viel in der Literatur, auch jetzt langsam so übersetzt, wie zum Beispiel Bell Hooks, die ich ja auch viel zitiere. Jetzt kommen diese ganzen Übersetzungen ihrer in den 80er, 90er Jahre entstandenen, das sind ja eher Sachbücher, biografische Sachbücher.“

Hadija Haruna-Oelker erwähnt die Sachbücher von Bell Hooks als Beispiel dafür, dass wichtige feministische und antirassistische Perspektiven schon seit Jahrzehnten existieren, aber erst jetzt ins Deutsche übersetzt werden. Sie nutzt Hooks, um zu zeigen, dass die aktuellen Debatten keine Modeerscheinung sind, sondern eine lange Geschichte haben.

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Das Integrationsparadox
Buch

Das Integrationsparadox

Aladin El-Mafaalani

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 02:52:33 „Alle Marginalisierten, die jetzt am Tisch, von Aladin El Mafalani, der ja mal diesen Tisch imaginiert hat, der Autor von Das Integrationsparadox zum Beispiel.“

Hadija Haruna-Oelker verweist auf Aladin El-Mafaalanis bekannte Tisch-Metapher aus 'Das Integrationsparadox', um zu erklären, wie marginalisierte Gruppen zunehmend sichtbar werden. Die Metapher beschreibt, wie mehr Menschen an den gesellschaftlichen Tisch kommen und dadurch mehr Konflikte entstehen — was paradoxerweise ein Zeichen gelungener Integration ist.

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A Room of One's Own
Essay

A Room of One's Own

Virginia Woolf

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:03:50 „A Room of One's Own oder Le Deuxième Sex?“

Erwähnt im A-oder-B-Spiel als Begriffspaar feministischer Klassiker

Zum Artikel bei Interestingliterature.com
A Room of One's Own
Buch

A Room of One's Own

Virginia Woolf

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:05:21 „A Room of One's Own oder Le Deuxième Sex?“

Im Rahmen eines Entweder-oder-Spiels stellt Jochen Wegner die beiden feministischen Schlüsseltexte von Virginia Woolf und Simone de Beauvoir gegenüber. Die Frage reiht sich in eine Serie von Entscheidungen zwischen feministischen Ikonen und Werken ein.

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Le Deuxième Sexe
Buch

Le Deuxième Sexe

Simone de Beauvoir

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:05:21 „A Room of One's Own oder Le Deuxième Sex?“

Simone de Beauvoirs feministischer Grundlagentext wird im Entweder-oder-Spiel als Gegenpart zu Virginia Woolfs 'A Room of One's Own' aufgestellt. Hadija Haruna-Oelker beantwortet die Frage nicht direkt, das Spiel geht weiter.

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Restituer le patrimoine africain
Buch

Restituer le patrimoine africain

Bénédicte Savoy / Felwine Sarr

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 03:20:13 „Jetzt weiß ich weder ihren Namen noch seinen Namen, aber ganz viel haben die zusammen auch zusammen ein Buch rausgebracht.“

Hadija Haruna-Oelker versucht sich an den Namen von Bénédicte Savoy und ihrem Ko-Autor (Felwine Sarr) zu erinnern, die gemeinsam ein einflussreiches Buch über die Restitution afrikanischer Kulturgüter verfasst haben. Christoph Amend hilft beim Namen Savoy, der zweite Name (Sarr) fällt Hadija nicht ein.

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Kongo: Eine Geschichte
Buch

Kongo: Eine Geschichte

David Van Reybrouck

🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:26:22 „Ich lese ein Buch in Schneckengeschwindigkeit, das mir jetzt in völlig neuem Licht erscheint und ich habe es total so mittelunkritisch begonnen. Es heißt Kongo. Der Autor ist Belgier und heißt, ich hoffe ich spreche, David van Rijbroek.“

Jochen Wegner empfiehlt begeistert David Van Reybroucks Geschichte des Kongo. Er findet besonders die Autorenhaltung bemerkenswert: Van Reybrouck reflektiere durchgehend seine Position als Belgier, der über ein von seinem Volk kolonisiertes Land schreibt, und versuche dennoch, Menschen zu finden, die noch Oral History erzählen können. Das Buch beginnt mit der Begegnung mit einem uralten Mann, der sich an die Kolonialzeit erinnert.

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Revolusi
Buch

Revolusi

David Van Reybrouck

🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:28:37 „Ich meine, er hätte noch eins geschrieben, nämlich über Indonesien, das habe ich noch nicht gelesen. Wiederum, selbe Setting, das Kongo-Buch war glaube ich damals ein Bestseller.“

Im Anschluss an seine Empfehlung des Kongo-Buchs erwähnt Jochen Wegner, dass David Van Reybrouck ein weiteres Buch mit ähnlichem Ansatz über Indonesien geschrieben habe, das er selbst aber noch nicht gelesen hat.

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🎞
Doku

Dokumentation über Queerfeindlichkeit in Katar

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 03:35:51 „Und diese, ihr erinnert euch bestimmt an diese Dokumentation, wo der wo sozusagen diese ganze Queerfeindlichkeit thematisiert wurde, die ja rumging. Und danach wurden zum Beispiel Männer in Bars befragt. Thomas Hitzelsberger. Genau.“

Haruna-Oelker erinnert an eine viel diskutierte Dokumentation über Queerfeindlichkeit in Katar, die offenbar mit Thomas Hitzlsperger in Verbindung steht. Sie kritisiert, dass in Folgeberichten nur Männer in Bars befragt wurden und so patriarchale Strukturen reproduziert statt hinterfragt wurden. Der genaue Titel wird nicht genannt.

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Dokumentation über Katar (Jochen Breyer / Julia Friedrichs)
Doku

Dokumentation über Katar (Jochen Breyer / Julia Friedrichs)

Jochen Breyer / Julia Friedrichs

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:50:14 „Es gab ja noch eine andere große Doku über Katar von Jochen Breyer und Julia Friedrichs im ZDF.“

Die ZDF-Dokumentation wird erwähnt, in der ein WM-Botschafter von Katar Homosexualität als Sünde bezeichnete

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Werke von Gilda Sahebi
Buch

Werke von Gilda Sahebi

Gilda Sahebi

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:56:54 „Und da würde ich wirklich mir wünschen, noch mal die JournalistInnen anzuhören, zum Beispiel Gilda Sahebi zu lesen und so. Und gerade die Anfangstexte, als die Versuche waren, und das waren hauptsächlich Social-Media-Beiträge, um gehört zu werden in der Relevanz des Themas.“

Im Kontext der Iran-Proteste empfiehlt Haruna-Oelker, die Journalistin Gilda Sahebi zu lesen, die früh eine differenziertere Einschätzung der Proteste lieferte. Ein konkreter Titel wird nicht genannt; es geht um Sahebis journalistische Arbeit zur Einordnung der iranischen Protestbewegung, die anfangs medial als reine Kopftuchproteste verengt dargestellt wurde.

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Deutschland Schwarz Weiß
Buch

Deutschland Schwarz Weiß

Noah Sow

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 04:08:54 „Ich könnte auf Noah Sow verweisen, auch eine früher auch Journalistin gewesen, die das Buch Deutschland schwarz-weiß geschrieben hat. Sie hat viel zur musikalischen Übernahme aus schwarzer Kultur gearbeitet. Das kann ich jetzt empfehlen, da kann man dann sich das Wissen anlesen.“

Als die Diskussion um kulturelle Aneignung in der Musik vertieft wird und Hadija einräumt, keine Musikwissenschaftlerin zu sein, empfiehlt sie Noah Sows Buch als fundierte Quelle zum Thema musikalische Übernahme aus schwarzer Kultur. Sie verweist damit auf eine Expertin, die das Thema ausführlich aufgearbeitet hat.

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Serie

Interview David Bowie bei MTV

David Bowie

🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:09:35 „Es gibt ein berühmtes Interview von David Bowie... wo er dem MTV-Interviewer das fragt. Wieso spielt ihr eigentlich keine schwarze Musik?“

Das Interview wird als historisches Beispiel für den strukturellen Rassismus bei MTV erwähnt

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Bummelkasten
Musik

Bummelkasten

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:30:28 „Ich höre zum Beispiel mit meinem Kind Bummelkasten zum Beispiel. Bummelkasten, kostenlose Werbung, könnt ihr mal hören, ein bisschen anti-autoritäre Kindermusik.“

Auf die Frage, wie sie von der Nachrichtenbelastung abschaltet, empfiehlt Hadija Haruna-Oelker das Kindermusik-Projekt Bummelkasten als eine ihrer persönlichen Inseln. Jochen Wegner nimmt die Empfehlung begeistert an. Es ist eine direkte, enthusiastische Empfehlung im Kontext von Selbstfürsorge und Abschalten.

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🎵
Musik

Ein rappendes Nashorn

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:30:35 „Oder ein rappendes Nashorn, dicker, hören wir auch. Genau, das klingt jetzt so blöd, aber super.“

Direkt nach der Bummelkasten-Empfehlung erwähnt Hadija Haruna-Oelker ein weiteres Kindermusik-Projekt, das sie mit ihrem Kind hört. Es wird im selben Kontext des Abschaltens und der Familienzeit als Gegenpol zur Nachrichtenbelastung genannt.

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Studie

Die geforderte Mitte

Friedrich-Ebert-Stiftung

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 04:49:09 „Gespaltene Mitte hat es, die geforderte Mitte, hieß der Titel der letzten Mitte-Studie, geforderte Mitte. Und wenn die Mitte, also wer auch immer diese Mitte ist, ermüdet ist, schlechte Laune bekommt und sich das andere zu eigen machen.“

Hadija Haruna-Oelker verweist auf die Mitte-Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung mit dem Titel 'Die geforderte Mitte', um die gesellschaftliche Ermüdung und die Gefahr einer sich radikalisierenden Mitte zu beschreiben. Sie nutzt den Studientitel als Sprungbrett für ihre Warnung vor der Verschiebung politischer Diskurse.

🎓 Google Scholar 📄 Original
Artikel von Stefan Niggemeier über Reichsbürger-Razzia
Artikel

Artikel von Stefan Niggemeier über Reichsbürger-Razzia

Stefan Niggemeier

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:49:44 „Niggemeier hat, empfehle ich sehr, den Artikel auch sehr gut darüber geschrieben“

Der Artikel wird als gut recherchierter Beitrag zur Berichterstattung über die Reichsbürger-Razzia empfohlen

Zum Artikel bei Deutschlandfunkkultur.de
Artikel über die Reichsbürger-Razzia und Medienberichterstattung
Artikel

Artikel über die Reichsbürger-Razzia und Medienberichterstattung

Stefan Niggemeier

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:50:57 „Und Niggemeier hat, empfehle ich sehr, den Artikel auch sehr gut darüber geschrieben, die Informationen bei Extremen, Rechtsextremen, die unglaublich viel Geld haben, die jetzt sicher ein Netzwerk haben, die in den institutionellen Strukturen sind.“

Hadija Haruna-Oelker empfiehlt einen Artikel von Stefan Niggemeier zur Medienberichterstattung über die Reichsbürger-Razzia. Sie kritisiert die verharmlosende Darstellung der Reichsbürger als 'Rollator-Opis' und hebt Niggemeiers differenzierte Analyse hervor, die zeigt, wie gefährlich und gut vernetzt diese Netzwerke tatsächlich sind.

Zum Artikel bei Deutschlandfunkkultur.de
📰
Artikel

Rezension zu Haruna-Oelkers Buch

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 05:15:23 „Und du hast ja vorhin immer schön diesen Weltartikel angesprochen. Über den habe ich tatsächlich ein bisschen gelacht. Ich kenne diese Person auch, die den geschrieben hat. Und dachte eher, das ist ein mir viel zu persönlicher Artikel, der sich viel zu wenig mit dem Buch auseinandergesetzt hat.“

Hadija Haruna-Oelker kommentiert eine Rezension in der Welt über ihr Buch. Sie kritisiert, der Artikel sei zu persönlich gewesen und habe sich zu wenig mit dem Buch selbst auseinandergesetzt, sondern eher eine Position gegen progressive Journalisten bezogen. Sie nimmt es gelassen und ordnet es als legitime Meinungsverschiedenheit ein.

Zum Artikel bei Perlentaucher.de
Rezension in der Zeit
Artikel

Rezension in der Zeit

🗣 Hadija Haruna-Oelker erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:17:06 „In der Zeit bei euch, eine schöne übrigens, die hat mir gut gefallen, da habe ich mich gefreut, in der FAZ, und die kam erst vor kurzem.“

Hadija Haruna-Oelker zählt die Rezensionen ihres Buches auf und erwähnt positiv eine Besprechung in der Zeit, die ihr gut gefallen habe. Insgesamt seien es nur drei bis vier große Rezensionen gewesen, was sie auf die Zurückhaltung der Medien gegenüber dem Thema Identitätspolitik zurückführt.

Zum Artikel bei ZEIT Online
Feministische Presserunde
Podcast

Feministische Presserunde

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 06:13:47 „Ich habe hier eine feministische Presserunde. Grüße gehen raus an Ulrike Herrmann, Mito Sanyal und Teresa Bücker. Das machen wir nämlich zu viert, einmal im Monat.“

Im Gespräch über feministische Außenpolitik erwähnt Hadija Haruna-Oelker beiläufig ein weiteres Format, an dem sie beteiligt ist: eine monatliche feministische Presserunde zusammen mit Ulrike Herrmann, Mito Sanyal und Teresa Bücker. Sie nutzt das Format als Beleg dafür, dass sie sich intensiv mit feministischer Außenpolitik beschäftigt, und verweist darauf, dass sie dort in den letzten Folgen genau dieses Thema behandelt haben.

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Feministische Außenpolitik
Buch

Feministische Außenpolitik

Kristina Lunz

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 06:14:39 „Christina Luntz hat ein tolles Buch geschrieben, dessen, ja, feministische Außenpolitik, ja, noch ein Untertitel, den ich jetzt nicht habe. Es gibt eine Art des Denkens für Außenpolitik zu betreiben und dabei feministisch also Menschen in den Blick zu nehmen.“

Im Gespräch über feministische Außenpolitik und deren konkrete Bedeutung empfiehlt Haruna-Oelker das Buch von Kristina Lunz als fundierte Grundlage. Sie nutzt es, um zu erklären, dass feministische Außenpolitik bedeutet, soziale Komponenten wie Care, Migration und Gesundheitspolitik in außenpolitische Entscheidungen einzubeziehen.

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Spiegelblicke. Perspektiven schwarzer Bewegung in Deutschland
Buch

Spiegelblicke. Perspektiven schwarzer Bewegung in Deutschland

Hadija Haruna-Oelker u.a.

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:35:30 „Wir haben Spiegelblicke herausgebracht, also Perspektiven schwarzer Bewegung in Deutschland. Den gibt es noch ein bisschen zu kaufen, diesen Sammelband haben wir mit Fördergeldern im Orlando Verlag, dem Verlag übrigens, der die ersten schwarzen Frauen verlegt hat.“

Haruna-Oelker erzählt, dass sie 2016 zum 30-jährigen Jubiläum der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland zusammen mit fünf anderen Frauen – darunter die Gründerin Eleonore Wiedenroth-Kulibaly – diesen Sammelband mit 50 Autorinnen und Autoren herausgegeben hat. Sie empfiehlt ihn ausdrücklich für alle, die sich mit schwarzer Bewegungsgeschichte in Deutschland auseinandersetzen wollen.

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Münchhausen
Film

Münchhausen

🗣 Hadija Haruna-Oelker erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:37:43 „Diese Kolonialfilme dienten ja im Zweiten Weltkrieg auch der Belustigung beispielsweise. Also da gibt es den Münchhausen-Film zum Beispiel, da ist Theodor Wonja auch zu sehen.“

Im Zusammenhang mit der Biografie von Theodor Wonja Michael erwähnt Haruna-Oelker den Münchhausen-Film als konkretes Beispiel für die sogenannten Kolonialfilme, in denen schwarze Darsteller während des Zweiten Weltkriegs mitwirkten. Der Film dient als Beleg für die instrumentalisierende Unterhaltungskultur jener Zeit.

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Deutsch sein und schwarz dazu
Buch

Deutsch sein und schwarz dazu

Theodor Wonja Michael

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 06:37:57 „Ich empfehle wirklich sehr sein Buch Deutsch sein und schwarz dazu. Da liest man seine ganze Biografie, wie er am Ende beim Bundesnachrichtendienst ist und verbeamtet wird in Deutschland. Genau, er hat eine krasse Geschichte, dieser Mann, und eine sehr resiliente Geschichte.“

Im Gespräch über Theodor Wonja Michael, einen der bekanntesten schwarzen Holocaust-Überlebenden, empfiehlt Haruna-Oelker ausdrücklich seine Autobiografie. Das Buch erzählt seine gesamte Lebensgeschichte – von der Mitwirkung in Kolonialfilmen über das Überleben des Holocaust bis zur Verbeamtung beim Bundesnachrichtendienst.

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Mach nicht so traurige Augen, du kleines N.
Buch

Mach nicht so traurige Augen, du kleines N.

Marie Nejar

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 06:43:14 „Marine Jarre hat zum Beispiel auch eins geschrieben und hat der Verlag ihr einen ganz bösen Titel gegeben. Da ist das N-Wort zum Beispiel drin. Und weil ihr das früher immer gesagt wurde. Aber ändert natürlich nichts an diesem Buch. Und an der Wichtigkeit des Buches.“

Im Kontext schwarzer Lebensgeschichten in Deutschland erwähnt Haruna-Oelker das Buch von Marie Nejar (im Transkript als 'Marine Jarre' transkribiert), einer weiteren schwarzen Holocaust-Überlebenden. Trotz des problematischen, vom Verlag gewählten Titels betont sie die Wichtigkeit dieses autobiografischen Werks für die schwarze Geschichtsschreibung in Deutschland.

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Kritik am persönlichen Sachbuch
Artikel

Kritik am persönlichen Sachbuch

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 06:46:03 „Um das nochmal anzumerken. Google diesen Artikel, der ist wunderschön. Aber ich bin in einer Reihe mit Caroline Imke und so.“

Jochen Wegner erwähnt, dass die Form des persönlichen Sachbuchs in der Welt kritisiert wurde. Haruna-Oelker nimmt die Kritik mit Humor und verweist auf den Artikel, in dem sie gemeinsam mit Caroline Emcke genannt wird. Sie reagiert ironisch-stolz darauf, in dieser Reihe erwähnt zu werden.

Zum Artikel bei Welt
Behindert und Stolz
Buch

Behindert und Stolz

Luisa Laudace

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 07:04:12 „Und dann wird es 100 Prozent, weil das ist in allen Bewegungen so, wenn eine Naxina Winströer zusammen mit Luisa Laudace, die jetzt zum Beispiel ein Buch geschrieben hat, Behindert und Stolz, die Angry Cripples gegründet hat, die erinnern an die Krippelbewegung aus der Behindertenrechtsbewegung, dann setzen die sich zusammen mit mir und dann wird es doch ein ganz anderes Gespräch.“

Haruna-Oelker beschreibt, wie verschiedene Generationen und Strömungen des Feminismus zusammenkommen. Sie nennt Luisa Laudaces Buch als Beispiel für die neue Behindertenrechtsbewegung, die an die historische Krüppelbewegung anknüpft und intersektionale feministische Perspektiven zusammenbringt.

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Die neuen Deutschen
Buch

Die neuen Deutschen

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 07:05:40 „Ich habe dann Buchtipps gegeben. Die neuen Deutschen. Ich habe einfach mal angefangen und habe gesagt... Da ist ein Segment, es scheint, dass du dich aus dieser Blase heraus nicht beschäftigt hast.“

Haruna-Oelker erzählt von einer Begegnung mit einer Frau, die sie und ihre Begleitung gefragt hatte, ob sie in Deutschland aufgewachsen seien. In dem anschließenden Gespräch über Marginalisierungserfahrungen empfiehlt sie ihr das Buch 'Die neuen Deutschen' als Einstieg in das Thema.

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Wann ist ein Mann ein Mann
Musik

Wann ist ein Mann ein Mann

Herbert Grönemeyer

🗣 Hadija Haruna-Oelker erwähnt beiläufig bei ⏱ 07:07:01 „Herbert Grönemeyer sagen, wann ist ein Mann ein Mann?“

Der Song wird als kulturelle Referenz im Kontext der Diskussion über Männlichkeitskonzepte erwähnt

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Was ist es denn? Ein Kind
Buch

Was ist es denn? Ein Kind

Ravna Marin Siever

🗣 Hadija Haruna-Oelker empfiehlt aktiv bei ⏱ 07:11:08 „Es gibt ein Ravna... Sie was, glaube ich, heißt sie. Was ist es denn? Ein Kind heißt das Buch. Empfehle ich auch sehr und es ist interessant, weil was ist es denn? Ein Junge oder ein Mädchen? Da fängt es schon an. Es ist ein Kind.“

Im Kontext geschlechtsoffener Erziehung empfiehlt Haruna-Oelker dieses Buch explizit. Es passt zu ihrem eigenen Ansatz, ihr Kind nicht sofort in binäre Geschlechterkategorien einzuordnen, sondern es zunächst als Kind zu sehen und ihm Freiheit in der Identitätsentwicklung zu lassen.

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📖
Buch

Das innere Kind muss Heimat finden

Stefanie Stahl

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 07:19:36 „Ich habe zum Beispiel letztens, und das ist total interessant, Stefanie Stahl kennt ihr, oder? Das innere Kind muss Heimat finden. Na, selbstverständlich.“

Hadija Haruna-Oelker erzählt über ihre Therapieerfahrungen und wie sie gelernt hat, ihre emotionalen Muster zu erkennen. Sie erwähnt Stefanie Stahls Bestseller als ein Buch, das sie selbst gelesen hat und das die Psychologie in den Mainstream getragen hat. Später im Gespräch nutzt sie Stahls Konzept des inneren Kindes, um zu erklären, wie Trigger-Momente in Beziehungen funktionieren.

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Die Anderen
Buch

Die Anderen

Hadija Haruna-Oelker

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 07:33:27 „Ich sage zum Beispiel auch, ich habe dieses Buch, ist aus einer schwarzen Perspektive geschrieben, weil ich schwarz bin und weil das meine Lebensrealität ist und in der Gesellschaft das etwas bedeutet.“

Während des gesamten Gesprächsabschnitts bezieht sich Hadija Haruna-Oelker immer wieder auf ihr eigenes Buch, in dem sie über Therapieerfahrungen, Rassismus, Intersektionalität, Spiritualität und Inklusion schreibt. Es ist das zentrale Werk, über das in diesem Interview gesprochen wird.

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Wir können mehr sein
Buch

Wir können mehr sein

Aminata Touré

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 07:35:22 „Naja, deswegen sage ich ja, man muss ja auch einen bestimmten, ich finde auch zum Beispiel, dass sie in ihrem Buch ja auch sehr schön beschreibt, was bedeutet es im politischen Raum, also Politikerin werden zu wollen, welche Wege man geht.“

Im Kontext der Frage, wann es eine erste schwarze deutsche Bundeskanzlerin geben könnte, erwähnt Haruna-Oelker Aminata Tourés Buch, in dem diese beschreibt, was es bedeutet, als schwarze Frau den Weg in die Politik zu gehen. Haruna-Oelker schreibt auch selbst über Touré in ihrem Buch.

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Arabella (Talkshow)
Serie

Arabella (Talkshow)

Arabella Kiesbauer

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 07:38:08 „Ich bin ja sogar in ihre Talkshow gegangen. Oh Gott, das nicht. Nee, die gibt es auf irgendeiner alten VHS-Kassette. Da war ich 17. Das war das Thema: Romantiker sind doch in. Und ja, ich war die Anti-Romantikerin.“

Haruna-Oelker erzählt, dass Arabella Kiesbauer als eine der wenigen schwarzen Identifikationsfiguren im deutschen Fernsehen der 90er Jahre präsent war. Sie wurde ständig mit Kiesbauer verglichen und ging schließlich als 17-Jährige selbst in deren Talkshow, um die Moderatorin persönlich kennenzulernen.

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📖
Buch

Die Jüngste Gemeinsame Sorge

Hadija Haruna-Oelker

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 07:44:38 „Ich beschreibe im Buch ja auch eine Szene, in der ich, oder tue ich das überhaupt, das weiß ich gar nicht, Aber es gibt so eine Veranstaltung, die gibt es bundesweit, die Nacht der Zoos, Night of the Zoos oder so, wo die Zoos Deutschlands oder viele, die sich angeschlossen haben, ihre Pforten öffnen und dann können pflegende Angehörige mit ihren behinderten Kindern kostenlos sozusagen in den Zoo kommen.“

Hadija Haruna-Oelker verweist wiederholt auf ihr eigenes Buch, in dem sie verschiedene Szenen und Erfahrungen beschreibt – von der Inklusion über Ableismus bis hin zu Ubuntu-Philosophie und Schwarzem Bewusstsein. Das Buch durchzieht das gesamte Gespräch als roter Faden.

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Photograph
Musik

Photograph

Ed Sheeran

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 08:03:19 „Also ich mag zum Beispiel Ed Sheeran. Genau, ich oute mich. Das ist jetzt nicht die Playlist meines Lebens, aber oft ergibt zum Beispiel das Lied Photograph. Ah, stimmt, das gibt es. Und ich mag es, weil es ist so diese Bilder durchs Leben.“

Auf die Frage nach dem Soundtrack ihres Lebens nennt Hadija Haruna-Oelker Ed Sheerans 'Photograph' als eines der Lieder, die sie besonders mögen. Sie verbindet es mit dem Motiv der Bilder, die durchs Leben begleiten, und beschreibt sich als jemanden, die eher über Klang und Gefühl zur Musik findet als über Interpreten.

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A Star Is Born
Film

A Star Is Born

Bradley Cooper

🗣 Hadija Haruna-Oelker referenziert bei ⏱ 08:04:39 „Ich habe zum Beispiel letztens den Film geguckt, versuche gerade zu rekonstruieren, mit Lady Gaga und dem anderen Schauspieler, dessen Namen ich nicht weiß. Bradley Cooper. Was war bitte der Film? Dieser Country-Movie. Genau. Und da waren ganz viele Lieder.“

Hadija Haruna-Oelker erzählt, wie sie über den Film mit Lady Gaga und Bradley Cooper zur Musik kam – sie lud sich danach zahlreiche Songs aus dem Film herunter. Christoph Amend merkt an, dass der Film ein Remake vom Remake ist, mit früheren Versionen von 1937, 1954 und 1976.

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🎵
Musik

Künstler-Referenz (kein konkretes Werk)

Lauryn Hill

🗣 Hadija Haruna-Oelker erwähnt beiläufig bei ⏱ 08:05:50 „Früher, als ich tanzen war und als ich selber noch getanzt habe, da hatte ich sicherlich so Hip-Hop-Interpreten und so, oder Lauryn Hill und so, das ist, Beyoncé, das waren alles Zeiten, aber das ist jetzt nicht mehr so ein, ja, das hatte auch mit meiner Zeit damals zu tun.“

Im Rückblick auf ihren musikalischen Lebensweg nennt Hadija Haruna-Oelker Lauryn Hill als Künstlerin, die sie in ihrer Tanzzeit begleitete. Es wird kein konkretes Album oder Lied genannt, sondern die Künstlerin als Teil einer Lebensphase verortet.

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Rise and Shine
Podcast

Rise and Shine

🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 08:46:00 „Es gibt einen Podcast, Rise and Shine heißt der, der auch von uns mit veröffentlicht wird. Eine Co-Produktion. Und da gab es mal eine Folge, man muss dazu wissen, die beiden Hosts reden viel über ihre Erfahrungen mit Eltern aus Vietnam eingewandert, über diese Sphäre. Es gibt eine Folge, wo es im Grunde um Fö geht, also um vietnamesische Suppe und den Trend.“

Jochen Wegner bringt den Podcast Rise and Shine ins Gespräch, um das Thema kulturelle Aneignung am Beispiel von Essen zu illustrieren. In einer konkreten Folge diskutieren die Hosts, ob es problematisch ist, wenn jemand ohne vietnamesischen Hintergrund ein Phở-Restaurant eröffnet. Wegner nutzt das als Einstieg in eine längere Debatte mit Hadija Haruna-Oelker über kulturelle Aneignung in der Gastronomie.

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