Marina Weisband, was stört Sie am Kapitalismus
Christoph Amend, Jochen Wegner & Marina Weisband
Marina Weisband erzählt von ihrem Weg als deutsch-ukrainische Jüdin nach Deutschland, ihrer wilden Zeit bei der Piratenpartei und ihrem Blick auf Demokratie und Kapitalismus. Dabei spannt sie den Bogen von ihrer Kindheit über die ukrainische Einwanderung bis zur Frage, warum junge Menschen in der Politik oft überfordert sind — und warum das trotzdem okay ist.
„Gestern musstest du noch fragen, ob du auf Klo darfst. Heute darfst du das Parlament zusammensetzen. Was erwarten wir von so einer Demokratie? Ungefähr das, was wir kriegen.“
Erwähnte Medien (41)
Wunderbahn
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:24 „Podcaster mit dem Wunderbahn-Podcast“
Jochen stellt Christoph Amend vor und erwähnt dessen Podcast
Was machst du am Wochenende?
Christoph Amend / Die Zeit
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:24 „Was machst du am Wochenende, den er macht, wenn er nicht diesen Podcast macht“
Jochen erwähnt einen weiteren Podcast von Christoph Amend
Hamlet
William Shakespeare
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 00:10:05 „Oh, das ist einfach eine falsche Schreibweise von Ophelia, Shakespeare's Ophelia, weil meine Mutter mir damals Hamlet vorgelesen hat, als ich noch zu klein war, um ordentlich schreiben zu können. Ich war fünf oder so und dann habe ich angefangen, ihr Briefe zu schreiben aus dem Krankenhaus und habe die mit Aphelia unterzeichnet.“
Marina Weisband erklärt den Ursprung ihres Internetnamens 'Aphelia'. Ihre Mutter las ihr als kleinem Kind Shakespeares Hamlet vor, und sie war so begeistert von der Figur Ophelia, dass sie den Namen übernahm – allerdings mit der russischen Lautverschiebung von O zu A, was zum einzigartigen Benutzernamen führte.
Podcast mit Mirna Funk
Mirna Funk
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:17:34 „Heute Morgen, als ich nicht schlafen konnte, habe ich nochmal, es gibt einen ganz tollen Podcast mit Mirna Funk, in dem du ziemlich ausführlich erzählst, wie du in die Schule kamst.“
Jochen Wegner erwähnt einen Podcast mit Mirna Funk, in dem Marina Weisband ihre Einschulungsgeschichte erzählt. Er hat ihn am Morgen vor der Aufnahme als Vorbereitung noch einmal gehört und empfiehlt ihn als vertiefende Quelle zu Marinas Biografie.
Wir nennen es Politik
Marina Weisband
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:24:55 „du hast Bücher geschrieben zum Beispiel eben, ich glaube, man kann das zusammenfassen, eben über das Denken der Piraten, ein Buch, wir nennen es Politik“
Jochen erwähnt Marinas Buch über die politische Philosophie der Piratenpartei
Politik von Marina Weisband
Marina Weisband
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:25:55 „Der Piraten, ein Buch, wir nennen es Politik und hast viele andere Dinge getan und die raffe ich jetzt mal zusammen.“
Jochen Wegner erwähnt beiläufig ein Buch von Marina Weisband im Kontext ihrer Piraten-Zeit. Der genaue Titel bleibt etwas unklar – er sagt 'wir nennen es Politik', was auf ein Buch über ihre politische Arbeit bei den Piraten hindeutet.
Gedenkrede zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Marina Weisband
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:29:11 „Leute, es gibt eine tolle Rede von Marina, nämlich alles der Gedenkstunde zum Tag, also des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus, die du erst letztes Jahr gehalten hast.“
Jochen Wegner empfiehlt Marina Weisbands Rede zur Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Er hebt sie als besonders sehenswert hervor, ohne weiter auf den Inhalt einzugehen, nennt sie aber im Kontext der Vorstellung von Weisbands öffentlichem Wirken.
Frag uns doch! Eine Jüdin und ein Jude erzählen aus ihrem Leben
Marina Weisband
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:30:13 „Das auch als Buch ist Quatsch, aber es gibt auch ein Buch. Ja, aber prinzipiell basiert das Buch auf diesen Fragen.“
Ergänzend zur YouTube-Serie erwähnt Jochen Wegner, dass es auch ein Buch gibt, das auf den Fragen der Serie basiert. Marina Weisband bestätigt dies. Es ist das Begleitbuch zur Serie, in dem sie auch persönliche Themen wie ihre Identität als Vaterjüdin verarbeitet.
Frag einen Juden
Marina Weisband, Eliyah Havemann
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:30:15 „es gibt ein Buch und auch diesen schon von mir erwähnt, also diese YouTube-Serie... Man kann gucken nach dem Hashtag Frag einen Juden“
Jochen empfiehlt die YouTube-Serie und das darauf basierende Buch über jüdisches Leben
Frag einen Juden (YouTube-Serie)
Marina Weisband, Eliyah Havemann
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:30:15 „diese YouTube-Serie, die ja auch so eher versehentlich gestartet hat... ich habe gestern Abend, glaube ich, locker zehn von diesen Videos noch geguckt“
Jochen empfiehlt begeistert die YouTube-Reihe, in der Marina und Eliyah Havemann Fragen zum Judentum beantworten
Der Idiot
Fjodor Dostojewski
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 00:33:35 „Ich war immer sehr berührt von Dostoevskys Beschreibung, da sagt Fürst Murschkin, mir ist, als ob das ganze Leben eine Party feiert und jeder ist eingeladen, selbst diese Pflege da auf der Fensterbank, nur ich habe keinen Platz.“
Marina Weisband beschreibt ihr Gefühl der Heimatlosigkeit und des Ausgeschlossenseins, das sie als Kind ohne religiöse Rituale und Feste begleitete. Sie zitiert Fürst Myschkin aus Dostojewskis 'Der Idiot', der das Gefühl beschreibt, keinen Platz auf der großen Party des Lebens zu haben — ein Bild, das ihre eigene Suche nach Zugehörigkeit und Glauben tief geprägt hat.
Krieg und Frieden
Leo Tolstoi
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 00:34:55 „Ich habe Krieg und Frieden gelesen, weil ich hatte mega Panik. Und ich habe Krieg im Frieden gelesen und es war gerade Fürst André Baukonski, war in der Reserve und am Rande des Schlachtfelds und plötzlich flog eine Kanonenkugel und riss ihm die Hüfte weg und er fiel und sah den Mond.“
Marina Weisband erzählt von dem entscheidenden Moment, in dem sie zum Glauben fand: Am Abend vor ihrer Mathe-Abiprüfung las sie panisch 'Krieg und Frieden'. Die Szene, in der Fürst Andrej verwundet wird und den Mond betrachtet, löste bei ihr eine existenzielle Erkenntnis aus — dass ihr ein Platz in der Welt geschenkt wurde. Das Buch wurde so zum Katalysator ihres Glaubens.
Anti-Autoritäre Erziehung (Summerhill)
A.S. Neill
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:57:04 „bei meinen Eltern im Schrank, das werde ich nie vergessen, stand ein Buch, das hieß Anti-Autoritäre Erziehung von einem Menschen, der hieß Neil“
Jochen erinnert sich an das Buch seiner Eltern über alternative Erziehungsformen, das ihn als Teenager faszinierte
Erziehung in Summerhill (Anti-Autoritäre Erziehung)
Alexander Sutherland Neill
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:58:19 „Es gab doch, deswegen kam ich auch drauf, bei mir zu Hause, bei meinen Eltern im Schrank, das hätte ich nie vergessen, es stand ein Buch, das hieß Anti-Autoritäre Erziehung von einem Menschen, der hieß Neil. Ich habe das dann gelesen, war ganz fasziniert, der darin beschrieb, wie er eine neue Form von Erziehung propagiert und die Schüler sozusagen sich selbst verwalten.“
Im Gespräch über Demokratie in Schulen erinnert sich Jochen Wegner an ein Buch aus dem Regal seiner Eltern: A.S. Neills 'Anti-Autoritäre Erziehung' (im Original 'Summerhill'). Er war als Teenager fasziniert von der Idee der Schülerselbstverwaltung und sieht Parallelen zu Marina Weisbands Arbeit mit Aula.
Doughnut Economics
Kate Raworth
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 01:22:16 „Es gibt durchaus Modelle, die vorgeschlagen werden, wie die Growth oder Donut-Ökonomie, also gar nicht weniger von dem, was wir bisher machen. Nicht mehr Armut, nicht mehr Verzicht, sondern anders, langsamer wirtschaften, langsamer weniger Dinge herstellen, die dann länger halten, die nicht so schnell weggeworfen werden müssen.“
Im Gespräch über die Krise des Kapitalismus und fehlende Alternativen nennt Marina Weisband die Donut-Ökonomie als konkretes Gegenmodell. Sie beschreibt deren Kernidee: nicht Verzicht, sondern ein anderes, langsameres Wirtschaften innerhalb planetarer Grenzen, bei dem Produkte länger halten und die Automatisierung den Menschen Zeit für Familie und Gemeinschaft verschafft.
Donut-Ökonomie
Kate Raworth
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 01:22:52 „Es gibt durchaus Modelle, die vorgeschlagen werden, wie die Growth oder Donut-Ökonomie“
Marina erwähnt alternative Wirtschaftsmodelle als Gegenentwurf zum Wachstumsparadigma
Summerhill
Alexander Sutherland Neill
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:36:47 „Alle sind nur noch erneuerbare Energien, alle haben eine Drei-Tage-Woche und wir kümmern uns hauptsächlich, wir machen Dänemark aber in gut und machen so richtig jeder Summer Hill in der Erziehung.“
Jochen Wegner skizziert ein karikiertes Szenario, in dem Deutschland sich völlig von Wettbewerb und Machtpolitik zurückzieht und stattdessen auf progressive Erziehung und erneuerbare Energien setzt. Summerhill dient dabei als Chiffre für eine radikal freie, antiautoritäre Pädagogik – Jochen nutzt es als rhetorisches Extrem, um Marinas Positionen auf die Probe zu stellen und zu fragen, ob ein solches Land gegenüber China bestehen könnte.
Autocracy, Inc.
Anne Applebaum
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 02:35:31 „Die sind auch digitalisiert und die sind in einer Art, ein Applebaum hat das Authoritarian Incorporated genannt. Also die sind organisiert in einem lockeren Verband, der sich gegenseitig unterstützt, der sich bei Sanktionen aushilft, der gemeinsam Kampagnen fährt.“
Marina Weisband beschreibt, wie moderne Autokratien nicht mehr isoliert agieren, sondern in einem globalen Netzwerk zusammenarbeiten. Sie verweist auf Anne Applebaums Konzept 'Authoritarian Incorporated' (im Original 'Autocracy, Inc.'), um zu erklären, wie sich autoritäre Staaten gegenseitig bei Sanktionsumgehung und Desinformationskampagnen unterstützen.
Authoritarian Incorporated
Anne Applebaum
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 02:39:03 „ein Applebaum hat das Authoritarian Incorporated genannt“
Marina verweist auf Anne Applebaums Konzept der vernetzten autoritären Staaten
Neon Genesis Evangelion
Hideaki Anno
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:50:02 „Ich hoffe, ich spreche es richtig aus. Neon Evangelion Religion oder Sailor Moon?“
Im A-oder-B-Spiel stellt Jochen Wegner Marina Weisband Anime-Serien zur Auswahl. Neon Genesis Evangelion wird als erste Option genannt, Marina entscheidet sich für Sailor Moon.
Sailor Moon
Naoko Takeuchi
🗣 Marina Weisband erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:50:02 „Ich hoffe, ich spreche es richtig aus. Neon Evangelion Religion oder Sailor Moon? Sailor Moon.“
Im A-oder-B-Spiel wählt Marina Weisband Sailor Moon gegenüber Neon Genesis Evangelion. Die Anime-Serien werden als schnelle Entscheidungsfragen ohne weitere Erläuterung gestellt.
Attack on Titan
Hajime Isayama
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:50:12 „Attack on Titan oder Tokyo Ghoul?“
Weiteres Anime-Paar im A-oder-B-Spiel. Marina Weisband antwortet ausweichend mit 'Right Arm' und entscheidet sich für keines der beiden direkt.
Tokyo Ghoul
Sui Ishida
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:50:12 „Attack on Titan oder Tokyo Ghoul?“
Zweite Option im Anime-Fragenpaar des A-oder-B-Spiels, als Alternative zu Attack on Titan genannt.
Pippi Langstrumpf
Astrid Lindgren
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:53:15 „Pippi oder Winnetou? Pippi.“
In der Schnellfragerunde werden zwei ikonische Kindheitsfiguren gegenübergestellt. Marina Weisband wählt Pippi Langstrumpf. Die Frage steht im Kontext einer langen Reihe von Entweder-oder-Fragen ohne weitere Vertiefung.
Winnetou
Karl May
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:53:18 „Pippi oder Winnetou? Pippi. Winnetou oder kein Winnetou? Kein Winnetou.“
Winnetou wird gleich in zwei aufeinanderfolgenden Fragen thematisiert. Zuerst verliert die Figur gegen Pippi Langstrumpf, dann wird die aktuelle Debatte um Winnetou aufgegriffen – Marina Weisband positioniert sich mit 'Kein Winnetou', was auf die Diskussion um kulturelle Aneignung in Karl Mays Werk anspielt.
The Good Place
Michael Schur
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:54:03 „The Good Place oder Game of Thrones? The Good Place.“
Im Schnellfragerunden-Spiel stellt Jochen Wegner Marina Weisband die Wahl zwischen den beiden Serien. Weisband entscheidet sich ohne Zögern für The Good Place. Es handelt sich um eine knappe Präferenzfrage ohne weitere inhaltliche Diskussion.
Game of Thrones
David Benioff, D. B. Weiss / George R. R. Martin
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:54:03 „The Good Place oder Game of Thrones? The Good Place. Mythodea oder Westeros? Westeros.“
Game of Thrones taucht gleich zweimal in der Schnellfragerunde auf: einmal direkt als Serientitel, dann indirekt über die fiktive Welt Westeros. Marina Weisband wählt zwar The Good Place gegenüber Game of Thrones, entscheidet sich aber für Westeros gegenüber Mythodea – der bekannten deutschen LARP-Welt.
Star Wars
George Lucas
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:54:28 „Luke oder Han? Han.“
In der Schnellfragerunde stellt Wegner die klassische Star-Wars-Frage nach der Lieblingsfigur. Marina Weisband entscheidet sich für Han Solo gegenüber Luke Skywalker. Eine beiläufige Referenz ohne weitere Diskussion der Filme.
Interview mit Marina Weisband (Süddeutsche Zeitung 2012)
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:55:10 „Süddeutsche Zeitung, ein Interview 2012. Da redest du über die Fantasiewelten in Rollenspielen“
Christoph zitiert aus einem zehn Jahre alten Interview, in dem Marina über ihre Rollenspiel-Leidenschaft sprach
Interview mit Marina Weisband
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:56:53 „Also zum Beispiel Süddeutsche Zeitung, ein Interview 2012. Da redest du über die Fantasiewelten in Rollenspielen und sagst, Zitat, Da fahre ich für drei Tage in den Wald und lebe mit 30 anderen in einem römischen Legionärslager.“
Christoph Amend zitiert aus einem konkreten Interview der Süddeutschen Zeitung von 2012, in dem Marina Weisband über ihre Leidenschaft für Live-Rollenspiele gesprochen hat. Er nutzt das Zitat als Einstieg in das Thema Rollenspiele und fragt sie, was daran so faszinierend ist.
Porträt Marina Weisband (Zeitmagazin)
Christoph Amend
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:02:54 „Wir haben uns ungefähr vor zehn Jahren das erste Mal getroffen. Da habe ich dich begleitet, ein paar Tage porträtiert, interviewt für das Zeitmagazin damals“
Christoph erinnert an sein damaliges Porträt von Marina für das Zeitmagazin
Ой у лузі червона калина (Oh, the Red Viburnum in the Meadow)
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 03:43:18 „Dieses Ojo hui si cerro na carina ist übrigens ein Lied von 1918. Und es ist ein Kriegslied, auch wenn es nicht so klingt, das den Kampf gegen Russland thematisiert. Und die Befreiung der Ukraine von Russland.“
Nachdem Marina Weisband auf Ukrainisch gesungen hat, ordnet sie das Lied historisch ein. Es handelt sich um ein ukrainisches Volkslied von 1918, das den Kampf gegen Russland und die Befreiung der Ukraine thematisiert. Das Lied wurde insbesondere nach 2022 wieder international bekannt als Symbol des ukrainischen Widerstands.
Futur Wir – Wie radikal wollen wir sein?
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:53:53 „Es gibt auch auf Dreiser zurzeit eine sehr interessante Doku-Reihe, Futur Wir, wie radikal wollen wir sein? Und für eine davon, ich kann es wirklich sehr empfehlen, ist jetzt in der Mediathek zu sehen.“
Christoph Amend empfiehlt eine aktuelle Doku-Reihe, in der sich unter anderem Sascha Heimowitz (Chefredakteur des Zeitmagazins) mit Marina Weisband getroffen hat. Die Doku passt zum Gesprächsthema über radikale Veränderungen und die Grenzen des bestehenden Systems.
Star Trek
Gene Roddenberry
🗣 Marina Weisband referenziert bei ⏱ 04:06:01 „Im Prinzip ist Star Trek eine großartige Utopie, weil sie sich auf urmenschliche Eigenschaften wie Neugier und Zusammenarbeit beruft und die Frage stellt, was könnten wir, wenn wir genug hätten?“
Im Gespräch über ihre politische Utopie einer staatenlosen, klassenlosen Gesellschaft erklärt Marina Weisband, dass der Replikator aus Star Trek die technische Voraussetzung für funktionierenden Kommunismus sei. Sie beschreibt Star Trek als Modell-Utopie, die zeigt, wie Menschen sich verhalten könnten, wenn das Energie- und Ressourcenproblem gelöst wäre.
Servus, Grüezi, Hallo
Florian Gasser, Matthias Daum, Lenz Jakobsen
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:12:30 „Bei Zeit Online gibt es einen Podcast, den sogenannten Transalpinen-Podcast Servus, Grüezi, Hallo von drei Kollegen, in dem Fall aus unserem Haus, aus der Schweiz, aus Österreich und hier aus Deutschland, aus Berlin.“
Jochen Wegner erwähnt den Zeit-Online-Podcast im Kontext der Diskussion über direkte Demokratie in der Schweiz. Er nutzt ihn als Überleitung zu einer beeindruckenden Szene aus einer begleitenden TV-Dokumentation, in der eine Schweizer Bürgerschaftsabstimmung gezeigt wird.
Dokumentation über Servus, Grüezi, Hallo
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:12:37 „Es gibt eine Doku über Kollegen von uns. Podcast-Kollegen. Und die wurden von einem Fernsehteam begleitet, während sie ihre Länder bereisen und sich gegenseitig erklären. Schaut euch das mal an, weil ich finde, es ist ein ganz tolles Beispiel.“
Jochen Wegner empfiehlt eine Fernsehdokumentation, in der die Macher des Podcasts 'Servus, Grüezi, Hallo' von einem Kamerateam begleitet werden. Ihn hat besonders eine Szene bei einer Schweizer Bürgerschaftsabstimmung beeindruckt, bei der Bürger auf hohem Niveau frei reden und eine rationale Entscheidung treffen. Der konkrete Titel der Doku wird nicht genannt.
Artikel von Tagesspiegel über Bildung
Marina Weisband
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:27:50 „ich habe mir einen Satz rausgeschrieben... Tagesspiegel, Marina. Maschinen können Sachwissen besser abrufen und wiedergeben als Menschen, was Kinder lernen müssten, ist, sich auf Dinge vorzubereiten, die es noch gar nicht gibt“
Jochen zitiert begeistert einen Satz von Marina aus dem Tagesspiegel über zukunftsorientierte Bildung
Buch über Expertenprognosen
Sascha Lobo
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:28:42 „Ich glaube, Sascha hat ein Buch darüber geschrieben. Experten sind signifikant nicht in der Lage, ihr eigenes Fachgebiet zu prognostizieren.“
Im Gespräch über Bildung und die Unmöglichkeit, die Zukunft vorherzusagen, erwähnt Jochen Wegner beiläufig ein Buch von Sascha Lobo. Die These: Experten können ihr eigenes Fachgebiet nicht zuverlässig prognostizieren. Der genaue Titel wird nicht genannt, und Wegner scheint sich selbst nicht ganz sicher zu sein.
Die Harald Schmidt Show
Harald Schmidt / SAT.1 · 1995
🗣 Marina Weisband erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:33:58 „Es hat damit angefangen, dass, als ich noch relativ unbekannt war, Harald Schmidt ein Foto von mir bei der Bundespressekonferenz gezeigt hat und gesagt hat, die sieht aus wie eine, der in der Schule schon die Handtasche nachgetragen wurde.“
Marina Weisband erzählt von ihrer ersten Erfahrung mit öffentlicher Wahrnehmung. Harald Schmidt zeigte in seiner Sendung ein Foto von ihr und machte sich über ihr Erscheinungsbild lustig, indem er sie als verwöhnte höhere Tochter darstellte. Diese Episode markierte für Weisband den Beginn einer überraschenden und teils verstörenden Erfahrung mit Öffentlichkeit.
Schnelles Denken, langsames Denken
Daniel Kahneman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:56:18 „Also Christoph, ich weiß nicht, du bist dir dessen bewusst, der Kahnemann, den wir immer zitieren, ist ja sozusagen einer der Gottväter dieser ganzen Forschung. Im Grunde genommen unser Lieblingsbuch. Unser Lieblingsbuch, weil dieses A oder B Spiel ist aus diesem Gedanken natürlich entwickelt.“
Im Gespräch über Heuristiken und schnelle Urteile verweist Jochen Wegner auf Daniel Kahneman als Pionier dieser Forschung und bezeichnet dessen Buch als 'unser Lieblingsbuch'. Er erklärt, dass das A-oder-B-Spiel des Podcasts auf Kahnemans Konzept des schnellen vs. langsamen Denkens basiert — man soll spontan antworten, damit die eigenen Heuristiken sichtbar werden.
Warum bekämpfen wir Linken uns so oft gegenseitig
Marina Weisband
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:13:07 „Du hast vor zwei Jahren in der Zeit einen Gastbeitrag beschrieben, also erschienen im Juli 2020 unter der Zeile, warum bekämpfen wir Linken uns so oft gegenseitig über die Cancel Culture.“
Christoph Amend spricht Marina Weisband auf ihren Gastbeitrag in der ZEIT an, in dem sie die Frage aufwirft, warum sich Linke so oft gegenseitig bekämpfen. Weisband erzählt, dass der Text zwei Jahre vor der Veröffentlichung geschrieben wurde – noch vor den George-Floyd-Protesten – und sie große Angst vor den Reaktionen hatte, die dann aber erstaunlich mild ausfielen.