Aline Abboud, wie war es, vor einem Krieg zu fliehen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Aline Abboud erzählt, wie sie als Kind den Libanonkrieg 2006 erlebte — vom sorglosen Strandtag bis zum panischen Anruf der Großmutter und der chaotischen Flucht, bei der die deutsche Botschaft versagte. Die Tagesthemen-Moderatorin spricht über ihre drei Identitäten — libanesisch, ostdeutsch und die der Wiedervereinigung — und darüber, was es bedeutet, in einem Land aufzuwachsen, das sich über Nacht komplett verändert hat.
„Im Westen haben sich nur die Postleitzahlen verändert und im Osten hat sich alles verändert.“
Erwähnte Medien (50)
Star Wars
George Lucas
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:02:19 „Die Star Wars Tassen sind da. Wie in jeder Sendung. Sehr gut vorbereitet.“
Star Wars wird als Franchise beiläufig erwähnt, weil die Hosts traditionell aus Star-Wars-Tassen trinken. Später wird eine Tasse als 'der Bauchbereich von Harrison Ford' beschrieben. Es ist eine wiederkehrende Requisite des Podcasts, keine inhaltliche Empfehlung.
Sex and the City (neue Staffel / And Just Like That...)
Darren Star
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:10:17 „Ich habe gestern die neue Staffel von Sex in the City geschaut und die haben eben auch so ganz hohe, gerade so quäkige Mädchenstimmen. Es sind aber Frauen, die alle Mitte 55 sind. Und da dachte ich auch, ja, es wäre eigentlich besser, wie schön wäre es, wenn die mit ihren echten Stimmlagen sprechen würden.“
Im Gespräch über Stimmen und Stimmlagen bei Frauen erwähnt Christoph Amend die neue Staffel von Sex and the City (gemeint ist das Reboot 'And Just Like That...'). Er nutzt die Serie als Beispiel dafür, dass Frauen oft in künstlich hohen Stimmlagen sprechen, obwohl sie Mitte 50 sind und ihre natürliche Stimmlage schöner wäre.
And Just Like That…
Michael Patrick King / HBO
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:10:34 „ich habe gestern die neue Staffel von Sex in the City geschaut und die haben eben auch so ganz hohe, gerade so quäkige Mädchenstimmen“
Christoph erwähnt die neue Staffel als Beispiel für Frauen, die in einer unnatürlich hohen Stimmlage sprechen
Star Trek (Raumschiff Enterprise)
Gene Roddenberry
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:13:14 „Das ist ja jetzt so Raumschiff Enterprise-artig, Star Trek-mäßig das Studio, die fliegt dann so rein und alle machen ja irgendwas anders.“
Jochen Wegner vergleicht das moderne Tagesthemen-Studio mit der Brücke aus Star Trek, weil die Kamera dort so futuristisch hereinschwebt. Es ist ein bildhafter Vergleich, keine inhaltliche Empfehlung der Serie.
Absolute Giganten
Sebastian Schipper
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:34:24 „Absolute Giganten? Ist das Absolute Giganten, wo es diese Kamera in Kicker gibt? Diese Makroaufnahmen. Sebastian Schiffer? Es gibt einen Film, wo es eigentlich nur ums Kickern geht.“
Als Aline Abboud von ihrer Leidenschaft fürs Kickern erzählt, versucht Jochen Wegner sich an den Namen eines Films zu erinnern, in dem es zentral ums Kickern geht – mit markanten Makroaufnahmen des Kicker-Tisches. Er kommt auf 'Absolute Giganten' von Sebastian Schipper, ist sich aber nicht ganz sicher.
Die da oben
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:39:18 „Seit 2019 gibt es den Podcast, über den wir schon gesprochen haben. Die da oben? Nee, das ist ein Funk-Format. Funk-Format? YouTube-Format, genau.“
Im biografischen Durchgang durch Aline Abbouds Karriere erwähnt Christoph Amend ihr Funk/YouTube-Format 'Die da oben', das seit 2019 existiert. Aline korrigiert, dass es kein Podcast, sondern ein YouTube-Format ist.
Zenit
Aline Abboud
🗣 Aline Abboud erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:39:32 „Und seit 2020 den Nahost-Podcast. Zenit. Wobei, da muss ich gestehen, da gab es jetzt eine längere Pause. Ich frage mich schon, ob es den noch gibt.“
In der biografischen Übersicht kommt Aline Abbouds Nahost-Podcast 'Zenit' zur Sprache. Sie beschreibt ihn als Herzensprojekt, das sie ehrenamtlich und ohne Team betreibt. Durch familiären Zuwachs und den Senderwechsel musste sie pausieren, kündigt aber an, nächstes Jahr weiterzumachen.
Aline
Christophe
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 01:01:28 „Also französische Chansons. Es gibt ja dieses Aline von Christophe. Und das haben meine Eltern damals gehört. Bist du danach benannt worden? Ja, danach bin ich benannt worden, nach dem Lied.“
Aline Abboud erzählt von der frankophilen Prägung ihrer libanesischen Familie. Der französische Chanson 'Aline' von Christophe war der Grund für ihren Vornamen – ihre Eltern hörten das Lied und benannten sie danach. Es ist ein persönlicher Moment, der die kulturelle Brücke zwischen Libanon und Frankreich illustriert.
Charles Aznavour (Musik allgemein)
Charles Aznavour
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 01:01:33 „Auch Charles Aznavour ist so bei uns in der Familie, rauf und runter, wenn wir das... Also Frankophil und das fand ich auch immer ganz toll bis heute.“
Aline Abboud spricht über die frankophile Prägung ihrer libanesischen Familie. Neben dem Chanson 'Aline' von Christophe, nach dem sie benannt wurde, erwähnt sie Charles Aznavour als weiteren prägenden Künstler, dessen Musik in der Familie rauf und runter gehört wurde.
Dokumentarfilm über ein Schweigekloster
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:16:46 „Nee, es gibt nur einen tollen Dokumentarfilm, den ich vor, keine Ahnung, zehn Jahren mal gesehen habe, über dieses, ich habe leider den Titel vergessen, aber über ein Schweigekloster“
Christoph erinnert sich an einen Dokumentarfilm über ein Schweigekloster, kann sich aber nicht an den Titel erinnern
Die große Stille
Philip Gröning
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:16:46 „Es gibt nur einen tollen Dokumentarfilm, den ich vor, keine Ahnung, zehn Jahren mal gesehen habe, über dieses, ich habe leider den Titel vergessen, aber über ein Schweigekloster und dachte damals schon auch, das muss irgendwie schon sehr interessant sein.“
Als Aline Abboud erzählt, dass sie gerne mal in ein Schweigekloster gehen würde, erinnert sich Christoph Amend an einen Dokumentarfilm über ein solches Kloster, den er vor etwa zehn Jahren gesehen hat. Er nennt den Titel nicht, aber die Beschreibung passt auf Philip Grönings preisgekrönte Dokumentation 'Die große Stille' über das Kloster Grande Chartreuse.
Bücher von Aladin El-Mafaalani
Aladin El-Mafaalani
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 01:45:24 „Ich habe letztes, nee, dieses Jahr mit dem, ich weiß nicht, ob ihr den kennt, Aladin El Mafalani, der ist so ein Bildungsforscher, Wissenschaftler, Soziologe, kann ich total empfehlen, der hat ganz tolle Bücher geschrieben.“
Im Gespräch über Repräsentanz und die Frage, warum sich gesellschaftliche Debatten um Diversität für manche wie Überforderung anfühlen, empfiehlt Aline Abboud die Bücher des Bildungsforschers Aladin El-Mafaalani. Sie greift seine Metapher vom großen Tisch auf, an den sich immer mehr gesellschaftliche Gruppen setzen wollen, was zu Reibung führt – ein Bild, das sie auf ihre eigene Erfahrung als Deutsch-Libanesin mit ostdeutscher Prägung bezieht.
Naika Foroutan – Artikel über Ost-Identität und Migration
Naika Foroutan
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 01:50:45 „das war so eine Wissenschaftlerin, Naika Futan. Hatten wir veröffentlicht, riesen Feedback damals.“
Aline erwähnt eine Veröffentlichung der Wissenschaftlerin Naika Foroutan, die Parallelen zwischen Ost-Identität und Migrationserfahrung untersucht
Apotheken Umschau
🗣 Aline Abboud empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:07:03 „Also ich lese für mein Leben gerne Medizinbücher. Oder irgendwelche medizinischen Werke oder auch die Apotheken-Umschau. Aber da stehen wirklich gute Sachen drin.“
Aline Abboud erzählt von ihrer Faszination für Medizin und medizinische Literatur. Neben Fachbüchern empfiehlt sie ausdrücklich die Apotheken-Umschau als Publikation mit wirklich guten Inhalten. Ihre Mutter als Diplom-Ingenieurin für Pharmazie schickt ihr die Zeitschrift nach Hause.
Der Medicus
Noah Gordon
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 02:08:30 „Wenn ihr den Medikus kennt, das ist ja auch so der Klassiker. Weil es geht ja natürlich darum, dass die arabische Welt hatte ja auch mal Hochphasen und ihre Hochkultur.“
Im Zusammenhang mit dem Buch 'Platon in Bagdad' erwähnt Aline Abboud 'Der Medicus' als bekannten Referenzpunkt, um das Thema des Wissenstransfers zwischen Orient und Okzident greifbarer zu machen. Der Roman dient als Brücke, damit die Zuhörer den Kontext der arabischen Wissenschaftstradition einordnen können.
Mozart-Requiem
Wolfgang Amadeus Mozart
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 02:33:19 „Sie hat in Leipzig ihre Ehrendoktorwürde 2008 bekommen und da haben wir als Unikorps für ihr das Mozart-Requiem gedrillert.“
Aline erzählt, dass sie im Unichor in Leipzig das Mozart-Requiem für Angela Merkels Ehrendoktorwürde aufgeführt hat
Autobiografie (Angela Merkel)
Angela Merkel
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:34:55 „Und ich glaube, sie schreibt ihre Autobiografie, das wird auch noch ein bisschen dauern.“
Die drei spekulieren darüber, was Angela Merkel nach ihrer Kanzlerschaft macht. Christoph Amend teilt die Theorie, Merkel werde sich für das Klima engagieren, und ergänzt, dass sie vermutlich an ihrer Autobiografie schreibe. Das Buch wird als noch in Arbeit befindlich erwähnt.
Generation Merkel (Dokumentation)
🗣 Aline Abboud erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:50:51 „Ich hatte, hab jetzt auch letztens, das hab ich leider noch nicht angefangen, aber gibt's auch eine Doku über die Generation Merkel zum Beispiel, wollte ich mir mal angucken.“
Aline Abboud erwähnt im Kontext der Vielfalt öffentlich-rechtlicher Mediatheken eine Dokumentation über die Generation Merkel, die sie sich noch vornehmen will. Sie hat die Doku noch nicht gesehen, nennt sie aber als Beispiel für spannende Inhalte, die man in den Mediatheken entdecken kann.
Kevin Kühnert (Dokumentation)
🗣 Aline Abboud empfiehlt aktiv bei ⏱ 02:51:15 „Oder diese Doku jetzt über Kevin Kühnert beispielsweise. Kevin Kühnert-Doku, sechs Teile, ist noch in der Mediathek. Die ist echt super.“
Im Gespräch über die Qualität öffentlich-rechtlicher Formate empfiehlt Aline Abboud begeistert eine sechsteilige Dokumentation über Kevin Kühnert, die in der Mediathek verfügbar ist. Jochen Wegner stimmt zu und ergänzt, dass es darin weniger um Kühnert selbst als um das Leben als Politiker und die Mechanik der SPD gehe – ein fantastischer Film.
Generation Merkel
🗣 Aline Abboud erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:51:35 „Also ich habe jetzt auch letztens, das habe ich leider noch nicht angefangen, aber gibt es auch eine Doku über die Generation Merkel zum Beispiel. Wollte ich mir mal angucken.“
Aline erwähnt eine Dokumentation über die Generation Merkel, die sie sich noch ansehen möchte
Raumschiff Enterprise (Star Trek)
Gene Roddenberry
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:12:33 „Was Jochen schon meinte mit dem Raumschiff Enterprise, das finde ich eigentlich eine gute Metapher. Wir hatten mal ein Raumschiff Enterprise da übrigens drin, als Augmented Reality. Man fragt sich ja schon, im Jahre 2021, 2022, warum hängt die Seriosität einer Nachrichtensendung davon ab, dass sie aussieht wie Raumschiff Enterprise?“
Christoph Amend nutzt 'Raumschiff Enterprise' als wiederkehrende Metapher für die futuristische, überinszenierte Ästhetik moderner Nachrichtenstudios. Er stellt die Grundsatzfrage, ob journalistische Seriosität wirklich von aufwendiger Studiotechnik abhängen muss — und erwähnt, dass die Serie sogar einmal als Augmented Reality im Tagesthemen-Studio eingeblendet wurde.
Kevin Kühnert und die SPD
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:14:35 „Dieser Kühnert-Film, den jetzt keiner gesehen hat. Leute, guckt diesen Kühnert-Film. Den liebe ich auch deswegen. Es ist eine Langzeitbeobachtung von Kevin Kühnert und wie er in der SPD agiert. Und das Tolle an diesem Film ist, der kommt fast komplett ohne Stilmittel aus, es sind einfach die Filmen, das wird geschnitten, die sagen nicht mal was und du siehst sechs Folgen lang, ich weiß nicht, 45 Minuten siehst du den Mann einfach bei der Arbeit zu, das ist so toll.“
Jochen Wegner empfiehlt die Langzeitdokumentation über Kevin Kühnert enthusiastisch als Gegenbeispiel zur überinszenierten TV-Ästhetik. Er lobt, dass der Film fast komplett ohne Stilmittel auskommt — nur ein leichter Rosa-/Rot-Filter, ansonsten beobachtet die Kamera Kühnert einfach bei der Arbeit. Für Wegner ist das der Beweis, dass weniger Inszenierung mehr Wirkung erzielt.
Bundestagswahl-Dokumentation
Stefan Lamby
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:14:52 „Das Gegenteil ist Dokumentarfilme von früher oder die es auch immer noch gibt, super Computergrafiken und dann vier selbst, wie heißt der noch, dieser vielfach preisgekrönte Politikreporter, fällt mir jetzt gleich wieder ein, hatte jetzt über die Bundestagswahl auch. Stefan Lambi. Selbst Lambie, der wirklich toll ist, braucht dann vier Bildschirme, die gleichzeitig zu sehen sind.“
Jochen Wegner nennt Stefan Lambys Dokumentation über die Bundestagswahl als Gegenbeispiel zum reduzierten Kühnert-Film. Obwohl er Lamby als wirklich guten, vielfach preisgekrönten Politikreporter anerkennt, kritisiert er die überinszenierte Machart mit vier gleichzeitig sichtbaren Bildschirmen und aufwendiger Computergrafik. Den genauen Titel nennt er nicht.
Der Herr der Ringe: Die Rückkehr des Königs
Peter Jackson
🗣 Aline Abboud erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:40:21 „Ich kann mich noch erinnern, ich war 2003, als der dritte Herr-der-Ringe-Film rauskam, stand ich mit zwei Freundinnen am Sony-Center und wir haben auf die ganzen krassen Schauspieler gewartet und so. Und dann kommt Liv Tyler oder wie sie hieß und macht einfach nur so ein L, wo ich dachte, danke, dafür habe ich jetzt hier fünf Stunden minus zehn Grad gewartet.“
Aline Abboud erzählt im Kontext von Autogrammkarten und Fan-Begegnungen von ihrem einzigen Erlebnis als wartender Fan. Bei der Premiere des dritten Herr-der-Ringe-Films 2003 am Berliner Sony Center stand sie stundenlang in der Kälte, nur um von Liv Tyler ein enttäuschendes Kürzel-Autogramm zu bekommen.
heute-show
Oliver Welke / ZDF · 2009
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:45 „Hast du mal über eine Karriere als Gagschreiberin bei der Heute-Show nachgedacht? Also darüber können wir mal reden. War was Lustiges. Ich mag Olaf Schubert. Der ist ja auch bei der Heute-Show.“
Nachdem Aline Abboud einen besonders schlagfertigen Witz über Friedrich Merz gemacht hat, fragt Jochen Wegner scherzhaft, ob sie nicht Gagschreiberin bei der heute-show werden wolle. Aline steigt auf den Scherz ein und erwähnt, dass sie Olaf Schubert mag, der ebenfalls in der Sendung auftritt.
Switch Reloaded
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:01:20 „Es ist doch auch eine Ehre, wenn du bei Switch Reloaded parodiert wirst. Das war doch auch mal. Gibt es das noch? Nee, leider nicht.“
Im Gespräch über Räuchermännchen und Merchandise-Artikel als Ehrbezeugungen kommt Aline Abboud auf die Comedy-Show Switch Reloaded zu sprechen. Sie findet es grundsätzlich eine Ehre, wenn man in einer solchen Sendung parodiert wird, und bedauert, dass es die Show nicht mehr gibt.
TV total
Stefan Raab
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:02:01 „Wie heißt nochmal, es gab doch TV-Total. Achso, ja, Stefan Rapp. Wie fand ich das eigentlich? Also das ist wie Friedrich Merz so ein bisschen. Es kommt eins zu eins wieder und vielleicht ist das auch das große Geheimnis, dass man so wie Friends gucken.“
Jochen Wegner versucht sich an den Namen einer wiederbelebten TV-Sendung zu erinnern und kommt auf TV total von Stefan Raab. Er zieht einen Vergleich zu Friedrich Merz' politischem Comeback – beides komme eins zu eins zurück und erzeuge ein nostalgisches Gefühl vergangener Jahrzehnte, was ihn eher irritiert.
Friends
David Crane, Marta Kauffman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:02:03 „Vielleicht ist das auch das große Geheimnis, dass man so wie Friends gucken, also ich habe nicht Friends geguckt, aber alle gucken Friends. Man erzeugt ein Gefühl von vor so und so vielen Jahrzehnten und es irritiert mich irgendwie.“
Jochen Wegner nutzt Friends als Beispiel für das Phänomen der Nostalgie-Wiederbelebung – ob TV total oder Friedrich Merz, alles komme eins zu eins zurück. Er selbst hat Friends nie gesehen, kennt aber das kulturelle Phänomen, dass Menschen durch alte Serien Gefühle vergangener Zeiten wiedererleben wollen.
Sex and the City
Darren Star
🗣 Aline Abboud erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:02:18 „Aber viele finden das ja schön, weil sie dann, also ich weiß nicht, wenn du jetzt Sex in the City gesehen hast, hast du ja erzählt, dann kommen ja bestimmt da auch Gefühle hoch, oder? Also ich glaube, das wollen die Leute dann wieder erleben.“
Aline Abboud greift Jochen Wegners Nostalgie-These auf und verweist auf Sex and the City, das offenbar in einer früheren Passage des Gesprächs thematisiert wurde. Sie argumentiert, dass Menschen durch das Wiedersehen alter Serien vergangene Gefühle wiedererleben wollen – ein psychologisches Bedürfnis, das die Popularität von Revivals erklärt.
Jackie Chan Doku
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:03:54 „Ich hab letztens eine Doku auf Arte gesehen über ihn. Und dass er ja eigentlich erst mal nur so der Bruce-Lee-Verschnitt war am Anfang.“
Aline erwähnt eine Arte-Dokumentation über Jackie Chan, die seine Entwicklung vom Bruce-Lee-Verschnitt zum eigenständigen Filmstar zeigt
Jackie Chan Dokumentation (Arte)
🗣 Aline Abboud empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:06:22 „Ich hab letztens eine Doku auf Arte gesehen über ihn. Und dass er ja eigentlich erst mal nur so der Bruce-Lee-Verschnitt war am Anfang und dann aber so sein eigenes Ding draus gemacht hat. Und ich find den irre sympathisch.“
Im Gespräch über Kampfsport und Kampfkunstfilme erzählt Aline Abboud von einer Arte-Dokumentation über Jackie Chan, die sie kürzlich gesehen hat. Sie beschreibt, wie die Doku Jackie Chans Entwicklung von einem Bruce-Lee-Imitator zu einem eigenständigen Künstler nachzeichnet.
Gespenster
Henrik Ibsen
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:22:34 „Das war das Stück Gespenster von Henrik Ibsen und die Hauptrolle hatte Sophie Reuss gespielt, falls ihr die vielleicht kennt, die jetzt auch nicht riesig ist. Nee, und ich wurde sozusagen als Double, als kleines Gespenst für sie gebucht.“
Aline Abboud erzählt, dass sie als Kind zwei Jahre Komparsin an der Berliner Volksbühne war. In einer Inszenierung von Ibsens 'Gespenster' spielte sie das Double von Schauspielerin Sophie Reuß – ihre kleine Körpergröße war dafür perfekt geeignet. Sie erinnert sich lebhaft an die blutverschmierten Hände beim Applaus.
Nirgendwo in Afrika
Caroline Link
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:24:47 „Und war dann auch, wurde von der Straße gecastet für, wie hieß dieser Film, Jenseits in Afrika von Charlotte Link, oder wie hieß die, Caroline, Charlotte Link, dieser Oscar-Film. Ich muss, ich glaube, ich bin relativ sicher, Caroline Link.“
Aline Abboud erzählt von ihrer kurzen Phase als angehende Schauspielerin. Sie war in der engeren Auswahl für eine Kinderrolle im Oscar-prämierten Film von Caroline Link, wurde aber abgelehnt, weil sie trotz passender Körpergröße für die Rolle einer Neunjährigen schon zu alt wirkte. Der Filmtitel wird von Abboud als 'Jenseits in Afrika' erinnert, gemeint ist 'Nirgendwo in Afrika'.
The Monuments Men
George Clooney
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:28:00 „War das der Monuments Man? Das war Monuments Man.“
Aline erzählt von ihrer Zeit als Komparsin, als sie in dem George-Clooney-Film als italienische Trümmerfrau mitspielte
The Monuments Men
George Clooney
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:28:42 „Also ich war eine italienische Trümmerfrau an dem Tag, weil es ging ja um den Zweiten Weltkrieg und wir wurden da alle so richtig dreckig gemacht in so Klamotten. Und ich weiß noch, wie er da in die Maske kam und meinte, nee, you have to look more fucked up.“
Aline Abboud erzählt von ihrer Zeit als Komparsin bei Filmproduktionen. Beim Dreh von 'Monuments Men' in Berlin spielte sie eine italienische Trümmerfrau und hatte eine amüsante Begegnung mit George Clooney, dem sie versehentlich auf Italienisch einen Fluch an den Kopf warf – was er als Italien-Kenner sofort verstand, aber humorvoll überging.
Ein Hologramm für den König
Tom Tykwer
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:30:27 „Hologramm für einen König gedreht. Im Stilwerk ist Hologramm für einen König? Ganz oben, ganz oben auf dem Dach, ja. Und alles Greenscreen, das sollte ein Büro in Saudi-Arabien sein.“
Aline erzählt von ihrer Komparserie in dem Film mit Tom Hanks, der im Berliner Stilwerk gedreht wurde
Ein Hologramm für den König
Tom Tykwer
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:30:52 „Bei, damals mit Tom Hanks, es war auch lustig, es war in diesem Stilwerk im Kudamm, Ulandstraße, falls ihr das kennt, da haben wir Hologramm für einen König gedreht.“
Im Anschluss an die Monuments-Men-Anekdote erwähnt Aline Abboud einen weiteren Film, bei dem sie als Komparsin mitgewirkt hat: 'Ein Hologramm für den König' mit Tom Hanks, gedreht im Berliner Stilwerk am Kurfürstendamm.
The Cut
Fatih Akin
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:31:31 „Aber dieser Fatih Akin, das war tatsächlich eine krasse Szene oder Situation, weil wir haben, es ging ja um diesen Völkermord in Armenien.“
Aline beschreibt ihre intensive Erfahrung als Komparsin in Fatih Akins Film über den Völkermord an den Armeniern
The Cut
Fatih Akin
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 04:32:03 „Also in Babelsberg habe ich mal diesen Fatih Akin Film gedreht, The Cut, da waren wir so in einem Riesenraum. Und wir waren alles Frauen, ich glaube, wir waren eigentlich nur Frauen, die voller Blut und Vergewaltigungsopfer sozusagen, die in der Wüste rumlagen.“
Aline Abboud berichtet von einer eindrücklichen Erfahrung als Komparsin in Fatih Akins Film über den Völkermord an den Armeniern. Sie lag den ganzen Tag in einer nachgebauten Wüstenkulisse in Babelsberg, geschminkt mit Kunstblut und Motoröl in den Haaren, als Darstellerin eines Vergewaltigungsopfers – eine Erfahrung, die sie als physisch und emotional belastend beschreibt.
Verstehen Sie Spaß?
Kurt Felix
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 05:02:44 „Es gab doch mal dieses Verstehen Sie Spaß mit Ingo Zamperoni und Linda Zervakis, wo man in der Mitte, also es gibt so einen Punkt, das habe ich ja auch gelernt, weil ich musste ja auch diese Sicherheits Workshop. Dann kriegt man die Kamera auf die Mütze.“
Aline Abboud erzählt von den Sicherheitsvorkehrungen im automatisierten Tagesthemen-Studio. Sie verweist auf eine Folge von 'Verstehen Sie Spaß' mit Ingo Zamperoni und Linda Zervakis, um zu illustrieren, wie gefährlich die selbstständig fahrenden Kameras werden können, wenn man Lichtschranken übertritt.
Journalisten des Jahres
Medium Magazin
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 05:19:54 „Lustigerweise hat ja das Medium Magazin da gestern geschrieben, wo die jetzt die Journalisten, Journalistinnen des Jahres gekürt haben, reingeschrieben, ich würde den Spagat zwischen Leichtigkeit bei Funk und Seriosität bei Tagesthemen oder Jugendlichkeit mit Leichtigkeit schaffen.“
Im Gespräch über Aline Abbouds Doppelrolle bei Funk und den Tagesthemen erwähnt sie einen aktuellen Artikel des Medium Magazins, in dem die Journalistinnen und Journalisten des Jahres gekürt wurden. Dort wurde ihr bescheinigt, den Spagat zwischen jugendlicher Leichtigkeit und journalistischer Seriosität zu meistern.
Wetten, dass..?
Frank Elstner
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 05:28:51 „Welche Sendung würdet ihr wiederhaben wollen aus eurer Jugend? Wetten, dass. Wetten, dass?“
Die Runde spricht über Nostalgie und Fernseherlebnisse aus der Kindheit. Wetten, dass..? wird von mehreren Sprechern als prägendes Samstagabend-Ritual genannt. Christoph Amend kommentiert die aktuelle Nostalgiewelle im Fernsehen, während Aline Abboud bezweifelt, dass eine regelmäßige Rückkehr der Show dauerhaft Quoten bringen würde.
Wetten, dass..?
Frank Elstner
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 05:29:10 „Wetten, dass. Wetten, dass? Und ich weiß auch noch, auch wo ich war, als die Twin Towers“
Aline und die Gastgeber erinnern sich an Wetten, dass..? als kollektives Fernsehereignis ihrer Jugend
Sportschau
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:30:40 „Was hat man so als Kind? Samstagabend, also früher Samstagabend. Nach der Bademanne. Ja, Sportschau.“
Bei der Frage nach frühesten Fernseherinnerungen nennt Christoph Amend die Sportschau als festen Bestandteil des Samstagabends in seiner Kindheit – schon mit sechs Jahren, passend zu seiner Fußball-Begeisterung.
Eins, zwei oder drei
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:31:18 „Aber so als Kind? Eins, zwei oder drei. Ich kann mich zum Beispiel noch erinnern, es gab mal, hoffentlich blamier ich mich jetzt nicht, aber im Reich der wilden Tiere.“
Die Gesprächsrunde tauscht früheste Fernseherinnerungen aus der Kindheit aus. Jochen Wegner nennt die Kinderquizshow als eine seiner ersten TV-Erinnerungen, bevor er auf weitere Kindersendungen zu sprechen kommt.
Im Reich der wilden Tiere
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 05:31:30 „Ich weiß eben nicht mehr. Wahrscheinlich war es so klein, dass ich nur noch weiß, es gab im Reich der Willen jeden Sonntag, glaube ich. Und das habe ich immer geguckt. Und das war auch ganz wichtig. Und wenn es fertig war, habe ich immer geweint, dass jetzt die Sendung vorbei ist.“
Jochen Wegner erinnert sich an eine seiner frühesten Fernseherfahrungen. Die Tiersendung lief sonntags und war für ihn als Kind so wichtig, dass er jedes Mal weinte, wenn die Folge vorbei war – eine emotionale Kindheitserinnerung, die die Bedeutung fester TV-Rituale unterstreicht.
Captain Future
Edmond Hamilton
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:31:45 „Du meinst jetzt richtig Kinderserien. Na gut, also Captain Future habe ich natürlich geschaut.“
Auf die Frage nach frühesten Fernseherinnerungen nennt Christoph Amend die Anime-Serie Captain Future als selbstverständlichen Bestandteil seiner Kindheit. Die beiläufige Formulierung 'natürlich geschaut' zeigt, wie prägend die Serie für seine Generation war.
Sailor Moon
Naoko Takeuchi
🗣 Aline Abboud erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:31:50 „Also ich weiß auch noch Sailor Moon, das war ja so mein... und Takeshis Castle.“
Aline Abboud nennt ihre prägenden Kindheits-TV-Erinnerungen. Sailor Moon war für sie eine der Serien, die sie nach der Schule geschaut hat und die ihre Kindheit definiert haben.
Takeshi's Castle
🗣 Aline Abboud referenziert bei ⏱ 05:31:57 „Das war so mein, da bin ich nach der Schule, sind wir dann immer nach Hause und Takeshis Castle. Das lief sehr lange und es ist auch etwas, was nie wieder so gut sein wird wie die von damals. Weil es gab ja dann so ein Revival und die waren ganz schlecht.“
Aline Abboud schwärmt von der japanischen Gameshow als festem Ritual nach der Schule. Sie betont, dass die Show auf RTL 2 lief und ein Revival der Sendung qualitativ nicht an das Original heranreichte – ein Beispiel dafür, dass Nostalgie-Neuauflagen selten funktionieren.
Ferienprogramm
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:32:38 „Ferienprogramm. Von Flensburg bis nach Oberammergau hieß es am Anfang immer. Wurde immer gesungen. Ferien, Leute, es sind Ferien. Und eben Anke Engelke hat es ja moderiert als Kind.“
Die Runde erinnert sich an das ARD-Ferienprogramm, das in den Sommerferien lief. Christoph Amend kann sogar noch den Titelsong zitieren und erzählt, dass Anke Engelke die Sendung als Kind moderierte – ein Detail, das sie offenbar auch in seinem Wochenend-Podcast erzählt hat.