Alice Hasters, was sollten weiße Menschen über Rassismus wissen
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Alice Hasters, Autorin des Bestsellers „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen
„Leute fragen halt, wo ich herkomme. Dass es nicht um meine Herkunft ging, sondern ging um mein Schwarzsein.“
Erwähnte Medien (46)
Feuer und Brot
Alice Hasters, Maximiliane Häcke
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 00:07:29 „Denn seit 2016 hat sie einen eigenen Podcast. Einmal im Monat trifft sie sich mit ihrer Freundin Maximiliane Hecke, um über alles zwischen Politik und Popkultur zu sprechen. Und das Magazin Edition F hat über ihren Podcast Feuer und Flamme mal geschrieben.“
Christoph Amend stellt Alice Hasters' Podcast vor, verspricht sich aber beim Namen und sagt 'Feuer und Flamme' statt 'Feuer und Brot'. Alice Hasters korrigiert ihn sofort. Der Podcast existiert seit 2016 und wurde vom Magazin Edition F als Gespräch zweier kluger junger Frauen gelobt.
Hermann Hesse (Werk allgemein)
Hermann Hesse
🗣 Alice Hasters erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:55:39 „Ich kann auch Hermann Hesse lesen und kann auch mich in dieser Geschichte verlieren oder sie als sehr gut empfinden oder mit diesen Charakteren mitgehen. Das kann ich machen, weil ich ein Mensch bin und es da einfach so eine allgemeine Verbindung gibt.“
Alice Hasters nutzt Hermann Hesse als Beispiel dafür, dass man sich trotz unterschiedlicher Identitäten in Literatur von Autoren anderer Hintergründe wiederfinden kann. Sie argumentiert, dass es eine Grundmenschlichkeit gibt, die über Identitätsgrenzen hinweg Identifikation ermöglicht — auch wenn die eigene Perspektive immer limitiert bleibt.
Tierkreis
Karlheinz Stockhausen
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 00:59:03 „Meine Mutter ist Tänzerin gewesen und ist mit 21 nach Köln gekommen, als, hier, wie heißt der Typ nochmal? Ach. der hier diesen Tierkreis und Sonntag aus Licht und so, wie heißt denn der nochmal?“
Alice Hasters erzählt, wie ihre Mutter als Tänzerin nach Köln kam. Beim Versuch, sich an den Namen Stockhausen zu erinnern, nennt sie seine Kompositionen Tierkreis und Sonntag aus Licht als Anhaltspunkte. Der Tierkreis ist ein Zyklus von zwölf Melodien des Kölner Avantgarde-Komponisten.
Min Kamp
Karl Ove Knausgård
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:15:43 „Und dann habe ich ihn auch mal gefragt, wie das eigentlich für ihn war, so drei schwarze Töchter zu haben. Und mein Vater hatte da so keine richtige Antwort drauf. Also generell, wenn eine Familie eine Autorin in der Familie hat und die erzählt dann erstmal die ganze Familiengeschichte und es wird dann irgendwie... So ein Knausgardeffekt, der sich dann einstellt.“
Jochen Wegner bringt den Begriff 'Knausgård-Effekt' ein, als Alice Hasters beschreibt, wie schwierig es ist, als Autorin die eigene Familiengeschichte öffentlich zu machen. Die implizite Referenz bezieht sich auf Karl Ove Knausgårds autobiografischen Romanzyklus, in dem er schonungslos über seine Familie schrieb und damit heftige Reaktionen im Umfeld auslöste — eine Parallele zu Hasters' Situation mit ihrem Vater.
Vogue
Madonna
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:22:40 „Könnt ihr nochmal für alle, die nicht Madonna...“
Jochen Wegner beginnt einen Satz über Madonna, der sich offensichtlich auf ihren Hit 'Vogue' von 1990 bezieht, der den Tanzstil Voguing in den Mainstream brachte. Der Satz wird abgebrochen, als Alice Hasters direkt mit einer Erklärung des Tanzstils beginnt.
Hallo Spencer
Winfried Debertin
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:35:02 „Aber war das Hallo Spencer? Nee. Das kam aber irgendwie zur gleichen Zeit.“
Christoph versucht sich an den Namen einer Berliner Jugendsendung zu erinnern und erwähnt Hallo Spencer als zeitgenössische Sendung
Hallo Spencer
Winfried Debertin
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:35:06 „Das war in meiner Kindheitserinnerung. Das war immer dieses Jugendfernsehen vom Berliner, also SFB. Aber war das Hallo Spencer?“
Christoph Amend versucht sich an eine Kindersendung aus dem Berliner Jugendfernsehen (SFB) zu erinnern und fragt, ob es 'Hallo Spencer' war. Alice Hasters verneint – es war eine andere Sendung, die zur gleichen Zeit lief. Hallo Spencer wird als Verwechslungsmöglichkeit genannt.
Alice in Wonderland
Lewis Carroll
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 01:37:24 „Und dann war es mir so ganz unangenehm, weil sie fragt so, what's your name? Alex? Und dann war ich so, nee, Alice. Like Alice in Wonderland. Und sie so, oh, Alice.“
Alice Hasters erzählt von ihrem Austauschjahr in Philadelphia, wo eine Frau aus Texas ihren Namen nicht verstand. Um sich verständlich zu machen, griff sie auf die Referenz 'Alice in Wonderland' zurück – eine Anekdote über Namensverwirrung und kulturelle Unterschiede in der Aussprache.
My President Was Black
Ta-Nehisi Coates
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:11:40 „Ich habe mal vor ein paar Jahren Ta-Nehisi Coates besucht in New York. Den großen schwarzen Denker und Autor seiner Generation in Amerika. Und der hat Obama ja mehrmals porträtiert und besucht. Und der beschreibt in einem Text über Obama am Ende dessen Präsidentschaft, dass Obama selber gar nicht in der Lage ist, die reden auch darüber, und Obama selber sagt, nee, nee, das hat mit mir gar nichts zu tun.“
Christoph Amend erzählt von einem Besuch bei Ta-Nehisi Coates in New York und bezieht sich auf dessen großen Text über Obama am Ende seiner Präsidentschaft. In diesem Text beschreibt Coates, wie Obama selbst nicht glauben konnte, dass seine Präsidentschaft einen rassistischen Backlash wie die Wahl Trumps auslösen würde. Amend nutzt die Referenz, um zu zeigen, dass selbst Obama die Tiefe des fortbestehenden Rassismus unterschätzt hat.
The Last Dance
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:03:19 „Fantastische Doku habe ich gerade am Wochenende geschaut, die Michael Jordan Chicago Bulls Doku. Das hat mir schon mal jemand empfohlen.“
Christoph Amend schwärmt von der Michael-Jordan-Dokumentation über die Chicago Bulls, die er am Wochenende gesehen hat. Er nutzt sie als Überleitung zum Thema, wie schwarze Sportler wie Michael Jordan und Scottie Pippen als 'Tokens' mit politischer Verantwortung beladen werden – und zitiert Jordans berühmten Satz 'Republicans also buy shoes'.
Homecoming: A Film by Beyoncé
Beyoncé
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 03:10:38 „Wenn man diesen Film gesehen hat, diesen Homecoming-Film auf Netflix, dann merkt man so, yeah, this is why. Du bist einfach auch ein bisschen krass. Du arbeitest halt einfach die ganze Zeit und ich will das vielleicht nicht machen.“
Alice Hasters erklärt, warum Beyoncé als Entertainerin so herausragend ist. Der Homecoming-Film auf Netflix zeige, wie extrem ehrgeizig und hart Beyoncé arbeite — was ihre Perfektion erkläre, aber auch einschüchternd wirke.
Arabella
Arabella Kiesbauer
🗣 Alice Hasters erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:12:53 „Viele Leute nennen ja auch Arabella Kiesbauer. Die hatte ja ganz lange eine Talk-Sendung. Die hat jetzt nicht so viel für mich persönlich gemacht, muss ich sagen. Aber ich habe sie oft gesehen und das macht wahrscheinlich auch schon einen Unterschied.“
Alice Hasters spricht über schwarze Vorbilder und Repräsentation im deutschen Fernsehen. Sie nennt verschiedene schwarze Moderatorinnen, die für sie als Kind sichtbar waren, darunter Arabella Kiesbauer mit ihrer langjährigen Talkshow.
Star Wars: Episode IV – Eine neue Hoffnung
George Lucas
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:21:25 „Luke oder Han? Han, why not. Episode 4 oder Episode 7? Ich weiß nicht, was an Episode 7. I don't know.“
Im A-oder-B-Spiel stellt Jochen Wegner zwei Star-Wars-Fragen: Luke vs. Han Solo und Episode 4 vs. Episode 7. Alice Hasters wählt Han Solo, kann aber mit Episode 7 nichts anfangen, was darauf hindeutet, dass sie kein großer Star-Wars-Fan ist.
Star Wars: Episode VII – Das Erwachen der Macht
J.J. Abrams
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:21:25 „Episode 4 oder Episode 7? Ich weiß nicht, was an Episode 7. I don't know.“
Im A-oder-B-Spiel wird Episode 7 als Alternative zu Episode 4 genannt. Alice Hasters kennt Episode 7 offenbar nicht, was die Frage unbeantwortet lässt.
The Fresh Prince of Bel-Air
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 03:48:41 „Du hast mal eine wunderbare Metapher dafür gefunden, wie du dich selber eine Zeit lang verhalten hast, nämlich wie Carlton in The Fresh Prince of Bel-Air. Fresh Prince of Bel-Air ist natürlich diese berühmte Fernsehserie, Comedyserie, in der Will Smith als Schauspieler bekannt geworden ist, der vorher immer der Rapper war, von DJ Jesse Jeff and the Fresh Prince, deswegen eben the Fresh Prince of Bel-Air.“
Christoph Amend greift eine Metapher auf, die Alice Hasters für ihre eigene Anpassung an weiß geprägte Kulturredaktionen verwendet hat. Die Figur Carlton – der harmlose, angepasste Cousin von Will Smith in der Serie – dient als Sinnbild dafür, wie Hasters sich in ihrer Anfangszeit im Kulturbetrieb verhielt: alles Schwarze ablegen, sich intellektuell anpassen, bloß nicht auffallen.
Jedermann
Hugo von Hofmannsthal
🗣 Alice Hasters erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:54:32 „Während meine Mutter die Salzburger Festspiele choreografiert hat, Jedermann choreografiert hat, saß ich in der ersten Reihe und habe gepennt.“
Alice Hasters erzählt von ihrer Kindheit im Kulturbetrieb – ihre Mutter war Choreografin bei den Salzburger Festspielen und arbeitete an der Jedermann-Inszenierung. Hasters nutzt diese biografischen Details als Beleg dafür, dass sie trotz ihrer Herkunft einen authentischen Zugang zur Hochkultur hatte, den sie in Kulturredaktionen als 'Joker' ausspielen konnte.
Werke von Maya Angelou
Maya Angelou
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 03:56:10 „Ich weiß auch noch, als ich da war, ist Maya Angelou gestorben. Die wichtigste afroamerikanische Dichterin. Denkst du, es hätte irgendjemand interessiert? Niemand hat es interessiert. Niemand hat Maya Angelou gelesen, das ist kein Begriff.“
Alice Hasters beschreibt eine Schlüsselerfahrung in der Kulturredaktion: Als Maya Angelou starb, interessierte sich dort niemand dafür. Hasters traute sich nicht, das Thema vorzuschlagen, weil sie vermeiden wollte, dass ihr anderer Blick auf die Welt sichtbar wird. Diese Episode illustriert die weiße Prägung deutscher Kulturredaktionen.
kleiner3.org-Kolumnen
Alice Hasters
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 04:00:06 „Was ich geschrieben habe, waren Kolumnen auf kleiner3.org. Und das fing halt auch an, eigentlich fing das an bei der Bundestagswahl, bei der letzten, dass ich einmal geschrieben habe. Und da habe ich auch ein bisschen Mut für gebraucht.“
Alice Hasters erzählt die Entstehungsgeschichte ihres Buchs. Sie begann nach der Bundestagswahl 2017 auf dem feministischen Online-Magazin kleinerdrei Kolumnen über Rassismus und Identität zu schreiben – ausgelöst durch den Schock über den AfD-Einzug in den Bundestag. Diese Kolumnen führten dazu, dass eine Buchagentur auf sie zukam.
Why I'm No Longer Talking to White People About Race
Reni Eddo-Lodge
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:12:49 „Es gibt ja so ein britisches Buch, Why I'm No Longer Talking to White People About Race.“
Jochen Wegner bringt das britische Pendant zu Hasters' Buch ins Gespräch. Alice Hasters erklärt daraufhin, dass ihre Karriere als Buchautorin unmittelbar mit Reni Eddo-Lodges Erfolg zusammenhängt – der Verlag habe gesehen, dass ein solches Buch in Großbritannien funktioniert, und habe deshalb auch ihr Manuskript verlegt. Hasters dankt Eddo-Lodge sogar am Ende ihres eigenen Buches.
Die Känguru-Chroniken
Marc-Uwe Kling
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:27:28 „Ich habe diese Känguru-Stimme schon, Christoph.“
Jochen Wegner macht einen beiläufigen Scherz, indem er auf die markante Erzählstimme aus den Känguru-Chroniken anspielt. Der Kommentar fällt in einem lockeren Moment des Gesprächs, als Alice Hasters von der gemütlichen Corona-Zeit zu Hause mit ihrem Freund erzählt.
Kochkolumne im ZEITmagazin
Elisabeth Raether
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:36:27 „Du bist Chefredakteur des Zeitmagazins, wo die wichtigste Kochkolumne Deutschlands erscheint. Grüße an Elisabeth Räter.“
Jochen Wegner neckt Christoph Amend, weil dieser als Chefredakteur des ZEITmagazins nicht weiß, was Labneh ist – obwohl in seinem Magazin die laut Wegner 'wichtigste Kochkolumne Deutschlands' von Elisabeth Raether erscheint. Die Erwähnung fällt beiläufig im Rahmen einer langen Passage übers Essen.
Avocado-Geschichte
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 04:57:58 „Ich glaube, es gab auch mal eine Geschichte in der Zeit, das ist wirklich auch jetzt schon ein paar Jahre her, wo super gut erklärt worden ist oder super geil erzählt worden ist. Die Avocado? Nee, die Avocado, ja, die große Avocado-Geschichte kennt jeder.“
Alice Hasters erinnert sich an einen Artikel in der ZEIT über Avocados, um ihr Konzept einer Sendung über Essen und Politik zu illustrieren. Sie nennt die Geschichte als gutes Beispiel dafür, wie man über Lebensmittel globale wirtschaftliche und politische Zusammenhänge erzählen kann – etwa Flucht, Freihandelsabkommen und Arbeitsbedingungen.
Was weiße nicht sehen
Alice Hasters
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:00:57 „Dein erstes Buch ist ein großer Erfolg, das heißt mit anderen Worten, Hansa Blau wird jetzt sagen, hey, wann machen wir das nächste Buch?“
Alice Hasters' Debütbuch über Alltagsrassismus in Deutschland wird im Gespräch als großer Erfolg thematisiert. Es dient als Ausgangspunkt für die Diskussion über ihre Marke als Autorin und die Frage, ob sie beim Thema Rassismus bleiben oder sich thematisch neu orientieren sollte – etwa in Richtung Essen und Politik.
Der Ernährungskompass
Bas Kast
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:01:41 „Bas Kast war mal in diesem Podcast, der diesen Jahrtausend Ernährungsbestseller geschrieben hat. Ein wirklich gutes Buch.“
Jochen erzählt die Geschichte von Bas Kast als Beispiel dafür, wie Autoren trotz Widerstand des Verlags erfolgreich das Genre wechseln können
68 Bits of Unsolicited Advice
Kevin Kelly
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:04:05 „Und der hat letzte Woche eine Liste veröffentlicht mit 68 Ratschlägen. Man kann es nur jedem raten, sich diese, also Alice würde sagen, einfach googeln, die Liste. Und eine der wahnsinnig vielen tollen Ratschläge von Kevin Kelly ist, don't be the best, be the only.“
Christoph Amend erwähnt eine Liste mit 68 Lebensratschlägen, die der Internet-Pionier Kevin Kelly zu seinem 68. Geburtstag veröffentlicht hat. Der Rat 'Don't be the best, be the only' wird als Überleitung zur Frage genutzt, was Alice Hasters' nächster Karriereschritt sein könnte und wie sie sich als Autorin positionieren will.
68 Bits of Unsolicited Advice
Kevin Kelly
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 05:04:16 „Kevin Kelly ... hat letzte Woche eine Liste veröffentlicht mit 68 Ratschlägen ... don't be the best, be the only“
Christoph erwähnt Kevin Kellys Ratschläge-Liste, die Jochen getweetet hatte, und zitiert den Ratschlag 'don't be the best, be the only' als relevant für Alice' nächsten Karriereschritt
Die Liebe und wie sich Leidenschaft erklärt
Bas Kast
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:06:25 „Du bist doch der Typ, der den, Christoph, korrigiere mich, den Liebes-Bestseller geschrieben hat oder was auch immer.“
Jochen Wegner erwähnt Bas Kasts früheres Buch über die Liebe, das ihn in den Augen seiner Lektoren auf eine bestimmte Marke festlegte. Der Verlag wollte nicht, dass Kast danach ein Ernährungsbuch schreibt – ein Beispiel dafür, wie Autoren von Verlagen in Schubladen gesteckt werden.
Gegen Hass
Carolin Emcke
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 05:08:32 „Karolin Emke hat ja promoviert über kollektive Identitäten. Ich finde das zum Beispiel auch ein sehr interessantes Thema“
Alice erwähnt Carolin Emckes akademische Arbeit über kollektive Identitäten als thematische Inspiration für ein mögliches zweites Buch
Dissertation über kollektive Identitäten
Carolin Emcke
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 05:11:44 „Caroline Emke hat ja promoviert über kollektive Identitäten. Ich finde das zum Beispiel auch ein sehr interessantes Thema, vielleicht aus einer anderen Perspektive. Also eher, weil ich denke auch so, die ganze Diskussion und diese ganze Streitereien um Identitätspolitik und was das jetzt.“
Alice Hasters erwähnt Carolin Emckes Dissertation als thematische Inspiration für ihr nächstes Buchprojekt. Sie möchte sich weniger auf den Rassismusweg konzentrieren und stattdessen den Identitätenweg einschlagen — also Identitätspolitik aus einer anderen, persönlicheren Perspektive betrachten.
Echte Fründe
Bläck Fööss
🗣 Alice Hasters erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:17:47 „Wir haben in der Grundschule Kölsche Lieder gelernt im Musikunterricht. Was sind denn die Kölschen Lieder, die du so kennst? Ja, also so die Klassiker. Das echte Freunde, storn zusammen.“
Alice Hasters erinnert sich an Kölsche Karnevalslieder, die sie in der Grundschule gelernt hat, um zu illustrieren, wie deutsch sie sozialisiert wurde. Der Kölner Karnevals-Klassiker 'Echte Fründe' dient als Beispiel dafür, dass ihr kulturelle Traditionen manchmal erklärt wurden, obwohl sie sie längst kannte.
Superjeilezick
Brings
🗣 Alice Hasters erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:18:09 „Das sind also diese Dinge, aber auch hier Superjahle Zick. Das ist ein cooles Lied.“
Alice Hasters nennt den Karnevals-Hit 'Superjeilezick' als weiteres Beispiel für die Kölschen Lieder, die sie in ihrer Kindheit gelernt hat. Sie bezeichnet es ausdrücklich als cooles Lied — ein weiterer Beleg ihrer Verwurzelung in der Kölner Kultur.
Feuer und Brot (Folge über Voguing)
Alice Hasters / Maxi Häcke
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:21:37 „Ich habe einen Podcast von dir gehört, eine Podcast-Folge mit deiner Schwester. Und da habt ihr darüber gesprochen. Und für mich ist Voguing, ich weiß nicht, war ich so 15 oder so.“
Christoph Amend erwähnt, dass er eine Folge von Alice Hasters' Podcast Feuer und Brot gehört hat, in der Alice gemeinsam mit ihrer Schwester über Voguing und Ballroom-Culture gesprochen hat. Diese Folge dient als Einstieg in das Thema im Gespräch.
Artikel über Voguing in Tempo
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 05:21:44 „Für mich ist Voguing, ich weiß nicht, war ich so 15 oder so, 14, 15 und habe in einer, in Tempo, in einer Zeitschrift, die es lange nicht mehr gibt, einen Artikel über Voguing gelesen und dachte, das ist das Allertollste.“
Christoph Amend erinnert sich an einen prägenden Artikel über Voguing, den er als Teenager in der mittlerweile eingestellten Zeitschrift Tempo gelesen hat. Der Artikel hat ihn nachhaltig fasziniert und bildet den Ausgangspunkt für das Gespräch über Ballroom-Culture und Voguing.
This American Life
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:08:33 „Zwei Geschichten fallen mir dazu ein und zum einen ist das eine Geschichte, die vom Podcast This American Life erzählt worden ist, wo sich das natürlich in so einem Mikrokosmos widerspiegelt, wo eine Schule mit hauptsächlich, eine Klasse mit hauptsächlich schwarzen SchülerInnen Schindlers Liste gucken soll im Kino.“
Alice Hasters erzählt im Kontext der Debatte über das schwierige Verhältnis zwischen schwarzen und jüdischen Communities eine Geschichte aus dem Podcast This American Life. Darin geht es um schwarze Teenager, die beim Kinobesuch von Schindlers Liste lachen und daraufhin des Antisemitismus bezichtigt werden – eine Episode, die die Verflechtung von Rassismus und Antisemitismus verdeutlicht.
Schindlers Liste
Steven Spielberg
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:08:45 „Wo eine Schule mit hauptsächlich, eine Klasse mit hauptsächlich schwarzen SchülerInnen Schindlers Liste gucken soll im Kino. Aber es sind halt Teenager, die laut sind und nervig. Und die gucken Schindlers Liste und machen aber die ganze Zeit Quatsch, weil die halt blöd sind.“
Alice Hasters erzählt eine Geschichte aus dem Podcast This American Life über schwarze Schüler, die beim Kinobesuch von Schindlers Liste während einer Erschießungsszene lachen. Der Vorfall eskaliert, wird zur Pressestory über Antisemitismus, und schließlich kommt Steven Spielberg selbst zur Schule, um die Situation zu klären – wobei er die Kinder verteidigt.
Born a Crime
Trevor Noah
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:11:08 „Und dann gibt es in Trevor Noahs Buch diese Geschichte, dass er in Südafrika aufwächst und in Südafrika die Leute nicht wissen, wer Adolf Hitler ist. Und dann aber ein Bekannter von ihm tatsächlich Hitler heißt.“
Als zweites Beispiel für die verwickelte Beziehung zwischen schwarzen und jüdischen Communities erzählt Alice Hasters eine Anekdote aus Trevor Noahs Autobiografie. Darin gründet Noah eine Tanzcrew mit einem Freund namens Hitler, was bei einem Auftritt auf einer Bar Mitzwa zu einem interkulturellen Eklat führt – beide Seiten fühlen sich diskriminiert, ohne den Kontext der jeweils anderen zu verstehen.
Black Panther
Ryan Coogler
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 06:17:52 „Schuri in Black Panther. Ah, genau, den hat sie auch synchronisiert... Black Panther, wichtiger Film. So wichtiger Film.“
Jochen und Alice diskutieren ausführlich die kulturelle Bedeutung des Films Black Panther für schwarze Communities und die Utopie von Wakanda
Blau ist eine warme Farbe
Abdellatif Kechiche
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 06:17:52 „Ist sie nicht die deutsche Stimme von der Hauptdarstellerin von, wie heißt dieser fantastische französische Film? Ja, genau. Adele, von Adele.“
Christoph erwähnt, dass Maxi Hecke die deutsche Synchronstimme der Hauptdarstellerin im preisgekrönten französischen Film ist
Valerian – Die Stadt der tausend Planeten
Luc Besson
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 06:18:20 „Oder Valerian hat sie auch, Loreline?“
Jochen Wegner zählt weitere Synchronrollen von Maxi Hecke auf und erwähnt den Film Valerian, in dem Hecke offenbar die Figur Laureline synchronisiert hat. Alice Hasters bestätigt, merkt aber an, dass sie den Film selbst nicht gesehen habe.
Black Panther
Ryan Coogler
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 06:18:28 „By the way, kurz ein Exkurs, Black Panther, wichtiger Film. So wichtiger Film.“
Jochen Wegner erwähnt Black Panther im Zusammenhang mit Maxi Heckes Synchronarbeit – sie hat die Figur Shuri in der deutschen Fassung gesprochen. Wegner hebt den Film als besonders wichtig hervor, und Christoph Amend stimmt zu, dass es auch ein 'großer Film' sei.
Crazy Rich Asians
Jon M. Chu
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 06:24:45 „Und es gab einen zweiten Film in einer anderen, vielleicht etwas anderen Gemeinde natürlich. Das war kürzlich vor ein, zwei Jahren Crazy Rich Asians, wo ich genau dieselbe Welle, also wo man so dachte, alle reden über diesen Film. Man muss jetzt diesen Film gucken. Und es ist im Grunde eine Liebeskomödie.“
Wegner zieht eine Parallele zu Black Panther: Auch Crazy Rich Asians habe in der asiatischen Community eine ähnliche kulturelle Welle ausgelöst. Er beschreibt den Film als nette Liebeskomödie, die auf einem Buch basiert und in der eine Gemeinde für ein westliches Publikum ganz anders dargestellt wird. Hasters hakt ein, dass der Film primär für asiatische Menschen in der Diaspora gemacht sei.
Wonder Woman
Patty Jenkins
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:26:25 „Es ist auch ganz wichtig, dass das passiert und dass diese Dinge auch, es ist so wichtig, dass das ein Erfolg ist, weil es natürlich irgendwie zeigt, genauso wie es auch wichtig war, dass Wonder Woman ein Erfolg wird, dass es heißt, okay, diese Dinge verkaufen sich.“
Hasters nennt Wonder Woman als Parallele zu Black Panther: Beide Filme mussten kommerziell erfolgreich sein, um der Industrie zu beweisen, dass Filme mit nicht-weißen bzw. weiblichen Hauptfiguren sich verkaufen. Der kommerzielle Erfolg widerlegt die Ausrede, solche Besetzungen seien wirtschaftlich riskant.
Exodus: Götter und Könige
Ridley Scott
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:27:03 „Ich weiß nicht mehr, wie er diesen Moses-Film gemacht hat, wo Moses einfach Christian Bale war und einfach der weißeste Mensch. Hey, warum ist Moses eigentlich so weiß? Und der sagte so, ja, ich kann das halt nicht machen. Ich kann da halt keinen braunen Menschen hinsetzen. It's not gonna happen.“
Hasters verweist auf Ridley Scotts Moses-Film als Negativbeispiel für Whitewashing in Hollywood. Sie erinnert sich an Scotts Aussage, er könne keinen braunen Schauspieler in die Hauptrolle setzen, und kontrastiert das mit dem Erfolg von Black Panther und Crazy Rich Asians, die beweisen, dass diverse Besetzungen kommerziell funktionieren.
Momo
Michael Ende
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:28:05 „Max und ich waren zwei Menschen, die schon immer, wir haben zum Beispiel in der Musical AG in der fünften und sechsten Klasse, da war ich, in dem einen Stück war ich Momo und sie war Gigi Fremdenführer.“
Hasters erzählt von ihrer Schulzeit, in der sie und ihre Freundin Maxi in der Musical-AG auftraten. Sie spielte die Rolle der Momo aus Michael Endes Roman, ihre Freundin den Gigi Fremdenführer. Die Erwähnung dient als Beispiel für die lange kreative Zusammenarbeit der beiden, die später zum gemeinsamen Podcast führte.
Die Schöne und das Biest
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:28:05 „Und im zweiten Stück war ich das Biest und sie war die Schöne und wir haben zusammen die Stunksitzung moderiert.“
Hasters erwähnt ein weiteres Schulmusical, in dem sie das Biest und ihre Freundin Maxi die Schöne spielte – eine Adaption des klassischen Märchens. Auch dies illustriert die langjährige kreative Partnerschaft der beiden.
Fest & Flauschig
Olli Schulz, Jan Böhmermann
🗣 Alice Hasters referenziert bei ⏱ 06:31:07 „Habe ich ab und zu mal in Fest und Flauschig, was früher anders hieß, Sanft und Sorgfältig. Und da habe ich gedacht, das können wir auch. Wir könnten auch einen Podcast machen, wo wir miteinander reden.“
Alice Hasters erzählt, wie sie auf die Idee kam, mit Maxi Häcke den Podcast Feuer und Brot zu gründen. Sie hörte während ihres Praktikums 2015 in Berlin Fest und Flauschig und dachte, so ein Format könnten sie auch umsetzen.