Eva Schulz, warum ist Denken im Fernsehen verboten
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
Eva Schulz, Macherin von Deutschland3000, erzählt von den Widersprüchen des digitalen Politikjournalismus: Journalistenschulen bilden nicht für ihre Formate aus, und statt Politik zu lernen, musste sie erst lernen, einen Laden zu schmeißen. Dabei geht es auch um die Frage, warum im Fernsehen Nachdenken als tote Sendezeit gilt — und was Pierre Bourdieu dazu sagt.
„Man müsste denken dürfen, und jetzt sagt Pierre Bourdieu, aber in dem Moment, wo du denkst, entsteht Dead Air. Und das kann sich das Fernsehen, glaubt es, nicht leisten.“
Erwähnte Medien (49)
Über das Fernsehen
Pierre Bourdieu
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 00:00:49 „Genau, man müsste denken dürfen und jetzt sagt Pierre Bordieu, aber in dem Moment, wo du denkst, entsteht Dead Air. Und das kann sich das Fernsehen, glaubt es, nicht leisten.“
Eva Schulz spricht über die Zwänge des Fernsehens und warum traditionelle Formate wenig Raum für Reflexion lassen. Sie zitiert Bourdieus These, dass Fernsehen Denkpausen ('Dead Air') nicht toleriere, um zu erklären, warum ihr eigenes digitales Format andere Regeln braucht.
Die drei Fragezeichen
Europa
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:05:06 „Ich denke, wenn du sagst Recherche, muss ich immer an drei Fragezeichen denken. Kennst du die Recherche und wie hießen es? Archiv. Recherche und Archiv. Bob Andrews. Recherche und Archiv Bob Andrews.“
Als die Redaktionsrollen vorgestellt werden und das Wort 'Recherche' fällt, assoziiert Christoph Amend sofort die Jugendserie 'Die drei Fragezeichen' und die Figur Bob Andrews, der dort für 'Recherche und Archiv' zuständig ist. Ein spontaner nostalgischer Einwurf.
Die drei ???
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:05:30 „ich muss immer an drei Fragezeichen denken... Recherche und Archiv Bob Andrews.“
Jochen assoziiert die Recherche-Rolle im Podcast-Team mit der Figur Bob Andrews aus der Hörspiel- und Buchreihe Die drei Fragezeichen.
Innovation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und wie sie verhindert wird
Eva Schulz
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 00:07:40 „Der wörtliche Titel ist Innovation im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und wie sie verhindert wird.“
Christoph Amend stellt Eva Schulz vor und erwähnt ihre Bachelorarbeit über den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Er zitiert den Titel zunächst falsch als 'Innovationsverhinderung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen', woraufhin Eva den korrekten Titel richtigstellt. Die Arbeit passt zu ihrem späteren Karriereweg als digitale Journalistin bei funk.
Holocaust-Überlebende reagieren auf Hasskommentare
Eva Schulz / Deutschland3000
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:13:57 „Du hast mal auch vor einer Weile was gemacht, was ich heute Morgen mir nochmal angeguckt habe, nämlich Holocaust-Überlebende reagieren auf Hasskommentare. Ja, aber der ist auch sehr gut gelaufen. Und ich kann den jedem empfehlen, weil das so eindrücklich ist, dass mir die Worte fehlen.“
Jochen Wegner empfiehlt einen Deutschland3000-Film, in dem Holocaust-Überlebende mit Hasskommentaren aus dem Internet konfrontiert werden. Er betont, dass ihm die Worte fehlen und empfiehlt ihn ausdrücklich. Der Film erreichte laut Gespräch fast acht Millionen Views auf Facebook.
James Bond
Ian Fleming
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 00:24:30 „Ich frage mich immer, ob man das so gut nicht an James-Bond-Bösewichten ablesen kann, dass damals die Bösewichte hatten immer, waren so diese osteuropäischen, kahlköpfigen Schränke und in meiner Jugend hatten sie auf einmal Bärte und sahen arabisch aus.“
Eva Schulz reflektiert darüber, wie der 11. September ihre politische Wahrnehmung geprägt hat. Sie nutzt die James-Bond-Filmreihe als kulturellen Seismographen: Die Wandlung der Bösewichte von osteuropäischen Schränken zu arabisch aussehenden Figuren spiegle den geopolitischen Fokuswechsel vom Kalten Krieg zum Islamismus wider.
Kinderbücher von Astrid Lindgren
Astrid Lindgren
🗣 Eva Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:39:02 „Und ich habe unheimlich viel gelesen, ich fand Leute wie Cornelia Funke ganz toll, Astrid Lindgren, Enid Blyton und dachte, ich möchte auch solche Geschichten erzählen. Also Kinderbücher.“
Im Gespräch über ihren Weg zum Journalismus nennt Eva Schulz Astrid Lindgren als eine der Autorinnen, deren Geschichten sie als Kind verschlungen hat. Die Begeisterung für diese Kinderbücher war der erste Impuls, selbst Geschichtenerzählerin werden zu wollen.
Kinderbücher von Enid Blyton
Enid Blyton
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 00:39:02 „Ich habe unheimlich viel gelesen, ich fand Leute wie Cornelia Funke ganz toll, Astrid Lindgren, Enid Blyton und dachte, ich möchte auch solche Geschichten erzählen.“
Eva Schulz erzählt, wie sie als Kind und Jugendliche zur Journalistin wurde. Sie beschreibt ihre Liebe zum Lesen und nennt drei Autorinnen, die sie als Vorbilder für das Geschichtenerzählen inspiriert haben. Enid Blyton wird neben Cornelia Funke und Astrid Lindgren als prägend genannt.
Tallest Man on Earth
Tallest Man on Earth
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 00:52:09 „Welche Band war das? Tallest Man on Earth. Das war sehr schön. Ich habe da noch eine Aufnahme von.“
Eva erzählt, dass sie vier Wochen vor dem Bataclan-Anschlag dort ein Konzert von Tallest Man on Earth besucht hatte.
Der Himmel über Berlin
Wim Wenders
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:57:01 „Ich war in meinem Leben einmal, einmal allein im Kino. Das war ein toller Film, trotzdem grauenhaft. Ja, das war Wenders, der Himmel über Berlin. Sehr, sehr, sehr, sehr lange her.“
Jochen Wegner erzählt, dass er nicht alleine ins Kino gehen kann, und erinnert sich an das einzige Mal, als er es versucht hat. Trotz des großartigen Films war die Erfahrung für ihn unangenehm, weil ihm jemand zum Teilen fehlte. Er nutzt die Anekdote, um Eva Schulz zu fragen, ob auch sie Momente der Einsamkeit kennt.
Christoph Amends Deutschland-Buch
Christoph Amend
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:10:29 „ich habe gerade so ein Buch über Deutschland geschrieben und da habe ich mit meinen Eltern auch gesprochen“
Christoph erwähnt sein eigenes Buch über Deutschland im Kontext des Gesprächs über Bildungsaufstieg und Generationenerfahrungen.
Ein Buch über Deutschland
Christoph Amend
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 01:10:30 „Ich habe gerade so ein Buch über Deutschland geschrieben und da habe ich mit meinen Eltern auch gesprochen, die Nachkriegskinder sind. Und mein Vater ist in den 40er Jahren geboren, meine Mutter in den 50ern.“
Christoph Amend knüpft an Eva Schulz' Erzählung als Bildungsaufsteigerin an und erwähnt sein eigenes Buch über Deutschland, für das er mit seinen Eltern über deren Erfahrungen als erste Studierende in ihren Familien gesprochen hat. Er zieht eine Parallele zwischen Evas Geschichte und dem Bildungsversprechen der Nachkriegs-Bundesrepublik.
Die Zerstörung der CDU
Rezo
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:24:43 „Rezo, der neulich hier war, Grüße, der hat 16 Millionen mit der Zerstörung der CDU erreicht. Da haben alle schon so sehr anerkannt.“
Jochen Wegner vergleicht die Reichweite von Deutschland3000 mit Rezos viralem YouTube-Video, um die Dimension von 8 Millionen Videoabrufen einzuordnen. Das Video dient als Benchmark für viralen Erfolg im deutschen Internet.
Moonrise Kingdom
Wes Anderson
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:26:32 „Das ist wie in dem Film von Wes Anderson, Fantastic Mr. Fox, oder? [...] Der tolle Pfadfinderfilm. Der Hundefilm ist auch sehr schön.“
Christoph Amend und Eva Schulz sprechen über Wes-Anderson-Filme. Neben Fantastic Mr. Fox und Isle of Dogs wird auch der 'Pfadfinderfilm' erwähnt – gemeint ist Moonrise Kingdom, Andersons Film über ein Pfadfinderlager. Der Film wird nicht beim Namen genannt, ist aber eindeutig identifizierbar.
Isle of Dogs
Wes Anderson
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 01:26:51 „Toller Film. Ich habe aber den Hundefilm gesehen. Da kannst du auch alleine ins Kino gehen und bist sehr gut unterhalten.“
Im Gespräch über Wes-Anderson-Filme erwähnt Eva Schulz begeistert Isle of Dogs. Jochen Wegner stimmt zu und betont, der Film sei fantastisch, aber leider nicht so stark wahrgenommen worden.
Fantastic Mr. Fox
Wes Anderson
🗣 Christoph Amend empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:27:03 „Das ist wie in dem Film von Wes Anderson, Fantastic Mr. Fox, oder?“
Christoph und Eva diskutieren begeistert über den Trickfilm von Wes Anderson. Eva schwärmt, dass es fantastische Unterhaltung und liebevolle Geschichten seien.
Don't Mess with the Zohan
Dennis Dugan
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 01:35:18 „Ihr kennt Don't Mess With The Sohan, ist über einen, ich glaube, israelischen Geheimagenten, der sich hauptsächlich von Humus ernährt und fast übernatürliche Kräfte hat. Ihr kennt den Film nicht? Der will dann aber Friseur werden später. Und es ist ein großartiger Film, den ich sehr empfehle.“
Beim gemeinsamen Hummus-Essen kommt Jochen Wegner auf die Adam-Sandler-Komödie zu sprechen, in der ein israelischer Geheimagent Friseur werden will. Er empfiehlt den Film enthusiastisch, obwohl weder Eva Schulz noch Christoph Amend ihn kennen.
The Holy Land for Vegans
🗣 Eva Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:37:03 „Meine Mitbewohnerin in Jerusalem war auch eine Journalistin und hat mal einen Beitrag verfasst, der hieß The Holy Land for Vegans, weil Israel durch die jüdischen Speisegesetze auch das veganste Land der Welt ist.“
Eva Schulz erzählt beim israelischen Essen von ihrer Zeit in Jerusalem. Ihre damalige Mitbewohnerin, ebenfalls Journalistin, schrieb einen Artikel darüber, warum Israel aufgrund der jüdischen Speisegesetze das veganfreundlichste Land der Welt ist.
HTML für Kids
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 01:39:38 „Und dann hat mein Vater eben das mitbekommen, dass ich da in Paint mir so meine Frames zusammenmale. Und hat mir dann so ein Buch geschenkt. Das habe ich auch noch, das heißt HTML für Kids und damit habe ich dann Programmieren gelernt.“
Eva Schulz erzählt von ihrer Kindheit und wie sie mit neun Jahren ihre erste Website in Paint malte. Ihr Vater schenkte ihr daraufhin das Buch 'HTML für Kids', mit dem sie tatsächlich Programmieren lernte — ein prägender Moment für ihren späteren Weg in digitale Medien.
Der Ernährungskompass
Bas Kast
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:41:06 „Hülsenfrüchte sind ja sehr gesund, wie wir seit Bas Kast wissen.“
Beim gemeinsamen Essen von Hummus kommt Jochen Wegner auf die gesundheitlichen Vorzüge von Hülsenfrüchten zu sprechen und verweist dabei beiläufig auf Bas Kast, dessen Ernährungsratgeber offenbar allen Anwesenden ein Begriff ist.
Friends
David Crane, Marta Kauffman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:47:43 „da hinten ist das Studio von Friends. Hast du Friends geschaut?... In dem neuen Buch des Autors Malcolm Gladwell geht es auch in einem ganzen Kapitel nur um Friends.“
Jochen zeigt ein Lego-Modell des Friends-Studios in der WG und leitet über zu Malcolm Gladwells Analyse der Serie.
Virtual Community
Howard Rheingold
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:51:20 „Darf ich kurz eine Bildungsanmerkung machen? Das erste Buch, was dazu geschrieben wurde, heißt Virtual Community von Howard Reingold aus den, ich glaube, 80ern oder frühen 90ern. Das genau das beschreibt, als es zum ersten Mal passiert ist. Leute, lest dieses Buch, es ist immer noch toll.“
Eva Schulz erzählt, wie sie als Jugendliche im Internet Gleichgesinnte und Freunde fand, die sie in ihrer ländlichen Heimat Borken nicht hatte. Jochen Wegner greift das auf und empfiehlt begeistert Howard Rheingolds Pionierbuch über virtuelle Gemeinschaften, das genau dieses Phänomen als eines der ersten beschrieben hat.
Der Bergdoktor
🗣 Eva Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:00:30 „Ich glaube, das ist unterschiedlich, ob du jetzt zum Beispiel Hans Siegel bist, der den Bergdoktor spielt und seinen neuen Film verkaufen oder anpreisen muss oder ein Philipp Amthor, der seine Politik irgendwie und sich selbst darstellen soll.“
Eva Schulz erklärt die unterschiedlichen Rollen, die Gäste bei Markus Lanz einnehmen. Als Beispiel für einen Unterhaltungsgast nennt sie Hans Siegel und seine Rolle als Bergdoktor, im Kontrast zu politischen Gästen wie Philipp Amthor.
Über das Fernsehen
Pierre Bourdieu
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 02:06:21 „von dem Soziologen Pierre Bourdieu... Der hat aber auch mal, ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es genau so war, aber ich glaube, der hat in den 90er Jahren vom öffentlich-rechtlichen französischen Fernsehen zwei Sendeplätze bekommen... Und dann hat er sich einfach, Akademiker, vor die Kamera gestellt und Vorträge gehalten über das Fernsehen. Die kann man kaufen heute, gibt es übersetzt.“
Eva beschreibt ein Buch von Bourdieu über die Probleme des Fernsehens, insbesondere von Talkshows, das sie bei Suhrkamp gelesen und intensiv konnotiert hat. Es prägt ihr Verständnis von Medien und Talkshow-Kultur.
Die Getriebenen
Robin Alexander
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:21:29 „Robin Alexander hat dieses ganz fantastische Buch geschrieben, wo er die Hintergründe der Flüchtlingspolitik und der Jahre danach dokumentiert hat.“
Christoph erwähnt Robin Alexanders Buch über die Flüchtlingspolitik als Beispiel für klassischen Politikjournalismus im Vergleich zu Evas Ansatz.
Talk 2000
Christoph Schlingensief
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 02:25:58 „Also es gibt die lustigsten Assoziationen, die Menschen haben, ist immer entweder Schlingensief, der damals den Talk 2000 hatte, als so ein super anarchisches, verhältnismäßig Fernsehformat, oder Ficken 3000.“
Eva Schulz erzählt, welche Assoziationen Menschen mit dem Namen 'Deutschland3000' haben. Schlingensiefs 'Talk 2000' wird als anarchisches Fernsehformat erwähnt, das namentlich an Deutschland3000 erinnert.
Cartoon 'Als Fernsehen noch Spaß machte'
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:20 „Es gibt nämlich einen Comic und ich weiß nicht mehr in welcher Zeitschrift, das war von so einem Cartoonisten und der heißt, die Überschrift ist, als Fernsehen noch Spaß machte und niemand versteht diesen Witz heute.“
Jochen Wegner erinnert sich an einen Cartoon, vermutlich aus dem Stern, mit der Überschrift 'Als Fernsehen noch Spaß machte'. Der Cartoon parodiert die Quizshow 'Der große Preis' und dient als Überleitung zu einer Anekdote über die Benennung von Medienmarken.
Der große Preis
Wim Thoelke
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:26:35 „Es gab mal so eine Sendung, wo die Leute in diesen Kugeln saßen und so Wissensfragen beantworteten. Der große Preis. Und da muss man so sagen, ich nehme Wissen 300, weißt du das noch?“
Jochen Wegner erzählt einen Witz aus einem Cartoon und kommt dabei auf die alte TV-Quizshow 'Der große Preis' zu sprechen, in der Kandidaten in Space-Kugeln saßen und Wissensfragen beantworteten. Die Sendung dient als Referenz für den Cartoon-Witz und als nostalgische Erinnerung an das Fernsehen der 80er Jahre.
From Dusk Till Dawn
Robert Rodriguez
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:31:47 „Also hier Jochen zeigt auf seinen Hals. Wenn das da so rauszüngelt. Kennt ihr From Dusk Till Dawn? Ja, schon mal gehört, diesen Film.“
Im Gespräch über Tattoos und wo man sie am besten platziert, verweist Jochen Wegner auf den Film From Dusk Till Dawn. George Clooneys markantes Hals-Tattoo in dem Film dient ihm als Beispiel für ein besonders cooles Tattoo-Placement.
Neo Magazin Royale
Jan Böhmermann
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:34:25 „Nein, das ist die Autorin. Das ist die von Neo Magazin Royale. Das ist die von Neo Magazin Royale.“
Bei der Erwähnung von Julia Becker als Evas Podcast-Gast stellt Christoph Amend klar, dass es sich um die Autorin von Neo Magazin Royale handelt, nicht um die Autorin von Darm mit Charme. Die Referenz dient der Identifikation der Person.
Darm mit Charme
Giulia Enders · 2014
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:34:33 „Wie heißt die Autorin mit dem Charme mit Darm? Die heißt Julia Enders, glaube ich.“
Als Eva Schulz ihre Podcast-Gästin Julia Becker erwähnt, verwechselt Christoph sie zunächst mit der Autorin von Darm mit Charme. Die kurze Verwirrung wird aufgelöst: Julia Becker ist die Autorin von Neo Magazin Royale, Julia Enders die Darm-Autorin.
Thinking, Fast and Slow
Daniel Kahneman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:36:44 „Du musst schnell antworten, wie du weißt. Nicht nachdenken. Thinking fast, nicht slow. Fast thinkers, ne? Naja, das ist ein anderer Hirnmodus. Das ist nämlich ein Hirnforschergrund, warum so.“
Vor dem Start des A-oder-B-Spiels erklärt Jochen Wegner die Spielregeln und verweist dabei beiläufig auf Daniel Kahnemans Konzept von schnellem und langsamem Denken. Er nutzt es als Begründung, warum schnelle Antworten ohne Nachdenken im Spiel so aufschlussreich sind.
Star Wars
George Lucas
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:45:57 „Schau mal hinter dir. Über mir hängt ein Star Wars Plakat. Es war klar, dass du nicht weißt. Du hast noch nie Star Wars gesehen. Das ist ein Household-Name, in unserem Haushalt jedenfalls. Und zwar Generationenübergreifend.“
Nachdem Eva Schulz beim A-oder-B-Spiel die Frage 'Luke oder Han' nicht versteht, offenbart sich ein Generationenunterschied: Jochen Wegner ist großer Star-Wars-Fan mit Poster an der Wand, während Eva die Referenz nicht erkennt. Er beschreibt, wie seine Kinder über Lego zu Star Wars fanden und erwähnt einen neuen Star-Wars-Film im Kino.
Star Wars
George Lucas
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:46:09 „Star Wars... das ist ein Household-Name, in unserem Haushalt jedenfalls. Und zwar Generationenübergreifend... Jetzt kommt ja der neue Star Wars in die Kino.“
Eva hatte die A-oder-B-Frage zu Han oder Luke nicht verstanden, was eine Diskussion über Star Wars als generationenübergreifendes Kulturphänomen auslöst.
Harry Potter
J.K. Rowling
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:46:52 „Ah, Polygo. Hier. Oh ja. Ist ein Teil von Harry Potters. Genau, das ist mehr meine popkulturelle Welt.“
Beim Blick durch Eva Schulz' Studio entdecken die Hosts neben Star-Wars-Memorabilia auch Harry-Potter-Lego. Eva identifiziert sich eher mit der Harry-Potter-Welt als mit Star Wars, was den Generationenunterschied zwischen den Hosts und dem Gast unterstreicht.
Die Wilden Hühner
Cornelia Funke
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:46:55 „Und nochmal, wie hieß die, jetzt habe ich schon wieder vergessen, diese Kinderbuche. Ich habe eine Frage. Konja Funke, also auch Frieda oder Spott habe ich sofort erkannt. Das hast du ja erkannt. Ja, wilde Hühner.“
Im A-oder-B-Spiel hatte Jochen die Frage 'Sprotte oder Frida' gestellt – beides Figuren aus Cornelia Funkes Kinderbuchreihe Die Wilden Hühner. Eva erkennt die Referenz sofort, was im Kontrast zu ihrer Unkenntnis von Star Wars den generationellen Popkultur-Unterschied verdeutlicht.
Friends
David Crane, Marta Kauffman
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 02:47:15 „Neben der Star Wars Fasse im Regal, habe ich die da hingestellt versehentlich, mit Abgeschreibungen drin, ist ein komplett aus Lego nachgebautes Studio von Friends, das ich auch schon mal auf Instagram und jetzt zum zweiten Mal hier im Original gesehen habe. Wie kann man so blöd sein und ein Studio von Friends nachbauen? Wenn man Friends geliebt hat.“
Im Studio von Eva Schulz steht ein aus Lego nachgebautes Friends-Set, das Jochen Wegner entdeckt. Er neckt Eva liebevoll dafür, während Christoph Amend das Thema aufgreift und Malcolm Gladwells Analyse der Serie beschreibt. Friends dient als generationsübergreifendes Popkultur-Bindeglied im Gespräch.
Talking to Strangers
Malcolm Gladwell
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:47:43 „In dem neuen Buch des Autors Malcolm Gladwell geht es auch in einem ganzen Kapitel nur um Friends. Und sehr interessant, der erzählt nach, es gibt eine wissenschaftliche Untersuchung, wieso Zuschauer von Friends eigentlich so genau nachvollziehen können, wie es in diesen Figuren so, was da los ist.“
Als das Gespräch auf die Lego-Nachbildung des Friends-Studios kommt, erwähnt Christoph Amend Malcolm Gladwells neues Buch, in dem ein ganzes Kapitel der Serie Friends gewidmet ist. Er schildert eine darin beschriebene wissenschaftliche Untersuchung über die Gesichtsausdrücke der Schauspieler, die es ermöglichen, die Handlung sogar stumm nachzuvollziehen.
Sie hatte rotes Haar
🗣 Eva Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 02:49:08 „Hat er dann so immer gesagt, sie hatte rotes Haar. Und oftmal war das irgendein Schlager, der ihm dann jedes Mal eingefallen ist.“
Eva Schulz erzählt, wie ihr Bio-Lehrer in der Schule sie wegen ihrer roten Haare mit einem Schlager aufzog. Sie erinnert sich an die Zeile 'Sie hatte rotes Haar', kann den konkreten Schlager aber nicht genau zuordnen.
MC1R
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 02:50:02 „Es gibt ein Magazin, ein internationales Magazin für Rothaarige, da bin ich mal interviewt worden. Das wird in Hamburg gemacht. Das ist auf dem Cover. Und ja, das heißt MCR1. Wie das gehen, weshalb wir rote Haare haben.“
Im Gespräch über die Erfahrungen als Rothaarige erzählt Christoph Amend von einem internationalen Magazin speziell für Menschen mit roten Haaren, das in Hamburg produziert wird und nach dem Gen MC1R benannt ist. Er war selbst auf dem Cover und wurde dafür interviewt.
Unbenannter Text über den Luxus des Journalismus
Konstantin Seibt
🗣 Eva Schulz zitiert daraus bei ⏱ 02:58:46 „Konstantin Seibt, ein Journalist, den ich sehr schätze, der hat mal sowas geschrieben, ich weiß nicht genau, aber er hat gesagt, der Luxus ist doch eigentlich, dass wir zehn Stunden verbringen dürfen, damit uns etwas anzueignen, was wir dann in zehn Minuten an einen Leser oder Zuschauer vermitteln.“
Eva Schulz definiert, was Journalismus für sie bedeutet, und zitiert dabei den Schweizer Journalisten Konstantin Seibt. Sein Gedanke, dass der eigentliche Luxus des Journalismus im intensiven Lernen liegt, das dann komprimiert weitergegeben wird, trifft offenbar genau Evas eigenes Verständnis ihres Berufs. Den genauen Titel des Textes kennt sie nicht mehr.
Anne Will
Anne Will
🗣 Eva Schulz erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:05:44 „Und wer zu der, im Englischen sagt man doch so, der krasse Pandit. Also diese Leute, die immer in den amerikanischen Sendungen irgendwie da ihre Meinung sagen und auch wieder so rumspekulieren. Oder auch mal Anne Wille.“
Eva Schulz beschreibt, wie sie sich 2017 fragte, welche Rolle sie in ihrem neuen Format einnehmen würde. Sie vergleicht die Pundit-Kultur amerikanischer Sendungen mit deutschen Talkshows wie Anne Will, in denen Experten ihre Meinung äußern. Sie entschied sich stattdessen bewusst für eine Führungsrolle statt einer Kommentatoren-Rolle.
Z2X-Vortrag über Führung
Eva Schulz
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:07:21 „Du hast auch mal einen Vortrag gehalten auf einem Festival, das ich gut kenne, zum Thema Führung. Gibt es, glaube ich, auch, kann man im Internet nachgucken. Vielleicht ist es auf Zeit Online. Z2X. Das Festival heißt Z2X, das ist von Zeit Online.“
Jochen Wegner erinnert an einen Vortrag, den Eva Schulz auf dem Z2X-Festival von Zeit Online zum Thema Führung gehalten hat. Er leitet damit die Frage ein, wie Eva als junge Journalistin plötzlich ein großes Team leiten musste und was moderne Führung für sie bedeutet. Der Vortrag sei online abrufbar.
Exit West
Mohsin Hamid
🗣 Eva Schulz referenziert bei ⏱ 03:21:19 „Mohsin Hamid ist ein toller Autor, der in einem Gespräch mit PQI, den ich aus der Verehre, über sein Buch Exit West geschrieben hat und der sagt, da geht es ganz viel um globale Migration und um Ungerechtigkeit und ob es nun fair oder unfair ist, wenn Menschen aus anderen Ländern, denen es nicht so gut geht wie wir, zu uns kommen.“
Eva Schulz erzählt von einem Eintrag in ihrem Zettelkasten. Sie beschreibt Mohsin Hamids zentrale Argumentation aus Exit West: So wie die Menschheit in den letzten 150 Jahren Sklaverei, fehlende Frauenrechte und andere Ungleichheiten abgeschafft hat, werden künftige Generationen Grenzen als ebenso ungerechte Konstrukte betrachten. Diese Gedankenkette hat Eva so beeindruckt, dass sie sie auf eine Karteikarte übertragen hat.
Biografie des Dalai Lama
Pico Iyer
🗣 Jochen Wegner erwähnt beiläufig bei ⏱ 03:29:42 „Und hat auch die einzige autorisierte meines Wissens Biografie über den Dalai Lama geschrieben. Und hat im New Yorker ganz tolle Geschichten über Fremdsein und Reisen.“
Jochen Wegner stellt Pico Iyer als Autor vor und erwähnt dabei dessen autorisierte Dalai-Lama-Biografie als eines seiner bekannten Werke, neben seinen Japan-Büchern und New-Yorker-Texten.
The Lady and the Monk
Pico Iyer
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:30:18 „Pico Ayer, Leute, müsst ihr lesen. Es gibt zwei Bücher von ihm. The Lady and the Monk war das erste und das zweite, wo er sozusagen beschreibt, wie er ein Jahr nach Japan geht. Und das war genau mein Japan-Gefühl.“
Jochen Wegner schwärmt von den Japan-Büchern Pico Iyers, auf die Eva ihn vor seinem zweimonatigen Japan-Sabbatical hingewiesen hat. Er beschreibt The Lady and the Monk als die perfekteste und reflektierteste Beschreibung des Fremdseins als Westler in Japan, die er je gelesen hat.
A Beginner's Guide to Japan
Pico Iyer
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 03:30:56 „Und jetzt hat er gerade, und deswegen wollte ich es noch sagen, ein neues Buch rausgebracht, das ist fantastisch, es ist noch besser, das Beste, was es überhaupt gibt aus einer westlichen Sicht über Japan. Und das heißt irgendwie provokative Thesen über Japan. Ich habe vergessen, wie der Titel ist.“
Jochen Wegner empfiehlt Pico Iyers neuestes Buch über Japan als das absolut Beste, was es aus westlicher Perspektive über Japan gibt. Er kann sich an den genauen Titel nicht erinnern, beschreibt es aber als noch besser als The Lady and the Monk. Es handelt sich vermutlich um 'A Beginner's Guide to Japan'.
On Being
Krista Tippett
🗣 Eva Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:31:05 „es gibt einen Podcast in Amerika, den ich sehr schätze, der heißt On Being. Christa Tippett, einer tollen Journalistin. Und die hat ihn mal eine Stunde lang interviewt. Und ich glaube, das ist ein super Einstieg, On Being mit Pico Ayer sich anzuhören.“
Eva empfiehlt die Podcast-Folge mit Pico Iyer als meditativen Einstieg in dessen Gedankenwelt. Sie hat die Folge als Dauerschleife auf ihrem Telefon.
On Being (Folge mit Pico Iyer)
Krista Tippett
🗣 Eva Schulz empfiehlt aktiv bei ⏱ 03:31:23 „Es gibt einen Podcast in Amerika, den ich sehr schätze, der heißt On Being. Christa Tippett, einer tollen Journalistin. Und die hat ihn mal eine Stunde lang interviewt. Und ich glaube, das ist ein super Einstieg, On Being mit Pico Ayer sich anzuhören.“
Eva Schulz empfiehlt als Einstieg in Pico Iyers Denken die On-Being-Episode mit ihm. Sie beschreibt die Folge als eine Art Meditation, die sie immer wieder auf ihrem Telefon bereithält, weil Iyer darin so klug über seinen bewussten Rückzug aus dem hektischen Großstadtjournalismus am Times Square hin zu einem langsameren, reflektierteren Leben in Japan erzählt.