Marco Börries, wie wird man ein digitales Wunderkind
Christoph Amend, Jochen Wegner & Gäste
UNVOLLSTÄNDIG — Transkript enthält nur Intro
Erwähnte Medien (26)
Artikel über den Verkauf von Star Division
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:10:37 „Und 1999 habe ich gelesen, ich glaube im Wall Street Journal hat unser Gast sie für 70 Millionen Dollar verkauft. Ein bisschen komplexer gewesen der Deal.“
Christoph Amend stellt Marco Börries' Karriere vor und erwähnt dabei einen Artikel im Wall Street Journal, der über den Verkauf von Star Division an Sun Microsystems berichtete. Marco Börries korrigiert anschließend einige der genannten Zahlen, was zeigt, dass die Berichterstattung nicht ganz akkurat war.
Essay über den Rückgang von Frauen in der Informatik
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 00:32:08 „Es gab kürzlich diesen großen Essay zu der Frage, wie es eigentlich sein kann, dass bis heute nur, ich sage mal, 20, 25 Prozent an den Unis Frauen sind, die Informatik machen. Und die These des Autors war, die muss man ja nicht teilen, das ist damals passiert, als diese Heimcomputer aufkamen.“
Jochen Wegner verweist auf einen konkreten, kürzlich erschienenen Essay, der die These vertritt, dass der Rückgang von Frauen in der Informatik mit der Einführung von Heimcomputern in den 1980er Jahren zusammenhängt, die vor allem von Jungen genutzt wurden.
Artikel über Marco Börries in Quick
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 01:06:39 „Dann kamen dann auch irgendwelche Reporter an, die dann so irgendwie so mitgekriegt haben und irgendeine Zeitung, ich glaube, es war damals Quick, das war so eine schlechte Version von Bunte. Die haben dann irgendwie so einen Artikel gemacht und haben dann ein Foto gemacht von, so nach dem Motto, Vater Chauffeur und Mutter in der Buchhaltung und so eine Sachen.“
Marco Börries erzählt von seinen frühen Erfahrungen mit der Presse als junger Firmengründer. Das Magazin Quick veröffentlichte einen Artikel mit irreführender Darstellung seiner Eltern, was ihn nachhaltig vorsichtig im Umgang mit Medien machte.
Star Office Review in PC World
David Bunnell
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 01:12:05 „Haben dann mit David Bunnell, dem Chefredakteur von PC World gearbeitet. Haben ein super Review gekriegt, eine tolle Anzeige. Auf einmal kamen Tausende von Bestellungen rein.“
Marco Börries schildert seinen ersten Versuch, den US-Markt zu erobern. Eine positive Rezension in PC World unter Chefredakteur David Bunnell führte zu tausenden Bestellungen – doch die amerikanischen Geschäftspartner wurden daraufhin gierig und blockierten das Geschäft.
Atlas Shrugged
Ayn Rand
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 01:23:56 „Du hast mal ein Buch erwähnt, das ich daraufhin gelesen habe, das war eine komplette Bildungslücke von Ayn Rand, das ist eigentlich ein wahnsinnig, also jetzt trivial formulierend, ein wahnsinnig schlechtes Science-Fiction-Autorin, die aber sehr einflussreich ist, also deren Ideologie für sozusagen das Libertäre offensichtlich das Fundament mitgebildet hat und die heute viele Leute im Silicon Valley beeinflusst.“
Jochen Wegner fragt Marco Börries, ob es eine Klasse von Menschen gibt, die sich von der realen Sphäre entfernt hat. Er erinnert daran, dass Börries ihm einmal ein Buch von Ayn Rand empfohlen habe, in dem die Idee vertreten wird, dass sich eine Elite aus der Gesellschaft zurückzieht. Börries hatte angedeutet, dass dies im Silicon Valley bereits Realität sei. Beide diskutieren anschließend, ob die im Buch beschriebene Leadership-Verweigerung heute ein reales Problem darstellt.
Steve Jobs
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:36:57 „Wenn du dir anguckst und das ist ja auch in dem Film alles gecovert ist, wenn du dir anguckst und sagst von den Lebewesen, die auf der Erde sind, sind wir als Mechanik nicht gerade super effizient.“
Marco Börries erzählt begeistert von Steve Jobs' Vision, einen Computer für alle Menschen zu bauen – 'the bicycle of the mind'. In diesem Zusammenhang verweist er beiläufig auf einen biografischen Film über Jobs, in dem diese Geschichte ebenfalls dargestellt wird. Welcher der Steve-Jobs-Filme gemeint ist (2013 oder 2015), bleibt offen.
iPhone-Keynote (Macworld 2007)
Steve Jobs
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 01:57:30 „Und das ist ja auch, wenn du dir anguckst, die erste Kommunikation, wie er das angekündigt hat. Wir stellen heute drei Devices vor. Ein iPod, ein Touch-iPod. Und die Leute, ja, ein revolutionäres Phone. Ja, ein Internet-Communicator. Und die wiederholt das, wiederholt das, wiederholt das. Und dann, you guys, you don't get it, it's one device.“
Marco Börries schildert die Entstehungsgeschichte des iPhones und wie Apple ursprünglich ein Tablet bauen wollte, dann aber durch Capacitive-Touch-Technologie auf ein Phone umschwenkte. Er beschreibt detailliert Steve Jobs' berühmte Macworld-Keynote 2007, in der Jobs das Publikum zunächst glauben ließ, er stelle drei separate Geräte vor, bevor er enthüllte, dass es ein einziges Gerät ist – das iPhone.
Kraftwerk
Kraftwerk
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:18 „Ja, Elektro fing ganz, war viel zu früh, fing gar nicht an. Also klar, du hast so Sachen wie Kraftwerk gehabt, hattest du damals schon. Bisschen Brit-Pop, weniger US-Pop, das war dann zu weit weg.“
Marco Börries erzählt von seinen Plattenladen-Besuchen Mitte der 1980er in Lüneburg. Kraftwerk wird als eine der frühen Elektro-Referenzen genannt, die er damals schon gehört hat, bevor die Elektro-Szene richtig losging.
Walking in My Shoes
Depeche Mode
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 04:00:39 „Was ist Ihr Lieblingslied? Das kann ich ... Das ist Walking in My Shoes, maybe.“
Marco Börries wird nach seinem Lieblingslied von Depeche Mode gefragt und nennt spontan 'Walking in My Shoes'. Er bezeichnet sich selbst als großen Depeche-Mode-Fan, die Band gehörte zu den Britpop- und Elektro-Platten, die er sich als junger Unternehmer in den 1980ern im Plattenladen kaufte.
U2
U2
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:46 „Das ist jetzt eine fiese Frage, weil das ist genau das gleiche. Großer U2-Fan, großer Coldplay-Fan, aber auch verschiedene andere Sachen.“
Auf die Frage nach seinem Lieblingslied von Depeche Mode weicht Marco Börries aus und nennt weitere Bands, die er liebt. U2 wird als eine seiner großen musikalischen Leidenschaften genannt.
Coldplay
Coldplay
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 04:00:46 „Das ist jetzt eine fiese Frage, weil das ist genau das gleiche. Großer U2-Fan, großer Coldplay-Fan, aber auch verschiedene andere Sachen.“
Neben U2 und Depeche Mode nennt Marco Börries auch Coldplay als eine Band, von der er großer Fan ist. Dies rundet das Bild seines Musikgeschmacks ab, der von Britpop und elektronischer Musik geprägt ist.
Personal Jesus
Depeche Mode
🗣 Jochen Wegner referenziert bei ⏱ 04:02:34 „Es gibt mehr Personal Genius. Personal Jesus ist auch gut, ja. Das ist Walking My Shoes. Und können wir Personal Jesus in der Version von Johnny... Von Johnny Cash.“
Jochen Wegner schlägt vor, Personal Jesus als das Lied zu singen, das traditionell im Podcast für den Gast performt wird. Das Gespräch dreht sich um Marco Börries' Musikgeschmack, und der Song wird als eines seiner Lieblingslieder identifiziert.
Personal Jesus
Johnny Cash
🗣 Jochen Wegner empfiehlt aktiv bei ⏱ 04:02:34 „Und können wir Personal Jesus in der Version von Johnny... Von Johnny Cash. Johnny Cash. Auch nicht schlecht. Der Rick Rubin produziert. Das war die Comeback-Phase von Johnny Cash.“
Jochen Wegner wünscht sich die Johnny-Cash-Version von Personal Jesus, die von Rick Rubin produziert wurde. Christoph Amend ordnet sie in die berühmte Comeback-Phase von Johnny Cash ein. Die Hosts singen den Song dann gemeinsam im Studio.
American Recordings
Johnny Cash
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:02:46 „Der Rick Rubin produziert. Das war die Comeback-Phase von Johnny Cash.“
Im Gespräch über die Johnny-Cash-Version von Personal Jesus erwähnt Christoph Amend die von Rick Rubin produzierte Comeback-Phase von Johnny Cash, die mit der American-Recordings-Albumreihe ab 1994 begann.
Porträt über Marco Börries in der ZEIT (1987)
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:03:28 „Ich habe auch, gerade wo wir so über Popkultur reden, ich habe noch ein, zwei total unseriöse Fragen zwischendurch, weil ich gelesen habe in einem Porträt, das in der Zeit 1987 erschien.“
Christoph Amend bezieht sich auf einen frühen ZEIT-Artikel von 1987, der ein Porträt des damals jugendlichen Marco Börries war. Börries erinnert sich lebhaft daran — es war der erste autorisierte Artikel über ihn, mit einem Anzugsfoto, über das seine Kinder heute noch lachen.
In a connected world there is no privacy
Scott McNealy
🗣 Marco Börries zitiert daraus bei ⏱ 04:32:06 „Scott Minglidi hat 1999 so einen schönen Satz gesagt, in a connected world there is no privacy.“
Im Gespräch über Datenschutz, Überwachung und die Huawei-Debatte zitiert Marco Börries den ehemaligen Sun-Microsystems-CEO Scott McNealy mit dessen bekanntem Ausspruch von 1999. Er nutzt das Zitat, um seine These zu untermauern, dass Privacy in einer vollständig vernetzten Welt grundsätzlich nicht mehr gewährleistet werden kann — unabhängig davon, ob die Hardware aus China oder den USA stammt.
Interview mit Marco Börries (1997)
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:40:29 „Sie haben mal 1997 gesagt, ich zitiere sie, die Deutschen glauben immer noch in der Industrie und nicht in einer Informations- und Wissensgesellschaft zu leben. Die Deutschen sind furchtbar träge. Stimmt immer noch?“
Christoph Amend zitiert Marco Börries aus einem Artikel oder Interview von 1997, in dem dieser die digitale Trägheit Deutschlands kritisierte. Börries selbst erinnert sich nicht mehr an die genaue Quelle ('ich weiß nicht, aus welchem Artikel das stand'), bestätigt aber die Aussage und stellt fest, dass sich in 22 Jahren erschreckend wenig geändert habe.
Interview mit Marco Börries über seinen Ausstieg bei Sun
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 04:46:22 „Sie haben in einem englischsprachigen Interview, ich glaube auch im Wall Street Journal, da wurden Sie gefragt, warum Sie dann gegangen sind 2001 und dann sagen Sie, also eine der Dinge, die Ihnen so durch den Kopf gegangen sind damals, I wanted to get back into physical shape again.“
Christoph Amend zitiert aus einem englischsprachigen Interview, vermutlich im Wall Street Journal, in dem Marco Börries um 2001 über seine Gründe für den Ausstieg bei Sun Microsystems sprach. Börries hatte dort unter anderem gesagt, er wolle wieder in körperliche Form kommen, was Amend als Einstieg nutzt, um über Börries' intensiven Lebenswandel während der Gründerjahre zu sprechen.
The Jetsons
Hanna-Barbera
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:18:16 „Ich glaube, dass dieser Jetson, also der Grund, warum das so gehypt ist im Moment, weil natürlich jeder diesen Jetson-Dream vom eigenen Flugzeug, das sind Kindheitsträume, das ist Future. Genauso wie ins Weltall fliegen.“
Marco Börries erklärt den Hype um Flugtaxis damit, dass der Traum vom eigenen Flugzeug ein Kindheitstraum ist – ähnlich dem 'Jetson-Dream', eine Anspielung auf die Zeichentrickserie 'The Jetsons', in der fliegende Autos zum Alltag gehören. Er vergleicht diese Vision mit dem Traum, ins Weltall zu fliegen.
Das fünfte Element
Luc Besson
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:18:33 „Also das fünfte Element auch und all diese Filme.“
Im Gespräch über Flugtaxis und die Vision individueller Flugtransportmittel verweist Christoph Amend auf Science-Fiction-Filme wie 'Das fünfte Element', in denen fliegende Autos und urbaner Luftverkehr bereits als Zukunftsvision gezeigt wurden. Der Film dient als kulturelle Referenz dafür, dass die Idee von Flugtaxis tief in der Populärkultur verankert ist.
Who Wants to Live Forever
Queen
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:30:09 „Als Highlander-Fan stelle ich mir das... Highlander? Jetzt sind wir wieder in den 80ern. Who wants to live forever?“
Der Song wird im Kontext der Diskussion über Unsterblichkeit und die Versuche von Tech-Unternehmern, den Tod zu überwinden, zitiert
Highlander
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:30:39 „Als Highlander-Fan stelle ich mir das... Highlander? Jetzt sind wir wieder in den 80ern. Who wants to live forever? Nur einen geben. Ja, das ist eine Sache, es kann nur einen geben, aber who wants to live forever?“
Auf die Frage, ob er den Punkt erleben möchte, an dem der Tod heilbar wird, reagiert Marco Börries mit einer Anspielung auf den 80er-Jahre-Film Highlander. Die zentrale Frage des Films – wer will ewig leben? – nutzt er als philosophische Reflexion darüber, ob Unsterblichkeit wirklich wünschenswert wäre. Er beschreibt sich selbst als Highlander-Fan.
Who Wants to Live Forever
Queen
🗣 Marco Börries referenziert bei ⏱ 05:30:39 „Who wants to live forever? Nur einen geben. Ja, das ist eine Sache, es kann nur einen geben, aber who wants to live forever?“
Marco Börries zitiert den berühmten Queen-Song aus dem Highlander-Soundtrack im Kontext der Diskussion über Unsterblichkeit und die Bestrebungen im Silicon Valley, den Tod zu besiegen. Er nutzt den Songtext als rhetorische Frage, um seine Skepsis gegenüber dem Wunsch nach ewigem Leben auszudrücken.
The Singularity Is Near
Ray Kurzweil
🗣 Christoph Amend erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:35:34 „Ray Kurzweil hat das doch auch vor 10, 15 Jahren schon beschrieben.“
Als Marco Börries über die Verschmelzung von Mensch und Technik spricht – Implantate für Blinde, bionische Gliedmaßen, Enhancement des Gehirns – wirft Christoph Amend ein, dass Ray Kurzweil genau diese Entwicklungen bereits vor über einem Jahrzehnt vorhergesagt habe. Die Erwähnung ist knapp, verweist aber auf Kurzweils bekannte Thesen zur technologischen Singularität.
Atlas Shrugged (Verfilmung)
🗣 Marco Börries erwähnt beiläufig bei ⏱ 05:44:22 „Und es gab auch eine ganz schlechte Verfilmung davon. Sehr schlecht, ich habe die versucht zu gucken. Genau, also richtig schlecht“
Die Verfilmung des Ayn-Rand-Buchs wird als sehr schlecht bezeichnet
Experiment ohne Smartphone
🗣 Christoph Amend referenziert bei ⏱ 06:00:20 „Ich habe gerade gelesen, die meistgelesene Geschichte der New York Times seit einer Woche. Ist das Experiment eines Journalisten oder Journalistin, die kein Telefon mehr benutzt.“
Im Gespräch über digitale Abstinenz erwähnt Christoph Amend einen aktuellen New-York-Times-Artikel, der seit einer Woche der meistgelesene der Zeitung sei. Darin beschreibt ein Journalist oder eine Journalistin das Experiment, komplett auf das Smartphone zu verzichten. Der genaue Titel und Autor werden nicht genannt.