Friedensbringer Trump - Jetzt die Ukraine
Markus Lanz, Richard David Precht
Live von der Frankfurter Buchmesse berichten Lanz und Precht über den dramatischen Niedergang der Buchbranche: Wo früher 300.000 Exemplare verkauft wurden, ist heute eine Null weniger — YouTube, Podcasts und KI-Zusammenfassungen haben das gründliche Lesen verdrängt. Selbst Studierende der Literaturwissenschaft wollen keine Bücher mehr lesen, und von ehemals 4.000 Buchhandlungen in Deutschland sind nur noch knapp 3.000 übrig.
„Ein Wissen, das man sich lang und mühselig erarbeitet hat, führt zu einem Reichtum einer inneren Welt. Ein paar Antworten, die man schnell konsumiert hat, die hat man morgen wieder vergessen.“
Erwähnte Medien (3)
Reportage über Jared Kushner und Steve Witkoff im Nahost-Friedensprozess
Die New York Times analysiert die Arbeitsteilung zwischen Jared Kushner und Steve Witkoff bei den Nahost-Verhandlungen. Während Witkoff als Chefunterhändler die direkten Telefonate mit arabischen Staaten führte, arbeitete Kushner im Hintergrund an Textentwürfen. Beide setzten dabei Verhandlungstaktiken aus dem harten New Yorker Immobiliengeschäft ein.
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:18:58 „Ich habe in diesen Tagen eine Reportage in der New York Times gelesen, die mal unter die Lupe genommen hat, welche Rolle Jared Kushner, sein Schwiegersohn, und Steve Witkoff gespielt haben, der Chefunterhändler von Trump.“
Lanz berichtet von einer aktuellen New-York-Times-Reportage über die Arbeitsteilung zwischen Jared Kushner und Steve Witkoff bei den Nahost-Verhandlungen. Laut dem Artikel führte Witkoff die Telefonate mit arabischen Staaten, während Kushner im Hintergrund Textentwürfe verfasste – beide nutzten dabei Techniken aus dem harten New Yorker Immobiliengeschäft.
Interview mit Jared Kushner
Jared Kushner beschreibt in der New York Times seine pragmatische Verhandlungsstrategie für den Nahost-Friedensprozess: zunächst eine Minimaleinigung erzielen, dann später um Details kümmern. Der Ansatz steht im Gegensatz zu komplexeren Verhandlungsmethoden, die versuchen, alle Aspekte sofort zu lösen.
🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:32:24 „So hat das Kushner auch der New York Times gesagt und hat auch beschrieben, was der Ansatz war. Du hast ja immer von allen Seiten das ganze Aber. Deren Ansatz war ein ganz anderer. Das war die Strategie New Yorker Immobilienhändler erstmal irgendwie eine Minimaleinigung erzielen und später kümmern wir uns dann um die ganzen schmutzigen Details.“
Lanz zitiert ein Interview, das Jared Kushner der New York Times gegeben hat, in dem Kushner die Verhandlungsstrategie im Nahost-Friedensprozess beschreibt: pragmatisch erst eine Minimaleinigung erzielen, statt sich in Details zu verlieren. Lanz nutzt dies als Beleg für den erfolgreichen Pragmatismus des Trump-Umfelds.
La Chute finale
Emmanuel Todd · 2008
Die Endzeitvorstellungen von Islam, Christentum und Judentum im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit untersuchen führende Forscher in diesem Band. Sie diskutieren die gegenseitige Beeinflussung dieser Vorstellungen ebenso wie ihre zeitpolitisch intendierte und ihre tatsächliche Wirkung. Damit erschließen sie eine bedeutende politische und geistesgeschichtliche Quelle, denn die apokalyptischen Schriften finden sich stets im Umkreis der Mächtigen dieser Welt.
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:35:51 „Über den wir hier schon ein paar Mal gesprochen haben, französischer Historiker, den du glaube ich auch sehr schätzt, interessanter Mann, der 1979 glaube ich schon, oder 76, Ende der Sowjetunion, das Ende der Sowjetunion vorhergesagt hat, genau. Er hat einfach die Dinge analysiert und dem war klar, das große Imperium wird zusammenbrechen.“
Lanz verweist auf Emmanuel Todds frühes Werk, in dem dieser bereits 1976 den Zusammenbruch der Sowjetunion vorhersagte, um Todds analytische Treffsicherheit zu unterstreichen. Das dient als Glaubwürdigkeitsnachweis, bevor Lanz Todds aktuelle Thesen über den Niedergang des Westens referiert.