Lanz & Precht – Sommergespraech mit Luisa Neubauer
#203

Sommergespraech mit Luisa Neubauer

Lanz & Precht / 25. Juli 2025 / 4 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht & Luisa Neubauer

Zum Auftakt der Sommergespräche ist Luisa Neubauer zu Gast, und die zentrale Frage lautet: Warum redet 2025 niemand mehr über das Klima? Neubauer widerspricht dem Eindruck — verglichen mit 2009 werde deutlich mehr berichtet, und auf kommunaler Ebene würden gerade massiv Klimaprojekte umgesetzt, die vor Jahren geplant wurden. Doch die Stimmung hat sich gedreht: Wer einst als Held gefeiert wurde, braucht heute Personenschutz.

„Vor ein paar Jahren noch, Luisa, wart ihr Helden. Heute trittst du mit Personenschutz auf, wenn du öffentlich redest.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (4)

Lichtblicke
Buch

Lichtblicke

Axel Bojanowski

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:26:04 „Ich habe neulich darüber gelesen in einem, empfehle ich sehr zur Lektüre, Axel Bojanowski hat ein kleines Büchlein veröffentlicht, »Lichtblicke«. Und Bojanowski ist jemand, den ich sehr schätze, weil er Wissenschaftsjournalist, der lange beim Spiegel war, arbeitet jetzt viel für die Kollegen der Welt, ist jemand, der mitnichten den Klimawandel irgendwie verharmlost oder leugnet.“

Im Streitgespräch über die Frage, ob wirtschaftlicher Wohlstand Voraussetzung für guten Klimaschutz ist, empfiehlt Markus Lanz das Buch von Axel Bojanowski. Er stellt den Autor als seriösen Wissenschaftsjournalisten vor, der den Klimawandel weder verharmlost noch leugnet, und nutzt das Buch als Beleg für seine These, dass ein reiches Land bessere Voraussetzungen für Klimaschutz hat.

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Vortrag oder Interview von Yuval Noah Harari
Rede

Vortrag oder Interview von Yuval Noah Harari

Yuval Noah Harari

🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:43:11 „Ich habe neulich Yuval Noah Harari gehört, der sagte, es ist völlig verrückt, wenn du dir die Geschichte des Nauskonflikts anschaust, es ist kein Streit um Wasser, es ist kein Streit um Essen, es ist kein Streit um Land. Es ist genug für alle da. Es ist ein Streit um Erzählungen.“

Markus Lanz leitet eine Diskussion über die Macht großer Erzählungen ein und zitiert Hararis These, dass der Nahostkonflikt kein Ressourcenkonflikt sei, sondern ein Streit um Narrative – um heiliges Land und heilige Steine. Er nutzt dieses Argument, um zu fragen, ob die Klimabewegung in ihrer Kommunikation und Erzählung Fehler gemacht hat.

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Was wäre, wenn wir mutig sind?
Buch

Was wäre, wenn wir mutig sind?

Luisa Neubauer

🗣 Luisa Neubauer referenziert bei ⏱ 00:46:35 „Mein letztes Buch hieß, es ist gerade rausgekommen, was wäre, wenn wir mutig sind? Und es geht um Mut, es geht auch um eine Klimarealität, keine Frage, darüber muss man sprechen. Aber es geht um das, was wir gemeinsam schaffen können.“

Luisa Neubauer verteidigt sich gegen den Vorwurf, die Klimabewegung sei zu apokalyptisch in ihrer Kommunikation. Sie verweist auf ihr neues Buch als Beispiel dafür, dass die Bewegung längst eine hoffnungsvolle, auf Mut und Handlungsfähigkeit ausgerichtete Erzählung anbietet – statt reiner Weltuntergangsstimmung.

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Kinder an die Macht
Musik

Kinder an die Macht

Herbert Grönemeyer

🗣 Luisa Neubauer erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:47:15 „Da war ja sozusagen der Slogan war Listen to the Science, aber die Geschichte war Kinder an die Macht und wir tun was und wir werden laut und wir wehren uns und das hat was radikal Hoffnungsvolles.“

Luisa Neubauer beschreibt die Anfänge von Fridays for Future und greift dabei den Grönemeyer-Songtitel als Metapher auf. Die Phrase fasst die Erzählung der Bewegung zusammen: Junge Menschen übernehmen Verantwortung und werden politisch aktiv. Es ist keine explizite Musikempfehlung, sondern eine kulturelle Referenz.

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