Lanz & Precht – Afrika - Der vergessene Kontinent
#195

Afrika - Der vergessene Kontinent

Lanz & Precht / 30. Mai 2025 / 7 Medien

Markus Lanz, Richard David Precht

Frisch zurück aus dem Senegal, wo sie für eine Migrations-Reportage recherchiert haben, widmen sich die beiden den Klischees und Zerrbildern, die Europa von Afrika hat. Lanz erzählt, wie ihn die Gesichter der Menschen in Dakar und zuvor in Syrien bis tief in die Nacht am Bildschirm nicht loslassen — und wie der Moloch Dakar mit seinen Millionen, von denen viele nirgendwo registriert sind, einen regelrecht umhaut. Dabei wird schnell klar: Afrika ist kein ferner Kontinent, sondern ein Ort, an dem sich gerade Europas eigene Zukunft entscheidet.

„Du siehst den Schmerz der Leute und du siehst, was die Umstände mit den Leuten machen. Du kannst das alles in diesen Gesichtern lesen.“
🗣 Markus Lanz

Erwähnte Medien (7)

Die Bremer Stadtmusikanten
Buch

Die Bremer Stadtmusikanten

Brüder Grimm

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:15:43 „Das ist schlicht die Hoffnung auf ein besseres Leben. Also Bremer Stadtmusik. Wenn du so willst.“

Lanz nutzt das Grimm-Märchen als Metapher für die Motivation senegalesischer Migranten: Etwas Besseres als den Tod findest du überall – genau wie die Tiere im Märchen, die vor ihrer ausweglosen Lage fliehen.

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Buch

Bücher von Bernhard Schimmack (über Afrika und Tierwelt)

Bernhard Schimmack

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:25:34 „Mein Bild von Tansania war geprägt von den Büchern von Bernard Schimmack. Ich gehöre dieser Generation, an der ein Afrika-Bild quasi mit Schimmacks Reisen nach Afrika und seiner Beschreibung der Tierwelt angefangen haben.“

Precht beschreibt, wie seine Vorstellung von Tansania durch die Afrika-Bücher dieses Autors geprägt wurde. Der Name ist vermutlich ein Transkriptionsfehler – gemeint ist wahrscheinlich Bernhard Grzimek, der für seine Bücher über die ostafrikanische Tierwelt berühmt ist.

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Wetten, dass..?
Serie

Wetten, dass..?

Frank Elstner

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:44:42 „Es gab mal eine Sendung mit dem schönen Namen Wetten, dass? Auch ich hatte damit mal was zu tun. Es war eine unglaublich erfolgreiche Spielesendung, die sich Frank Elstner, schöne Grüße an der Stelle, mal ausgedacht hatte. Millionen von Zuschauern und alle saßen da und haben Wetten, dass? geguckt, wenn das im Fernsehen lief.“

Lanz erzählt die Geschichte von Karl-Heinz Böhm, der in der Sendung Wetten, dass..? eine Wette verlor und daraufhin nach Afrika ging, um dort eine Stiftung zu gründen. Die Show dient als Ausgangspunkt für eine Erzählung über Böhms humanitäres Engagement in Äthiopien und das westliche Afrika-Bild, das durch Mitleid und Katastrophenbilder geprägt ist.

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Sissi
Film

Sissi

Ernst Marischka

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:55 „Und da saß damals Karl-Heinz Böhm, berühmter Schauspieler, kennt man aus den Sissi-Filmen und so weiter. Kaiser Franz.“

Karl-Heinz Böhm wird als Schauspieler eingeordnet, der vor allem durch seine Rolle als Kaiser Franz Joseph in den Sissi-Filmen bekannt war. Lanz nutzt diese Referenz, um zu erklären, wer Böhm war, bevor er dessen humanitäres Engagement in Äthiopien schildert.

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Afrikas Elektromobilitätsrevolution
Artikel

Afrikas Elektromobilitätsrevolution

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:47:42 „Und ich habe vor einiger Zeit im Handelsblatt darüber gelesen, die schrieben, Afrikas Elektromobilitätsrevolution ist zumindest in einigen Ländern in vollem Gang. Weil Kenia hat halt all das, was man dafür braucht. Viel Sonne, eine wachsende Unternehmerkultur und den Willen, sich technologisch zu emanzipieren.“

Lanz zitiert einen Handelsblatt-Artikel über die Elektromobilitätsrevolution in Afrika, insbesondere in Kenia und Äthiopien. Er nutzt den Artikel als Beleg für seine These, dass Afrika nicht nur ein Kontinent der Armut ist, sondern auch technologische Erfolgsgeschichten hervorbringt – etwa eigene E-Motorräder, Elektrobusse und die Umrüstung von Verbrennern.

Zum Artikel bei Handelsblatt
Zitat von Desmond Tutu über Missionare und Kolonialismus
Rede

Zitat von Desmond Tutu über Missionare und Kolonialismus

Desmond Tutu

🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 01:06:57 „Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten und wir schlossen die Augen. Und als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt. Wir hatten die Bibel und sie das Land.“

Lanz zitiert auf Anregung von Precht ein berühmtes Zitat von Desmond Tutu, das die koloniale Landnahme unter dem Deckmantel der Missionierung zusammenfasst.

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Als die ersten Missionare nach Afrika kamen
Rede

Als die ersten Missionare nach Afrika kamen

Desmond Tutu

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 01:06:58 „Als die ersten Missionare nach Afrika kamen, besaßen sie die Bibel und wir das Land. Sie forderten uns auf zu beten und wir schlossen die Augen. Und als wir sie wieder öffneten, war die Lage genau umgekehrt. Wir hatten die Bibel und sie das Land.“

Precht zitiert zum Abschluss der Sendung Desmond Tutu, um die historische Schuld der Kolonialmächte gegenüber Afrika auf den Punkt zu bringen. Das Zitat fasst die Enteignung und Ausbeutung durch die Kolonialisierung zusammen.

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