Erst das Land dann die Partei
Markus Lanz & Richard David Precht
Die Episode beginnt mit der Enthüllung von Prechts legendärer Kemenate auf Social Media — zur Freude der Fans, aber zum Leidwesen des Geheimnisses. Nach einer kulinarischen Liebeserklärung an den Salzburger Koch Sepp Schellhorn und dessen Einladung zum Kochen wendet sich das Gespräch der großen Frage zu: Was haben sie da gerade in Berlin angerichtet?
„Ich finde ja immer, dass ein Geheimnis hundertmal spannender ist als seine Auflösung.“
Erwähnte Medien (3)
Maybrit Illner
Maybrit Illner
🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:19:40 „Und dann sitzt Friedrich Merz bei Maybrit Illner, schöne Grüße an Maybrit an der Stelle, und sagt, diese Windräder, die werden wir dann irgendwann auch mal abbauen, weil die sind außerdem hässlich.“
Lanz verweist auf einen Auftritt von Friedrich Merz in der ZDF-Talkshow Maybrit Illner, um den Widerspruch zwischen Merz' öffentlicher Rhetorik zur Atomkraft und Windenergie und seinen tatsächlichen Aussagen auf einem CDU-internen Symposium aufzuzeigen.
Grundsatzprogramm der CDU
CDU
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:22:16 „Und jetzt habe ich mir das Parteiprogramm und das Grundsatzprogramm der CDU angeguckt und geschaut, was sind die Ideen, ein System, das offensichtlich völlig an die Wand fährt, zu reformieren. Und da kommt als Vorschlag zusätzlich eine kapitalgedeckte Rentenversicherung abzuschließen.“
Precht berichtet, dass er das CDU-Grundsatzprogramm studiert hat, um deren Vorschläge zur Rentenreform zu prüfen. Er kritisiert die darin enthaltenen Ideen als unzureichend und vergleicht sie mit älteren Vorschlägen von Wolfgang Schäuble.
Volker-Wissing-Interview in der Zeit
🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:43:21 „Und der sagt ein paar ganz klare und eindeutige Sätze in einem Interview, sehr lesenswert, bei den Kollegen der Zeit. Bei meiner Entscheidung, das Amt fortzuführen, habe ich mich vom Grundsatz leiten lassen, erst das Land, dann die Partei.“
Lanz empfiehlt ein Zeit-Interview mit Volker Wissing, in dem dieser seinen Verbleib im Kabinett nach dem Austritt aller anderen FDP-Minister erklärt. Lanz zitiert daraus wörtlich und nutzt es als Ausgangspunkt für ein ausführliches Porträt Wissings als pflichtbewussten, kalvinistisch geprägten Politiker, der Parteiräson hinter Verantwortung zurückstellt.