Lanz & Precht – Elon Musk - ein moderner Oligarch
#165

Elon Musk - ein moderner Oligarch

Lanz & Precht / 01. November 2024 / 15 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode beginnt mit einer amüsanten Schimpftirade des österreichischen Kochs Sepp Schellhorn gegen Halloween, bevor sich das Gespräch der Debatte um politische Korrektheit zuwendet: Udo Lindenbergs legendärer „Sonderzug nach Pankow

„Unsere Sensibilität für das, was man sagt, ist gestiegen und das ist mal grundsätzlich was Gutes. Aber es gibt keine natürliche Grenze. Und dadurch besteht die Gefahr, dass man diesen Weg immer weiter und immer weiter geht und ihn immer noch für progressiv hält, aber das im positiven Sinne irgendwann vielleicht kein Fortschritt mehr ist.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (15)

Sonderzug nach Pankow
Musik

Sonderzug nach Pankow

Udo Lindenberg

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:01:49 „Ja, also es geht um eines meiner wirklichen Lieblingslieder aller Zeiten. Der Sonderzug nach Pankow. Entschuldigen Sie, ist das der Sonderzug nach Pankow? Ich muss mal eben dahin.“

Markus Lanz spricht über die Debatte um politische Korrektheit und erwähnt, dass Udo Lindenbergs Song 'Sonderzug nach Pankow' wegen des Wortes 'Oberindianer' kritisiert wird. Er verteidigt Lindenberg, der mit dem Begriff Erich Honecker meinte und sich zeitlebens gegen Rechtsradikalismus eingesetzt hat.

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Kontakte von Elon Musk zu Putin
Artikel

Kontakte von Elon Musk zu Putin

Bojan Pancevski

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:04:16 „die Kollegen vom Wall Street Journal hatten vor einiger Zeit eine sehr interessante, bemerkenswerte Geschichte, nämlich über Kontakte von Elon Musk zu Putin“

Lanz verweist auf eine Recherche des Wall Street Journal über Verbindungen zwischen Elon Musk und Wladimir Putin als Hintergrund für die Diskussion über Musks politische Rolle

Zum Artikel bei ZEIT Online
Kontakte von Elon Musk zu Putin (Investigativbericht)
Artikel

Kontakte von Elon Musk zu Putin (Investigativbericht)

Bojan Pancevski / Wall Street Journal

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:06:45 „Die Kollegen vom Wall Street Journal hatten vor einiger Zeit eine sehr interessante, bemerkenswerte Geschichte, nämlich über Kontakte von Elon Musk zu Putin. Und wir haben uns darüber ausgetauscht, was er weiß.“

Markus Lanz berichtet von einem Gespräch mit dem Wall-Street-Journal-Journalisten Bojan Pancevski über dessen Recherchen zu Verbindungen zwischen Elon Musk und Wladimir Putin, die bereits vor dem Ukraine-Krieg bestanden haben sollen.

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Citizen Kane
Film

Citizen Kane

Orson Welles

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:08:36 „Also ist ja so eigentlich, wenn man den auf der Straße begegnen würde, würde man irgendwie denken, das ist überhaupt nichts Besonderes. Entspricht ja jetzt nicht so einem Klischee, wie man sich jetzt vorstellt, Citizen Kane oder so bei Orson Welles.“

Richard David Precht beschreibt Elon Musks unscheinbares Erscheinungsbild und vergleicht ihn mit dem ikonischen Medien-Mogul aus Orson Welles' Film. Der Vergleich dient dazu zu zeigen, dass Musk trotz seiner enormen Macht äußerlich nicht dem Klischee eines mächtigen Tycoons entspricht.

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Der Morgen stirbt nie
Film

Der Morgen stirbt nie

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:10:47 „Viele kennen dieses Zitat, verbinden das aber nicht mit William Hearst, sondern eingefleischte James-Bond-Fans werden sich daran erinnern, dass in 'Der Morgen stirbt nie' wird das zitiert. Da gibt es ja auch so einen Kuhl, der Rupert Murdoch eigentlich ist.“

Precht erzählt die Geschichte von William Hearst, der einen Reporter nach Kuba schickte und sagte 'Sorgen Sie für die Bilder und ich sorge für den Krieg'. Er verweist darauf, dass dieses Zitat vielen eher aus dem James-Bond-Film bekannt ist, in dem ein Medienmogul nach dem Vorbild von Murdoch/Hearst agiert.

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Essay

Essay über Milliardäre und die Antidemokratiebewegung

Robert Reich

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:12:34 „Ich habe dieser Tage einen Text von Robert oder Bobby Reich gelesen, der ehemalige Arbeitsminister von Clinton“

Precht erwähnt einen aktuellen Text von Robert Reich, der die Rolle von Tech-Milliardären wie Musk und Thiel als Bedrohung für die Demokratie analysiert. Der Essay wird im weiteren Gespräch mehrfach zitiert und diskutiert

Zum Artikel bei Perlentaucher.de
Essay

Essay über Milliardäre und die Antidemokratiebewegung

Robert Reich

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:15:22 „Robert Reich hat dieser Tage das geschrieben, wo ich glaube, da hat er einen Punkt. Er sagt, kein anderer reicher Mann, Geschäftsführer eines Social Media Unternehmens hat, wenn es um die Unterstützung autoritärer Führer auf der ganzen Welt gegangen ist, einen so weiten Weg zurückgelegt wie Elon Musk.“

Markus Lanz bezieht sich auf einen aktuellen Essay von Robert Reich, in dem dieser Musk, Thiel und Murdoch als Anführer einer Bewegung gegen die Demokratie beschreibt. Dieser Text ist vom Buch 'Saving Capitalism' zu unterscheiden und analysiert die Parallelen zur Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre.

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The Education of a Libertarian
Essay

The Education of a Libertarian

Peter Thiel

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:23:30 „Thiel hat mal geschrieben, die 1920er Jahre waren das letzte Jahrzehnt in der amerikanischen Geschichte, in dem man wirklich optimistisch sein konnte, was die Politik angeht. Seit 1920 haben der enorme Anstieg der Sozialhilfeempfänger und die Ausweitung des Wahlrechts auf Frauen den Begriff der kapitalistischen Demokratie zu einem Oxymoron gemacht.“

Markus Lanz zitiert Peter Thiels berüchtigten Essay von 2009, in dem dieser schrieb, Freiheit und Demokratie seien nicht mehr miteinander vereinbar. Das Zitat dient als Beleg für die antidemokratische Haltung der Tech-Milliardäre.

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Saving Capitalism: For the Many, Not the Few
Buch

Saving Capitalism: For the Many, Not the Few

Robert Reich

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:26:13 „Weil zu der Zeit haben Amerikas Kapitalisten sozusagen so viel, so beschreibt es Robert Reich, vom Reichtum Amerikas abgezockt, dass der Rest Amerikas sich tief verschulden musste, um irgendwie noch zurechtzukommen und 1929 ist dann diese Schuldenblase geplatzt.“

Lanz bezieht sich auf Robert Reichs Analyse der 1920er Jahre in Amerika, um eine Parallele zur heutigen Ungleichheit zu ziehen. Reich beschreibe, wie die Kapitalisten so viel vom Reichtum abschöpften, dass der Rest sich verschulden musste – was 1929 zur Großen Depression führte. Lanz nutzt dies als Warnung, dass extreme Ungleichheit historisch immer gefährliche politische Situationen hervorgerufen hat.

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The Joe Rogan Experience – Interview mit Donald Trump
Podcast

The Joe Rogan Experience – Interview mit Donald Trump

Joe Rogan

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:29:00 „Joe Rogan, das ist der erfolgreichste Podcaster der Welt, setzt glaube ich 100 Millionen jedes Jahr um in Amerika. Austin, Texas ist die Basis sozusagen. Da ist Trump extra hin, um drei Stunden Podcast mit ihm zu machen.“

Lanz diskutiert das dreistündige Trump-Interview bei Joe Rogan als Beispiel für die schwindende Bedeutung etablierter Massenmedien im US-Wahlkampf

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The Joe Rogan Experience
Podcast

The Joe Rogan Experience

Joe Rogan

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:29:26 „Joe Rogan, das ist der erfolgreichste Podcaster der Welt, setzt glaube ich 100 Millionen jedes Jahr um in Amerika. Austin, Texas ist die Basis sozusagen. Da ist Trump extra hin, um drei Stunden Podcast mit ihm zu machen. Er hat innerhalb weniger Tage allein auf YouTube über 30 Millionen Abrufe gehabt, mittlerweile glaube ich bei 40 oder 50 Millionen fast 500.000, 600.000 Kommentare.“

Lanz beschreibt das dreistündige Trump-Interview bei Joe Rogan als Beleg dafür, dass Trump die etablierten Massenmedien nicht mehr braucht. Das Interview sei zwar unkritisch, aber erhellend gewesen – mit über 30 Millionen YouTube-Abrufen innerhalb weniger Tage zeige es die neue Medienrealität, in der Podcasts klassische TV-Formate an Reichweite übertreffen.

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Kommentar über Trumps Präsidentschaft aus europäischer Sicht
Artikel

Kommentar über Trumps Präsidentschaft aus europäischer Sicht

René Pfister

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:11 „Ich muss denken an einen Kommentar von René Pfister, den ich immer unheimlich gerne lese. Das ist der Amerika-Korrespondent des Spiegels, der sich immer den etwas anderen Blick auch leistet.“

Lanz verweist auf einen Spiegel-Kommentar von René Pfister, der die unterschiedlichen europäischen und amerikanischen Perspektiven auf Trumps Präsidentschaft beleuchtet

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Kommentar zur Trump-Präsidentschaft
Artikel

Kommentar zur Trump-Präsidentschaft

René Pfister

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:32:27 „Ich muss denken an einen Kommentar von René Pfister, den ich immer unheimlich gerne lese. Das ist der Amerika-Korrespondent des Spiegels, der sich immer den etwas anderen Blick auch leistet. Ein wirklich kluger Kommentator. Der genau dieses Dilemma, die Frage, wie schaut man eigentlich auf Dinge, vor einiger Zeit mal beschrieben hat und darauf hingewiesen hat, dass die Hälfte der Amerikaner sehr positiv auf die Trump-Jahre guckt.“

Lanz zitiert einen Spiegel-Kommentar von René Pfister, der einen differenzierteren Blick auf Trump anbietet als die übliche europäische Perspektive. Pfister argumentiere, Trump sei ein erfolgreicherer Präsident gewesen, als Europäer es wahrhaben wollten, und seine Anhänger hätten durchaus rationale Gründe für ihre Unterstützung – etwa bei der NATO-Lastenteilung oder der Warnung vor deutscher Energieabhängigkeit von Russland.

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Staatsfeind Nummer zwei (Spiegel-Titel über Elon Musk)
Artikel

Staatsfeind Nummer zwei (Spiegel-Titel über Elon Musk)

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:39:06 „Macht ihn das jetzt zum Staatsfeind Nummer zwei, wie der Spiegel getitelt hat?“

Precht verweist auf eine Spiegel-Titelgeschichte, die Elon Musk als 'Staatsfeind Nummer zwei' bezeichnete. Lanz ergänzt, dass diese Zuspitzung Musk eher genutzt habe – er habe sich damit auf der Bühne inszeniert und weltweite Aufmerksamkeit generiert, womit die Titelstory das Gegenteil des Beabsichtigten bewirkt habe.

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Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens
Buch

Künstliche Intelligenz und der Sinn des Lebens

Richard David Precht

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:46:27 „Und ein Thema, mit dem ich mich ja auch beschäftigt habe in meinem Buch über künstliche Intelligenz.“

Im Gespräch über Neuralink und die Verknüpfung von Mensch und Maschine verweist Precht auf sein eigenes Buch über künstliche Intelligenz. Er argumentiert, dass ihm die Brain-Computer-Interface-Fantasien wenig Angst machten, da die Komplexität des Gehirns auf absehbare Zeit keine sinnvollen Ergebnisse erwarten lasse – ein Thema, das er in diesem Buch ausführlich behandelt habe.

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