Lanz & Precht – Generation Z - Grund genug fuer eine Revolution
#163

Generation Z - Grund genug fuer eine Revolution

Lanz & Precht / 18. Oktober 2024 / 10 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Ein Cappuccino-Kauf in Berlin-Mitte wird zur Kulturanalyse: Vier selbstverwirklichende Baristas, zwölf Minuten Wartezeit, und wer nach Zucker fragt, wird angeschaut wie ein Zeitreisender. Aus der Beobachtung einer Wohlstandsjugend, die Sorglosigkeit zelebriert und Weizen für tödlich hält, entspinnt sich ein Gespräch über die Prioritäten der Generation Z — und die Frage, ob diese Blase weiß, wie privilegiert sie ist.

„Es ist nicht die Anwesenheit von Weizen, die beispielsweise auf meinen Reisen durch Äthiopien ein Thema und ein Problem darstellte. Es war immer die Abwesenheit von Weizen, die ein Problem darstellte.“
🗣 Markus Lanz

Erwähnte Medien (10)

Thomas Gottschalk Interview zum Thema Alter
Artikel

Thomas Gottschalk Interview zum Thema Alter

Alexander Kühne

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:04:33 „Ich weiß nicht, ob du das mitgekriegt hast, Thomas Gottschalk im Spiegel fällt mir gerade ein spektakuläres Interview zum Thema Alter.“

Precht erwähnt ein Spiegel-Interview mit Thomas Gottschalk als Aufhänger für das Thema Altern und den Kontakt zur jüngeren Generation

Zum Artikel bei Spiegel
Spiegel-Interview mit Thomas Gottschalk
Artikel

Spiegel-Interview mit Thomas Gottschalk

Alexander Kühne

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:04:34 „Ich weiß nicht, ob du das mitgekriegt hast, Thomas Gottschalk im Spiegel fällt mir gerade ein spektakuläres Interview zum Thema Alter. Alexander Kühne, glaube ich, stellt ihm gleich zu Beginn die Frage, so sinngemäß, sie wollten eigentlich nie ein verbitterter alter Sack werden. Wir sind uns einig, das hat nicht geklappt. Und dann geht es los.“

Lanz erwähnt ein Spiegel-Interview von Alexander Kühne mit Thomas Gottschalk als Überleitung zum Thema Altern und Generationenkluft. Gottschalk räumt darin mit der Legende auf, er sei ein wütender alter Mann, und gibt zu, vieles nicht mehr zu verstehen. Lanz nimmt das als Anlass, über den zunehmenden Kontaktverlust zwischen den Generationen zu sprechen.

Zum Artikel bei Spiegel
The Anxious Generation
Buch

The Anxious Generation

Jonathan Haidt

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:07:50 „Jonathan Haidt, ein amerikanischer Sozialpsychologe, Autor, der in einem neuen Buch eine total interessante These aufmacht. Seine zentrale These ist, dass diese beiden Trends, Überbehütung in der wirklichen Welt und gleichzeitig die Unterbehütung in der virtuellen Welt, das sind die Hauptursachen dafür, dass nach 1995 geborene Kinder zu einer ängstlichen Generation geworden sind, sagt er.“

Markus Lanz stellt Jonathan Haidts Buch als zentrale Referenz der Folge vor. Haidt argumentiert, dass Überbehütung in der realen Welt bei gleichzeitiger Unterbehütung in der digitalen Welt eine 'ängstliche Generation' hervorgebracht hat. Lanz zitiert ausführlich Haidts These von der 'großen Neuverdrahtung der Kindheit' und dessen vier konkrete Reform-Forderungen, darunter kein Smartphone vor 14 und keine sozialen Medien vor 16.

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The Anxious Generation
Buch

The Anxious Generation

Jonathan Haidt

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:08:16 „ich bin jetzt gestolpert über, weil du gerade sagst, wir sind die Freunde unserer Kinder, über Jonathan Haidt, ein amerikanischer Sozialpsychologe, Autor. Nicht einer, sondern mehr oder weniger der Bedeutendste überhaupt. So. der in einem neuen Buch eine total interessante These aufmacht.“

Lanz stellt Haidts Buch als zentralen Bezugspunkt der Episode vor, um die These der Überbehütung in der realen und Unterbehütung in der virtuellen Welt zu diskutieren

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Als wir das nächste Dorf noch erfinden mussten, war dort mehr los
Buch

Als wir das nächste Dorf noch erfinden mussten, war dort mehr los

Reinhard Lettau

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:13:30 „Und ich habe doch unlängst Reinhard Lettau zitiert, bei dieser Geschichte, der mit Deckweiß den Globus zugemalt hat. Von dem stammt dieser schöne Satz, als wir das nächste Dorf noch erfinden mussten, war dort mehr los.“

Precht vergleicht die reizarme Jugend seiner Generation mit der heutigen Reizüberflutung durch digitale Medien. Er zitiert den Schriftsteller Reinhard Lettau, um zu illustrieren, wie Langeweile früher Kreativität erzwang und die Fantasie anregte.

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Digitale Demenz
Buch

Digitale Demenz

Manfred Spitzer

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:19:21 „Ja und er hatte auch immer sehr provokante, erinnerst du dich, das Buch Digitale Demenz? Ja, da erinnere ich mich. Da hat man Herrn Spitzer an der einen oder anderen Stelle, auch wenn er sehr hart zuspitzert, hat man ein bisschen Unrecht getan. Also vieles von dem, was er dort sagt, ist eingetreten.“

Im Zusammenhang mit der Smartphone-Debatte erinnert Lanz an Manfred Spitzers Buch 'Digitale Demenz', das vor über zehn Jahren provokante Thesen zur digitalen Verblödung aufstellte. Lanz rehabilitiert Spitzer teilweise und sagt, vieles davon sei eingetreten, auch wenn die Thesen damals als überzogen galten und Spitzer als 'umstritten' abgestempelt wurde.

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Artikel über 34.500 Studenten ohne Wohnheimplatz
Artikel

Artikel über 34.500 Studenten ohne Wohnheimplatz

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:42:00 „Es gibt eine Zahl zum Beispiel, neulich bei den Kollegen vom Redaktionsnetzwerk Deutschlands nachzulesen. Wir hören immer, es gibt wenig Wohnraum und die Inflation. 34.500 Studenten suchen in großen Städten nach einem Wohnheimplatz.“

Lanz zitiert einen Artikel des Redaktionsnetzwerks Deutschland, der die konkrete Wohnungsnot von Studierenden in deutschen Großstädten beziffert. Er nutzt die Zahl, um zu zeigen, dass die Probleme der jungen Generation nicht abstrakt, sondern ganz handfest und messbar sind.

Zum Artikel bei Jungewelt.de
Unbekanntes Buch ("das Illus-Buch")
Buch

Unbekanntes Buch ("das Illus-Buch")

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:44:29 „Auf der anderen Seite ist es halt so, dass eben die Aufstiegsmöglichkeiten, da haben wir beim letzten Mal darüber gesprochen, als wir über das Illus-Buch gesprochen haben, die Möglichkeit heute durch Fleiß und Tüchtigkeit Karriere zu machen, ist einfach nicht mehr flächendeckend da.“

Precht verweist auf ein Buch, das in einer früheren Episode besprochen wurde, vermutlich ein Werk von Eva Illouz oder Florian Illies. Er nutzt die Referenz, um seine These zu stützen, dass soziale Aufstiegsmöglichkeiten durch Leistung heute weitgehend verschwunden seien und stattdessen Erbschaften die gesellschaftliche Stellung bestimmen.

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Boomer-Generation (WDR-Dokumentation)
Doku

Boomer-Generation (WDR-Dokumentation)

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:52:35 „unlängst ist ja ein schöner Film im WDR gelaufen und da war ich auch Interviewpartner für die Boomer-Generation.“

Precht erwähnt eine WDR-Dokumentation über die Boomer-Generation, in der er als Interviewpartner mitgewirkt hat, um zu illustrieren, dass niemand ein typischer Vertreter seiner Generation ist

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Boomer-Dokumentation (WDR)
Doku

Boomer-Dokumentation (WDR)

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:53:09 „Unlängst ist ja ein schöner Film im WDR gelaufen und da war ich auch Interviewpartner für die Boomer-Generation. Und ich wurde immer angesprochen als typischer Boomer und alles, was hier da vorgeführt wurde, die Musik, die damals gehört wurde, was Boomer so gemacht haben und so, ich musste immer sagen, habe ich nicht gemacht, war mal nicht Teil meiner Kindheit.“

Precht spricht darüber, dass man nicht alle Angehörigen einer Generation über einen Kamm scheren kann. Er verweist auf eine kürzlich im WDR ausgestrahlte Dokumentation über die Boomer-Generation, in der er als Interviewpartner mitwirkte – und betont, dass er sich in kaum einem der dort gezeigten vermeintlich typischen Boomer-Merkmale wiedererkannt habe.

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