Lanz & Precht – Attacke von Dresden und die aktuelle Jugendstudie
#140

Attacke von Dresden und die aktuelle Jugendstudie

Lanz & Precht / 10. Mai 2024 / 9 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Nach dem brutalen Angriff auf den SPD-Europawahl-Kandidaten Matthias Ecke beim Plakatieren in Dresden diskutieren die beiden das Klima der Angst unter Politikern — SPD- und Grünen-Vertreter überlegen sich inzwischen genau, ob sie nach Terminen in bestimmten Regionen übernachten oder lieber nachts zurück nach Berlin fahren. Gleichzeitig hinterfragen sie die mediale Berichterstattung, die binnen Stunden die Tat politisch einordnete und den FAZ-Vergleich mit SA-Schlägern zog, ohne gesicherte Fakten zu haben.

„Wir wissen nicht genau, wer da möglicherweise an der Rezeption steht und dann jemanden informiert und dann wird es eine unruhige Nacht.“
🗣 Markus Lanz

Erwähnte Medien (9)

Kommentar vom 6. Mai zu SA-Vergleich
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Kommentar vom 6. Mai zu SA-Vergleich

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:03:45 „die FAZ hat die Angreifer mit SA-Schlägern verglichen“

Precht kritisiert einen FAZ-Kommentar, der die Angreifer auf Matthias Ecke mit SA-Schlägern verglich, als voreilige Einordnung

Zum Artikel bei FAZ
Kommentar: Der Politiker beim Plakatieren von einem Schlägertrupp junger Männer in SA-Manier schwer verletzt
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Kommentar: Der Politiker beim Plakatieren von einem Schlägertrupp junger Männer in SA-Manier schwer verletzt

🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:03:46 „Das ist ein Kommentar vom 6. Mai, auf den du da anspielst. Der Satz lautet, dass der Politiker beim Plakatieren von einem Schlägertrupp junger Männer in SA-Manier schwer verletzt wurde“

Lanz zitiert den genauen Wortlaut des FAZ-Kommentars, den Precht zuvor kritisiert hatte

Zum Artikel bei FAZ
Kommentar zum Angriff auf Matthias Ecke (FAZ, 6. Mai)
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Kommentar zum Angriff auf Matthias Ecke (FAZ, 6. Mai)

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:03:52 „Der Satz lautet, dass der Politiker beim Plakatieren von einem Schläger-Trupp junger Männer in SA-Manier schwer verletzt wurde, ist der traurige Höhepunkt einer Vielzahl von Übergriffen in diesem Wahlkampfjahr.“

Lanz zitiert wörtlich aus einem FAZ-Kommentar vom 6. Mai, nachdem Precht kritisiert hatte, die FAZ habe die Angreifer mit SA-Schlägern verglichen. Das Zitat dient als konkreter Beleg für die These beider Gesprächspartner, dass die mediale Berichterstattung in den ersten Tagen nach dem Angriff vorschnell eine klare politische Zuordnung vorgenommen habe.

Zum Artikel bei FAZ
Recherche zu Habeck-Protest auf Hallig Hooge
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Recherche zu Habeck-Protest auf Hallig Hooge

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:09:51 „4. Januar, Robert Habeck, Hallig Hoge, die Fähre, die kommt an. Er muss wieder ablegen, weil da wütende Proteste, Ausschreitungen und so weiter vor Ort zu finden sind. Recherche von Zeit Online zeigt hinterher, dass tatsächlich offenbar Rechtsradikale dazu aufgerufen haben.“

Lanz verweist auf eine Zeit-Online-Recherche als Beleg dafür, dass hinter dem Protest gegen Habeck auf Hallig Hooge organisierte Rechtsradikale standen. Die Erwähnung ist Teil einer Auflistung von Gewaltakten gegen Politiker aller Parteien, mit der Lanz zeigen will, dass politische Gewalt kein einseitiges Phänomen ist.

Zum Artikel bei ZEIT Online
Recherche zu Habeck auf Hallig Hooge
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Recherche zu Habeck auf Hallig Hooge

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:10:54 „Recherche von Zeit Online zeigt hinterher, dass tatsächlich offenbar Rechtsradikale dazu aufgerufen haben“

Lanz verweist auf eine Zeit-Online-Recherche zu den Protesten gegen Habeck auf Hallig Hooge am 4. Januar

Zum Artikel bei ZEIT Online
Generation TikTok droht zu einer Generation AfD zu werden
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Generation TikTok droht zu einer Generation AfD zu werden

Johannes Hillje

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:16:17 „Also Johannes Hilli hat es neulich im Spiegel so gesagt, die Generation TikTok droht zu einer Generation AfD zu werden.“

Lanz zitiert einen Spiegel-Beitrag von Johannes Hillje als pointierte Zusammenfassung des Befunds der Hurrelmann-Jugendstudie. Die Formulierung dient als Überleitung zu Prechts Einordnung, der die These als Übertreibung relativiert, da 22 Prozent noch weit von einer Mehrheit entfernt seien.

Zum Artikel bei Spiegel
Jetzt tut doch nicht so überrascht
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Jetzt tut doch nicht so überrascht

Alisa Schellenberg

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:23:47 „Und ich habe dieser Tage einen sehr interessanten Kommentar von Alisa Schellenberg gelesen, Kollegin von der Zeit, den sie überschrieben hat mit dem Satz, jetzt tut doch nicht so überrascht. Und sie legt dann dar, dass eigentlich von der Politik über Generationen hinweg im Grunde immer wieder versprochen wurde, jetzt wird alles besser. Aber dann kommt alles anders.“

Lanz zitiert ausführlich aus Schellenbergs Zeit-Kommentar, um die strukturellen Gründe für die Rechtswende junger Menschen zu beleuchten: steigende Mieten, gebrochene Versprechen beim Wohnungsbau, stagnierendes BAföG und eine Rentenpolitik, die vor allem den Boomern nütze. Er stimmt ihrer Analyse ausdrücklich zu und nutzt sie als Argumentationsbasis gegen die These, der Rechtsruck sei nur ein oberflächlicher Protest.

Zum Artikel bei Debeste.de
Kommentar zur Jugend und AfD (Stern)
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Kommentar zur Jugend und AfD (Stern)

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:24:55 „Habe einen Kollegen vom Stern gelesen, der sagte, nee, nee, nee, nee, jetzt geht man nicht wieder hin und erklärt das irgendwie mit Protest und so weiter. Und eigentlich ist das ein Ausdruck von, wir haben einen tiefsitzenden Frust.“

Lanz referenziert einen nicht namentlich genannten Stern-Kommentar, der argumentiert, die AfD-Sympathien junger Menschen seien kein bloßer Protest, sondern Ausdruck eines strukturellen Frusts über eine Politik, die primär auf Boomer-Wähler ausgerichtet sei. Lanz nutzt den Kommentar, um die Gegenposition zu jenen zu stärken, die den Rechtsruck als oberflächliches Protestphänomen abtun.

Zum Artikel bei Stern
Mad
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Mad

Harvey Kurtzman

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:30:35 „Also ich meine, das ist ein bisschen wie aus Mad. Also dass ich mir von einem AfD-Politiker jetzt erklären lasse, wie man das mit den Frauen macht, muss also nur patriotisch genug sein und dann laufen dir die Bräute schon von alleine zu, ist glaube ich ziemlicher Käse.“

Precht vergleicht Maximilian Krahs TikTok-Ratschläge zu Beziehungen und Patriotismus mit dem absurden Humor des Satiremagazins MAD. Er hält es für lächerlich, sich von einem AfD-Politiker Beziehungstipps geben zu lassen, und nutzt den MAD-Vergleich, um die Absurdität der Situation zu unterstreichen.

Zum Artikel bei Merriam-webster.com