Lanz & Precht – Welche Jobs verschwinden welche bleiben
#139

Welche Jobs verschwinden welche bleiben

Lanz & Precht / 03. Mai 2024 / 8 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Zum 1. Mai fällt auf: Selbst die Krawalle in der Hamburger Schanze bleiben aus — Anlass für eine Diskussion über den angeblichen deutschen Arbeitsfrust. Die viel zitierte Statistik von nur 34,7 Wochenstunden entpuppt sich als Mogelpackung: Rechnet man den hohen Teilzeitanteil heraus, liegen deutsche Vollzeiterwerbstätige mit 40,5 Stunden fast exakt im EU-Schnitt. Und der Vorwurf an die junge Generation? Den müssten sich eigentlich deren Eltern selbst machen.

„Die Jugend von heute ist das Produkt derjenigen, die sich über sie aufregen.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (8)

The Germans Are Becoming the World's Laziest Workers
Artikel

The Germans Are Becoming the World's Laziest Workers

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:00:05 „jetzt werden wir auch schon vom Wall Street Journal gebasht und gedisst, Die Deutschen sind ungefähr das faulste Volk auf dem Planeten, wollen alle nicht mehr arbeiten“

Lanz verweist auf einen Artikel im Wall Street Journal, der die Deutschen als besonders arbeitsunwillig darstellt, als Aufhänger für die Diskussion über Arbeitszeiten und Faulheitsvorwürfe

Zum Artikel bei Rosalux.de
Artikel im Wall Street Journal über deutsche Arbeitskultur
Artikel

Artikel im Wall Street Journal über deutsche Arbeitskultur

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:02:15 „Es kommt dann sozusagen wie zum Beleg dafür, jetzt werden wir auch schon vom Wall Street Journal gebasht und gedisst, Die Deutschen sind ungefähr das faulste Volk auf dem Planeten, wollen alle nicht mehr arbeiten, alle keinen Bock mehr auf Arbeit.“

Lanz verweist auf einen Artikel im Wall Street Journal, der Deutschland als besonders arbeitsunwillig darstellt. Er nutzt diesen Verweis, um die vereinfachende Berichterstattung über deutsche Arbeitszeiten zu kritisieren und die Statistiken differenzierter aufzuschlüsseln.

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The Race between Education and Technology
Buch

The Race between Education and Technology

Lawrence Katz, Claudia Goldin

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:23:10 „Es gab schon vor mehr als zehn Jahren ein berühmtes Buch von zwei amerikanischen Wissenschaftlern Katz und Goldin, das handelt vom Wettlauf des Menschen mit der Maschine.“

Precht erwähnt das Buch von Katz und Goldin im Zusammenhang mit der Frage, ob berufliche Weiterbildung ausreicht, um den technologischen Wandel zu bewältigen. Er argumentiert, dass Deutschland sich zu lange damit beruhigt habe, Umschulungen würden das Problem lösen — was bei früheren Technologiesprüngen funktioniert habe, aber bei KI an seine Grenzen stoße.

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Die Übergangsphase der ersten industriellen Revolution
Artikel

Die Übergangsphase der ersten industriellen Revolution

Carl Benedikt Frey

🗣 Markus Lanz zitiert daraus bei ⏱ 00:25:12 „Von dem stammt der interessante Satz, hat er vor einem Jahr in der Zeit, glaube ich, gesagt. Die Übergangsphase der ersten industriellen Revolution hat ungefähr sieben Dekaden gedauert.“

Lanz zitiert eine Aussage von Karl Frey in einem Interview oder Artikel in der ZEIT, in dem Frey vor den langen Übergangszeiten technologischer Revolutionen warnt

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Interview mit Carl Benedikt Frey
Artikel

Interview mit Carl Benedikt Frey

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:25:24 „Von dem stammt der interessante Satz, hat er vor einem Jahr in der Zeit, glaube ich, gesagt. Die Übergangsphase der ersten industriellen Revolution hat ungefähr sieben Dekaden gedauert. Und dann der entscheidende Gedanke, ich glaube nicht, dass eine moderne Demokratie sieben Dekaden lang stagnierende Löhne oder sogar fallende Löhne aushalten kann.“

Lanz zitiert einen Beitrag in der ZEIT, in dem Oxford-Forscher Carl Benedikt Frey die Übergangsphase der industriellen Revolution mit der heutigen Disruption vergleicht und vor den demokratiegefährdenden Folgen langfristig stagnierender Löhne warnt.

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Berufe, die ausgestorben sind
Artikel

Berufe, die ausgestorben sind

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:26:26 „ich glaube kürzlich in der Zeit war es auch und die Kollegen vom Fokus haben auch mal sowas gemacht, Berufe, die ausgestorben sind“

Lanz verweist auf Artikel in der ZEIT und im Focus über historisch ausgestorbene Berufe als Überleitung zu den Prognosen der Oxford-Studie

Zum Artikel bei ZEIT Online
Artikel über ausgestorbene Berufe
Artikel

Artikel über ausgestorbene Berufe

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:26:27 „Ich glaube kürzlich in der Zeit war es auch und die Kollegen vom Fokus haben auch mal sowas gemacht, Berufe, die ausgestorben sind. Sehr skurril zum Teil, die heute auch keiner mehr vermisst.“

Lanz erwähnt beiläufig Artikel in der ZEIT und im Focus über historisch ausgestorbene Berufe wie Drahtzieher, Eissäger oder Laternenanzünder, um das Thema technologiebedingten Jobverlusts mit humorvollen Beispielen zu illustrieren.

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Germany's Next Topmodel
Serie

Germany's Next Topmodel

Heidi Klum

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:31:10 „Also Topmodels gibt es ohnehin nicht mehr. Shows, die danach benannt werden, dass da Topmodels sind, sind natürlich Leute, die weder Topmodels sind, noch je Topmodels werden. Warum? Weil Topmodels in dem Sinne nicht mehr gebraucht werden.“

Im Kontext der Oxford-Studie diskutieren Lanz und Precht das Aussterben des Model-Berufs durch KI-generierte Bilder. Precht verweist dabei implizit auf Heidi Klums Castingshow als Beispiel dafür, dass der klassische Topmodel-Beruf bereits an Bedeutung verloren hat – die Teilnehmerinnen solcher Shows würden weder echte Topmodels sein noch jemals welche werden.

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