Lanz & Precht – Altes Denken neues Denken - iranische Raketen auf Israel
#137

Altes Denken neues Denken - iranische Raketen auf Israel

Lanz & Precht / 19. April 2024 / 5 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode startet mit einem Lacher über den Philodendron-Gag der Vorwoche, bevor es um Bayerns Cannabisverbot auf Volksfesten geht — ausgerechnet dort, wo Alkohol in Strömen fließt und jährlich 60.000 Alkoholtote zu beklagen sind. Dann wird es ernst: Der iranische Raketenangriff auf Israel, die Unterwanderung durch das Mullah-Regime über das Islamische Zentrum Hamburg und die Frage, warum der Staat trotz seit 2005 vorliegender Beweise so lange zugeschaut hat.

„Die bayerische Landesregierung hat Cannabiskonsum auf Volksfesten und Bierfesten verboten. Also da ist nur eine Droge erlaubt.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (5)

🔬
Studie

Bericht über Hisbollah-Tunnelsystem mit nordkoreanischer Hilfe

Israelisches Forschungszentrum (unbenannt)

🗣 Markus Lanz referenziert „Es gibt einen Bericht eines israelischen Forschungszentrums, der schon durch 2020, 2021 beschrieben hat, dass zum Beispiel die Hisbollah im Libanon mit nordkoreanischer Hilfe ein Tunnelsystem angelegt hat.“

Markus Lanz spricht über die globalen Allianzen des Iran und die Vernetzung verschiedener Akteure. Er verweist auf einen israelischen Forschungsbericht, der die nordkoreanische Unterstützung beim Bau von Hisbollah-Tunneln im Libanon dokumentiert, als Beispiel für die Globalisierung asymmetrischer Kriegsführung.

🎓 Google Scholar 📄 Original
Artikel über Iran-Sanktionen und Ölexporte
Artikel

Artikel über Iran-Sanktionen und Ölexporte

Natalie Amiri

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:08:11 „Nathalie Amiri war es, liebe Grüße an der Stelle, die ich wirklich sehr schätze, weil sie mit so großer Leidenschaft immer über dieses Thema redet und hat in dieser Tage ein sehr interessantes Stück in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht, das sich sehr zu lesen lohnt.“

Lanz empfiehlt den Artikel im Kontext der Diskussion über Iran-Sanktionen und Chinas Rolle. Es geht um die Frage, ob westliche Sanktionen gegen den Iran überhaupt wirken können, solange China weiterhin iranisches Erdöl importiert. Lanz schätzt Amiris Expertise zum Iran und empfiehlt den Artikel ausdrücklich als lesenswert.

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung
Artikel über Iran-Sanktionen und Erdölexporte
Artikel

Artikel über Iran-Sanktionen und Erdölexporte

Nathalie Amiri

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:08:44 „hat in dieser Tage ein sehr interessantes Stück in der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht, das sich sehr zu lesen lohnt“

Markus Lanz empfiehlt einen Artikel von Nathalie Amiri in der Süddeutschen Zeitung über Iran-Sanktionen und die Rolle Chinas bei iranischen Erdölexporten

Zum Artikel bei Süddeutsche Zeitung
Unbenannter Text von Michael Wolffsohn
Artikel

Unbenannter Text von Michael Wolffsohn

Michael Wolffsohn

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:37:35 „Ich habe Michael Wolfson gelesen dieser Tage, der sagt, er ist längst am Horizont und das ist eigentlich eine gute Nachricht, eine neue Ordnung absehbar, wenn man sieht, wie Saudi-Arabien mit Israel plötzlich zusammenarbeitet, mit Jordanien und vielen, vielen anderen Ländern.“

Lanz bezieht sich auf einen aktuellen Text des Historikers Michael Wolffsohn, in dem dieser eine neue Ordnung im Nahen Osten skizziert – eine Art 'nahöstliche NATO' aus Saudi-Arabien, Israel, Jordanien und weiteren Staaten gegen den gemeinsamen Feind Iran. Ein konkreter Titel wird nicht genannt, nur dass Lanz ihn 'dieser Tage gelesen' hat.

Zum Artikel bei Deutschlandfunk
Der Mann ohne Eigenschaften
Buch

Der Mann ohne Eigenschaften

Robert Musil · 1930

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:40:31 „Und ich zitiere immer gerne einen Satz von Robert Musil, in der Geschichte der Menschheit gibt es kein freiwilliges Zurück.“

Precht nutzt das Musil-Zitat als Schlusswort zur Debatte über die multipolare Weltordnung. Gegen Wolffsohns Idee einer neuen NATO-artigen Allianz argumentiert er, dass sich die geopolitischen Verhältnisse unwiderruflich verändert haben und kein Zurück zur alten westlichen Hegemonie möglich sei. Das Zitat wird Robert Musil zugeschrieben und stammt vermutlich aus 'Der Mann ohne Eigenschaften', wird aber nicht explizit diesem Werk zugeordnet.

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