Lanz & Precht – Migration
#117

Migration

Lanz & Precht / 01. Dezember 2023 / 3 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode kreist um den Widerspruch, der Deutschland beim Thema Migration zerreißt: Politisch wird eine drastische Reduktion der Zuwanderung gefordert, während die Wirtschaft angesichts der in Rente gehenden Boomer-Generation zwischen 400.000 und einer Million Arbeitsmigranten pro Jahr für nötig hält. Dabei entlarvt die Diskussion den hilflosen Versuch der Umetikettierung — wer keine Antwort auf irreguläre Migration hat, flüchtet sich schnell ins Fachkräfte-Argument. Besonders die Verengung auf qualifizierte Zuwanderung führt in die Irre, denn es fehlen nicht nur IT-Spezialisten, sondern massenhaft Arbeitskräfte auf dem Bau, in der Gastronomie und am Flughafen.

„Ich finde den Begriff planmäßige Migration eigentlich schon fast sowas wie ein Widerspruch in sich.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (3)

Das Kapital
Buch

Das Kapital

Karl Marx

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:03:09 „Es gibt einen berühmten alten Satz von Karl Marx, der gesagt hat, die Menschenströme folgen den Kapitalströmen. Also da, wo Wohlstand ist, da wollen die Menschen hin.“

Richard David Precht zitiert Karl Marx im Kontext der Migrationsdebatte, um zu erklären, warum Menschen aus ärmeren Ländern in wohlhabendere Länder migrieren. Er nutzt das Zitat als grundlegende Erklärung für Migrationsströme.

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Interview mit Bill Gates
Artikel

Interview mit Bill Gates

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:11:14 „Ich frage mich, auch nachdem ich jetzt ein Interview mit Bill Gates am Wochenende gelesen habe, der sagte, Freunde, stellt euch drauf ein. Wir werden in eine Gesellschaft gehen, da wird die Vier-Tage-Woche selbstverständlich sein.“

Markus Lanz erwähnt ein am Wochenende gelesenes Interview mit Bill Gates, in dem dieser die Vier-Tage-Woche als zukünftige Selbstverständlichkeit prognostiziert. Lanz nutzt diese Aussage, um seine These zu untermauern, dass sich das Verhältnis zur Arbeit grundlegend wandelt und die Ansprüche der jüngeren Generation nicht einfach Faulheit sind, sondern einem globalen Trend entsprechen.

Zum Artikel bei Apnews.com
Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten
Buch

Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

Richard David Precht

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:16:34 „Ich meine, ich habe ja mal ein dickes Buch geschrieben, Freiheit für alle, dass sich mit diesem Wechsel von der Arbeitsgesellschaft, wie wir sie kannten, hin zur Sinngesellschaft beschäftigt. Was mich jetzt interessiert, welche Rolle, und das ist ein Thema, mit dem ich mich nicht beschäftigt habe oder kaum, welche Rolle spielt Migration jetzt darin?“

Precht verweist auf sein eigenes Buch, das den gesellschaftlichen Wandel von der klassischen Arbeitsgesellschaft hin zu einer Sinngesellschaft beschreibt. Er nutzt es als Brücke, um die Frage aufzuwerfen, welche Rolle Migration in diesem Transformationsprozess spielt – ein Aspekt, den er nach eigener Aussage bisher kaum beleuchtet hat.

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