Lanz & Precht – Ausgabe Neunundsechzig
#069

Ausgabe Neunundsechzig

Lanz & Precht / 30. Dezember 2022 / 8 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Im Jahresrückblick widmen sich die beiden den übersehenen Themen und persönlichen Momenten abseits der großen Nachrichtenlage. Richard David Precht erzählt von seiner Reise nach Uganda und Ruanda zu den Gorillas als prägendster Erinnerung des Jahres und entwickelt daraus die Metapher der *unvertauschbaren Glanzbilder* — jene Erlebnisse, die so kostbar sind, dass man sie nicht mehr hergeben würde.

„Und seitdem ist das für mich so ein wichtiger Begriff in meinem Leben, unvertauschbare Glanzbilder.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (8)

Essai sur les données immédiates de la conscience / Zeit und Freiheit
Buch

Essai sur les données immédiates de la conscience / Zeit und Freiheit

Henri Bergson

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:09:15 „Nein, aber guck mal, einer meiner Lieblingsphilosophen ist Henri Bergson.“

Lanz nennt Bergson als einen seiner Lieblingsphilosophen, woraufhin Precht ausführlich Bergsons Zeitphilosophie erläutert: Die gemessene, in Sekunden zerlegte Zeit hat nichts mit dem wirklichen Erleben von Zeit zu tun. Bergson wird als Gegenposition zu Jean-Rémy von Matts Lebenszeituhr herangezogen, die die verbleibende Lebenszeit in Sekunden herunterzählt.

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G.I. Jane
Film

G.I. Jane

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:20:03 „Erinnerst du dich, jetzt mal richtig Gossip, ja? Ich stelle mir jetzt vor, du bist Frauke Ludewig und frage dich jetzt, wie du es findest, dass Will Smith Chris Rock geohrfeigt hat. Erinnerst du dich? Die Oscar-Verleihung im März.“

Lanz und Precht diskutieren die berühmte Ohrfeige von Will Smith bei der Oscar-Verleihung 2022, ausgelöst durch Chris Rocks Witz über Jada Pinkett Smith. Der Witz bezog sich auf den Film G.I. Jane, wird aber im Transkript nicht namentlich genannt. Die Erwähnung ist nur implizit über den Kontext der Oscar-Ohrfeige erkennbar.

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Die satanischen Verse
Buch

Die satanischen Verse

Salman Rushdie

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:40:50 „Er wusste, dass er weiterhin gefährdet war. Das wusste er. Hat dann auch irgendwann ein Buch darüber geschrieben, in dem er das alles nochmal aufgearbeitet hat und so weiter. Aber er wollte das loswerden.“

Die gesamte Diskussion über Salman Rushdie dreht sich um die Fatwa, die Ayatollah Khomeini am 14. Februar 1989 wegen dieses Romans über ihn verhängte. Das Buch wird nie beim Titel genannt, ist aber der zentrale Auslöser für alles Beschriebene – das Todesurteil, die Jahre im Versteck und das Attentat im August 2022.

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Joseph Anton
Buch

Joseph Anton

Salman Rushdie

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:45:12 „Ich weiß, er hatte damals auch in diesem Buch, Joseph Anton hieß das, also das war sozusagen er, ein anderer Name, den er sich da gegeben hat. Das war seine Geschichte. Da schreibt er, das Todesurteil gegen mich war der Beginn von etwas.“

Im Kontext des Attentats auf Salman Rushdie erwähnt Lanz dessen autobiografisches Buch 'Joseph Anton', in dem Rushdie seine Jahre im Versteck nach der Fatwa aufarbeitet. Lanz zitiert daraus Rushdies These, dass das Todesurteil der Beginn einer größeren Entwicklung war – der Rückkehr religiösen Fanatismus weltweit, nicht nur im Islam.

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Börse vor acht
Serie

Börse vor acht

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:50:30 „Ich meine, es gibt eine Initiative, die sagt, man müsste statt Börse vor acht Umwelt vor acht machen. Oder Klima vor acht. Dass man einfach so fünf Minuten genau, dass man dann jemand ist, so wie jetzt die netten Damen und Herren, die da von der Börse berichten.“

Precht erwähnt die ARD-Sendung 'Börse vor acht' als Vergleichsformat, das durch ein Klimaformat ersetzt werden sollte. Die Erwähnung dient als Kontrastfolie: Während tägliche Börsenberichte selbstverständlich sind, fehlt ein vergleichbares Format für die existenziellen Umweltfragen.

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Thriller
Musik

Thriller

Michael Jackson

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:51:41 „Zum Schluss Michael Jackson. Thriller wird 40 und Alice Schwarzer wird 80.“

Lanz bringt das 40-jährige Jubiläum von Michael Jacksons Album 'Thriller' als Gesprächsthema ein. Precht nutzt den Anlass, um klarzustellen, dass Michael Jackson auf seine musikalische Biografie keinen Einfluss hatte, und stellt ihm Prince als das weitaus größere musikalische Genie gegenüber.

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Der dressierte Mann
Buch

Der dressierte Mann

Esther Vilar

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:52:32 „Ich habe eine Fernsehsendung gesehen, ich schätze mal, ich war um die zehn, wo Esther Villar und Alice Schwarzer miteinander geredet haben. Und Esther Villar war der Überzeugung, eigentlich sind die Männer die ärmeren Schweine in der Gesellschaft. Alice Schwarzer sah das natürlich ganz, ganz anders.“

Precht erinnert sich an die legendäre Fernsehdebatte zwischen Esther Vilar und Alice Schwarzer, in der Vilar ihre bekannte These vertrat, dass Männer die eigentlich Unterdrückten seien – die zentrale These ihres Buchs 'Der dressierte Mann'. Die Erwähnung ist implizit über die Autorin und ihre Position identifizierbar.

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Fernsehduell Esther Vilar gegen Alice Schwarzer
Serie

Fernsehduell Esther Vilar gegen Alice Schwarzer

WDR

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:52:32 „Ich habe eine Fernsehsendung gesehen, ich schätze mal, ich war um die zehn, wo Esther Villar und Alice Schwarzer miteinander geredet haben. Und was mir vor allen Dingen in Erinnerung blieb, war dieser unglaubliche Zigarettenrauch in der Luft.“

Precht erinnert sich anlässlich des 80. Geburtstags von Alice Schwarzer an die berühmte TV-Debatte von 1975, in der Vilar und Schwarzer über die Frage stritten, ob Männer oder Frauen die Unterdrückten seien. Er beschreibt den verrauchten Raum und die Position seiner Mutter.

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