Ausgabe Dreiundvierzig
Markus Lanz & Richard David Precht
Beim ersten Videopodcast der beiden dreht sich alles um die Forderung nach einer 42-Stunden-Woche: Michael Hüther vom Institut der Deutschen Wirtschaft und der BDI-Präsident wollen längere Arbeitszeiten, um das Rentensystem zu retten — ausgerechnet am Vorabend einer industriellen Revolution, die eigentlich weniger Arbeit ermöglichen sollte. Dazu kommt eine für beide völlig neue Erfahrung: Nach Jahrzehnten des grenzenlosen Überflusses steckt Deutschland plötzlich in einem Mangelstatus — fehlende Arbeitskräfte, fehlende Energie, fehlende Produkte.
„Industrielle Revolutionen haben immer dazu geführt, dass die Leute weniger arbeiten mussten. Jetzt kommt die nächste industrielle Revolution, die Leute wunderbar müssen noch weniger arbeiten. Jetzt müssen wir nur wegen dieser blöden Rentelänge arbeiten.“
Erwähnte Medien (3)
Recherche zu russischen Kriegsverlusten
🗣 Markus Lanz referenziert „Die Kollegen von der Süddeutschen, ich habe mir das mal ausgedruckt, die haben das mal versucht zusammenzutragen. Seit dem Beginn des Krieges sagt die Ukraine, haben die Russen fast 5000 Panzer verloren, hunderte Flugzeuge, Helikopter und ungefähr 33.000 Soldaten.“
Markus Lanz zitiert eine Zusammenstellung der Süddeutschen Zeitung über die russischen Verluste im Ukraine-Krieg. Er hat sich den Artikel ausgedruckt und nutzt die dort recherchierten Zahlen – Panzer, Flugzeuge, Soldaten – als Grundlage für die Diskussion über das Ausmaß der Zerstörung auf beiden Seiten.
Analyse zur militärischen Lage in der Ukraine
Carlo Masala
🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:37:03 „Carlo Masala habe ich heute Morgen auch gelesen, der sagte, und den schätze ich sehr, der kennt sich wirklich aus, der sagte, das ist keine ausgemachte Sache. Die haben echte Probleme mit Munition im Speziellen.“
Lanz zitiert den Politikwissenschaftler und Militärexperten Carlo Masala, den er am Morgen gelesen hat. Masala argumentiere, dass der Ausgang des Krieges keineswegs entschieden sei und die Russen erhebliche Probleme mit Munitionsnachschub hätten – eine Gegenposition zu Prechts Einschätzung, dass der Krieg für die Ukraine nicht zu gewinnen sei.
Essay über Russland-Beziehungen nach Kriegsbeginn
Richard David Precht
🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:43:51 „Ich habe ja mit dem Stern ein Essay geschrieben, zwei Wochen nach Kriegsanfang, wo ich gesagt habe, wir können uns dauerhaft eine Eskalation der Feindschaft mit Russland nicht leisten.“
Precht verweist auf einen eigenen Essay im Stern, den er kurz nach Beginn des Ukraine-Kriegs veröffentlicht hat. Darin argumentierte er, dass eine dauerhafte Eskalation der Feindschaft mit Russland nicht tragbar sei – eine Position, die er im Podcast erneut verteidigt und in den Kontext einer künftigen gemeinsamen Sicherheitsarchitektur stellt.