Lanz & Precht – Ausgabe Zweiundvierzig
#042

Ausgabe Zweiundvierzig

Lanz & Precht / 17. Juni 2022 / 4 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Von Spaniens Hitze über das gefühlte innere Alter bis zum eigentlichen Thema: Steuern. Während Richard David Precht verrät, dass er nie ein Auto besessen hat — abgesehen von einer grünen Ente für exakt zwei Tage —, geht es um explodierende Spritpreise, Übergewinnsteuern für Mineralölkonzerne und die Frage, warum Steuern nur dann spannend sind, wenn es um die der anderen geht.

„Ich habe einmal für drei oder vier Tage ein Auto besessen. Dann hat mein Freund und Vorbesitzer sich den Wagen nochmal geliehen und einen schweren Unfall gebaut, weil die Bremse nicht richtig funktioniert. Und das habe ich durchaus als Wink des Schicksals gesehen und tatsächlich nie wieder ein Auto besessen.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (4)

Feudalistische Welt der Superreichen
Artikel

Feudalistische Welt der Superreichen

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:05:07 „Und ich würde heute gerne mal unter anderem mit dir sprechen über diese ja wirklich feudalistische Welt der Superreichen, so hat es der Spiegel kürzlich getitelt.“

Markus Lanz leitet das Hauptthema der Folge ein – die extreme Vermögenskonzentration und Steuervermeidung der Superreichen weltweit. Er verweist auf einen Spiegel-Titel, der die Welt der Superreichen als 'feudalistisch' beschreibt, um die Dimension des Problems zu rahmen.

Zum Artikel bei Spiegel
The Secret IRS Files
Artikel

The Secret IRS Files

ProPublica

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:06:25 „Vergangenes Jahr fielen Journalisten vielen Daten, Steuerdaten von Superreichen in die Hände. Und das Ergebnis war atemberaubend. Elon Musk zum Beispiel hat zwischen 2014 und 2018 3,3 Prozent Steuern gezahlt. Der reichste Mensch der Welt. Jeff Bezos 0,9 Prozent.“

Markus Lanz zitiert detaillierte Steuerdaten von US-Milliardären (Musk, Bezos, Bloomberg, Buffett), die aus der ProPublica-Enthüllung 'The Secret IRS Files' von 2021 stammen. Die konkreten Prozentzahlen und der Zeitraum 2014-2018 sind charakteristisch für diese Investigativrecherche.

Zum Artikel bei Propublica.org
Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten
Buch

Freiheit für alle: Das Ende der Arbeit wie wir sie kannten

Richard David Precht

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:31:26 „Ich habe ja im Zusammenhang mit meinem Buch über die Arbeit ganz viel über Steuern nachgedacht. Und natürlich mich auch mit solchen Sachen beschäftigt. Erbschaftssteuer, Vermögenssteuer, Erhöhung von Spitzensteuersatz, ja oder nein.“

Precht verweist auf sein eigenes Buch über die Zukunft der Arbeit, in dem er sich intensiv mit Steuerfragen auseinandergesetzt hat. Er nutzt diese Recherche als Grundlage, um die Vor- und Nachteile verschiedener Steuermodelle wie Erbschafts- und Vermögenssteuer differenziert zu bewerten.

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🎤
Rede

Davos-Rede 2019

Rutger Bregman

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:50:59 „Der sagt dort wortwörtlich, ich bin zum ersten Mal in Davos und ich finde es ziemlich befremdlich, um ehrlich zu sein. 1500 Leute sind mit ihren Privatjets hierher geflogen, um zu hören, wie David Attenborough darüber spricht, wie wir den Planeten zugrunde richten. Ich höre, wie die Leute reden über Teilhabe und Gerechtigkeit und Gleichheit. Aber fast niemand spricht das wirkliche Problem an, nämlich Steuervermeidung durch Reiche, die nicht ihren fairen Beitrag leisten.“

Lanz zitiert ausführlich den niederländischen Historiker Rutger Bregman, der beim Weltwirtschaftsforum 2019 in Davos eine aufsehenerregende Rede hielt. Bregman kritisierte die Scheinheiligkeit der versammelten Milliardäre, die über Gleichheit reden, aber das Kernproblem der Steuervermeidung ignorieren. Precht ergänzt, er kenne Bregman persönlich und habe mit ihm zusammen Vorträge vor dem niederländischen Königspaar gehalten.

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