Lanz & Precht – Ausgabe Vierzehn
#014

Ausgabe Vierzehn

Lanz & Precht / 03. Dezember 2021 / 9 Medien

Markus Lanz & Richard David Precht

Die Episode kreist um die kollektive Erschöpfung in der Pandemie — das Gefühl, dass das Angst-Reservoir der Menschen aufgebraucht ist, gerade als mit Omikron die nächste Variante auftaucht. Ausgehend vom Angstforscher Borwin Bandelow und einem Drosten-Interview bei Klaus Kleber diskutieren die beiden, warum moderne Gesellschaften so schlecht mit Nichtwissen und Kontrollverlust umgehen können.

„Wir leben in einer Gesellschaft, wo wir versuchen, unser Leben so weit wie möglich zu kontrollieren, um uns vor allen erdenklichen Gefahren zu schützen. Und in so einer Situation trifft uns ein Virus, von dem wir gehofft haben, dass es nach einem halben Jahr wieder weg ist.“
🗣 Richard David Precht

Erwähnte Medien (9)

📖
Buch

Der Fluch des Oktopus

Dirk Grossmann

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:01:37 „Das klingt dann so wie der Fluch des Oktopus, wie aus einem Roman von Dirk Grossmann. Die Omikron.“

Markus Lanz zieht einen humorvollen Vergleich zwischen dem Namen der neuen Omikron-Variante und einem fiktiv klingenden Romantitel. Der Verweis dient als Stilmittel, um die dramatische Namensgebung der Virusvarianten zu ironisieren.

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📺
Serie

Heute-Journal-Interview mit Christian Drosten

Klaus Kleber

🗣 Markus Lanz empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:02:07 „Und dann hörst du Christian Drosten, der ein Interview im Heute-Journal mit Klaus Kleber, das ich sehr empfehle, ich weiß nicht, ob du es gesehen hast, der eigentlich sagt, wir wissen nichts.“

Markus Lanz empfiehlt ein konkretes Heute-Journal-Interview, in dem Christian Drosten bei Klaus Kleber über die Omikron-Variante spricht. Lanz hebt hervor, dass Drosten trotz Besorgnis einräumt, dass man noch zwei bis drei Monate brauche, um die tatsächliche Gefährlichkeit einschätzen zu können.

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Bericht über Jack Dorsey
Artikel

Bericht über Jack Dorsey

🗣 Markus Lanz referenziert bei ⏱ 00:09:42 „Ich habe am Wochenende ganz interessant einen Bericht über Jack Dorsey gelesen, den Twitter-Gründer, der sich jetzt zurückzieht. Und der, wie soll man sagen, es wurde dort beschrieben, wenn es einen Begriff gibt, der für diesen Mann gilt, dann ist es der Begriff vernünftig.“

Markus Lanz erzählt von einem Artikel über den Rücktritt von Twitter-Gründer Jack Dorsey, den er am Wochenende gelesen hat. Der Bericht habe Dorsey als besonnenen, vernünftigen Typ beschrieben – im Gegensatz zu den Allmachtsfantasien anderer Silicon-Valley-CEOs. Lanz nutzt das als Aufhänger für eine Diskussion über Verantwortung von Plattformen bei Desinformation.

Zum Artikel bei Wallstreet-online.de
Raumschiff Enterprise (Star Trek)
Serie

Raumschiff Enterprise (Star Trek)

Gene Roddenberry

🗣 Richard David Precht erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:15:10 „Pi, Xi, Psi, Sigma, Ta. Das sind auch schon ziemlich nah bei Omega. Also viel ist nicht mehr da. Da kann man wieder von vorne anfangen. Alpha 2. Alpha 3, Delta 4. Ja, Namen wie aus Raumschiff Enterprise.“

Richard David Precht scherzt darüber, dass das griechische Alphabet für die Benennung der Corona-Varianten bald aufgebraucht sein könnte. Die Bezeichnungen klingen für ihn wie Namen aus der Science-Fiction-Serie – ein humorvoller Nebensatz im Gespräch über die Endlosigkeit der Pandemie.

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Harry Potter (Filmreihe)
Film

Harry Potter (Filmreihe)

J.K. Rowling

🗣 Markus Lanz erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:30:02 „Die sitzen im Parlament. Den gehören aber auch riesige Ländereien und all die Bauernhöfe, die du siehst, gehören denen, die bearbeiten ja gar nicht, sondern die gehören diesen Leuten, diesen wenigen Leuten, die dann fantastische Schlösser besitzen, wo dann Harry Potter gedreht wird und keine Ahnung was.“

Lanz erzählt von Dreharbeiten in England, bei denen ein Farmer ihm das System der Großgrundbesitzer erklärte. Harry Potter wird nur beiläufig erwähnt, um zu illustrieren, wie reich diese Landbesitzer sind – ihre Schlösser dienen als Filmkulissen.

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Freakonomics
Buch

Freakonomics

Steven D. Levitt, Stephen J. Dubner

🗣 Richard David Precht empfiehlt aktiv bei ⏱ 00:34:10 „Dass Polarisierung ist, dass es ziemlich einfach ist, aus Geld noch mehr Geld zu machen, aber sehr schwierig ist, ohne Bildungshintergrund zu Geld zu kommen. Außer in der erweiterten Drogenökonomie oder in all jenen Bereichen. Freakonomics, kennst du das Buch? Freakonomics? Muss man lesen.“

Precht spricht über wirtschaftliche Spaltung und die Schwierigkeit, ohne Bildungshintergrund zu Wohlstand zu kommen. Er empfiehlt Freakonomics als Buch, das die Ökonomie abseits der legalen Wirtschaft beleuchtet. Lanz ergänzt begeistert, es sei ein großartiges Buch über die Ökonomie von Drogendealern in den USA.

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Über den ewigen Frieden
Buch

Über den ewigen Frieden

Immanuel Kant

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:44:43 „Ich glaube, das ist der Satz, der die Situation im doppelten Sinne am besten beschreibt.“

Precht bezieht sich auf Kants Metapher des 'Sich-wie-Irre-Vorwärtstastens', die er offenbar an früherer Stelle im Gespräch eingeführt hat. Lanz greift das Bild auf, Precht bestätigt es als treffende Beschreibung der pandemischen Lage. Die Zuordnung zu einem konkreten Kant-Werk ist nur indirekt erschließbar.

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Philosophische Untersuchungen
Buch

Philosophische Untersuchungen

Ludwig Wittgenstein

🗣 Richard David Precht zitiert daraus bei ⏱ 00:48:10 „Wittgenstein hat mal gesagt, das Leben besteht darin, dass ich mich mit vielem begnüge. Und das ist in vielerlei Hinsicht richtig.“

Precht zitiert Wittgenstein, um seinen Punkt über alltagspraktische Wahrheiten zu untermauern: Menschen begnügen sich notwendigerweise mit vereinfachten Urteilen, und das ist bis zu einem gewissen Grad gesund. Das Zitat wird als Ergänzung zu William James' Pragmatismus eingesetzt.

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Über Gewißheit
Buch

Über Gewißheit

Ludwig Wittgenstein

🗣 Richard David Precht referenziert bei ⏱ 00:48:10 „Wittgenstein hat mal gesagt, das Leben besteht darin, dass ich mich mit vielem begnüge. Und das ist in vielerlei Hinsicht richtig.“

Precht zitiert Wittgenstein im Kontext der Diskussion über pragmatische Wahrheiten und William James. Das Zitat stammt aus 'Über Gewißheit' (§344), nicht aus den bereits erfassten 'Philosophischen Untersuchungen', und dient als Argument dafür, dass Menschen sich im Alltag mit einfachen Wahrheiten begnügen.

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