Lars Klingbeil – Bist du zu sensibel
Matze Hielscher & Lars Klingbeil
Lars Klingbeil spricht über das zentrale Dilemma seines Amts als Finanzminister: 500 Milliarden investieren und gleichzeitig 30 Milliarden sparen — und warum beides richtig ist, auch wenn es in der Kommunikation nicht zusammenpasst. Er verteidigt Sensibilität in der Politik, erzählt von Tränen bei einem Besuch in Kiew und macht klar, dass er als Minister keine Ausreden hat: Wenn es schiefgeht, war er das.
„Wenn ich mit Vitali Klitschko in Kiew an einem zerbombten Haus stehe und da stehen 20 Fotos aufgereiht von denen, die da umgekommen sind, und da sind kleine Kinder drauf, dann habe ich Tränen in den Augen und das ist für mich auch völlig okay.“
Erwähnte Medien (15)
Terry Hoax
Terry Hoax
🗣 Lars Klingbeil referenziert bei ⏱ 00:23:58 „Und ich habe die Dorfdisco, in der ich damals Terry Hoax und H-Blocks und all das zum ersten Mal gesehen habe, die miete ich mir alle zwei, drei Jahre mal und mache da eine große Party und lade alle ein.“
Lars Klingbeil erzählt von seiner musikalischen Jugend in der Lüneburger Heide und wie er sich die Verbindung zu seinen Wurzeln bewahrt, indem er die alte Dorfdisco mietet und Partys veranstaltet.
H-Blockx
H-Blockx
🗣 Lars Klingbeil referenziert bei ⏱ 00:23:58 „Und ich habe die Dorfdisco, in der ich damals Terry Hoax und H-Blocks und all das zum ersten Mal gesehen habe, die miete ich mir alle zwei, drei Jahre mal und mache da eine große Party und lade alle ein.“
Lars Klingbeil erinnert sich an seine ersten Konzerterlebnisse als Jugendlicher in der Dorfdisco. Im Transkript als 'H-Blocks' verschriftet, gemeint ist die deutsche Rock-Band H-Blockx.
House of Cards
Beau Willimon · 2013
🗣 Matze Hielscher erwähnt beiläufig bei ⏱ 00:31:37 „Und dann gibt es auch das andere Bild, was dann jetzt nach der letzten Wahl gezeichnet worden ist, medial House of Lars, was die SPD betrifft. Und er ist auch ein Machtpolitiker.“
Matze Hielscher beschreibt die mediale Wahrnehmung von Lars Klingbeil als Machtpolitiker. Der Spitzname 'House of Lars' ist eine implizite Anspielung auf die Netflix-Serie 'House of Cards', die politische Machtspiele zum Thema hat. Die Referenz dient als Metapher für Klingbeils strategisches Agieren innerhalb der SPD.
Jimmy Kimmel Live!
Jimmy Kimmel
🗣 Lars Klingbeil referenziert bei ⏱ 01:06:33 „Dass die Jimmy-Kimmel-Show abgesetzt wurde, war für mich so ein totaler Tiefpunkt. Ich habe das morgens gelesen und habe gesagt, was ist das denn jetzt hier? Ich habe die USA immer mit freier Meinungsäußerung und jetzt kommt er Gott sei Dank zurück, aber ich will nicht, dass unser Land so wird.“
Klingbeil spricht über die Gefahr zunehmender Polarisierung und zieht einen Vergleich zu den USA. Die Absetzung der Jimmy-Kimmel-Show ist für ihn ein Symbol dafür, wie freie Meinungsäußerung unter Druck gerät – ein Szenario, das er für Deutschland unbedingt verhindern will.
Porträt über Kevin Kühnert
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:31:13 „Er hat ja am Ende aufgehört und das fand ich irgendwie wirklich krass, das ist in der Zeit nachzulesen, in einem tollen Porträt, wo er sagt, er hat geguckt, was auf der Haben-Seite steht.“
Matze spricht über Kevin Kühnerts Rückzug aus der Politik und verweist auf ein Porträt in der ZEIT, das ihn beeindruckt hat. Kühnert habe darin bilanziert, was er in der Bundespolitik konkret erreicht habe – und die Bilanz sei ernüchternd gewesen. Matze nutzt das als Brücke zur Frage, wie abstrakt bundespolitische Erfolge im Vergleich zu kommunalen Projekten sind.
Drake (Konzert)
Drake
🗣 Lars Klingbeil erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:38:21 „Welches Konzert? Boah, ich habe lange, ich muss überlegen, lange ist jetzt keins geplant, ehrlicherweise, aber Drake war das letzte und ich habe krampfhaft versucht, zu T's zu kommen, aber das hat irgendwie nicht funktioniert.“
Auf die Frage, was man ihm wünschen solle, sagt Klingbeil: mehr Konzerte. Als letztes Konzert nennt er Drake. Die Anekdote illustriert, wie wenig Freizeit ihm sein Amt als Finanzminister und Parteivorsitzender lässt.
Artikel über Lars Klingbeil ("Mensch gewordener Tomte-Song")
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:38:35 „Ich habe heute einen Artikel über dich gelesen und da fand ich einen, also der war in der Welt, würde ich meinen. Und da stand der Satz drin, Lars Klingbeil ist ein Mensch gewordener Tomte-Song.“
Matze erwähnt einen aktuellen Artikel aus der Welt über Lars Klingbeil, der ihn mit einem Tomte-Song vergleicht. Die Formulierung trifft offenbar einen Nerv – beide finden den Vergleich schön. Es leitet über zu einem Gespräch über musikalische Prägungen und das Aufwachsen auf dem norddeutschen Land.
Tomte
🗣 Lars Klingbeil erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:38:56 „Der Tomte war aber schon so auf dem Dorf. Bei uns war es Togotronic.“
Nachdem Matze den Welt-Artikel zitiert, der Klingbeil als 'Mensch gewordenen Tomte-Song' beschreibt, ordnet Klingbeil die Band seiner Jugend auf dem Dorf zu. Tomte steht hier als kultureller Marker für eine norddeutsche Indie-Sozialisation, die beide Gesprächspartner teilen.
Tocotronic
Tocotronic
🗣 Lars Klingbeil erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:39:04 „Ärzte, Tokotronic, Phantas, Rage Against the Machine. Das ist, glaube ich, die Reihenfolge bei mir.“
Klingbeil zählt seine musikalischen Prägungen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung auf. Tocotronic nimmt den zweiten Platz ein. Matze greift die Band später nochmal auf und fragt, ob 'Harmonie ist eine Strategie' ein Tocotronic-Bezug sei – was Klingbeils harmoniesuchenden Politikstil pointiert zusammenfasst.
Die Ärzte
Farin Urlaub, Bela B., Rod
🗣 Lars Klingbeil erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:39:04 „Ärzte, Tokotronic, Phantas, Rage Against the Machine. Das ist, glaube ich, die Reihenfolge bei mir.“
Die Ärzte stehen an erster Stelle in Klingbeils persönlichem Musikranking. Er listet seine prägenden Bands auf, um seine kulturelle Herkunft zu illustrieren – norddeutsches Dorf, Indie- und Punkrock-Sozialisation.
Rage Against the Machine
Rage Against the Machine
🗣 Lars Klingbeil erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:39:04 „Ärzte, Tokotronic, Phantas, Rage Against the Machine. Das ist, glaube ich, die Reihenfolge bei mir.“
Rage Against the Machine bildet den Abschluss von Klingbeils musikalischem Ranking. Die politische Wut der Band steht in interessantem Kontrast zu seinem harmoniesuchenden Naturell, das im Gespräch immer wieder thematisiert wird.
Die Fantastischen Vier
Die Fantastischen Vier
🗣 Lars Klingbeil erwähnt beiläufig bei ⏱ 01:39:04 „Ärzte, Tokotronic, Phantas, Rage Against the Machine. Das ist, glaube ich, die Reihenfolge bei mir.“
Klingbeil nennt 'Phantas' – vermutlich Die Fantastischen Vier – als eine seiner prägenden Bands auf dem dritten Platz seines persönlichen Rankings. Der Name wurde im Transkript leicht abweichend verschriftlicht.
Harmonie ist eine Strategie
Tocotronic
🗣 Matze Hielscher referenziert bei ⏱ 01:39:09 „Ist Harmonie deine Strategie nach Tokotronic? Haben die einen Song? Harmoniestrategie?“
Matze spielt auf einen Tocotronic-Song an und versucht, Klingbeils harmoniesuchenden Politikstil mit der Bandgeschichte zu verknüpfen. Der genaue Songtitel ist im Gespräch unsicher – Matze fragt selbst nach, ob es diesen Song gibt. Die Referenz funktioniert trotzdem als pointierte Charakterisierung.
Spiegel-Porträt über Lars Klingbeil
Sophie Gabe
🗣 Lars Klingbeil referenziert bei ⏱ 01:45:55 „Gab mal eins im Spiegel, fällt mir jetzt spontan ein von der Sophie Gabe, wo ich mich so richtig gut wiedergefunden habe.“
Auf die Frage nach guten Porträts über ihn nennt Klingbeil spontan einen Spiegel-Artikel von Sophie Gabe, in dem er sich besonders gut wiedergefunden habe. Es ist eines der wenigen journalistischen Porträts, das er ausdrücklich positiv bewertet – in einem Umfeld, in dem er eigentlich versucht, sich von medialer Bewertung freizumachen.
Spiegel-Porträt über Lars Klingbeil (CrossFit)
Marc Hujer
🗣 Lars Klingbeil referenziert bei ⏱ 01:46:18 „Das war der Marc Huya damals, der mich sehr früh begleitet hat beim Crossfit und wo ich 100 Kilo stemmen wollte. Was auch geklappt hat am Ende.“
Matze fragt nach guten Porträts über Lars Klingbeil. Neben dem Spiegel-Porträt von Sophie Gabe erwähnt Klingbeil ein weiteres, früheres Spiegel-Porträt von Marc Hujer, in dem er beim CrossFit begleitet wurde. Im Transkript als 'Marc Huya' verschriftet.